Aktuelles

Jürgen Bender im P9-Titelkampf auf dem Red Bull Ring

P9-Saisonauftakt am Red Bull Ring

25.05.2022

Einen derart stark umkämpften Saisonauftakt wie 2022 konnte die P9-Serie bisher nie verbuchen.
Gute 3 Dutzend Nennungen liegen für die 10. Saison der Serie vor. "Ein recht erfreuliches Nennergebnis", so Serienmanager Bernhard Fischer aus München sichtlich erfreut. Und es sind nicht nur Teams aus Europa am Start. man kennt sie P9 weltweit. Breakell Racing aus Neuseeland hat zwei AMG GT4 genannt. Die Fans dürfen gespannt sein wie sich die Grant-Brüder von "down under" in ihren AMG-KL2-Modellen gegen die Wettbewerber von Audi, Cupra und Porsche schlagen werden. Das Team selber ist gespannt wie es die Mercedes GT4-Modellen aus der Fertigung von AMG in nahen Affalterbach positionieren kann.

Team Wimmer-Werk aus Österreich setzt 4 Cupra ein. Aber auch das routinierte Team Neuhofer-Rennsport aus Deutschland ist mit 4 Modellen von Porsche in den KL 2 und 4 vertreten. Die Jungs sind, wie gesagt, alle routinierte P9-Routiniers. Das gilt auch für Koglbauer-Motorsport, Zebra-Motorsport und die Crew von Franz Konrad. Der gebürtige Grazer mit Teamsitz in Deutschland setzt 2 Supertropheo-Lambos ein. Das machen auch Michael Golz HP-Racing International, Bernhard Löffler (A) und Christian Wimberger bringen je einen Huracán GT3 EVO an den Start.

Jürgen Bender

In der Großen Hubraumklasse KL6 wird es ein hartes Ringen der Lamborghini-Piloten gegen AMG GT3 von Team equipe vitesse und den P9-Champion-2020, MCH-Ass Jürgen Bender in seiner C7-Corvette geben. Eingesetzt wird die Callaway-Corvette Bender vom Team Sportwagen-Schmiede aus Erlenbach. Wir sind in den letzten Zügen der Vorbereitungen", so Teamchef Marco Bayer. Das Getriebe macht dem Team noch leichte Probleme. Aber das schaffen die Jungs bis zum Red-Bull-Termin sicher noch. Ziel der Unterländer ist es den P9-Titel 2022 zurück zu erobern.

Jürgen Bender ist nicht er einzige Ex-Champion beim Saisonauftakt am Red Bull Ring in Österreich. Mit dabei ist dann auch der P9-Meister von 2017, Wolfgang Triller. Er der die Strecke sehr schätzt und genau kennt, sitzt in einem Team Kogelbauer-Porsche 991GT3 Cup. Seine Gegner beim Auftakt, Manuel Süßengut und Gerald Hofer(A). Dazu treten die amtierenden P9-Meister "Jack Crow" (Challenge) sowie der bereits fünffache Endurance-Champion Hermann Speck beim Auftakt an. Der Münchener und der Nürnberger Champion sitzen beide in Porsche-991 GT3R-Modellen der KL5b. "Jack Crow", Hermann Speck, "Jesse James" und der Österreicher Alois Rieder, alle bereits mal Gesamtsieger in der P9, wollen es 2022 zum Saisonauftakt ordentlich fliegen lassen - hört man zumindest im Vorfeld. Na denn mal volles Rohr am Red Bull Ring meine Herren. HTS

Foto: HTS

 

Erster Lauf zum BMW-Slalom-Cup

Voll abgeräumt!

22.05.2022

Am Samstag den 21. Mai 2022 fand der erste Lauf zum BMW-Slalom-Cup statt. Dieser wurde am Stehrodrom in Alsfeld ausgetragen. Das Starterfeld war insgesamt mit 77 Teilnehmern wieder einmal sehr stark besetzt. Bei diesem Cup werden wie der Name ja auch schon aussagt, überwiegend Fahrzeuge aus dem BMW-Konzern mit ganz wenigen Ausnahmen zum Start zugelassen.

Da es sich ja sicherlich schon herumgesprochen hat, sind unsere Youngsters und aber auch die arrivierten Fahrer unseres Clubs ebenfalls überwiegend mit BMWs unterwegs.

Da ich auch im Urlaub immer an den Ergebnissen interessiert bin, kamen diese auch an die Ostsee. Was ich dann beim Lesen der Ergebnislisten gesehen habe, wow, unsere Mädel und Jungs haben voll abgeräumt. 

In der am stärksten besetzten Klasse 4 d waren alleine 11 Teilnehmer am Start. Hier ging dann im buchstäblichen Sinne die Post ab. In diesem Fall in der Gestalt unseres „Hornet BMW“. Marcel Pimpl hat nicht nur den Klassensieg herausfahren können, sondern sich auch den 2. Platz im Gesamtklassement gesichert. Doch damit nicht genug, auf dem 2. Platz in der Klasse und dem 3. Platz in der Gesamtwertung folgt gleich Lutz Lambrecht. Auf Rang 6 Michael Kumor und auf dem 8. Platz Nico Chelminiacki, der an diesem Tag das erste Mal am Steuer vom „Hornet“ BMW gedreht hat. Er hat es immerhin noch auf Platz 18 Gesamt geschafft. Jasmin Kumor konnte dann noch auf Rang 11 fahren.

In der Klasse 4 f ist dann noch Andreas und Hannah Baier unter der Bewerbung des MCH an den Start gefahren. Andreas konnte einen guten 3. Platz in der Klasse und Rang 9 im Gesamten erkämpfen. Hannah, die ihr Debüt im Rallye M 3 von Andreas auf dem Wolfszipfel hatte, ist mit einem 8. Platz ins Ziel gekommen. Man muss hier ebenfalls wie bei Nico beachten, dass diese Fahrzeuge mit denen sie am Start waren, wesentliche Unterschiede zu den bisherigen Autos die sie gewohnt waren aufweisen.

In der in diesem Cup ausgeschriebenen Rookieklasse konnte sich bei den Mädels Jasmin Kumor den 2. Platz sichern. Bei den Jungs waren die Podestränge allesamt in den Händen des MCHs.

Platz 1 Marcel Pimpl, auf 2 Lutz Lambrecht und auf Platz 3 Nico Chelminiacki.

In der Damen Gesamtwertung auf Platz 2 Hannah Baier und auf Platz 7 Jasmin Kumor.

Helm ab, vor diesen Leistungen.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Lokalmatadore Frank Sperrfechter und Andreas Baier beeindrucken

Actionreiche Zeitenhatz mit 107 Startern auf dem Wolfszipfel-Pylonen-Parcours beim Heilbronner MCH-Slalomwochenende

17.05.2022

Ein „abgeschossener Pylon“ im zweiten Rennlauf kurz vor der Ziellinie kostete Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn (MCH) den Gesamtsieg beim 116. MCH/ADAC DMSB Automobilslalom. Den sicherte sich in einer Zeit von 3:45,38 Minuten Stefan Böck (Bubesheim), der wie Sperrfechter ein Opel Kadett C Coupe lenkte, allerdings in der Hubraumklasse über 2000 cm³ der getunten Gruppe H.

Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst
Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst

Lokalmatador Sperrfechter war mit seinem Zwei-Liter 16V Kadett C Coupe Klassiker sowohl im Training wie auch im ersten Rennlauf Tagesschnellster mit horrend schnellen Zeiten gewesen. „Schmierende Reifen an der Vorderachse führten dann im zweiten Stint vor der Zielkurve zu einem Rutscher mit dem Pylonenfehler“, erklärt der Slalom-Crack.

Beeindruckend:
Trotzdem gelang Sperrfechter durch seine beeindruckenden Fahrzeiten im 260 PS starken Boliden der zweite Gesamtrang am Samstag sowie der Klassensieg in der stark besetzten Zwei-Liter-Klasse. Sein Mitstreiter und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) erreichte mit demselben Flitzer Rang fünf, MCH-Urgestein Dieter Oßwald im C Kadett GTE der legendären 1000er-Serie wurde Achter.

Beeindruckend auch der Klassensieg vom ehemaligen Nordschleifenroutinier und Rallyepiloten Andreas Baier. Im betagten, ehemaligen Rallye-BMW M3 der E36 Baureihe konnte der MCH’ler in der moderat verbesserten Gruppe F in der Klasse über 2000 cm³ den hochfavoritisierten Udo Roller (Waldenbuch) im modernen BMW M140i X-Drive mit 48 hundertstel Sekunden Vorsprung bezwingen. Andreas Kühn aus Mühlacker musste sich im PS-gewaltigen BMW M3 E48 dahinter mit Rang drei begnügen. „Ich war am Limit, und es hat immens Spaß gemacht“ resümiert ein über das ganze Gesicht grinsender Andy Baier im Ziel. Ein Ausrufezeichen setzte in der seriennahen Gruppe G der Weinsberger Fabio Sacchi, der ansonsten in der Rundstreckenchallenge der Nürburgring-Nordschleife agiert. Sacchi gewann im BMW 318ti durch eine Traumzeit im ersten Rennlauf die mit 20 (!) Startern besetzte Klasse G3 vor den DM- und DMSB-Slalom-Routiniers Manuel Elfner (Altenbach/BMW 318is), Gregor Götz (Konstanz/BMW 318is) und Peter Kalus (Schorndorf/BMW 318ti). Fabio Sacchis Bruder Yannick wurde mit demselben BMW sechster, Papa Peter siebter.

Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger
Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger

Respektable Vorstellung:
Die MCH-Youngsters Nico Chelminiacki und Nico Gutzeit erreichten trotz des Clubsport-Reifenhandicaps an ihren BMW Compact-Modellen hier die respektablen Plätze acht und zwölf. Mit Michael Kumor wurde ein weiterer MCH-Pilot Klassensieger. Kumor konnte im 170 PS starken BMW 325ti genau wie im letzten Jahr die seriennahe G2 für sich entscheiden.

Clubsporttrophy:
Am Sonntag traten 30 skurrile Flitzer der Gruppe Freestyle an. Deren Piloten kämpften in Caterham-, Westfield-, Lotus- und Opel Speedster Modellen um Punkte zur Clubsporttrophy. Den DMSB-Rennlauf gewann Stefan Schick (Waiblingen) im Caterham Super 7 vor Frank Krahl (Klingenmünster/Caterham offen) und Gerd Reusch (Erlangen/Westfield R1). Den Sonderlauf über drei mal zwei Rennrunden sicherte sich erneut Stefan Schick, zweiter wurde Gerd Reusch, auf Rang drei schob sich Olaf Timpe (Ansbach/Westfield R1).

Die weiteren Ergebnisse der regionalen Starter vom Samstag:
G5: 3. Karl-Heinz Höpfer, Bad Rappenau/BMW 316
G3: 9. Patrick Spahr, Neckarwestheim/BMW 318is; 17. Andreas Lung, Heilbronn/Peugeot 205 Rallye; 18. Jasmin Kumor, MCH/BMW 318ti
G2: 2. Helmut Pflieger, Obersulm/BMW 325ti
F10: 4. Marcel Pimpl, MCH/BMW 318ti
H12: 2. Sven Hoßfeld, Bad Rappenau/VW Polo 86c
H15: 3. Hannah-Jule Baier, MCH/BMW M3 E36

(Text und Fotos: Wilfried Ruoff)

 

Eine herausragende Leistung verdient einen besonderen Bericht

12.05.2022

Am Sonntag, den 24.April 2022 fand auf dem Verkehrsübungsplatz der Automobilslalom des ADAC Ortsclubs Winnenden statt. Die Wetterbedingungen waren während des gesamten Tages gleichbleibend regnerisch mit nasser Fahrbahn.

Nico Gutzeit

Um 9 Uhr 30 ging die mit 18 Startern am stärksten besetzte Klasse G 3 an den Start. Hier lieferte einer unserer Nachwuchsfahrer, Nico Gutzeit eine Bestleistung ab. Auf der extrem schwierig zu fahrenden Strecke hat er in beiden Rennläufen mit einer Gesamtfahrzeit von 02:02,83 ohne Pylonenfehler die gesamte etablierte Konkurrenz verblasen. Diese zeigte sich angesichts der Leistung unseres Youngsters ebenfalls beeindruckt.

Nur um einen Eindruck zu vermitteln, der zweitplatzierte benötigte 02:04,19, und wir sprechen hier von der Slalomelite Württembergs.

Doch damit nicht genug, später folgte der dritte Lauf zum ADAC Slalom Youngster Cup. Hier musste sich Nico Gutzeit unter anderem mit seinen Teamkameraden vom MCH messen.

Insgesamt waren in der Klasse K21 19 Starter zugelassen. Auch hier dominierte Nico Gutzeit die Klasse. Auf Platz 2 Nico Chelminiacki und auf dem 4. Platz Kevin Baumann. Rang 7 Pascal Nikodem, auf P9 Rick Kübler und auf dem 15. Platz Maximilian Deis.

In der Klasse K22 konnte Lutz Lambrecht mit Platz 2 und Tim Wörner mit dem 4. Platz glänzen. Auf Rang 13 konnte Marie Exner fahren und Hannah Baier kam auf Platz 15 in der Wertung.

In der Klasse F10 konnte sich unser Team Hornet mit Marcel Pimpl den 3. Platz und Jonas Straub mit dem 5. Platz ebenfalls gut in Szene setzen.

Das ist ein absolutes Topergebnis und mir bleibt hier nur, Nico Gutzeit zu seinem Doppelsieg und allen anderen zu den hervorragenden Ergebnissen zu gratulieren.

