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Willkommen zurück: Kirchhöfer und Schmidt bilden neue Einheit bei Callaway Competition

ADAC GT Masters 2021: Callaway Competition startet auch 2021 wieder im ADAC GT Masters und konnte für die bevorstehende Saison Marvin Kirchhöfer zurückgewinnen. Zusammen mit dem Schweizer Jeffrey Schmidt, bildet der sechsfache Rennsieger aus Leipzig das neue Corvette-Duo.

08.05.2021

AUF EIN NEUES: Callaway Competition hat Marvin Kirchhöfer (27/Leipzig) für die 15. Saison im ADAC GT Masters zurückgeholt. Damit kehrt der sechsfache Corvette-Rennsieger nach einem Jahr zurück zum Rennstall aus Leingarten und wird zusammen mit dem Schweizer Jeffrey Schmidt (27/Liestal) eine neue Einheit auf der bekannten Corvette C7 GT3-R formieren.

„Wir freuen uns sehr, dass sich unter den aktuellen Umständen noch einmal die Chance ergab, Marvin für eine Rückkehr zu zugewinnen. Es konnte schnell eine Einigung erzielt werden und für Jeffrey noch einen Teamkollegen wie ihn zubekommen, war nicht einfach. Den finanziellen Kraftakt konnten wir nur dank unserer ganzen Sponsoren bewältigen“, betont Teamgründer und Geschäftsführer Ernst Wöhr, der die Corvette in neuem Design an den Start schicken wird.

Als Marvin Kirchhöfer zuletzt hinter dem Steuer der Callaway-Corvette saß, wurde er Opfer des Crash-Festivals 2019 beim vorletzten Lauf des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring. Nicht nur die Titelträume mussten trotz dreier Laufsiege zu Saisonbeginn vorzeitig begraben werden, sondern auch das Finale auf dem Sachsenring.
Insgesamt konnte der 27-Jährige in zwei Saisons für das Corvette-Team sechs Siege erringen und kämpfte zwei Mal um die Meisterschaftskrone. Unvergessen dabei der Doppelerfolg 2018 auf dem Red Bull Ring, bei dem er gemeinsam mit Daniel Keilwitz beide Läufe an einem Rennwochenende gewann. Bereits in seinem ersten Jahr bei Callaway Competition kämpfte er um den Meistertitel des hochkarätigen GT-Championats, welches er am Ende als Dritter abschloss.

Wiederkehrer Kirchhöfer bringt neben viel Erfahrung, auch sein vorsichtigen Optimismus zurück und strebt abermalige Erfolge mit dem Corvette-Rennstall an. „Ich freue mich, zu Callaway zurückzukehren und 2021 wieder im ADAC GT Masters dabei zu sein. Natürlich bin ich auf die bevorstehende Saison gespannt, wie sie nach einem Jahr Pause laufen wird. Das Team ist allerdings super eingespielt und hat in meinen beiden Saisons immer einen guten Job gemacht. Das Team und das Auto sind immer konkurrenzfähig und für Podest-Platzierungen gut gewesen, was auch dieses Jahr unser Ziel sein sollte.“ freut sich Kirchhöfer.

„Marvin ist ein schneller und sehr professionell eingestellter Fahrer. Ich freue mich sehr, dass wir im ADAC GT Masters wieder zusammenarbeiten können und gemeinsam mit Jeffrey eine starke Fahrerpaarung präsentieren können“, bekräftigt auch Teamchef Mike Gramke das Comeback des Leipzigers.

Auch Stammpilot Jeffrey Schmidt, der in der vergangenen Saison noch mit den in die LMP2 gewechselten Markus Pommer antrat, ist begeistert von seinem alten und wieder neuen Teamkollegen. „Marvin und ich waren bereits in der ADAC Formel Masters 2012 schon einmal Teamkollegen und kennen uns schon seit dem Kartsport. Wir kamen auch abseits der Rennstrecke sehr gut miteinander aus, was die Arbeit um einiges leichter macht. Er ist ein schneller Teamkollege und wir können uns gegenseitig gut pushen. Ich denke, dass auch wir eine sehr starke Fahrerpaarung sind und dementsprechend hoch sind meine Ziele. Die sehr hoch gesteckten Erwartungen konnten wir im letzten Jahr leider nicht erfüllen. Umso mehr freue ich mich nun, dass wir ein gutes Gesamtpaket gefunden haben. Ich will wieder aufs Podest und das nicht nur einmal.“

Bild: Siegerdesigns

DOPPEL-COMEBACK
Neben Marvin Kirchhöfer freut sich das Team von Giovanni Ciccone und Ernst Wöhr über einen weiteren Rückkehrer. Valvoline und Oiltech stellen sich ebenfalls wieder an die Seite des dienstältesten und erfolgreichsten Rennteams des ADAC GT Masters.

