Aktuelles

MCH-Racer Assenheimer und Fübrich beim Eifel-Mythos 24h

Elitäres Fahrer-, und Boliden-Feld aber nur 102 Nennungen zum 24h-Rennen mit garantierter Spannung

23.09.2020

Einzigartige Eckdaten: 73 Kurven verteilt auf 25,378 Kilometer Strecken-länge auf dem GP-Kurs des Nürburgrings und der legendären Nordschleife sowie 24 Stunden Renndauer. Der Mythos in der Eifel durch die „grüne Hölle“ steigt am kommenden Wochenende. Freudig dem Start entgegen fiebern die beiden regionalen MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich (Meimsheim) und Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld).

24h Nürburgring

Vor allem Assenheimers Klasse SP9 ist nichts für schwache Nerven. Hier haben 31 internationale GT3-Boliden gemeldet. Neben Porsche, Audi, Ferrari, BMW, Lamborghini und Mercedes AMG auch der einzigartige Scuderia Cameron Glickenhaus Sportwagenprototyp aus der SPX-Klasse. Die machen alle Jagd auf den Phoenix Audi R8 LMS, der im letzten Jahr triumphiert hat. „Mindestens 20 Gesamtsiegerkandidaten, viele mit Werksunterstützung und sehr viele mit namhaften Werksfahrern und internationalen Langstreckenassen. Elitärer denn je, das wird ein 24h-Sprintrennen mit Spannung und Action pur“, erklärt Patrick Assenheimer. Der lenkt zusammen mit Dominik Baumann, Dirk Müller und Maro Engel einen Mercedes AMG GT3 vom Haupt RacingTeam/Team AutoArenA. Der 550 PS starke Flitzer im AutoArenA-Design ist ein neues Werksauto und wird von HRT supportet. „Der Rollout war gut, aber bei 24 Stunden immer am Limit steht hinter vielen technischen Komponenten ein Fragezeichen. Bei 31 GT3 Boliden wird das Rennen zudem eines der schnellsten überhaupt werden“, so der 28jährige Lehrensteinsfelder. „Minimalziel ist die Zielflagge sehen, die Top Ten wären toll, das Podest ein Traum“, erläutert Patrick Assenheimer sein Ziel bei der 48. Auflage des 24h-Eifel-Klassikers.

Ähnlich äußert sich auch Yannick Fübrich. Die diesjährigen Erfolge in der Nürburgring Langstrecken Serie – drei Klassensiege - will der Meimsheimer zur 24-Stundenhatz transferieren. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport setzt erneut mehrere BMWs ein. Fübrich lenkt zusammen mit David Griessner, Francesco Merlini und Roland Froese einen BMW 240i Racing Cup in der Cup5 Klasse. Mit diesem ca. 330 PS starken Fahrzeug ist Fübrich in der 2019er Saison VLN-Meister geworden und hat die Cup-Klasse beim 24 Stunden Rennen gewonnen. „Wir wollen natürlich dort anknüpfen und den Klassensieg holen. In Sachen Gesamtwertung ist bei einem knappen Drittel GT3-Boliden kein Überraschungscoup drin“, erklärt Yannick Fübrich. „Unser Sechszylinder-BMW ist standfest, das Adrenalinteam routiniert, wir sind gut vorbereitet und ich bin optimistisch“, outet sich der 28jährige. Den Starterschwund – 160 Fahrzeuge 2019 und „nur“ 102 in diesem Jahr – erklären sich Fübrich wie Assenheimer hauptsächlich durch die Corona-Pandemie aber auch durch die enorm gestiegenen Kosten.

Der Start zum 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen ist am Samstag um 15.30 Uhr. Der Sender RTL Nitro überträgt das komplette Rennen. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream, sowie Liveticker und Livetiming.  

(Wilfried Ruoff)

 

Rallye Kohle & Stahl im Saarland mit 120 Teams und Top Besetzung

René Noller Klassensieger, Dennis Härle im Ziel

17.09.2020

Durch die Corona Krise gibt es momentan in Deutschland nur ganz wenige Rallyes, daher reisten zur Rallye Kohle & Stahl fast alle Topteams ins Saarland um dort eine bestens organisierte Rallye 70 über 61 WP Kilometer auf Bestzeit zu fahren.

Denis Härle, Rainer Noller, René Noller

Vom MC Heilbronn waren gleich 2 Junior Teams am Start. René Noller mit seinem Copilot Matthias Weber hatte es mit 3 Startern in der Opel Adam Cup Klasse zu tun. Von Beginn an lieferten kämpften die letztjährigen ADAC Rallye Cup Piloten hart um den Sieg. Die erste Bestzeit ging mit nur 0,2 Sekunden an Wabniz/Zermanik knapp vor Noller/Weber. Das MCH Team schlug ab gleich auf der 7,3 Km langen, extrem anspruchsvollen Sprintprüfung Füsselberg zurück und ging mit über 4 Sekunden in Führung. Auf dem Rundkurs Windpark war Wabniz und auch Alexander Kattenbach schnell unterwegs. Dennoch führte Noller zur Halbzeit. Mit einer fantastischen Fahrt am Limit und 2 weiteren Bestzeiten setzte sich am Ende René Noller durch und holte mit 8,9 Sekunden Vorsprung den Klassensieg sowie Gesamtrang 41 im nur 142 PS starken Opel Adam Cup.

René Noller Opel Adam

Dessen Vater Rainer Noller holte derweil im 300 PS starken Mitsubishi Lancer Evo 8 einen hart erkämpften Gesamtsieg vor 7 weiteren Evo's.

Bei seiner erst 2. Rallye überhaupt zeigte auch Dennis Härle eine gute Vorstellung. Auf den schwierigen Prüfungen rund um den Bostalsee, die teils auch in der Rallye WM gefahren wurde. Er brachte mit Copilotin Nina Blumreich den 150 PS starken Suzuki Swift Sport auf dem 9. Klassenrang und 75. Gesamtrang ins Ziel nach Türkismühle.  

(hps)

Bilder: privat  

 

Mercedespilot Patrick Assenheimer mit Podium im Silver Cup

47 Internationale GT3-Boliden beim Europe Endurance Cup der GT World Challenge am Nürburgring

08.09.2020

Wenig beeindruckt von seinem Horror-Crash auf der Nürburgring-Nordschleife  präsentierte sich Patrick Assenheimer vom MCH beim Europe Endurance Cup der GT-World Challenge. Exakt acht Tage nach dem unverschuldeten Unfall auf der Döttinger Höhe konnte der Lehrensteinsfelder im Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda den dritten Platz in der Silver Cup Wertung herausfahren. 47 internationale GT3-Boliden waren zum dritten Lauf der GT-World Challenge am Nürburgring angetreten. Das in dieser Saison neugegründete Madpanda Team ging vom 27. Startplatz in das Sechs-Stunden-Rennen. Zusammen mit dem Franzosen Romain Monti (29 Jahre) und dem Argentinier Ezequiel Perez Companc (26 Jahre) gelang dem 28-jährigen Assenheimer eine tolle Vorstellung mit schnellen Runden.

Patrick Assenheimer (l) bei der Siegerehrung

Das Rennen war geprägt von immens vielen harten Duellen, die oft in Kollisionen mündeten. Vier Safety-Car Phasen und vier Gelbphasen um die komplette Strecke waren die Folge. Den Gesamtsieg holte das Dinamic Motorsportteam mit den Fahrern Matteo Cairoli, Christian Engelhart und Sven Müller auf einem Porsche 911 GT3 R. Auf zwei folgte der AKKA ASP Mercedes AMG GT3, auf drei der Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3. Assenheimer‘s Madpanda-Mercedesteam konnte sich nach einer fehlerlosen Fahrervorstellung bis auf den 17 Gesamtrang vorarbeiten. Im stark besetzten Silver Cup holte die Truppe mit Rang drei einen Podiumsplatz. Hier gewann ein Aston Martin Vantage GT3 vor einem Lamborghini Huracán GT3 EVO. „Wir sind 172 Runden auf dem 5137 Meter langen GP-Kurs mit seinen 17 Kurven gefahren. Strategie und Pace haben gepasst, das Boxenteam hat einen guten Job gemacht. Es war eine gute Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen in Spa Ende Oktober wo wir wieder antreten werden - und als Tüpfelchen auf dem i der erste Podiumsplatz für das neugegründete junge Team“ resümiert ein sehr zufriedener Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.   