Macht weiter so, ich bin stolz auf Euch.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Assenheimer und Trefz das beste Mercedesduo – Fübrich erneut Klassensieger

BMW-Dominanz im großen Starterfeld beim 3. NLS-Lauf in der Eifel – MCH-Racer mit starkem Auftritt

26.04.2022

Satte 160 Nennungen, schon enormer Kampf im Training und im Qualifying, dadurch nur noch 143 Autos im Rennen von denen dann nach vier Stunden gerade mal 118 die Zielflagge sahen. Beim dritten Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) warf das legendäre 24-Stundenrennen (28.-29. Mai) in der „grünen Hölle“ der Eifel seine Schatten voraus. „25 GT3 und drei SPX Boliden unter anderem mit zwei Ferrari 488 GT3, einem Aston Martin Vantage GT3 sowie dem amerikanischen Scuderia Glickenhaus-Retro-Sportwagen, besetzt mit namhaften, international erfahrenen und schnellen Piloten trotz des zeitgleich ausgefahrenen ADAC-GT Masters Auftaktes in Oschersleben sind eine Ansage“, so der Weinsberger Patrick Assenheimer. Der teilte sich dabei das Cockpit des AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit dem Wüstenroter Luca-Sandro Trefz. Eingesetzt wurde der ca. 550 PS starke Bolide von LANDGRAF-Motorsport unter dem Titel Young Talents.

Nach einem recht chaotischen Qualifying mit vielen Code 60 und Gelbphasen mussten die beiden vom 19. Platz zur Vier-Stunden-Hatz losfahren. Nordschleifenroutinier Assenheimer gelang dabei ein genialer Start. Er kam mit dem AutoArenA-Mercedes als zwölfter aus der der ersten Runde über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife zurück. Nach zwei Stunden übergab MCH-Racer Patrick Assenheimer das Auto auf der achten Position an Luci Trefz. Der 20jährige Youngster verteidigte mit einer fehlerfreien Performance Platz acht über die restlichen zwei Rennstunden. „Nach vorne ging allerdings nichts mehr. Auch im Rennen gab es viele Gelb-, Doppelgelb- und Code 60 Phasen durch Kollisionen und Ausrutscher“, erklärt Trefz. Mit dem achten Gesamtrang wurde das Ziel Top-Ten erreicht, dazu gesellte sich der Titel „bester Mercedes“. „Wir sind zufrieden mit unserer Leistung und der Platzierung in diesem Top-besetzten GT3 Starterfeld, die neuen BMW M4 GT3 waren heute allerdings in einer eigenen Welt unterwegs“, resümieren Patrick Assenheimer und Luci Trefz – vielleicht sieht man die beiden ja zusammen beim Eifelhöhepunkt im Mai, wenn zur 24-Stunden-Hatz 2022 in der grünen Hölle gerufen wird.

LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3 (Foto : AMG Customer Racing)
Der LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3
(Foto : AMG Customer Racing)

Seinen Auftaktklassensieg wiederholte Yannick Fübrich aus Brackenheim. In der BMW M2 CS Racing Cup Klasse gesellte sich zum Fahrerduo Yannick Fübrich/David Griessner (Österreich) der Brite Brett Lidsey. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS des Teams Adrenalin Motorsport mussten die drei über die komplette Renndistanz ans Limit. Nach vier Stunden hatte MCH-Pilot Fübrich gerade mal 41,169 Sekunden Vorsprung auf Dominik und Marcel Fugel. Die wiederum querten die Ziellinie mit nur 0,303 Sekunden vor Tobias Vazquez-Garcia und Michele Di Martino. „Die Leistungsdichte in der BMW M2 Racing Cup Klasse ist heuer enorm, das einzige Manko ist die Starterzahl mit sechs identischen Sechszylinder-BMW’s“, erklärt Yannick Fübrich.

Der Zieleinlauf – brillanter Dreifachsieg der neuen BMW M4 GT3-Boliden - um die Gesamtwertung war nichts für schwache Nerven. Der brasilianische Routinier Augusto Farfus von ROWE-Racing kam mit 0,582 Sekunden Vorsprung auf den jungen deutschen Max Hesse vom BMW-Junior-Team nach mehreren Duellen im Hochgeschwindigkeitsbereich über die Ziellinie. Der Walkenhorst-BMW vervollständigte als dritter das Gesamtpodium mit bereits 1:12,783 Minuten Rückstand.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender beim Preis der Stadt Stuttgart auf dem Podium

Jürgen Bender auf Platz 3 in der Klasse

25.04.2022

Beim 38. Preis der Stadt Stuttgart auf dem Hockenheimring fuhr Jürgen Bender in beiden STT-Meisterschaftsläufen aufs Klassen-Podium. 2016 holte Jürgen bekanntlich bereits den STT-Meistertitel. Das ist 2022 schwer möglich. "Ich war vor 3 Wochen in Oschersleben nicht am Start", so der Neckarsulmer. Aber die P9-Challenge die der MCH-Pilot, und das als Sieger aller Meisterschaftsläufe 2020 gewann, die hat er 2022 erneut im Visier.

"Da ich beim STT-Saisonauftakt in Oschersleben nicht am Start sein konnte, galt es in Hockenheim für das Team und für mich heraus zu finden, wie ich mich jetzt in der GT3-Callaway Corvette im Kampf um den Klassensieg platzieren könnte", so Jürgen Bender nachdenklich.

Im Auftaktrennen lautete der Zieleinlauf in der Klasse Alzen (Audi), Klüber (AMG), Bender (Callaway-Corvette), Scheibner (Aston Martin) und Lauer (Ferrari). Im Kampf gegen Profi Uwe Alzen (Audi R8) und Timo Scheibner (Aston Martin V12) landete Bender auch im 2. Rennen auf Platz 3 in der Klasse. Enge Kämpfe begeisterten die Zuschauer besonders in der Sachskurve. "Mensch Klaus, hast Du gesehen wie eng das zwischen Bender und dem Holländer war"? Dazu die packenden Anmerkungen von Streckensprecher Lambert.

Siegerehrung "Preis der Stadt Stuttgart"

Besonders bemerkenswert - bereits im ersten Training kämpften in der STT-Challenge auf den ersten acht Positionen 8 verschiedene Fabrikate in drei Klassen um Meisterschaftspunkte. Dichtes Gedränge der GT-Rennwagen und der Tourenwagen im Feld auf dem Hockenheimring.

In Hockenheim fand Benders Team Sportwagenschmiede übrigens heraus, dass bei den am Samstag wechselnden Temperaturen vorteilhaft mit einer harten Reifenmischung zu fahren war. Weiche Mischungen brachten in den Rennen keinen Vorteil. Die Corvette war aber "perfekt ausbalanciert", so Bender. "Jedoch müssen wir noch Gewicht abspecken und so die Traktion verbessern", so Renningenieur Bayer. Danach heißt es erneut in Hockenheim testen. Reichlich Arbeit bis zum Auftakt der P9-Challenge auf dem Red Bull Ring in Österreich. "Die P9-Challenge will Bender 2022 ja schließlich erneut gewinnen", so die Anmerkung von P9-Manager Bernhard Fischer in Hockenheim.