Der Premium-Motorölhersteller Valvoline war zusammen mit Vertriebs- und Logistikpartner Oiltech von 2016 bis 2018 bereits ein enger Partner des Corvette Rennstalls. Zusammen gewann man 2017 nicht nur mit Jules Gounon den Fahrertitel, sondern obendrein die Junior- und Teamwertung im ADAC GT Masters.

„Das ADAC GT Masters und das Team von Callaway Competition bieten uns die beste Plattform, um unsere Premium Produkte zu präsentieren. Die beiden Marken Callaway-Corvette und Valvoline haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zusammengehören und durch die Anwendung unserer hiesigen Produktpalette unter höchsten Ansprüchen im Motorsport zum Erfolg führen können.“ Dipl.-Betr.-Wirt Klaus Huber (Geschäftsführer Oiltech Lubes GmbH & Co. KG)

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir wieder mit dem Team Callaway zusammengefunden haben und gemeinsam eine neue Saison starten. In der bevorstehenden Saison 2021 drücken wir beide Daumen, um am Erfolg aus 2017 anknüpfen zu können.“ Marco Troczynski (Leiter Vertrieb und Marketing Oiltech Lubes GmbH & Co. KG)

Maßgeblich beteiligt war auch Partner und Sponsor Peter Kramm (Geschäftsführer, Autohaus Kramm Berlin), dessen Logo bereits seit 2016 ununterbrochen den Heckflügel der Corvette mit der Startnummer 77# ziert und beide Parteien wieder zusammenführte. „Über die Jahre als offizieller Callaway Corvette-Händler sind wir mit dem Team zusammengewachsen und es hat sich eine richtige Freundschaft daraus entwickelt. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir in schweren Zeiten noch enger zusammenrücken und unterstützen wo wir nur können.“ stellt der offizielle Callaway-Händler Peter Kramm klar. Tochter Franziska entschied sich ebenfalls mit dem ADAC Partner Team Schnell, einen wichtigen Beitrag als neuer Partner zu leisten.

Pressemitteilung Callaway Competition (Text: Motorsport-Karriere)
Leingarten, 08. Mai 2021

Porsche setzt auf neues Fertigungsverfahren beim Taycan

Innovation verringert Belastung der Mitarbeiter und erhöht die Produktqualität

15.04.2021

Porsche Presseinformation 

Die Porsche AG hat in Kooperation mit der Tesa SE ein neues Produktionsverfahren am Stammsitz in Zuffenhausen entwickelt. So werden die für den Korrosionsschutz erforderlichen Löcher in der Karosserie jetzt deutlich effektiver verschlossen; sie sind nötig, damit in der Lackiererei alle Hohlräume erfasst werden. Die innovative Lösung: Klebepads statt Kunststoff-Stopfen. Der vollelektrische Porsche Taycan ist das erste Fahrzeug weltweit, bei dem dieses neue Verfahren zum Einsatz kommt. Automatisiert, schnell und zuverlässig positioniert ein Roboter mehr als 100 Klebepads, schließt die Löcher in der Karosserie und optimiert so die Effizienz in der Porsche-Produktion.

„Innovationen waren schon immer der Motor für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG. „Neuerungen müssen erobert werden. Dafür sind Mut und kreative Freiräume notwendig. Diese Atmosphäre im betrieblichen Alltag sicherzustellen ist Führungsaufgabe.“ Das Porsche Innovationsmanagement hat sich der Klebepads angenommen, und schon im Juli 2020 wurden mehr als zwei Drittel der rund 150 Stopfen in der Taycan-Lackiererei abgeschafft. Bis zum Sommer 2021 wird auch die Lackiererei im Werk Leipzig umgestellt.