(Wilfried Ruoff)

 

Dritter Doppelsieg in Reihe für GT-Ass Jürgen Bender

07.09.2020

Drei Doppelsiege in Reihe - das ist ein Rekordergebnis für Jürgen Bender. Was im internationalen Rennsport nicht mehr gelingen will, das scheint im GT-Rennsport auf internationalen Strecken bestens zu gelingen. Für Corvette-GT3-Fahrer Jürgen Bender und das Unterländer Team Sportwagenschmiede hat sich die weite Anreise in den Osten der Tschechoslowakei nach Brno gelohnt. Der verspätete Beginn der Rennsaison 2020 ließ befürchten, dass der in den Vorjahren vom Erfolg verwöhnte MCH-Pilot Bender nur wenige Rennen bestreiten können würde. Dazu ein neues GT-Rennauto und der Wechsel des Teams. Das neue Team um MCH-Mitglied Marco Bayer wurde jedoch zum Volltreffer für Jürgen Bender.

Jürgen Bender

Nach dem Rennen auf dem Lausitzring und auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim gelang es dem Neckarsulmer nun beim Neustart nach der Sommerpause den Auftakt der P9-Challenge in Brno zu gewinnen.

Im Training sah es noch nicht nach einem Sieg aus. "Wir mussten die sehr spät in der Woche vor Brno eingebauten neuen Fahrwerkselemente erst auf den anspruchsvollen Tschechischen Kurs abstimmen", so Renningenieur Bayer. "Zu Beginn habe ich die im freien Training und in der Qualifikation zeitlich möglichen Veränderungen mit Marco festgelegt", so Bender.

Am Start stand er noch in der 3.Reihe. Mit der fallenden Flagge ging es danach sehr flott voran. In der 4. Runde radierte Bender mit 2:07.038 die schnellste Rennrunde in den Tschechischen Asphalt. Der Gesamtsieg wurde zur Formsache. Bender gewann vor Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) und Koach Mckensy (Lamborghini Huracán GT3). "Wir mussten bis zum 2. Rennen kaum etwas ändern. So kam was den Szenekennern schon vorher sicher schien. Bender holte den 6. Gesamtsieg der P9 in Brno. Die schnellste Rennrunde fuhr er mit 2:04.922, auch konnte er die Tabellenführung auf 16 Punkte gegenüber dem amtierenden P9-Champion "Denis G. Watt" aus Österreich auf 16 Zähler ausbauen. Jürgen Bender also auf Titelkurs. "Das darf man getrost vermuten", so P9-Manager Fischer in Brno.

(HTS)

 

Zweite P9-Saisonhälfte beginnt in Brno (Brünn)

Vorbericht - Auftakt 2. Saisonhälfte der P9-Challenge in CZ

Jürgen Bender gewann 2020 alle bisherigen 4 Meisterschaftsrennen der P9 Challenge

03.09.2020

Siegt Jürgen Bender in Brno weiter?

Der legendäre Masaryk-Ring vor den Toren von Brno in Tschechien sollte in den 30 Jahren eine Konkurrenz-Rennstrecke zum Nürburgring werden. Aber die 29 Km Km lange Naturrennstrecke entsprach schon bald nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Zeit. Nach dem Krieg entstand nahe Brno dann ein moderner 5,4 Km langer Kurs der sich schnell großer Beliebtheit bei den Fahrern auf 2 und 4 Rädern erfreute.

Auf dem Autodrom von Brno läutet die P9-Serie mit dem 5. und 6. Challenge-Lauf und dem 3. Lauf zur Endurance nun am Wochenende die 2. Saisonhälfte 2020 ein. Mit Jürgen Bender (Callaway-Corvette Z07) und Max Frederik Gruhn stehen seit Hockenheim die "Halbzeitmeister" in beiden Serien fest. Der Neckarsulmer Jürgen Bender konnte bisher alle 4 Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. 2019 gewann Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) und der amtierende Champion "Denis G. Watt" (A) die P9-Challengerennen. Jürgen Bender war dort im Vorjahr nicht am Start.

Jürgen Bender

Viel vorgenommen haben sich am Wochenende in Tschechien der Sieger der bisherigen Challenge-Rennen der Saison 2020 Challenge-Hero Jürgen Bender (Callaway-Corvette GT3) und Endurance-Sieger von Hockenheim, Hermann Speck (Porsche 991 GT3). Heute bringt Sportwagenschmiede-Chef Marco Bayer die Z07-Corvette nach Brno.

Dort will der amtierender P9-Endurance Champion Speck sich in der Endurance 2020 den 4 Titel erkämpfen. "Sieg und Titel sind ja immer das Ziel einer Saison" so Specks Worte beim vergangenen P9-Rennwochenende auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim. Ob er auch Jürgen Bender als Favoriten der P9 Challenge angreifen kann, das bleibt abzuwarten. Einen neuen Gegner müssen beide in Brno zusätzlich im Auge behalten - "Coach McKansy" auf seinem von HP eingesetzten Lamborghini Huracán GT3. Der Deutsche Routinier ist nicht zu unterschätzen. National wie international ist der Deutsche Industrielle ein gefürchteter Gegner im GT-Rennsport.

Bestens im Griff wird auch "Boris Schimanski" den Kurs in Tschechin haben. Er, der zweifache P9-Champion ist Favorit in der KL4. Ein Routinier auf der Strecke ist KL5-Starter Oliver Michael. Der Ingenieur aus Österreich tritt in der Klasse gegen "Denis G. Watt" (A) und Michael Hollmann an.  Den genannten Aston Martin von Janos Sänta sollten die Gegner ebenfalls nicht unterschätzen. Da gleiche gilt für die beiden SEAT Cupra-TCR-Piloten der KL4. Team Wimmer Werk Motorsport schickt Andreas Höfler ins Rennen. Zu beachten auch der Vizemeister der P9-Enduranve 2019, Michael Hollmann auf einem KR-Racing Porsche 991 GT3 Cup in der KL5. Das Autocentrum Bratislava hat einen Mercedes AMG GT3 nach genannt. Wer wird den Wagen fahren? Noch ist es ein Geheimnis. Porsche, Callaway Corvette, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, BMW, Seat - eine gute Mischung in der P9 für das kommende Wochenende. Nicht nur die MCH-Club-Kollegen drücken Jürgen Bender und dem Team Sportwagenschmiede am Wochenende fest die Daumen.

(HTS)

Foto privat (Frei): Jürgen Bender schraubt gerne auch mal selber

 

Yannick Fübrich holt dritten Klassensieg – Patrick Assenheimer mit unverschuldetem Horrorcrash

Der 5. Lauf zur NLS in der Eifel hatte es auch für die MCH-Fahrer in sich – Spannung und Dramatik vom Start bis ins Ziel

01.09.2020  

Das 6-Stunden-ADAC Ruhr Pokal Rennen als Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie hatte immens viele positive aber auch negative Höhepunkte: Spannung bis zum Schluss mit satten 16 Führungswechseln bei 41 Runden auf der 24,333 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife – ein Audi Doppelsieg (Land-Motorsportteam vom Car Collection Team) mit gerade mal 3,988 Sekunden Differenz, der drittplatzierte Ferrari 388 GT3 vom Schweizer Team 126 Octane lediglich weitere zehn Sekunden zurück – die finale Entscheidung fiel erst in der letzten Runde - von 156 gestarteten Rennautos sehen nur 126 die Zielflagge – viele Unfälle und Kollisionen beim Kampf um jede Position prägten den letzten Lauf vor dem legendären 24-Stunden-Rennen.

Yannick Fübrich

Von den drei regionalen Langstreckenracern konnte sich nur Yannick Fübrich aus Meimsheim freuen. Der 28jährige feierte mit seinen Mitstreitern David Griessner und Florian Naumann den dritten Sieg in der GT4-Klasse SP10. Im 450 PS starken BMW M4 GT4 vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport ließ sich das schnelle Fahrertrio auch nicht von einem Reifenschaden vorne rechts knapp eine Stunde vor Rennende ausbremsen. Zudem profitierte das Adrenalin-Trio von einer wahren Ausfallorgie, von den sieben gestarteten Fahrzeugen in der SP10 kreuzten lediglich zwei die Ziellinie. Die beiden BMW-Mitfavoriten FK Performance und Hofor Racing/Bonk Motorsport schieden technisch bedingt aus, die Ginetta G55 verunfallte schwer. Im Ziel hatte BMW-Pilot Fübrich 1:55,205 Minuten Vorsprung auf den Porsche Cayman GT4 von W&S-Motorsport – alles richtig gemacht vom Fahrertrio und der Boxenmannschaft.