(HTS)

 

Der Traum von Le Mans bleibt Beifahrer

In seiner zweiten ELMS-Saison möchte Markus Pommer mit BHK Motorsport den nächsten Schritt machen

21.04.2022

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Die Bewerbungsphase ist in die nächste Runde gegangen. Seine zweite Saison in der European Le Mans Series (ELMS) ist für Markus Pommer ein Schaufenster. Der Heilbronner will sich zeigen, ein kompetenter Kandidat sein, wenn es um einen möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehen sollte. „Es ist eher ein langfristiges Projekt, das auch eine finanzielle Frage ist. Ich versuche natürlich, mich in der Serie zu beweisen, um irgendwie rein zu kommen. Ich wäre natürlich froh, wenn mein aktuelles Team den Sprung schafft“, sagt der 31-Jährige.

Kleiner Neustart  Wieder steigt Pommer in den 600 PS starken Oreca 07 Gibson von BHK Motorsport, hat in seinem blau-orangenen LMP2-Boliden erneut die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana an seiner Seite. Und doch fühlte sich die Vorbereitung wie ein kleiner Neustart an. „Das Team hat sich neu aufgestellt. Wir haben neue Mechaniker und ein neues Ingenieur-Team bekommen, das ist sehr gut“, erklärt Pommer, der mit der britischen Equipe den nächsten Schritt gehen möchte: „Ich denke, wir haben uns verbessert. Wir können in der Top Ten mitfahren und wollen uns nach und nach hocharbeiten“, sagt Pommer. Podestplätze bleiben gegen die finanzstarke Konkurrenz aber eher illusorisch: „Ganz vorne, die ersten drei, vier Plätze – das wird fast nicht machbar sein.“ Auch 2022 gastiert die stark besetzte Serie wieder auf sechs namhaften Rennstrecken in Europa. Beim Auftakt im französischen Le Castellet lief es für Pommer auf dem Circuit Paul Ricard noch nicht richtig rund: „Das Rennen war eigentlich gar nicht schlecht, wir waren auf dem besten Weg, um in die Punkte zu fahren.“ Ein schleichender Plattfuß machte allerdings einen ExtraStop notwendig und letztlich nicht mehr als Platz 17 möglich. Außerdem „hatten wir etwas Probleme mit der Leistung – das Rennen war nach einer chaotischen Vorbereitung aber auch eher dazu da, um richtig warm zu werden.“ Und mit satten 80 Runden – mehr als alle anderen Fahrer im Vier-Stunden-Rennen – spulte der Heilbronner in Abwesenheit von Teambesitzer Dracone direkt ein ordentliches Programm ab: „Das Auto hat sich gut angefühlt, und die Leistungsprobleme sollten bis Imola gelöst sein.“

Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich.
Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich
Foto: BHK Motorsport

Hohes Niveau  Am 15. Mai geht es mit der ELMS in Italien weiter. Die Serie hat sich als kontinentales Pendant zur Fia WEC noch einmal weiterentwickelt. Insgesamt werden 42 Fahrzeuge in den bekannten Klassen LMP2, LMP3 und GT3 für ein sehr hohes Niveau sorgen. Schließlich wollen sich alle aus dem Feld für eine Einladung für die nächstjährigen 24 Stunden von Le Mans bewerben. Zwei gibt es über die LMP2Klasse, eine über die LMP3 und drei über die GTE-Klasse zu holen. Noch gibt es von Markus Pommer keine Kampfansage im Rennen um die begehrten Plätze für den Klassiker an der Sarthe. Doch in der nächsten Bewerbungsphase will er sich definitiv positionieren.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 21.04.2022

 

Petrus bremste Jürgen Benders Auftaktplan ein

Auftakt zur P9-Challenge und zur P9-Endurance in Hockenheim

14.04.2022

"Wir haben den Plan beim P9-Auftakttest in Hockenheim zu starten, in letzter Sekunde umgestoßen", so der Neckarsulmer P9-Ex-Champion Jürgen Bender. "Es regnete schon am Morgen. Und laut Vorhersage sollte es auch den ganzen Tag so bleiben. Nicht nur hier im Unterland, sondern auch in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer. "Der Einsatz dort auf der schnellen Formel 1 Rennstrecke hätte uns nicht wirklich weitergebracht. In Hockenheim hätten wir ja Regenreifen anfahren können. Keine Sätze der neuen Michelin-Slicks", so Bender. "Mit der Abstimmung der GT3 Corvette hätte uns das nicht wirklich weitergebracht" fügte er hinzu. Und der Regentest alleine schien auch für das Team Sportwagenschmiede ein zu großer Aufwand. "Zumal die neuen Aero-Bauteile der vorderen Karosse mit Hinblick auf den Start bei der P9-Challenge auf dem ultraschnellen Red Bull Ring in Österreich auch noch nicht perfekt angepasst waren", so Renningenieur Bayer. "Bin echt gespannt auf die Corvette-Jungs aus Neckarsulm", so P9-Manager Fischer.

Jürgen Bender - Regen in Hockenheim

Der eigene Saisonauftakt von Jürgen Bender wird nun für die Unterländer GT3-Frontmänner mit der unter Ernst Wöhr mechanisch neu aufgebauten Callaway-Corvette des Leingartener Herstellers sowie der neuen Aerodynamik am 22. - 24. April beim 2. STT-Challenge-Weekend in Hockenheim stattfinden.

Gegner sind dort dann bis zu 600 PS starke GT-Modelle von Porsche, Audi, Ford, AMG-Mercedes, Ferrari und Pumaxs-Chevi. 

(HTS)

Fotos: frei für den MCH  - Regen in Hockenheim - Leider diesmal keine Runde für Bender in Hockenheim

 

 

 

Boxenstopp-Problem verhindert Top-Ten-Ergebnis bei Patrick Assenheimer – Klassensieg für Yannick Fübrich

Neuer Rundenrekord beim NLS-Auftakt – Herzschlagfinale – viele Zuschauer – von gestarteten 125 Autos sehen nur 105 die Zielflagge – das sind die Schlagworte vom ersten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2022  

29.03.2022

Mit dem 12. Gesamtrang startete das Mercedes AMG LANDGRAF Young Talents Duo Luca-Sandro Trefz und MCH-Racer Patrik Assenheimer in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2022. Der Wüstenroter Youngster „Luci“ Trefz fuhr den Startturn vom 16.Qualifyingrang aus. Der 20jährige konnte das schnelle Tempo der GT3-Top-Teams mitgehen und hielt den ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 dabei gekonnt aus den risikoträchtigen Anfangssituationen heraus. Beim Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf Patrick Assenheimer verlor das Team ca. zwei Minuten, da ein technisches Problem beim Räderwechsel auftrat. Nordschleifenroutinier Assenheimer machte dann mit einer Aufholjagd und starker Performance in seinem Stint wieder Boden gut. Von Platz 21 kämpfte sich der Weinsberger im AutoArenA-Mercedes auf Platz 12 vor. „Mehr war heute nicht drin, die Top 20 liegen extrem eng beieinander. Schon im Qualifying waren 19 GT3’s unter der magischen Acht-Minuten-Rundenzeit“, erklärt Assenheimer. „Wichtig war beim Saisonstart vor allem die Erkenntnis, dass wir mit unserem Potential in den Top-Ten mitmischen können“.