„Wir dürfen unsere Klebelösung nicht mit dem Tesafilm verwechseln, den alle aus dem Büro kennen“, sagt Dirk Paffe, der als Leiter Planung Lackierereiprozesse für die Einführung von Innovationen zuständig ist. „Die speziellen Tesa-Klebepads sind nach dem Aufbringen nur mit viel Aufwand wieder abzulösen. Sie stellen eine dauerhafte Lösung dar, die auch die Belastungen durch die Bewegungen des Fahrzeugs vertragen und länger als ein Autoleben halten.“

Mit der innovativen Lösung konnten vor allem die Mitarbeiter stark entlastet werden: Denn mit der Einführung der Tesa-Pads entfällt ein anstrengender Arbeitsgang, bei dem pro Schicht bis zu 3.600 Stopfen in die Öffnungen gedrückt wurden. Dabei musste über Kopf gearbeitet werden. Zusätzlich bringen die neuen Pads logistische Vorteile und verringern die Komplexität, weil man für alle vier Lochtypen mit nur einer Pad-Größe auskommt. Die nur einen Millimeter dünnen Pads tragen zudem kaum auf, während Stopfen bis zu sechs Millimeter weit aus der Karosserie ragen. Die Pads werden mithilfe eines speziellen Roboters prozesssicher positioniert.

„Wir als Tesa haben in die Entwicklung des Tesa-Applikators für den automatisierten Lochverschluss die Erfahrung von mehr als 20 Jahren im manuellen Verkleben von Klebepads in der Montage einfließen lassen“, sagt Dr. Ute Ellringmann als Marktsegmentmanager verantwortlich für den Lochverschluss bei Tesa. „Dadurch können wir eine perfekte Applikation unserer Klebepads sicherstellen für höchste Qualität und Prozesseffizienz.“

Das Porsche Innovationsmanagement

Zentrales Kriterium für gute Ideen bei Porsche ist die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Dazu wurde 2016 das Porsche Innovationsmanagement ins Leben gerufen. Das agil arbeitende Projektteam sucht aktiv nach neuen Entwicklungen, fördert diese und stellt sie intern schon frühzeitig auf den Prüfstand. Dabei geht es längst nicht mehr allein um den Wissenstransfer vom Rennsport in die Serie. Innovationen zu treiben ist bei Porsche fest in der Strategie 2030 verankert und wird als Querschnittsthema verstanden: über alle Ressorts sowie Tochtergesellschaften im In- und Ausland hinweg. Das Innovationsmanagement bearbeitet neben Fertigungs- und Entwicklungsthemen auch die großen Zukunftsfelder: die Transformation zur Elektromobilität, nachhaltige Mobilitätslösungen sowie den Einfluss der Digitalisierung auf Unternehmen, Kunden und Produkte. Eine Idee, die bei Porsche das Potenzial zur Innovation hat, muss grundsätzlich drei Kriterien erfüllen: Sie muss neu und einzigartig sein, sie muss einen Kundennutzen bringen, und sie muss einen echten Wertbeitrag für das Unternehmen leisten. Gefördert werden 80 bis 100 Projekte im Jahr, zuletzt erreichten rund 70 Prozent davon die Phase der Weiterentwicklung.

Weitere Informationen sowie Film- und Foto-Material im Porsche Newsroom newsroom.porsche.de und auf Porsche NewsTV newstv.porsche.de.

Die komplette Pressemitteilung von Porsche

 

Why not - die Frage stellen sich mit Recht mehr und mehr Amateur-Racer

18.03.2021

Zunehmende Bemühungen von Neueinsteigern in die Welt des Motorsports Fuß zu fassen, rücken in den Fokus. Man möchte dabei mit echten Rennwägen fahren. Einen legendären Formel Vau, einen klassischen Formel-Ford oder einen Rennsportwagen auf NSU-Basis zum Einsatz zu bringen haben Vorteile.

Die vorteilhaften luftgekühlten Neckarsulmer NSU-Rennmotoren oder die VW-Technik der Käfer-Jahre der Formel-V sind wieder im Kommen. Alle diese Rennwagen sind schließlich in reichlicher Zahl vorhanden. "Auch im Unterland gab es davon ja über die Jahre sehr viele solcher Modelle im Einsatz", erinnert sich unser MCH-Mitglied Marco Bayer lebhaft. 

In den 90er Jahren stiegen viele Rennfahrer in höhere Hubraumklassen auf. Derzeit entwickelt es sich gerade umgekehrt. Die kleineren 100-160 PS starken Rennwagen sind gefragter denn je. Solche Modelle können nicht nur relativ kostengünstig eingesetzt werden, sondern sind auch sehr leicht mit Freunden zu den Rennwochenenden technisch vorzubereiten. Dazu kann ein Formelrennwagen der Formel-V problemlos in einer normalen Garage gewartet werden", so die Worte des unvergessenen Unterländer Renntechnikers Albert Maier.