Der zweite Einsatz von Fübrich im BMW 240 in der Racing Cup Klasse 5 endete nach vielen Führungsrunden und tollen Zweikämpfen auf dem zweiten Platz. Eine Strafe für zu kurze Boxenstandzeit machte den Podestplatz zunichte, das Adrenalinteam wurde mit einer heftigen Zeitstrafe versehen und dadurch auf den achten Rang zurückgestuft. „Wir waren konkurrenzfähig und schnell. Die optimalen Rennrunden mit beiden BMWs waren eine perfekte Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen im September“ erklärt Yannick Fübrich.

Patrick Assenheimer

Einen unverschuldeten Horrorcrash erlebte Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld im 550 PS starken AutoArena Mercedes AMG GT3 HRT. Vom zehnten Startplatz losgefahren wurde Assenheimer bereits in der zweiten Rennrunde im Hochgeschwindigkeitsabschnitt Döttinger Höhe bei über 250 km/h von einem konkurrierenden Mercedes AMG GT3 von hinten abgeschossen. Nach Leitplankeneinschlag und Fahrzeugüberschlag war der Mercedes Schrott – Fahrer Assenheimer dagegen unverletzt. Nach der Routineuntersuchung im Medical Center resümiert Patrick Assenheimer: „Diese Aktion in der Anfangsphase einer 6-Stunden-Hatz ist mir völlig unverständlich. Unser Top-Ten-Ziel sowie die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen wurden zunichte gemacht, das Team hat jetzt leider sehr viel Arbeit. Gesundheitlich geht es mir glücklicherweise gut“.

Auf einen Rennstart verzichten musste der dritte Racer aus der Region, Heiko Hammel aus Forchtenberg. Ein Unfall beim freien Training am Freitag bescherte dem Mathilda Racingteam zuerst eine Nachtschicht. Der Seat Leon Cupra TCR stand zum Qualifying am Samstagmorgen wieder bereit. Hammel und seine Fahrerkollegen Matthias Wasel und Kai Jordan erkämpften sich trotz Getriebeproblemen  Startplatz vier in der stark besetzten Klasse SP3T (Tourenwagen bis 2000ccm Hubraum und Turbolader) Der Schaden am Getriebe war dann allerdings bis zum Rennstart nicht mehr zu beheben. „Die technischen Probleme müssen wir bis zum 24-Stunden-Rennen in den Griff bekommen, aber da verlasse ich mich voll auf die Erfahrung und das Können des Mathilda Racingteams“, so die Aussicht von Heiko Hammel. 

(Wilfried Ruoff)

168 Nennungen - Rekordstarterfeld am Nürburgring

MCH-Racer Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beim NLS-Saisonhöhepunkt in der Eifel

27.08.2020

NLS 5 VorberichtDas legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring vom 26. bis 27. September wirft seine Schatten voraus – zum 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am Samstag haben satte 168 Fahrzeuge genannt. „Generalprobe unter Rennbedingungen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife. Die Sechs-Stundenhatz als Höhepunkt der dies-jährigen Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) wird härter denn je,“ erklärt Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld. In dessen Klasse SP9 – die leistungsstärksten internationalen GT3 Boliden – sind sage und schreibe 33 Fahrzeuge genannt, unter anderem  Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Lamborghini Huracán, BMW M6 GT3, Ferrari 488 GT3 sowie sieben Mercedes AMG GT3. „Etwa 15 GT3-Teams sind potenzielle Sieganwärter und die mit am härtesten Konkurrenten kommen aus meinem Einsatzteam HRT,“ erläutert Patrick Assenheimer. Das Haupt Racing Team setzt neben dem ca. 550 PS starken AutoArena Mercedes mit Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller zwei weitere Mercedes AMG GT3 Boliden ein. Unter anderem mit Maro Engel am Steuer, mit dem Patrick Assenheimer 2019 das 6-Stunden-Rennen gewonnen hat. Das HRT-Team durfte zudem in dieser Saison beim Doppelwochenende einen Doppelgesamtsieg feiern - die Konkurrenz ist enorm, alles was Rang und Namen hat, ist hier beim NLS-Saisonhöhepunkt am Start, ein Platz in den Top-Ten wäre für den AutoArena-Mercedes mit Patrick Assenheimer ein Erfolg.

Für Yannick Fübrich aus Meimsheim wird die Sechs-Stunden-Hatz erneut zur Doppelbelastung. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport hat in Sachen Meisterschaft noch mehrere Fahrzeuge im Rennen. Zusammen mit David Griessner und Florian Naumann pilotiert Fübrich den nach seinem letztjährigen Titelgewinn von BMW unterstützten BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler stehen schon zwei Siege auf der Liste. Premiere in der starken Klasse mit Porsche, BMW und Aston Martin Modellen feiert die Ginetta G 55 von Krämer Racing. Erneut soll der schnelle 28jährige auch im letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW 240i Racing Cup in der Racing Cup Klasse 5 für schnelle Runden sorgen. „Wir sind gut aufgestellt und es müsste in beiden Klassen für Podestplätze reichen. Das Starterfeld ist klasse, ich freue mich auf viele Rennrunden in der grünen Hölle,“ so Yannick Fübrich.

Erstmals in dieser speziellen Corona-Rennsaison sind am Nürburgring wieder Zuschauer zugelassen. Allerdings nur auf drei Tribünen und mit Sitzplätzen sowie Voranmeldung – die vielen interessanten Plätze entlang der legendären Nordschleife bleiben geschlossen. Unter  www.vln.de/de/live/ gibt es eine Live-Berichterstattung pünktlich zum Rennstart am Samstag, 29. August um 12.00 Uhr. 

(Wilfried Ruoff)

 

 

Wie sind Jürgen Benders Chancen auf den STT-Meistertitel?

MCH-Mitglied Jürgen Bender nimmt 2020 gleich an zwei International offenen GT-Meisterschaften teil

06.08.2020

Jürgen Bender (r)In der P9-Challenge, einer Meisterschaft für die starken GT3-Bolidern der 600 PS-Kategorie liegt der Neckarsulmer Diplomingenieur auf Platz eins. Für ihn ist die Chance den Titel zu erringen klar gegeben. "Aber man weiß ja nie was in der Saison alles passiert", schränkt Bender nachdenklich ein. Bei den bisherigen Rennen die gemeinsam mit der STT-Trophy ausgetragen wurden, lief für den Unterländer alles sehr gut. Wichtig dabei war die perfekte Zusammenarbeit mit dem neu formierten Einsatz-Team. Das managt MCH-Mitglied Marco Bayer aus Erlenbach. Die Technik bildet im Rennsport immer die entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg des Fahrers im Wettbewerb. Durch Probleme beim Einsatz entgingen Jürgen Bender 2019 am Lausitzring so beispielsweise zwei zum Greifen nahe Gesamtsiege. Hätte er die errungen, dann wäre er 2019 Siegerkönig in der P9-Challenge geworden.

In der STT-Trophy liegt der Neckarsulmer nach 2 von 6 geplanten Rennwochenenden hinter den Wettbewerbern Alzen, Glatzel und Gruhn auf Platz 4 der Meisterschaftstabelle. Die Punktvergabe über Klassenerfolge ist ein Problem. Man hat als Fahrer schließlich nur den Erfolg in der eigenen Hubraum- bzw. Leistungsklasse der Meisterschaftstabelle in der Hand.

Bender vertraut 2020 auf eine nagelneue Z07 Callaway GT3-Corvette des Unterländer Herstellers Callaway Competition. Wie Bender ist Uwe Alzen auf einen GT3R am Start. Ein stark modifizierter Bolide auf Basis des Audi R8 ist durch Modifikationen technisch im Vorteil. Zudem ist Uwe Alzen ein Profifahrer der als Ex-DTM- und ADAC-GT-Masters-Pilot nicht unterschätzt werden darf. Profis machen nichts anderes wie Rennen fahren und dazu umfangreiche Testfahrten für Renn-Teams und Automobilhersteller. 

Noch ist die Saison lang. Dazu wird sie durch Terminüberschneidungen erschwert. Wo geht die Reise der Erfolgsfahrer also hin?