Der LANDGRAF—Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3; Foto: ELFImages
Der LANDGRAF-Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3
Foto: ELFImages

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich lief der Eifel-Auftakt perfekt. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS gelang Fübrich mit seinem Partner David Griessner ein klassischer Start-Ziel-Sieg in der BMW M2 CS-Klasse. In der Anfangsphase musste sich der zweite MCH-Racer noch heftig den Brüdern Dominik und Marcel Fugel aus Chemnitz zur Wehr setzen. Im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz hatten Fübrich und Griessner vom Adrenalin Motorsportteam dann satte 3.25.556 Minuten Vorsprung auf Solofahrer Tobias Vazquez-Garcia, die Fugel-Brüder wurden dritte. Der tolle 36. Gesamtplatz war das Tüpfelchen auf dem i, der einzige Wehrmutstropfen die Starterzahl – sechs identische BMW M2 CS in der Klasse bedeuten keine optimale Ausbeute an Meisterschaftspunkten für das Duo Fübrich/Griessner.

Den Vier-Stunden-NLS-Saisonauftakt gewann nach einem Herzschlagfinale der aufgrund seines gelb-grünen Designs bekannte „Grello“-Porsche 911 GT3 R des Manthey Racing Teams mit gerade mal 1,231 (!) Sekunden Vorsprung vor dem Land-Audi R8 LMS GT3 EVO2. Das Duell von Routinier Frederic Makowiecki im Porsche gegen den erst 19jährigen Youngster Jusuf Owega im Audi war dabei nach dem letzten Boxenstopp an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, die beiden hatten sich in den letzten Runden mehrere sehr enge Positionskämpfe geliefert. Gestartet war der Manthey-Porsche dabei lediglich von Startplatz 15 aus. Zuvor sorgte im Qualifying Axcil Jefferies im Konrad-Lamborghini Huracan GT3 mit einem neuen Streckenrekord von 7.50,370 Minuten auf der 24,358 Kilometer langen Eifel-Piste für Furore. Der Lambo landete nach den vier Rennstunden dann auf Gesamtrang zehn, nur wenige Sekunden vor dem LANDGRAF-Mercedes von Assenheimer und Trefz. Der zweite NLS-Lauf findet am 9. April erneut als Vier-Stunden-Rennen auf dem legendären Eifelkurs statt.

(Wilfried Ruoff)

 

MCH-Racer Assenheimer und Fübrich mit Vorfreude auf die „grüne Hölle“

Auftakt zur Nürburgbring Langstrecken Serie mit 135 Teams – drei regionale Fahrer am Start

24.03.2022

Der Weinsberger Patrick Assenheimer durfte schon im Januar in Daytona eine 24-Stunden-Hatz absolvieren, für Luca-Sandro Trefz (Wüstenrot) und Yannick Fübrich (Brackenheim) steht am Samstag ihr 2022er-Renndebüt in der Eifel an.

Die 67. ADAC Westfalenfahrt über die klassische Vier-Stunden-Distanz ist der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) 2022. Weitere fünf Vier-stundenrennen, ein Sechsstundenrennen und als Höhepunkt im September erstmals eine 12-Stunden-Hatz über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus dem Nürburgring-GP-Kurs, der Kurzanbindung sowie der legendären Nordschleife bilden das international beliebte NLS-Konzept. Am letzten Wochenende waren über 100 Teams bei den Probe- und Einstelltagen in der Eifel aktiv, 135 Nennungen zum NLS-Auftakt zeigen den hohen Stellenwert der Serie. „Allein 22 GT3 Boliden in der Klasse SP9 sind der Hammer. Viele davon sind Gesamtsiegfähig, das Interesse an der NLS ist erneut riesig“, erklärt Patrick Assenheimer. Die PS-starken GT3-Boliden von Porsche, Mercedes AMG, BMW, Audi, Aston Martin und Lamborghini sind teils werksunterstützt sowie mit namhaften international erfolgreichen Langstreckenpiloten besetzt.

Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)
Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)

Unter der Bewerbung „Mercedes AMG Landgraf Young Talents“ sitzen erstmals der 29jährige Routinier Patrick Assenheimer und Youngster Luca-Sandro Trefz (20 Jahre) zusammen in einem Auto. Der AutoArenA Mercedes AMG GT3 wird von einem 5200ccm starken Achtzylinder Motor mit ca. 550 PS Leistung befeuert. Damit hat Patrick Assenheimer schon einige Gesamtsiege und Top-Ten-Platzierungen in der Eifel herausgefahren. Für Youngster Luci Trefz ist es die zweite Saison in einem GT3-Boliden. Zu seinem ADAC GT Masters Debüt 2021 im Audi R8 kamen auch Einsätze mit einem Mercedes AMG GT3 auf der Nordschleife dazu. Dadurch kennt er das Landgraf-Motorsportteam bestens. Das Mercedesduo Assenheimer/Trefz peilt eine Top-Ten-Platzierung zum Auftakt an. „Die Grüne Hölle ist einfach meine Lieblingsstrecke, ich freue mich auf viel Fahrzeit auf der Nordschleife in der NLS 2022“, erklärt MCH-Langstreckenracer Patrick Assenheimer.

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich bleibt vieles in der neuen Saison beim Alten. Erneut im Team Adrenalin Motorsport, erneut in der Cup 5 Klasse mit einem BMW M2 CS Racing Cup. Hier sind zum Auftakt aber lediglich sechs identische Fahrzeuge gemeldet, die alle von einem Drei-Liter Sechszylindermotor mit Doppelturbolader und ca. 450 PS Leistung angetrieben werden. Das Cockpit teilt sich der 29jährige Fübrich erneut mit dem Österreicher David Griessner, mit dem er 2019 das VLN-Championat gewonnen hatte.

Rennstart ist am Samstag um 12.00 Uhr. Unter www.vln.de gibt es einen Livestream sowie einen Liveticker.

(Wilfried Ruoff)

 

Hattrick von Chris Vogler/Jaime Domenge auf der Rally Clásico Mallorca

Spannend bis zum Schluss

17.03.2022 

Den dritten Sieg in Folge auf der dreitägigen Rally Clasico Mallorca am zweiten März-Wochenende fiel dem 60jähren Heilbronner Chris Vogler zusammen mit seinem mallorquinischen Co-Piloten Jaime Domenge (50) nicht in den Schoß: erst auf der letzten von 15 Prüfungen fiel die Entscheidung. Der Münchener Florian Scholze, normalerweise in der GT3 World Challenge unterwegs, machte mit seinem Beifahrer Toni Alarcón (Mallorca) mächtig Druck. Beide Teams starteten auf identischen 510 PS starken Porsche 911 GT3 der neuesten Generation.

Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3
Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3 (Foto: Privat)

Vogler/Domenge bereiteten sich -wie immer- auf Ihrem Professional ERP GT3 akribisch auf die Nachtprüfungen des ersten Tages vor. Doch zunächst hatte die Rallye-Legende Antonio Pizá auf den ersten Prüfungen die Nase vorn, bevor das deutsch/mallorquinische Team die Führung übernahm und mit über einer Minute Vorsprung den ersten Tag beendete. Am zweiten Tag der Rallye entbrannte dann ein heftiger Zweikampf um die Bestzeiten zwischen den beiden Porsche-Teams. Teilweise lagen die beiden GT3 nur wenige Zehntelsekunden im Ziel auseinander. Bis zum Ende des Tages bauten Vogler/Domenge ihre Führung auf 1 Minute und 14 Sekunden aus.

Doch der am Samstag früh einsetzende heftige Regen mischte die Karten neu: während Scholze/Alarcón ihren Porsche 911 GT3 auf Regenreifen umrüsten konnten, mussten Vogler/Domenge ihren mintgrünen 911er auf wenig regentauglichen Semislicks belassen. „Wir hatten keine Regenreifen, deshalb fiel uns die Wahl nicht allzu schwer. Und aus Porsche-Sicht war die unterschiedliche Strategie ja auch nicht unsinnig: sie stellte sicher, dass ein Porsche gewinnt.“

Im wahrsten Sinne des Wortes schienen Chris Vogler am Finaltag alle Felle davon zu schwimmen: im strömenden Regen machte Florian Scholze mächtig Attacke und nahm Vogler bereits in der ersten Prüfung über 40 Sekunden ab. „Ich bin Zick-Zack um die Pfützen gefahren, um nicht abzufliegen. Das war echt kein Spaß. Jaime und ich haben schon darüber gesprochen, dass wir aufgeben und nach Hause fahren. Wir sind ja keine Selbstmörder!“  schildert der Heilbronner die Gemütslage im Team.

Doch der Regen ließ spürbar nach. Bei der nächsten Prüfung machten Scholze/Alarcón nur noch 14 Sekunden Boden gut. Und als der Regen aufhörte und kein Wasser mehr auf der Piste stand, schlugen Vogler/Domenge zurück und erzielten zwei absolute Bestzeiten und bauten ihren Vorsprung von 17 Sekunden wieder auf 31 Sekunden aus.

So musste die letzte Prüfung vor den Toren von Palma de Mallorca die Entscheidung bringen: wäre es regnerisch, so würde der schwarze GT3 von Florian Scholze die Nase vorn haben, wäre es trocken, ginge der Sieg klar an „Mintie“, so der Name von Voglers GT3. Der Rallye-Gott jedoch sorgte für ausgeglichene Bedingungen: der Regen hatte aufgehört, so dass die Strecke, die zum größten Teil durch den Wald führte, „nur“ feucht und nass war.

Chris Vogler verlor zwar 13 Sekunden auf Florian Scholze, aber der Sieg ging nach 2020 und 2021 zum dritten Mal in Folge an den Heilbronner.

„Wir sind total happy und stolz, dass wir den dritten Sieg geschafft haben. Der Flo (=Florian Scholze, Anm. der Redaktion) hat uns echt alles abverlangt! Der Zweikampf mit ihm hat riesigen Spaß gemacht! Er hat auch schon Revanche gefordert für das nächste Jahr“ erzählt Chris Vogler im Ziel sichtlich gelöst. Und Jaime Domenge ergänzt: „Der Schlüssel zum Sieg war, das Auto im Regen nicht zu verlieren und von der Piste abzukommen, wie so viele andere. Und als kein Wasser mehr auf der Strecke stand, hat Chris dann sofort das Messer zwischen die Zähne genommen und attackiert.“

Von 105 gestarteten Fahrzeugen der verschiedenen Klassen kamen 62 Fahrzeuge ins Ziel.

(Bericht: Gaston Westphal, mittleres Foto: Toni Juan Jaume Sbert, unteres Foto: Adrien Gillet)

Video auf dem MCH-YouTube-Kanal:  https://youtu.be/grj2CaTZvNk

 

Jürgen Bender bleibt auf Callaway-Corvette am Start

17.02.2022

"Die Rennsportpause der Erfolgskonstrukteure aus Leingarten betreffen mich 2022 nicht unmittelbar", so Jürgen Bender nachdenklich. Der Neckarsulmer startet auf einer C7-Corvette aus Leingarten. Eingesetzt wird der GT3 von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Der Rennwagen ist für Jürgen Bender einsatzbereit.

Der erfolgreichste Callaway-Corvette-Privatfahrer saß Ende 2013 erstmals in einer grau lackierten C6 von Callaway-Competition aus Leingarten. Nach kurzen Testfahrten in Hockenheim fand das Renn-Debüt im französischen Dijon statt. "Eine anspruchsvolle Berg- und Talbahn der Franzosen", so P9-Challenge-Veranstalter Fischer. Die Franzosen selber nennen den Kurs gerne "Ihre kleine grüne Hölle".

Corvette C7

2014 gewann Bender einen Gaststart bei der P9-Serie auf dem Lausitzring. 2015 errang das erfolgreiche MCH-Mitglied Jürgen Bender den Titel des TCC-Divinol-Cups. Zwei Jahre später folgte in einer blaugrünen C6-Corvette der Gewinn der legendären STT-Serie. 2020 schließlich der vorläufige Höhepunkt für das Dreigestirn Callaway/Team Sportwagenschmiede/Bender, der Gewinn der P9-Challenge. Der Neckarsulmer gewann alle Meisterschaftsläufe in der neuen C7-Corvette. "Das wollen wir versuchen 2022 zu wiederholen", so MCH-Mitglied Jürgen Bender.

Patrick Assenheimer, Markus Pommer und Jürgen Bender, alle Mitglieder des MCH, machten in den Modellen von Callaway-Competition über Jahre alle eine sehr gute Figur.

(HTS)

Foto: HTS

 

Jürgen Bender stiftet seinen Ehrenpreis des ADAC Württemberg

08.02.2022

Die Sportfahrerehrung des ADAC-Württemberg findet nach jeder Rennsaison statt. 2022 fiel die in Leonberg vorgesehene Veranstaltung jedoch der Pandemie zum Opfer.

Auch Jürgen Bender (Neckarsulm) hätte wie in den Vorjahren erneut geehrt werden sollen. Der Unterländer gewann in der jüngsten Vergangenheit neben vielen nationalen Titeln in den 90er Jahren neuerlich nacheinander auch die international offenen GT-Serien, den TCC-Divinol-Cup, die traditionelle STT-Serie und die P9-Challenge.

Jürgen Bender

Der MCH-Fahrer begann in den 80er Jahren auf einem NSU TTS Motorsport zu betreiben. Nach dem Aufbau eines eigenen Recycling-Unternehmens startete Bender im GT-Sport auf Porsche wieder neu durch. eine vierstellige Zahl von Pokalen zeugt von dem einmaligen Erfolg des Unterländer GT-Spezialisten.