Das Unterland wurde bereits in den 60er Jahren ein Tummelplatz vieler junger Fahrer die gemeinsam mit fachkundigen Freunden solche Formel- und Rennsportwagen einsetzten. Im Unterland wurden sogar solche Rennwagen komplett neu konstruiert und gebaut.

Zum erfolgreichsten Formel-Ford-Rennfahrer im Unterland wurde der in Flein geborene Peter Hofmann. Mit Hilfe seines technisch sehr engagierten Vaters Erich und dem Heilbronner Förderer, der Firma Barho, katapultierte sich der Junior in den frühen 80ern auf Anhieb in die Spitze der nationalen FF-Meisterschaft. Englische Modelle von PRS und Royale trugen Peter schnell ganz nach oben. Den ersten Test unternahm er auf dem Österreichischen Team-Lechner-PRS seines heimischen Freundes. Der stellte zuvor den ersten Formel-V-1300 im Unterland her.

Doch weiter zur Formel-Ford. Ein englischer Hawke-Ford steht noch heute in Heilbronn in der Garage. Udo Gabler hütet das seltene Modell der 70er Jahre wie ein Juwel. Bernhard Weiß, der Heilbronner Automobilkaufmann, fuhr erste Tests auf Ray-Ford und erwarb dann einen Van Diemen Formel-Ford, "damals eine günstige Gelegenheit", so der damalige Heilbronner Audi Mitarbeiter schmunzelnd. Zuvor pilotierte Herr Weiß einem strahlend weiß lackierten Fuchs-Formel-V. Danach erwarb er den superschnellen Karringer-V des Heilbronner Porsche-Mitarbeiters Jürgen Seid. Man erkennt leicht, einige Rennwagen blieben lange in Unterländer Hand. Eingesetzt wurde der Karringer für Seid und Weiß lange mit AGM-Hilfe von Bad Wimpfen aus.

Einer der ersten Formel-V-Fahrer des Unterlandes dürfte Herbert Weber gewesen sein. Der Heilbronner arbeitete sich Ende der 70er Jahre intensiv in das Thema "Formel-V" ein. Er fuhr einen gekonnt modifizierten Fuchs-V-1300. Zwei Fahrer aus Kochendorf, Heimig und Schmidt, setzten ihre Modelle von einer Werkstatt in Weinsberg aus ein. Sehr lange aktiv blieb der Heilbronner Porsche-Service Techniker Manfred Horn. Und welches Fabrikat setzte er ein - natürlich ein Qualitätsprodukt, einen Karringer-Formel-V des Münchinger Herstellers Horst Karr. Auf dem gleichen Modell fuhr der Student der Fachhochschule in Heilbronn, Axel Plankenhorn. Er setzte wie die späteren Formel-1 Fahrer Marc Surer (CH) und Weltmeister Keke Rosberg auf Karringer. Dazu, und er darf nicht fehlen, der Holländer Arie Luyendyk. Er gewann später die 500 Meilen von Indianapolis gleich mehrfach. Ins Unterland pflegte er lange freundschaftliche Verbindungen.

Einen der allerersten legendären Formel-V-Modelle in Europa fuhr der Fleiner Martin Märklen. Sein wunderschön restauriertes Beach Car aus den USA gehörte zu den ersten 10 Formel-V-Rennwagen, die Porsches Rennleiter Baron Fritz Huschke von Hanstein 1965 aus den USA nach Deutschland holte. Später fuhr Martin, der Fleiner, einen modernen Fuchs-V-1300.

Um es abzurunden. Ein besonders Kapitel stellen die Rennsportwagen auf Basis des NSU TTS dar. Elemente der Radaufhängung jener legendären Neckarsulmer NSU-TTS Renntourenwagen wurden von etlichen Konstrukteuren benutzt, um ultraflache Rennsport-Flundern damit auszurüsten. Nicht nur die Unterländer Herbert Fellhauer und Walter Kraiss setzten im Unterland auf solche extrem leichte und flache Rennsport-Raketen. Ausgerüstet sind die erfolgreichsten "NSU-Brixner-Flachmänner" mit Motoren von Tunerlegende Sigi Spiess aus Stuttgart-Ditzingen. Von Herrn Spiess und seinem Freund, dem erfolgreichsten Konstrukteur solcher Rennsportwage, Kurt Brixner aus Weilimdorf, war zu erfahren, dass es in der Klasse durchaus sehr starke Konkurrenz in Europa gibt. Darunter auch den seltenen Franzosen Barquette-NSU oder das Deutsche Fabrikat NSU-Gepard. Einer der seltenen Gepard-NSU ist noch bei MCH-Mitglied Marco Bayer zu bestaunen.