Beide P9-Serien (Challenge und Endurance) waren bisher eine absolute "Porsche-Welt". Dort dominierten die Zuffenhausener klar. Nun führen Porsches Gegner die Tabellen an. Werden die Porsche-Asse, der amtierende P9-Endurance-Meister "Denis G. Watt" (A) und der amtierende P9-Challenge-Meister Hermann Speck in Brünn die Tabellenführer Jürgen Bender (GT3 Corvette) und Max Frederik Gruhn (Audi RS3) angreifen?

Wir bleiben für die Fans dran.

(HTS)

Foto: HTS - Hockenheimsieger Jürgen Bender (r) neben Angreifer Heiko Neumann - ordentlich mit Maske

 

 

Podiumsplätze für die MCH’ler Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer

133 Fahrzeuge sorgen bei typisch wechselhaftem Eifelwetter für Action und Dramatik beim vierten NLS-Lauf

05.08.2020

Schwierigste äußere Bedingungen durch starken Regen schon beim Qualifying zum 4. Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Hier konnten sowohl der amtierende Champion Yannick Fübrich aus Meimsheim im BMW M4 GT4 als auch der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer im HRT-AutoArena-Mercedes AMG GT3 glänzen – wie auch im vierstündigen Rennen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife.

Yannick FübrichFübrich holte in der allerletzten Runde die Pole in der Klasse SP10 sowie Startplatz 20 der Gesamtwertung. Beim Start- und Schlussstint wurde Fübrich alles abverlangt, seine Mitstreiter David Griessner und Florian Naumann konnten in ihren Sessions dieselbe Pace mitgehen. „Highlights waren im letzten Stint der harte Zweikampf mit Gabriele Piana (- der saß schon mit Patrick Assenheimer bei Langstreckenrennen im AMG GT3-Mercedes) im Bonk-BMW M4 GT4, die schlussendlich dritte wurden. Dann der Reifenschaden vorne links auf der Döttinger Höhe in der letzten Runde, glücklicherweise kam ich auf der Felge ohne Reifen als Klassensieger vor dem FK-Performance BMW M4 über die Ziellinie“, resümiert Yannick Fübrich. Dasselbe Kunststück schafft tags darauf ja auch Lewis Hamilton in der Formel 1 in Silverstone. Der sensationelle 16. Gesamtrang war das Tüpfelchen auf dem i für Yannick‘s Team Pixum CFN Adrenalin Motorsport mit dem 450 PS starken BMW M4 Patrick assenheimerGT4. Wie immer in dieser Saison startete Yannick Fübrich zusätzlich auch in seinem letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW M 240i in der Racing Cup Klasse 5 – das ebenfalls von Adrenalin-Motorsport eingesetzt wird. Durch ein technisches Problem wurde viel Zeit in der Box verloren, die Strategie war an diesem Tag auch nicht perfekt, die Pace der Fahrer dagegen super - durch sehr schnelle Rundenzeiten konnte das Quartett Fübrich/Griessner/Setsaas/Merlini gegen elf Konkurrenten in identischen 340 PS-Hecktrieblern den zweiten Klassenplatz herausfahren.

Das Trio Dominik Baumann, Dirk Müller und Patrick Assenheimer teilte sich erneut das Cockpit des AMG Mercedes GT3 der HRT-AutoArena-Truppe. Assenheimer war die fünftschnellste Gesamtqualizeit bei den widrigen äußeren Umständen gefahren und durfte als Regen-, und Nordschleifenspezialist auch den schwierigen Startturn fahren. „Die Entscheidung trotz Nieselregen mit profillosen Slickreifen zu starten, erwies sich als perfekt. Die Piste wurde Runde um Runde trockener, die Sonne kam dazu, meine Zeiten waren auch aufgrund eines frühen taktischen Boxenstopps sehr schnell“ so Patrick Assenheimer. Strategie und Pace passten, der 28jährige übergab nach seinem sehenswerten Doppelstint mit vielen Überholmanövern den 550 PS starken AutoArenA-Mercedes GT3 als Gesamtführender. Baumann und Müller mussten in der zweiten Rennhälfte dann allerdings zwei BMW M6 GT3 passieren lassen. Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp gewannen im Rowe-Racing BMW mit 21 Sekunden vor dem Walkenhorst-BMW den vierten NLS-Lauf. Lediglich 2,45 Sekunden zurück kreuzte der HRT-AutoArenA-Mercedes die Ziellinie als Gesamtdritter. „Ich bin damit zufrieden. Der Sieg wäre nur durch sehr viel Risiko beim Überrunden und in den Zweikämpfen mit den beiden BMWs möglich gewesen“ erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt „zudem war unsere SP9 Klasse mit Porsche-, Audi-, Ferrari-, Lamborghini-, BMW-, und Mercedes AMG-Boliden der GT3-Kategorie wieder extrem stark besetzt“. 

(Wilfried Ruoff)

 

René Noller 2020

29.07.2020

René NollerTrotz der Corona Zwangspause konnte René Noller in den letzten Monaten sein Nachwuchsförderprogramm weiter nutzen. So waren ab Juni 2020 wieder erste Testfahrten möglich. Diese absolvierte René auf dem Nürburgring, dem Hockenheimring und dem Eurospeedway Lausitz auf dem Highspeed Racing Renault Clio 4 Cup Auto. Auch auf der Rundstrecke zeigte der mittlerweile 18-jährige eine starke Performance. Das Highlight für René Noller fand dann Mitte und Ende Juli aber wieder auf den Urstrecken des Rallyesports statt.

Nach einem erfolgreichen Schottertest in der Lausitz im 300 PS starken Gassner Mitsubishi Evo 9 ging es dann zum Rallye Restart, dem Schottersprint Freilassing. Hier hatte es René nicht nur mit starken Schotterspezialisten aus Bayern und Österreich zu tun, sondern musste auch gegen seinen Vater Rainer Noller im selben Auto antreten. Am Ende wurde es sogar für den Routinier richtig eng, der aber den 3. Gesamtrang ins Ziel retten konnte. Direkt dahinter auf Platz 4 im Gesamtklassement aber die Überraschung des Tages; René Noller ließ den 300 PS starken Allradler durch das Kieswerk im Berchtesgadener Land fliegen als hätte er nie etwas anderes gemacht und ließ dabei viele etablierte Fahrer alt aussehen.

Ebenfalls im Juli fand auf dem Sachsenring der Sichtungslehrgang des Deutschen Rallye Cups DRC statt, wo 18 junge Talente um eine 50.000 Euro Förderung kämpfen. Auch hier sind mit René Noller und Dennis Härle gleich 2 Nachwuchsfahrer vom Motorsportclub Heilbronn dabei, die neben schnell Autofahren auch Medienschulungen, Erste-Hilfe-Kurs und den Umgang mit Sponsoren lernten.

Fotos: privat

 

 

Jürgen Bender ist "Halbzeitmeister" der P9-Challenge

 27.07.2020

Jürgen BenderDer erfolgreiche Fahrer seines heimischen Motorsport-Clubs Heilbronn, Jürgen Bender (Neckarsulm) hatte vor in Hockenheim an den Rennen zur P9.Challenge und der P9-Endurance teilzunehmen. Die Meisterschaftsläufe 3 und 4 zur P9-Challenge wurden nach dem hervorragenden Serienauftakt am Lausitzring nun in Hockenheim erneut zum Volltreffer. Den ebenfalls in ausgeschriebenen 2 Lauf zur P9-Endurance konnte MCH-Ass Jürgen Bender aber nur als zusätzliches Renntraining nutzen. 

Grund dafür war ein Unfall zuvor im freien Training. "Beim Rennen durfte "Ben" aber trotzdem starten", so Renningenieur Bayer. "Er war ja am Wochenende bereits ausreichend viel auf der Strecke gefahren". Aber er wurde ans Ende des Starterfeldes in Rennen aufgestellt. "So sind nun mal die Regeln", erklärte Serienmanager Bernhard Fischer mit hoch gezogenen Augenbrauen. MCH-Ass Bender selber sah die Situation jedoch recht gelassen. "So hatte ich zumindest die Chance die nach dem Unfall im morgendlichen Training die von Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) instandgesetzten GT3-Corvette noch ausgiebig zu testen. Auch bestand für uns Gelegenheit das Fahrwerk im Rahmen des Rennens bei einem Boxenstopp wieder optimal einzustellen", so lächelte Bender am Freitagabend danach sichtlich erleichtert. Die Testarbeit zahlte sich später beim ersten Lauf zur P9-Challenge voll aus. "Marcos Arbeit war erfolgreich. Die Corvette lag mit vollem Tank spürbar besser als zuvor", so Bender. Die MCH-Jungs hatten es nun voll im Griff.