Der Porsche GT3 und Callaway-Corvette GT3R Champion aus Neckarsulm verzichtete zu Gunsten anderer ADAC-Aktivitäten auf seinen diesjährigen Preis. "Eine noble Geste", so P9-Serienveranstalter Fischer aus München.

Die Spende von MCH-Mitglied Jürgen Bender wurde vom ADAC verdoppelt und für die Spendenaktion des Projekts des Special Olympics Baden-Württemberg e.V. bereitgestellt.

(HTS)

 

Patrick Assenheimer sieht Zielflagge in Daytona als bester Mercedespilot

60. Auflage der 24 Stunden von Daytona an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten

01.02.2022

Den Gesamtsieg auf dem International Speedway Daytona gelang dem US-Rennstall Meyer Shank Racing in einem Acura-Prototyp der DPi-Klasse. Das Fahrerquartett Oliver Jarvis, Tom Blomqvist, Simon Pagenaud und Indy-Car-Legende Helio Castroneves spulten dazu 761 Runden ab – die weiteren drei DPi-Prototypen von Acura (zweiter) und Cadillac (dritter und vierter) kreuzten innerhalb von nur 5,615 Sekunden (!) nach 24 Rennstunden die Ziellinie.

WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (von links nach rechts) Foto: Assenheimer Racing
WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (v. l.)
Foto: Assenheimer Racing

MCH-Racer Patrick Assenheimer beeindruckte als fünfter in der GTD-Pro Klasse sowie als 23. der Gesamtwertung und als bester Mercedespilot beim Daytona-Klassiker. Der Weinsberger steuerte einen Mercedes AMG GT3 in den WeatherTech Farben zusammen mit Dirk Müller (Burbach) und Austin Cindric, einem 23jährigen amerikanischen NASCAR-Piloten. Der knapp 550 PS starke Achtzylinder-AMG-Mercedes wurde von Proton-Racing eingesetzt. Vom Start weg wurde gekämpft wie bei einem Sprintrennen. Insgesamt 17 „Full-Course-Gelbphasen“ mussten aufgrund von Unfällen und Kollisionen aufgerufen werden. Vor allem die Start-, und die Endphase des 24-Stunden-Klassikers war extrem spannend und spektakulär. „Unsere Fahrzeugabstimmung hat gepasst, das Team hat einen perfekten Job gemacht, unser Fahrertrio hat harmoniert, wir hatten keine Unfälle, lediglich an Leistung hat es unserem Mercedes etwas gefehlt, um auf das Podest in der Klasse zu gelangen,“ erklärt Patrick Assenheimer. Dort standen nach 24 Stunden der Pfaff-Porsche 911 GT3 R vor einem Ferrari 488 GT3 und einem weiteren 911er – die drei kreuzten in weniger als fünf Sekunden die Ziellinie, nachdem sich die beiden führenden Porsche in der letzten Runde mehrmals berührt hatten und der schlussendlich drittplatzierte neben die Piste rodelte und dadurch den zweiten Rang an den Ferrari abgeben musste. „Wir hatten eine fehlerfreie Performance, die Zielankunft gegen die 26 Prototypen und unsere 35 GT3’s ist ein Riesenergebnis“, so Langstreckenspezialist Assenheimer. 709 Runden auf dem 5720 Meter langen Kurs absolvierte das Mercedestrio und stand dann als bester Mercedes in der Ergebnisliste.

Der Auftritt der beiden neuen Mittelmotor Corvette C8 GTD-Boliden sowie der drei neuen BMW M4 GT3-Renner verlief nicht nach Wunsch derer Teams. Technische Probleme bremsten die Autos in Assenheimers GTD-Pro-Klasse ein. „Ich bin beeindruckt und begeistert. Die Daytona-Strecke aus Oval und Infield sowie die Kombination aus den horrend schnellen Prototypen und unserer GT3’s war genial. Die 24-Stunden von Daytona sind ein Highlight in meiner Motorsportkarriere“, so das Florida-Resümee von Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

Fotos-Impressionen-Eindrücke zu den 24 Stunden von Daytona mit Patrick Assenheimer (Fotos: Mercedes-AMG Customer Racing)


 

  

Jürgen Bender - P9-Challenge zusammen mit der DTM

29.01.2022

Jürgen Bender wird 2022 auf dem Nürburgring bei zwei P9-Sprintrennen im Rahmen der DTM antreten. "Natürlich möchte ich das Rennen dort gewinnen", so der Neckarsulmer und verweist auf sein legendäres Finalwochenende 2018 am Ring. Dort gewann er alle 4 Sprintrennen der P9 und der STT an einem Tag. Eine Glanzleistung die ungebrochen blieb. Es handelt sich am Nürburgring für den Unterländer um das 5. Rennwochenende der international offene P9-Challenge.

Neben den GT-Masters-Einsätzen von Callaway-Competition wird Jürgen Bender in der kommenden Saison auf internationalen Rennstrecken in der P9-Challenge und der STT-Serie um die Titel kämpfen. 2020 gewann er in der von Corona gebremsten Saison unter schwierigen Umständen alle Wertungsläufe und den Titel der P9-Challenge dazu. Nun will er die P9-Challenge und die STT-Meisterschaft erneut gewinnen.

Die Läufe dieser wichtigen GT-Serien finden 2022 in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, Monza, Red Bull Ring und der Nürburgring stellen dabei besondere Herausforderungen für Fahrer und Team dar. Am "Ring" im August dann das "Highlight" der Saison mit der DTM.

Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH-Mitglied Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie die eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans wollen "ihren Ben" (Spitzname) dort siegen sehen. "Saisonauftakt in Hockenheim, quasi vor Benders Haustür gelegen. Also im April zum Saisonauftakt keine weite Anreise für unseren Ex-Champion", strahlte P9-Manager Fischer im Interview.

(HTS)

 Jürgen Bender

Foto: HTS - P9-Champion Bender (r) im Gespräch mit Divinol-Champion Horn

 

 

Patrick Assenheimer startet beim 24-Stunden-Klassiker von Daytona

61 fahrerisch stark besetzte Prototypen und GT3-Boliden beim US-Langstreckenauftakt in Florida

26.01.2022

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, so ein hocherfreuter Patrick Assenheimer. Der motorsportliche Jahresauftakt des Lehrensteinsfelder Langstreckenspezialisten fand dieses Jahr nicht wie in den letzten Jahren bei den 24-Stunden von Dubai statt, sondern wird am kommenden Wochenende in Amerika angegangen. Hier beginnt traditionell mit den 24 Stunden von Daytona das Rennjahr des amerikanischen Langstreckenrennsports. Die sechzigste Ausgabe der „Rolex 24 at Daytona“ wird auf dem Internationalen Speedway von Daytona in Florida ausgefahren. Das amerikanische Tri-Oval mit Infield hat eine Streckenlänge von 5720 Metern und gilt als schnell und fahrerisch höchst anspruchsvoll. Das Rennen gehört erneut zum IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Diese Serie ist offen für Prototypen (drei Klassen) und GT3-Boliden (zwei Klassen). Patrick Assenheimer startet zusammen mit Austin Cindric (23-jähriger Amerikaner aus der NASCAR-Serie) und Dirk Müller (Burbach, 46-jähriger Mercedes-Profi aus der Langstrecken-Szene) auf einem Mercedes AMG GT3, der von Proton-Racing in der GTD-Pro Klasse eingesetzt wird. Den knapp 550 PS starken Achtzylinderboliden kennt der 29-jährige Assenheimer aus seinen langjährigen Einsätzen in der NLS sowie der GT World Challenge Europa bestens.