Eine Herausforderung sollten Motorsporteinsteiger nicht übersehen - "Why not" einen Formel-V-1300 (Foto), einen Brixner-NSU oder einen Formel-Ford einsetzen. Das geht schnell und kostet wenig. Rat und Tat steht im Unterland zum Glück überall zur Verfügung. Und wer sich mit der Technik der "Luftgekühlten" von NSU und VW auskennt, der sollte es gleich mal anpacken.

(HTS)

Formel V beim Heilbronner Bergpreis 

 Foto: AGM, die Unterländer FV-Konstruktion beim Heilbronner Bergpreis

 

 

Welcher Unterländer GT-Fahrer sitzt als erster in einem neuen 992 GT3?

Die Weiterentwicklung ruht bei Porsche nie

17.12.2020

Das Unternehmen Porsche baut und vertreibt sportliche Fahrzeuge der verschiedensten Bauarten. Allesamt leistungsstark, schnell, oder auch sehr komfortabel ausgelegte Baureihen der Spitzenklasse. Auch zukunftsorientiert zu sein schreibt man sich in Stuttgart auf die Fahne. Die Porsche-Kunden schätzen das weltweit. Tendenz steigend. In der Gunst der Automobil-Freunde und der Fans aus der Motorsportwelt waren und sind die Zuffenhausener in der Öffentlichkeit regelmäßig sehr weit oben positioniert.

Nun präsentiert man ein weiteres Juwel der Heckmotortechnik. Porsche will damit über den Rennsport den Beweis antreten, dass auch in der nahen Zukunft mit dem Porsche 911 GT3-Cup, als neuer Ikone aus der Entwicklung in Weissach, zu rechnen sein wird. Die neue Technik begeistert in allen technischen Werten. Schauen sie sich die Werte einmal an. "Nicht nur Porsche-Kenner werden begeistert sein", so P9-Challenge-Veranstalter Bernhard Fischer aus München.

Wann wird er das erste Exemplar des 911 GT3-Cup auf Basis der Modellreihe 992 im Unterland an den Start bringen? Und welcher Fahrer wird den neuen 992 gegen die P9-Meister der vergangenen Jahre, allen voran Callaway-Ass Jürgen Bender (NSU) mit Team Sportwagenschmiede-Erlenbach und Hermann Speck oder den Österreicher "Denis G. Watt" im Titelkampf 2021, in den P9-Serien einsetzen? Warten wir es einfach mal ab.

(HTS)

Porsche 991 

Porsche Pressemeldung zum 911 GT3-Cup

https://presse.porsche.de/prod/presse_pag/PressResources.nsf/Content?ReadForm&languageversionid=1162350&view=1

 

 

 

Der legendäre Fahrer und Teamchef Walter Lechner ist tot

Walter Lechner hatte viele Freunde und einige Fahrer aus dem Unterland in seinen Teams

12.12.2020

Der gebürtige Wiener entwickelte sich über die Jahre im Rennsport zu einer ganz besondere Größe. Der gelernte Hotelfachmann sprang bereits Ende der 60er Jahre auf den Formel-Ford-Zug auf. Er gründete eine eigene Rennfahrerschule am Red Bull Ring - früher der Österreichring. Dazu unterhielt er ein international agierendes Formel-Ford-Team das auch Fahrerkunden aus dem Unterland einsetzte. Dabei kam MCH-Mitglied Peter Hofmann zu mehreren Erfolgen auf den von Walter Lechner vertriebenen britischen PRS-Rennwagen.

Walter Lechner (l)

Peter Hofmann testete damals den PRS-Holbay eines weiteren Unterländers, der neben Bellof, Vogel, Dr. Nufer, Schmidt und Haas für das Team "Walter Lechner Racing School" in der Deutschen Formel-Ford-Meisterschaft an den Start ging. International glänzten die Österreichischen Meister Zamagna und Ratzenberger. Zwei, Bellof und Ratzenberger, schafften den Sprung in die F1. Auch der junge Heilbronner Formel-Ford-Pilot Bernhard Weis (r) liebäugelte mit Team Lechner.

Walter Lechners Team war seit Jahren führend im Porsche-Cup und im Super-Cup unterwegs. Ein gutes Dutzend Meistertitel waren die überragenden Ergebnisse. Dort trafen auch die Brüder Thomas und Christof Langer auf das Lechner-Team.