Neben DTM-Profi Uwe Alzen (AUDI R8) startete Jürgen Bender (Callaway-Corvette) beim ersten Rennlauf aus Reihe 1. Es galt sich im Rennen klar auf die eigenen Ziele zu konzentrieren. Jürgen Benders Ziel musste es sein, nur die Wettbewerber aus der P9-Challenge im Auge zu behalten. Nicht den DTM-Profi Uwe Alzen. Der fuhr mit anderer Technik in einer anderen Wertung.

High noon! 12 Uhr mittags. Vorstart Hockenheim. 50 Minuten später fiel dann die Flagge für die P9, STT und SCC. Indy-Start. Ab ging's.

- Der Neckarsulmer hatte einen guten Start. bereits in der 3. Runde radierte Bender seine schnellste Rennrunde in den Hockenheimer Asphalt. Dahinter war Verfolger Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) in rundenlangen Kämpfen mit Team Franz Konrads schnellem Senkrechtstarter Emir Keseserovic (Lamborghini Huracán) verwickelt. Dazu drückte Equipe-Vitesse-Routinier Sepp Klüber (AMG GT3) von hinten kräftig nach. Jürgen Bender entschied den ersten Rennlauf der P9-Challenge bei hoch sommerlichen Temperaturen am Ende klar für sich. Dahinter Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) aus Nürnberg und Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) aus Burg bei Magdeburg.

- Auch beim 2. Rennen der P9-Challenge katapultierte Bender seine Z07-Callaway-Corvette Corvette GT3 von der 'Pole' ins Rennen. Auch diesen Lauf, den 4. Meisterschaftslauf der P9-Challenge, gewann er klar, diesmal vor Heiko Neumann und "Denis G. Watt" (A, Porsche 991 Cup) sowie Michael Hollmann. Die schnellste Rennrunde mit 1:41.131 markierte Bender in der 13. von 17 Runden. Pech hatte Hermann Speck - Ironie des Schicksals - dem weltbekannten Pumpenspezialisten fiel eine der Benzinpumpen im Porsche 991 GT3R aus. "Dinge gibt es - die gibt es gar nicht" so ein Fan unter Freunden des Teams mitfühlend. - "Keine Pumpe von uns", so einer aus dem Team Augen zwinkernd.

In der P9-Challenge konnte Bender seine Tabellenführung mit 2 weiteren Gesamtsiegen deutlich ausbauen. Als Gesamtsieger zu den Läufen der P9-Challenge trugen sich bisher Jürgen Bender und in der Endurance-Serie das Duo Hisch/Schleml sowie Hermann Speck ein.

Start der 2. Saisonhälfte der P9-Serie - Brünn (CZ). Auch das wieder eine von den Fahrern hoch geschätzte Traditions-Rennstrecke mit ganz großer Geschichte.

(HTS)

Foto. HTS -Z07 Callaway-GT3-Corvette auf dem Weg zum 4. Gesamtsieg 2020 in Hockenheim

 

 

Zwei Gesamtsiege 2020 zum Saisonauftakt für Jürgen Bender

Dicke Starterfelder

15.07.2020

Der Start der P9-Saison 2020 am Lausitzring ist angesagt. Das Veranstaltungsmodell P9-Challenge als Paket mit der STT und der SCC erweckte bereits im Vorjahr bei Fans, Teams und Fahrern großes Interesse.

Corvette C7Diese Tendenz bestätigte sich 2020 am Lausitzring deutlich. Neue Asse und neue Teams drängten an den Start. Zwar konnten die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen 2019 noch in vollen Zügen hautnah vor Ort genießen, aber das kommt wohl sicher schon bald an den Rennstrecken wieder zustande.

Das Training von Bernhard Fischers traditionellem Lausitzring-Weekend mit P9-Challenge, P9-Endurance dazu Manager Rolf Krepschiks starke STT sowie der SCC von Manager "Walty" Petrazza versprühte auch diesmal wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog neue Teams und Fahrer aus anderen Serien an.

Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer aus Erlenbach. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach "McKansy", Henk Thuis (NL) oder MCH-Mann Jürgen Bender, um nur einige zu nennen.

- Und genau der, "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 an den Start. "Unser erster Einsatz", so Benders Renningenieur Bayer - in einem Ton als wolle er für eventuelle Probleme um Verständnis nachsuchen. Aber wie sich von der ersten Minute im Training herausstellen sollte, die Jungs um Technik-Routinier Bayer machten keine Fehler. Und sie hatten keine Probleme. Wer sollte die Unterländer bei der P9 am Lausitzring also am Siegen hindern?

Ein prächtiges Feld am Start - viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracan, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw.

Interessant auch die Anzahl der Meister unter den Nennungen. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G. Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu Boris Schimanski, der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017 sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019. Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Champion oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, er leider nicht im legendären DTM-Audi. 
 

Rennen 1

Gesamtsieg zum Saisonstart für Jürgen Bender

Spannung hing in der Luft. Würde das vorgegebene Sicherheitskonzept beim P9-Saisonauftakt an der Lausitz bestehen? "Bestens gelaufen", so ein zufriedener Manager Fischer dann am Abend. "Die Corona hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht", fügt der Münchener lächelnd hinzu. Und so wünscht man sich das auch. Mit einer 1:45.307 konnte MCH-Mitglied Jürgen Bender die nagelneue GT3 Callaway-Corvette Z07 auf die P9-Pole fahren.

Renningenieur Bayer (Erlenbach), wie Bender MCH-Mitglied, war zufrieden. "Hmmm, zufrieden darf man sagen, aber man denkt meist schon an die nächste Verbesserung", so der schwäbische Vollbluttechniker, und wieselte um die Corvette. Das GT-Auto wurde erst kurz vor dem Rennen - "just in time" - fertig. Farbe hat sie noch keine. "Kohlefaser roh", unlackiert bei der Jungfernfahrt, also technisch nackt. Pflichtaufkleber, Startnummer und ein Sponsor, sonst nichts…

Der Start auf der 4,5 Km langen Strecke gelang perfekt. Bender und Speck legten vom Start weg gleich voll los. Seine schnellste Runde radierte Bender im zweiten Umlauf aus dem Stand in den Asphalt. Frontmann Hermann Speck aus Nürnberg war wie Bender sofort in Hochform. "Ist Hermann eigentlich immer", so ein Wettbewerber anerkennend. Eine Runde später dann Bernhard Löffler (A) im HB-Lambo mit seiner persönlichen Bestzeit. Die anderen GT-Heros ließen sich mit Ihrer schnellsten Rundenzeit bis zum Umlauf 6 und 7 Zeit. Danach gab es eine Pace Car Phase. Nun war es zu spät für Rekordrunden. Shit happens.

Mit Bender an der Spitze der Kampf der P9-Routiniers Speck und Neumann in ihren Porsche GT3R Modellen um die Pole-Positionen. Am Ende war das auch der Zieleinlauf. Bender siegte vor dem Porsche-Duo Speck und Neumann. Konstrukteur Wöhr dürfte besonders breit gegrinst haben.

2014 hat Jürgen Bender bereits einmal beim ersten P9-Start am Lausitzring gesiegt. So kam er vor 5 Jahren auf dem Geschmack. Im Vorjahr lief leider einiges schief. Die Einsatztechnik bereitete Probleme. Aber mit neuem GT-Modell und neuem Team "flutschte" es 2020 offensichtlich bestens.

Hinter dem Trio auf dem Podium dann das Österreichische HB Racing International Ass Bernhard Löffler. Er wurde Vierter in der KL 6. Mit Abstand dann Andeas Keplinger als KL2-Sieger auf Porsche Cayman GT4. Ist der Cayman der Richtige für die GT4? Abwarten.

In der KL5 räumte das Trio "Denis G. Watt" (A), Boris Schimanski und Michael Hollmann die Pokale auf ihren Porsche 991 GT3 Cup-Modellen ab. " Zwei P9-Challenge-Meister in einer Klasse. Das verspricht natürlich viel Spannung für das zweite P9-Weekend-Hockenheim in 14 Tagen vor der Haustür.  
 