(HTS)

Foto HTS: Walter Lechner (l) als Teamchef seit den 70er im Unterland bestes bekannt und hoch geschätzt

Audi stellt sich neu auf

Pressemeldung: Audi stellt sich im Rennsport ganz neu auf

08.12.2020

Die Audi AG mit ihrem Bereich Audi-Motorsport und die Callaway-Competition sind zwei Unterländer Standorte, die im nationalen- wie im internationalen Motorsport ganz große Bedeutung erlangt haben.

Wie bereits berichtet erkämpfte 2020 die Callaway-Competition (Leingarten) mit dem neuen C7-Modell der GT3 erstmals den P9-Challenge-Titel. Champion wurde MCH-Mitglied Jürgen Bender aus Neckarsulm. Bender in einem von der Sportwagenschmiede eingesetzten C7 von Callaway waren nicht zu schlagen.

Für 2021 ins Auge gefasst ist die P9-Challenge und die P9-Endurance. Bender, so ist zu vermuten, wird die Endurance-Serie ohne Fahrerwechsel bestreiten. Eventuell wird der MCH-Fahrer auch einige Läufe zur geliebten STT fahren - wenn die Termine passen. "STT, da hängt mein Herz dran", so der Meister der STT von 2017 lächelnd.

Dazu war auch Audi 2020 in der P9-Endurance hervorragend vertreten. Für Audis Rennprogramm gibt es noch Luft nach oben. Zumindest für das größte Familienteam der Marke in Deutschland.

Im Endurance-Titelkampf hatte der junge 20jährige Überflieger Max Frederik Gruhn 2020 bereits eine "Hand am Titel". Dann aber musste das Audi-Team aus den Einsatz beim Serienfinale auf der hoch geschätzten Rennstrecke von Brno (CZ) absagen. Der Titel für Audi und Gruhn war futsch. Der amtierende P9-Endurance-Champion Hermann Speck siegte in der Tschechei souverän und holte sich 2020 den P9-Endurancetitel für Porsche.

Audi Foto: Dirk Hartung autosport.at

Bei Audi wurden die Rennaktivitäten jetzt neu geordnet (Siehe Pressemeldung). zukünftig nicht mehr im Focus - die Formel-E.

Konzentriert man sich zukünftig voll auf den GT-Rennsport? Würde absolut Sinn machen. "Starker Audi-Kunden-Rennsport würde uns in den beiden nationalen P9-Serien sehr gut gefallen", so P9-Manager Fischer aus München.

(HTS)

Externer Link:
Audi-Pressemeldung https://www.audi-mediacenter.com/de/pressemitteilungen/audi-startet-bei-der-rallye-dakar-13440

 

 

BMW-Rückzieher betreffen den Kundensport nicht

BMW gibt einige Rückzieher bekannt

07.12.2020

Über Jahrzehnte gehörten BMW-Tourenwagen zu den beliebten Sportfahrzeugen für Privatfahrer. Ob Slalom, Rallye, Bergrennen oder auch der Einstieg in den Rundstrecken-Rennsport, BMW-Modelle leisteten gute Dienste, dann wenn es darum ging, im Rennsport technisch wie fahrerisch Fuß zu fassen. Junge Talente (Yannick Fübrich) hofften natürlich immer auch darauf, irgendwann dem Werk aufzufallen. Die legendären Einsätze in der Formel 2 (Dornier, Lola) und später in der Formel 1 mit Sauber (CH) sind eine lange Geschichte.

Nun wird auch darunter weiter ausgeholzt. Privatteams stehen etliche Basismodelle von BMW zur Verfügung. Was die Weiterentwicklung in der GT3 bringen wird, das muss die Zukunft zeigen.

(HTS) 

Externe Links: Komplette Pressemeldung von BMW-Motorsport

https://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3937
https://images.kajomigenerator.de/upload/6c9fbebb-4829-4de6-9404-1981daad8e39-orginal.pdf?v=4dae220dea83ca2e127395dfb7ed7a7d

 

 

 

Zeitgeschichte auf großen Formel 1 Rennstrecken

Portimão (P), Brands Hatch (GB) und Hockenheim (D) - Drei Formel-1 Rennstrecken in Europa. Doch blenden wir einmal zurück.