Rennen 2

Am Ende Doppelsieg für Callaway-Hero Jürgen Bender

Im ersten Rennen fuhren Jürgen Bender und Hermann Speck ihre schnellsten Runden gleich zu Rennbeginn. Im 2. Lauf ließen sich beide damit Zeit. Erst in Runde 5 hielten Bender und Speck voll drauf. Der Österreicher Bernhard Löffler war es, der vom Start weg auch voll loslegte. Löffler radierte seine Bestzeit in der 2. Runde in den Asphalt. So prügelte der Österreicher seinen Lamborghini Huracán denn auch an Heiko Neumanns Porsche GT3R vorbei und sicherte sich am Ende hinter Sieger Bender und Speck Platz 3 auf dem Podium. Callaway-Corvette, Porsche GT3R Lamborghini Huracán, so der Zieleinlauf. Jürgen Bender fuhr mit 1:45.183 die schnellste Rennrunde.

In der KL5 gelang es dem zweimaligen P9-Challenge-Meister Boris Schimanski, dem amtierenden Champion "Denis G. Watt" den Klassensieg zu entreißen. Er steuerte einen Porsche 991 GT3 Cup MK1 vor den MK2 -Modelle der Kollegen "Watt" (A) und Hollmann.

Die KL2 ging wie schon in Rennen 1 an Andreas Keplinger (A). Er fuhr den Porsche Cayman GT4 zum KL-Sieg.

Der P9-Challenge Auftakt wurde also zum vollen Erfolg für Callaway-Competition-Ass Jürgen Bender. "So dürfte es weiter gehen", meinte der am Samstag nach dem 2. Meisterschaftsrennen der P9 gelassen. Nach gut vorbereitetem Wochenende ohne Druck erkannte die Crew wichtige Ansätze für mögliche Optimierungen. Hersteller Callaway Competition dürfte auch sehr zufrieden sein. So würde man sich bei den Leingartener den Einsatz beim Auftakt der ADAC-GT Masters mit MCH-Mitglied Markus Pommer und Jeffrey Schmidt (CH) natürlich ebenfalls wünschen.

Am Ende hüllte Jürgen Bender die blanken Pokale für die Gesamtsiege und die Pokale für die KL6 Siege vorsichtig in Tücher. Zwei schöne Pötte für die Plätze in der STT kamen noch dazu.

Man kann die ab Montag in seiner Neckarsulmer Firma bestaunen. Ein halbes Dutzend "Pötte" neben den über 1000 "Häffele", die "Ben" ja schon erkämpft hat.

(HTS) 

Foto: Team Sportwagenschmiede

 

Spannung, Action und Dramatik bei der NLS Doppelveranstaltung mit MCH-Beteiligung

Siege und Podestplätze für Yannick Fübrich und Heiko Hammel – riesige GT3 Konkurrenz für Patrick Assenheimer

15.07.2020

145 Starter am Samstag, davon 121 im Ziel, noch 123 Autos am Sonntag, da sahen 111 die Zielflagge - immens viele harte Positionskämpfe um jeden Meter der 24,433 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife - die erste Doppelveranstaltung der Nürburgring Langstrecken Serie bot jede Menge Dramatik, Action, Spannung und Überraschungen.

NLS 2020Am Sonntag gewann überraschend nach einem Herzschlagfinale mit 0,728 Sekunden Vorsprung der Ferrari 388 GT3 vom Octane 126 AG-Team mit dem Schweizer Fahrerquartett Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig. Erst in der letzten Rennrunde war der Ferrari am Mercedes AMG GT3 des Haupt Racing Teams vorbeigezogen. Kurz darauf Disqualifikation wegen eines nicht zugelassenen Reifens. Dadurch „erbte“ das Samstagsgewinnerteam Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz im Mercedes AMG GT3 HRT den Sieg – die Entscheidung ist noch vorläufig – Doppelsieg für die „Speerspitze“ vom Haupt Racing Team.

Weitere 25 PS-gewaltige GT3 Boliden von Porsche, BMW, Mercedes, Ferrari, Lamborghini und Audi kreuzten dicht an dicht die Ziellinie. Darunter auch der ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA mit Patrick Assenheimer am Steuer. Der erkämpfte sich mit seinen Kollegen Dominik Baumann und Dirk Müller den 16 Gesamtrang am Samstag sowie die 10 Gesamtposition am Sonntag. „3:09 Minuten haben uns am Samstag auf die Sieger gefehlt, gerade mal 1:19 Minuten am Sonntag – und das nach jeweils knapp 700 Kilometer Renndistanz. Es wurde gekämpft wie bei Sprintrennen. Uns hat das Quäntchen Glück bei dem immensen Verkehr und den vielen Unfällen gefehlt, nicht nur im Rennen sondern auch schon in der sehr hartumkämpften wichtigen Qualifikation. Der AutoArenA Mercedes ist noch heil, das ist das Positive neben der starken Top-Ten Platzierung vom Sonntag“, resümiert der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. Eine 35 Sekunden-Zeitstrafe wegen eines Doppel-Gelb-Vergehens kostete das Trio am Samstag zudem einige Plätze.

Einen Klassensieg sowie drei zweite Plätze hat Yannick Fübrich (Meimsheim) herausgefahren. Samstags der erste Erfolg mit dem neuen 450 PS starken BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit David Griessner und Florian Naumann lenkte Fübrich den BMW vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport mit 1:05 Minuten Vorsprung vor zwei weiteren BMWs über die Ziellinie. Die weiteren Porsche-, Aston Martin-, und Toyota Konkurrenten weit zurück. Dazu gesellte sich der 29. Gesamtrang im starken Feld. Yannick Fübrich war den Start-, sowie den Schlussstint gefahren und musste dabei immer ans Limit. Eine 65 Sekunden Zeitstrafe für zwei km/h zu schnellem Fahren in der Boxengasse kostete Fübrich dann den Sieg bei seinem zweiten Tageseinsatz in der BMW Racingcup Klasse. Trotzdem Platz zwei, was für die enorm schnellen Stints von Fübrich und Griessner sprach. Auch am Sonntag wieder ein Doppeleinsatz, der mit zwei zweiten Plätzen belohnt wurde – trotz eines unverschuldeten „Abräumers“, als ein Porsche Yannick Fübrich touchierte und der dadurch neben der Piste zum Stehen kam. „Ein sehr erfolgreiches Wochenende mit immens vielen Zweikämpfen. Das Adrenalinteam hat beide BMWs perfekt vorbereitet und betreut“, erklärt ein hocherfreuter Yannick Fübrich.

TCR-Klassensieg trotz eines Reifenschadens nach hartem Kampf mit einem Werks-Honda für Heiko Hammel im Seat Cupra am Samstag. Der Honda Civic strandete im weiteren Rennverlauf mit Motorschaden – keine Konkurrenten mehr für Heiko Hammel für das Sonntagsrennen. Das Kölner Mathilda Racing Team baute daraufhin den 350 PS starken Fronttriebler für die SP3T-Klasse (Spezialtourenwagen mit 2000ccm Motor und Turbolader) in einer Nachtschicht um. Damit demonstrierte Hammel mit seinem Mitstreiter Matthias Wasel perfekten Rennsport. Mit satten 3:37,38 Minuten Vorsprung kreuzte Hammel die Ziellinie vor zwei Audi RS3 sowie einem VW Golf GTi und einem weiteren Seat Cupra – die in der SP3T-Spezifikation mehr Leistung haben wie der Mathilda-Flitzer. Gesamtrang 39 war die zusätzliche Ausbeute des Forchtenberger Nordschleifenroutiniers, der sich über den dritten Klassensieg in Folge auf der Nordschleife freute.

(Wilfried Ruoff)

 

Saisonauftakt Lauf 1 Nürburgring Langstrecken Serie

Spannung und Dramatik beim NLS-Auftakt für die MCH-Racer in der grünen Hölle der Eifel

Podestplätze für Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer gegen starke Konkurrenz

29.06.2020

141 Nennungen, 137 Fahrzeuge beim Training, 132 beim Rennen und nur 107 sahen nach einem vierstündigen furiosen Auftaktrennen die Zielflagge – der Auftakt in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2020 war ein Highlight aus Fahrer-, Team-, und Zuschauersicht, wobei sich die Zuschauer nur virtuell per PC oder TV über das Geschehen informieren konnten – und dies zur Freude der Verantwortlichen auch taten.

Doppeleinsatz von Yannick Fübrich (Meimsheim) mit einem Kassensieg sowie einem zweiten Platz und der geniale zweite Gesamtrang für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) – der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie mit 137 Fahrzeugen war trotz der sehr schweren Corona-Einschränkungen ein voller Erfolg für die Motorsportler vom Motorsportclub Heilbronn – auch wenn für das Duo Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA etwas Frust bei der Siegerehrung mitschwang.

Patrick AssenheimerDas erste Ausrufezeichen setzten die beiden mit der Pole in sensationellen 7.59.191 Minuten auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife, Kurzanbindung und GP-Kurs. Und das gegen weitere 19 internationale GT3 Boliden, auf zwei der PHOENIX-RACING Audi R8 LMS von Michele Beretta und Kim Luis Schramm.

Das Duo Assenheimer/Engel demonstrierten mit dem vom neuen Haupt Racing Team betreuten 550 PS starken Mercedes AMG GT3 in ihren Doppelstints perfektes Racing mit mehreren Positionswechseln und tollen Überholmanövern. Das Duo führte 12 Runden, zelebrierte die schnellste Rennrunde und wurde in Führung liegend mit zehn Sekunden Vorsprung abgewunken. Dann der Frustmoment: „37 Sekunden Zeitstrafe wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit beim letzten Boxenstopp“, erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt: „Ein Systemfehler, zwei Sekunden kosteten uns den Sieg, ansonsten lief alles perfekt. Wir hatten eine gute Strategie, die HRT-Truppe arbeitete optimal, unser Setup mit dem neuen EVO-Kit passte super“. Dadurch erbten David Pittard (Großbritannien) und Mikkel Jensen (Dänemark) den Sieg. Die waren im Walkenhorst BMW M6 GT3 vom fünften Startplatz losgefahren und hatten auch mehrere Führungsrunden inne. Erst in der vorletzten Rennrunde konnte Maro Engel den AutoArenA-Mercedes am BMW im Bereich der Kurzanbindung vorbeipressen. Auch der GetSpeed Mercedes AMG GT3 mit den Piloten Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello erbte seinen dritten Gesamtrang, nachdem der Phoenix Audi R8 LMS von Beretta/Schramm in der letzten Rennrunde durch eine Kollision zurückfiel und den Podestplatz gegen Gesamtrang sieben tauschen musste.

Yannick FübrichDie amtierenden VLN-Meister Yannick Fübrich (Meimsheim) und David Griessner (Innsbruck) bestanden ihre Feuertaufe in der Klasse SP10 mit dem neuen, 450 PS starken BMW M4 GT4 mit Bravour. Platz zwei hinter dem Hofor-BMW M4 GT4 mit lediglich 1.09.660 Minuten Rückstand. „Dazu gesellt sich der 22 Gesamtrang, unser dritter Fahrer Florian Naumann hat sich perfekt integriert, die Technik hat gepasst, wir sind fast schon siegfähig“ resümiert Yannick Fübrich.

Der hatte auf einem BMW M 240i  in der Racing-Cup 5 Klasse einen weiteren Einsatz und gewann mit seinen drei Kollegen vom Pixum CFN Adrenalin Motorsportteam die Klasse, in der er 2019 den Titel gewann.

Am 11. und 12. Juli finden die Läufe zwei und drei der Nürburgring Langstrecken-Serie statt. „Mit Hinblick auf das legendäre 24-Stunden-Rennen sicherlich mit noch mehr Hochkarätern bei Fahrern und Rennfahrzeugen“ so das Schlussstatement von Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

 

Callaway Competition Corvette C7 GT3R

So sieht sie aus - die Callaway Competition Corvette C7 GT3R

19.05.2020

Jedem Racer steigt schon ein besonderes "Kribbeln" über den Nacken ganz nach oben hoch, wenn der die faszinierende Technik der neu entwickelten C7 GT3R Corvette von Callaway Competition in Leingarten, beim Hersteller in der Halle betrachten darf. Da wären die MCH-Mitglieder keine Ausnahme.

Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone sind dabei die finalen Handgriffe an jenem Modell C7-GT3R zu machen das für Jürgen Bender im Rahmen der STT und der P9-Challenge 2020 zum Einsatz kommen wird. Natürlich bleiben einige technische Raffinessen ein Geheimnis. Aber andere Details machen deutlich, dass die zu erwartende Leistungssteigerung beachtlich ausfallen dürfte. MCH-Mitglied Jürgen Bender wird sich im Feld der GT-Modelle von Audi, Ferrari, Aston Martin, AMG, Porsche, Pagani, BMW, Ford oder auch gegen den immer schneller werdenden Flachmann aus Holland, dem Pumaxs von Henk Thuis (NL), in Szene setzen können. Da ist sich jeder Fan sicher.

CorvetteDie Gewichtsverteilung des 1250 Kg schweren Deutsch-Amerikaners beträgt am Start H/V - 52%/48%. Dieses Verhältnis nähert sich bei abnehmendem Gewicht entsprechend dem Verbrauch der maximal 120 L Kraftstoff im Tank auf ein Verhältnis von 51/49% an.

Das 6-Gang Getriebe von X-Trac ist ausgereift. Das gilt auch für das verwendet Bilstein Gewindefahrwerk. Perfekte Einstellungen auf jede Rennstrecke sind so mühelos möglich. Das Ingenieurteam von Callaway Competition und im Falle von Jürgen Bender auch dessen persönlicher Renningenieur Marco Bayer loben die Bilstein-Technik sehr, weil sie diese Technik kennen.

Und zum Motor. Die Leistung liegt irgendwo bei 600 PS. Alles ist abhängig vom jeweils vorgeschriebenen Restriktor und BOP-Vorgaben liefern bzw. bestimmen dabei entscheidende Voraussetzungen. Damit im Zusammenhang zu sehen ist auch der Einfluss die Auspuffanlage von M&M.

Das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede mit dem Jürgen Bender neuerlich wieder an den Start geht, scharrt genau wie Pilot Dipl.-Ing. Bender schon mächtig mit den Hufen.

Später auf der Rennstrecke gilt es dann das Fahrwerk auf die zu verwendenden Reifen von Michelin oder Avon abzustimmen. Es bleibt spannend, nein, es wird spannender. "Das ist es eigentlich im Rennsport immer", so der Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer trocken beim Interview in seiner Halle. 

(HTS)

Foto: HTS

Chris Vogler siegt auf Mallorca

06.05.2020

Vom 12.-14. März 2020 fand die „16. Rally Clásico Isla Mallorca“ statt. 460 Kilometer Asphalt-Prüfungen quer über die Insel, 125 Kilometer davon Sonderprüfungen, 2 Nacht-Etappen.

Dank Chris Vogler war der Motosportclub Heilbronn selbst auf dieser entfernten Veranstaltung erfolgreich vertreten. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho konnte Chris Vogler die Klasse der Showcars für sich entscheiden. Eine beachtliche Leistung, war es doch die erste Rallye für Chris nach über 20 Jahren. Unterstützt durch Sponsoren, dem Porsche Zentrum Karlsruhe und der Softwareschmiede Vogler und Hauke aus Neckarsulm, wurde ein Porsche 911 Speedster mit 4l‑Saugmotor und 510 PS eingesetzt. Von den 8 gefahrenen Prüfungen konnte sich das Team Vogler/Sancho dank konstant hohem Speed nahezu immer unter den Top 3 wiederfinden, zwei Etappen wurden mit Bestzeit für sich verbucht. Und so konnte das deutsch/mallorquinische Team die 13 Konkurrenten der Showcars auf die weiteren Plätze verweisen.

Leider zeigte auch hier das Corona-Virus seine ersten Konsequenzen und so wurde die Rallye nach Absprache zwischen dem Veranstalter und den zuständigen Behörden am Freitagabend als vorsorgliche Maßnahme zur Eindämmung einer möglichen Covid-19-Pandemie vorzeitig abgebrochen.

Chris Vogler und Jaime Domenge Sancho 

Chris Vogler (l.) mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho

2020 - Zwei GT3-Modelle der Callaway-Corvette C7...

...in der ADAC-GT-Masters, der STT und der P9-Challenge vertreten

23.03.2020

Die aktuelle Version der in Heilbronn-Leingarten entwickelte und gebauten Version C7 von Callaway Competition werden zu Saisonbeginn in drei GT-Serien unterwegs sein. Hersteller Callaway-Competition wird mit dem Duo Markus Pommer und seinem neuen Partner, dem jungen Schweizer Routinier Jeffrey Schmidt in der int. ADAC-GT-Masters um den Titel kämpfen. Blenden wir zurück. 2019 gelang es MCH-Mitglied Markus Pommer zusammen mit seinem Vorjahrespartner Marvin Kirchhöfer um den Titel zu kämpfen.