24.10.2020

Es liegt 39 Jahre zurück. Samstag, 31.Oktober 1981. Hockenheim: Bei einem Unfall auf der Zielgeraden reißt nach der Kollision mit einem Formel-V Rennwagen ein Rad eines Rennwagens ab. Während der Heilbronner Senkrechtstarter Peter Hofmann auf der Rennstrecke in seinem Formel-Ford Royale des Barho-Teams einem sicheren Sieg entgegen driftet, wird Peters Papa Erich von einem umherfliegenden Rad getroffen. Vor den Boxen erliegt MCH-Mitglied Erich Hofmann seinen Verletzungen. Ironie des Schicksals: Erichs Sohn Peter gewinnt das Rennen.

Auch ohne Handy und PC verbreitet sich diese tragische Nachricht wie ein Lauffeuer in Europa. Auf der britischen Formel 1 Rennstrecke von Brands Hatch im Osten von London fragt mich der Österreichische Renningenieur Franz Meier nur Stunden später beim "lunch break", "Hans, hast das vom Papa Hofmann mitbekommen?" Franz betreute in England zeitgleich den nächsten Deutschen Senkrechtstarter, Stefan Bellof.

Jetzt, an diesem Wochenende findet das Formel Ford Festival, bereits das 49. Festival, erneut in Brands Hatch statt.

Ein bisschen Wehmut wird einen anderen Unterländer beschleichen. Markus Pommer, ein Mitglied des Clubs. Der gebürtige Erlenbacher war vor einigen Jahren vielversprechend in Richtung Formel 1 unterwegs. Auf der Rennstrecke von Portimão wird er an diesem Wochenende das erste Rennen zur Formel-1 WM auf der Portugiesischen Strecke im TV verfolgen. "Dort war ich bereits mit einem LOLA Formel 3000, einem Rennwagen der technischen Vorstufe der Formel 1, selber im Kampf um die Spitze der AutoGP-Meisterschaft unterwegs", berichtete er mir seinerzeit einmal.

Brands Hatch, das 49. Formel-Ford-Festival und Portimão mit seinem Formel-1-Debüt an einem Tag im Fokus des Rennsports. In Brands Hatch kämpft heute der Deutsche Routinier Klaus-Dieter Häckel um Klassik-Erfolge in der Formel Ford und in Portimão? Dort bemüht sich der vierfache Deutsche Automobil-Weltmeister Sebastian Vettel zeitgleich im Ferrari um Schadensbegrenzung.

Heute und morgen also ein Wochenende mit ganz besonderem Rennsport.

(HTS)

Peter Hofmann und Stefan Bellof 

Foto: Walter Lechner Racing School - frei für den MCH - Dunkler Overall, Peter Hofmann neben dem unvergessenen Stefan Bellof am Rennwagen int. Walter Lechner Racing School (A)

Vielen Dank für das Foto

 

 

Mythos des Rennsports - Der 997er von Porsche

55 Jahre nach dem Debüt des Ur-Elfers waren in den letzten Wochen für Sportwagenbauer Porsche Anlass, um diese erfolgreiche Modellreihe Revue in den News passieren zu lassen: Am 27. November feiert die achte Generation des Porsche 911 ihre Weltpremiere in Los Angeles. Doch blenden wir zurück auf den Porsche 997 und dessen sportliche Einsätze in der P9-Challenge.

Ab 2004 präsentiert sich der Porsche 911 mit der Modellreihe 997. Und das so vielfältig wie nie zuvor: Er stand als Coupé und Targa, Cabriolet und Speedster, mit Heck- und Allradantrieb, schlanker und verbreiteter Karosserie, mit wassergekühlten Saug- und Turbomotoren, als GTS sowie in den Sportversionen GT2, GT2 RS, GT3 und gleich zwei GT3 RS-Ausführungen zur Wahl. Inklusive Sondermodellen erreicht das Angebot 24 Modell-Varianten – ergänzt durch zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

Eine Version des 997er, der GT3, wurde bis vor kurzer Zeit mit sehr großem Erfolg von der Erlenbacher Sportwagenschmiede mit GT-Ass Jürgen Bender auf der Rundstrecke eingesetzt. In international besetzten GT-Rennen konnte der schnelle Neckarsulmer dabei knappe 300 Pokale seiner bis heute über 1000 "Pötte" starken Sammlung hinzufügen. Erst danach sattelte er auf eine Callaway-Corvette, Modell ZO6 um.

Doch wenden wir uns zunächst den "Porsche-Jahren" von Ingenieur Jürgen Bender zu. Akribisch ging der Ingenieur und sein Teamchef Bayer dabei zu werke. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Und das zahlte sich schnell aus.

Der für Bender eingesetzte 997 GT3 wurde 2007 neu erworben und in verschiedene int. offenen GT-Serien Deutscher Veranstalter eingesetzt. Neben wenigen kleine Rennstrecken gab es für Bender Siege auf den Formel-1-Rennstrecken in Hockenheim, am Nürburgring, in Spa (B), dem Red Bull Ring (A), Monza (I) oder auch in Dijon (F). Ein 4. Gesamtrang als bestes Ergebnis eines Unterländer Fahrers überhaupt bei den 24h von Dubai und der Gewinn der SRO-Serie für GT3-Cup-Modelle von Porsche bei der GT-Masters 2012 rundete die Zeit mit diesem legendären Modell der Stuttgarter Sportwagenbauer ab.

Das Team Sportwagenschmiede modifizierte den 997er über Jahre. Auch der schwarz gelbe 997er für Hermann Speck wurde von AKA technisch immer wieder weiterentwickelt. Und das in beiden Fällen mit Erfolg. Alle Techniker die das Werk einfließen ließ, wurden in Erlenbach und in Dachsbach nachgerüstet. Könnte der 997er bald wieder zum Einsatz kommen?

In der P9-Challenge und in der P9-Endurance sind die Spitzenteams der Serie ohne Probleme in der Lage den "strammen" 997 in die Schlachten um Klassensiege oder auch Gesamtsiege zu schicken.

Hermann Speck, der amtierende P9-Endurance-Sieger und Siegerkönig der P9-Saison wird es in den Farben Gelb und Schwarz mit seinem Team AKA 2019 wieder an gehen. Dazu darf man auf die Einsätze von Team Motopark mit Heiko Neumann, ATR aus Berlin, Team Neuhofer aus München oder Kogelbauer-Motorsport und den Teams mit Ixenmayr und Michael aus Österreich gespannt sein. Der 997 bleibt auf alle Fälle auch 2019 ein Modell das schwer zu schlagen sein dürfte.

Am Ende der Saison 2018 ging Jürgen Bender aber noch mal mit der grünblauen Corvette in der P9 am "Ring" auf dem F1-Kurs an den Start. Gesamt-Doppelsieg, 2 Klassensiege, 2 Mal Pole und natürlich im den beiden Rennläufen auch die Schnellsten Rennrunden - am Ende des Tages fuhr er mit einem Waschkorb voller Pokale heim - Noch Fragen.

(HTS)

Foto: HTS, Bender in Oschersleben


Die ganze Porsche 997 Geschichte:
Porsche Presseinformation

 

 

Thomas Ammerschläger, ein entscheidender Wegbegleiter der Technik bei NSU

Dipl. Ing. Thomas Ammerschläger trat 1965 bei NSU in Neckarsulm in der Entwicklung ein. Und er blieb bis zur Umsetzung der Fusion im Jahre 1971 im Unterland bei NSU tätig. Privat stieg er auf einem TTS in den Tourenwagensport ein. Viele Erfolge auf den legendären NSU-Renntourenwagen zeugen von dieser Zeit des in Neckarsulm sehr erfolgreichen Fahrwerkspezialisten.

1965 trat Thomas Ammerschläger auch dem Motorsportclub Heilbronn bei. Er war das MCH-Clubmitglied mit der Nr. 499. Die Mitgliedschaft gab er erst am Ende seiner Zeit als Dipl.Ing. in der NSU-Entwicklung auf. Einer jener TTS-Renntourenwagen und ein Brixner-Spider stehen noch in Neckarsulm. Eingelagert und wie ein Schatz gehütet, von GT-Ass Jürgen Bender.

Regelmäßig trifft Thomas Ammerschläger übrigens alte Freunde aus den Neckarsulmer Zeiten bei der Retro-Classic in Stuttgart. 2020 findet die "Retro" vom 27.02. bis zum 01.03. in den Messehallen am Flugplatz statt. Dort wird Thomas Ammerschläger wie in den vergangenen Jahren auch 2020 wieder auf viele Freunde aus den "Neckarsulmer Jahren" treffen.

(HTS)

Die komplette Anlage zur Karriere von Thomas Ammerschläger wurde aufgearbeitet vom 1. Vorsitzenden des Deutschen NSU-Wankel Spider Club,  Herrn Ulrich Latus - Sein Dank dafür an ihn.

 Thomas Ammerschläger - Passionierter Fahrzeugentwickler, Edeltechniker, Rennfahrer aus Leidenschaft