Das gleiche Modell wie es von Markus Pommer und Jeffrey Schmidt eingesetzt wird bereitet das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede für Einsätze in der STT-Serie und der P9-Challenge vor. Dort wird der Neckarsulmer Routinier Jürgen Bender um Siege und Titel kämpfen. Unvergessen ist das Highlight von MCH-Mitglied Jürgen Bender am Nürburgring. Dort gelang es dem Unterländer beim Finale der Serien STT und P9-Challeng alle 4 Rennläufe beider Serien an einem Tag zu gewinnen. Eine noch nie dagewesene Erfolgsspitze im GT-Rennsport.

(HTS)

Markus Pommer (l) - Jeffrey Schmidt (r)

ADAC GT Masters 2020 CALLAWAY COMPETITION STARTET AUCH 2020 WIEDER IM ADAC GT MASTERS 

Das Corvette-Team Callaway Competition geht auch 2020 wieder mit einer C7 GT3-R im ADAC GT Masters an den Start. Für die 14. Saison in dem hochkarätigen GT3-Championat konnte die Mannschaft aus Leingarten mit Jeffrey Schmidt (CH) einen starken Neuzugang gewinnen. Der Schweizer ersetzt den, in der kommenden Saison, nicht zur Verfügung stehenden Marvin Kirchhöfer und bildet mit Markus Pommer (D) das neue Fahrerduo.

Keine Saison ohne Callaway Competition: Auch 2020 wird das dienstälteste Team der „Liga der Supersportwagen“ im ADAC GT Masters wieder an den Start gehen. Das Corvette-Team aus Leingarten ist seit Bestehen des ADAC GT Masters 2007 ein fester Bestandteil im Starterfeld. Mit 33 Siegen und jeweils zwei Titeln in der Fahrer- und Teamwertung, zählt die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke nicht nur zu den erfahrensten, sondern auch zu den erfolgreichsten Teams in der starkbesetzten Rennserie.

Trotz eines erfolgreichen Saisonstarts mit drei Siegen musste man im vergangenen Jahr, nach dem vorletzten Lauf in Hockenheim früh die Saison und die Meisterschaftsambitionen begraben. Zwei heftige Kollisionen beschädigten die Corvette von Markus Pommer (29/Heilbronn) und Marvin Kirchhöfer (26/Luzern) beim Heimrennen in Hockenheim so stark, dass das Team beim Finale auf dem Sachsenring erstmals an einem Rennwochenende nicht antreten konnte.

Nach der Saison war jedoch schnell klar, dass man in der Winterpause ein neues Rennfahrzeug aufbauen und 2020 wieder zurückkehren wird.>

Zu Beginn des neuen Jahres erschwerten jedoch zahlreiche Überschneidungen mit anderen Rennserien und nicht zuletzt der Coronavirus (COVID-19), der derzeit weltweit für Unsicherheit sorgt, die Planungen des Fahrerkaders. Letzten Endes bekam man für Marvin Kirchhöfer, der bei R-Motorsport vertraglich gebunden ist, keine Freigabe und musste einen neuen Fahrer neben Markus Pommer finden.

Für die 14. Saison in Folge konnte Callaway Competition mit Jeffrey Schmidt (26/Liestal) einen weiteren schnellen Fahrer neben Markus Pommer als Neuzugang gewinnen. Der Schweizer war zuvor drei Saisons im ADAC GT Masters auf einem Audi R8 LMS unterwegs und konnte in seinen 42 Rennen, einen Sieg, eine Poleposition und insgesamt 7 Podest-Platzierungen für sich verbuchen.

Markus Pommer und Jeffrey Schmidt werden sich die von Callaway Competition entwickelte und neuaufgebaute Corvette C7 GT3-R teilen, welche wieder mit der traditionellen Startnummer #77 antritt. Zusammen mit dem Team haben sich die beiden für 2020 das Ziel gesteckt, wieder ganz vorn mitfahren zu wollen.

Wann, wo und wie das ADAC GT Masters 2020 in die Saison starten wird, ist aufgrund der aktuellen und prekären Lage wegen der Corona-Pandemie noch ungewiss. 

WELCOME AND HAPPY BIRTHDAY

Das gesamte Team heißt seinem Neuzugang Jeffrey Schmidt herzlich Willkommen im Team und wünscht ihm zum 26. Geburtstag alles Gute und viel Erfolg für die kommende Saison.

Jeffrey Schmidt

Jeffrey Schmidt (26/Liestal) Bild: Sabine Otto

„Ich danke Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und dem Team Callaway Competition für das in mich gesetzte Vertrauen. Nach einer enttäuschenden Saison 2019 freue ich mich nun auf die neue Herausforderung und die vielversprechende Zusammenarbeit mit der erfahrenen Mannschaft aus Leingarten und meinem neuen Teamkollegen Markus Pommer. Wir sind gut aufgestellt und haben uns hohe Ziele gesetzt.“

Markus Pommer 

Markus Pommer (28/Heilbronn) 

„Ich freue mich, dass ich dieses Jahr wieder für Callaway Competition an den Start gehen kann. Letztes Jahr feierten wir zusammen große Erfolge und mussten leider auch einige Rückschläge einstecken. Nach den zwei Unfällen in Hockenheim letztes Jahr bin ich glücklich, dass das Auto wieder in einem top Zustand ist und wir wieder zusammen angreifen können. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team bedanken, denn über den Winter wurde sehr hart gearbeitet, um ein gutes Paket zu schnüren. Mit Jeffrey habe ich einen sehr schnellen Teamkollegen, der auch in der ADAC GT Masters bereits über viel Erfahrung verfügt. Wir sind alle motiviert und möchten wieder ganz vorne mitfahren.”


 

Mike Gramke (Teamchef)

„Das Team hat über die Wintermonate einiges geleistet. Die Hürden haben wir gut gemeistert und sind froh, dass wir mit Jeffrey Schmidt einen neuen schnellen Fahrer gewinnen konnten. Wir sind mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt für die kommende Saison sehr gut aufgestellt und ich denke, dass wir wieder vorn angreifen können. Wann wir allerdings genau in die Saison starten können ist ungewiss. Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Jahr wieder eine spannende Meisterschaft haben werden. Oberste Priorität hat jedoch natürlich die Gesundheit jedes einzelnen Teammitglieds, unserer aller Fahrer und unserer Fans. Daher bleibt uns nun nichts anderes übrig als abzuwarten.“

Impressum: Callaway Competition GmbH Liebigstr. 31 74211 Leingarten GERMANY

Auftakt des Rundstreckenrennsports 2020 abgebrochen

Jürgen Bender weiter erfolgreichster Unterländer in Dubai

13.01.2020

Jürgen Bender (Neckarsulm) bleibt auch 2020 der bisher erfolgreichste Automobilrennfahrer bei dem alljährlichen internationalen Rundstrecken-Saisonauftakt, den "24h von Dubai". Sintflutartiger Regenfälle zwang den Veranstalter nach 30% der Zeit das Rennens in der Golf-Region zu neutralisieren. Nach 13h brach man wegen weiter zunehmender Überflutung der Rennstrecke aus Gründen der Sicherheit dann endgültig ab.

Sieger wurde mit 5 Fahren aus Dubai, Holland und Deutschland das Deutsche AMG-Mercedes GT3-Team vom Topteam Black Falcon. Die Deutschen Hersteller AMG-Mercedes, Audi und Porsche überzeugten mit der Erringung der ersten 5 Positionen 2020 in Dubai. In der Geschichte der "24h von Dubai" ist weiterhin der 4.-platzierte von 2006, GT-Routinier Jürgen Bender aus Neckarsulm auf Porsche GT3 vom Team Sportwagenschmiede der erfolgreichste Dubai-Starter des Unterlandes der Renngeschichte geblieben.

Die AMG-Crew mit GT-Routinier Patrick Assenheimer und Junior Luca Stolz konnten sich auf Grund der misslichen Wetterbedingungen 2020 am Ende nicht unter den ersten 10 Platzierten von Dubai halten. 

(HTS)

 Foto HTS: Bender und Dubai-Renningenieur Bayer beim Studium von den Zeiten der Gegner