Patrick Assenheimer
Patrick Assenheimer (Foto Assenheimer Racing)

Nach dem Qualifikationsrennen am letzten Sonntag haben sich der TR3-Lamborghini Huracan als Sieger sowie zwei Porsche 911 GT3 R in die Favoritenrolle der GTD-Pro gefahren. Interessant wird auch der Auftritt von GTD-Vorjahressieger Corvette Racing. Die amerikanische Truppe tritt mit zwei neuen Mittelmotor-Corvette C8 R-Modellen an. Aus deutscher Sicht wird auch der Auftritt von zwei neuen BMW M4 GT3-Rennern, die mit hochkarätigen Werksfahrern besetzt sind, unter permanenter Beobachtung stehen. Dazu gesellen sich GT3-Renner von Lexus, Aston Martin und Ferrari. „Ich bin mir der großen Herausforderung Daytona mit seinen speziellen Steilkurven durchaus bewusst, bin aber im Moment einfach nur happy, denn es war schon immer ein Traum von mir in Amerika Rennen zu fahren“ erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise nach Florida.

Start zum 24-Stunden-Klassiker Daytona ist am Samstag um 19:40 Uhr MEZ (Florida-Ortszeit 13:40 Uhr). Einen Livestream vom kompletten Rennen gibt es unter: www.imsa.com

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender hat seine GT-Saison 2022 geplant

14.01.2022

Die kommende Rennsaison wird neben den GT-Masters-Einsätzen bei weiteren international offenen GT-Rennserien eine weitere GT3-Callaway-Corvette Modell C7 aus Leingarten am Start sehen. Am Steuer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Derzeit laufen die Vorbereitungen des Rennwagens für den erfolgreichen MCH-Piloten. Es handelt sich dabei um den gleichen Rennwagen wie er auch in der Internationalen ADAC-GT-Masters an den Start gebracht werden soll.

Jürgen Bender

Neben der P9-Challenge wird Jürgen Bender 2022 erneut in der STT-Meisterschaft an den Start gehen. In beiden GT-Serien hat Bender bereits den Titel gewonnen. Die Läufe dieser international offenen Serien finden in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, der Nürburgring, Monza und der Red Bull Ring stellen 2022 besondere Herausforderungen für Fahrer und Einsatzteam dar.

Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH Topfahrer Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie seine eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans haben Ihren "Ben" dort bereits siegen sehen. Auf dem Formel 1-Kurs konnte der Neckarsulmer zuletzt 2020 den P9-Challenge-Meistertitel gewinnen. Hockenheim, quasi vor der Haustür gelegen, bedeutet für den Neckarsulmer Fahrer, sein Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und dem Hersteller der GT3-Corvette, Team Callaway-Competition aus Leingarten keine sehr weite Anreise. "Besonders wichtig ist das, wenn wir kurz vor Saisonbeginn noch Testfahrten einschieben müssten", so der Hockenheim-Spezialist Bender lächelnd. "Hockenheim vor der Haustür, das ist in der Tat ein echter Vorteil für Jürgen", so P9-Manager Fischer im Interview.

(HTS)

Foto: HTS

 

 

Jürgen Bender will die P9-Challenge zurück erobern

21.11.2021

Wie steinig der Weg im Rennsport zum Titelgewinn sein kann, das stellte der Neckarsulmer Jürgen Bender 2021 fest. In Zusammenarbeit seines Teams Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Hersteller Callaway-Competition aus Leingarten konnten die Unterländer den Meistertitel in der P9-Challenge aus der Saison 2020 nicht verteidigen. Technische Entwicklungsarbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch. Nun will der mehrfache GT-Champion Jürgen Bender 2022 den P9-Titel zurück erobern.

Doch blenden wir zurück.

Heute sind Markus Pommer, Patrick Assenheimer und Jürgen Bender die erfolgreichsten Rennfahrer des Unterlandes. Sie siegen mit rund 600 PS unter der Haube in GT3 Rennwagen.

Jürgen Bender und Marco Bayer

In der Saison 2014 gewann Jürgen Bender den Divinol-Cup, in der Saison 2016 stieg er in die international offene STT-Challenge ein. Auf Anhieb gelang es dem Unterländer GT-Routinier den Meistertitel in der Serie zu erringen. Die blaugrün lackierte Callaway-Corvette Modell C06 lief wie ein Uhrwerk. Mehrere Gesamtsiege unterstrichen die Stärke des Unterländers deutlich. 2019 wurde der Wechsel des GT-Rennwagens für Bender beschlossen. Eine nagelneue GT3-Corvette von Callaway-Competition entstand in Leingarten. Trotz den erschwerten Bedingungen gelang es Jürgen Bender, erstmals alle Läufe der P9-Challenge als Gesamtsieger zu beenden. Der Platz ganz oben direkt nach der Zieldurchfahrt wurde für den Unterländer im In- und Ausland zu seinem Stammplatz. Ein neues Reifenreglement und neue Gegner auf GT-Modellen von Lamborghini, Porsche, Ferrari, AMG-Mercedes und Aston Martin bildeten hohe Hürden in der Saison für den Neckarsulmer Spitzenfahrer. Zwei Gesamterfolge, aber auch ein Ausfall nach einer Kollision verhinderten einen Kampf um den Titel. Nach frühzeitigem Abbruch steht nun fest, dass das Team Sportwagenschmiede und Jürgen Bender 2022 den Titel in der P9-Challenge zurück erobern wollen.

(HTS)

Foto: HTS - Bender (r) und Sportwagenschmiede-Chef Bayer

 

MCH-Youngster Nico Chelminiacki ist Deutscher Junioren Slalom-Vizemeister

ADAC Bundesendläufe und Deutsche Junioren Slalommeisterschaft am Nürburgring mit fünf Nachwuchsracern des Motorsportclub Heilbronn

11.11.2021

Der diesjährige Saisonhöhepunkt des Automobilslalomnachwuchses wurde zusammen mit dem Finale des ADAC GT Masters am Nürburgring ausgetragen – die über 500 PS starken GT3-Boliden wie zum Beispiel die Callaway Corvette C7 GT3 aus Leingarten auf dem GP-Kurs - die Slalomjunioren wedelten mit den kleinen Opel-Modellen Adam und Corsa auf der riesigen Multifunktionsfläche im Fahrerlager um und durch Pylonentore sowie Pylonengassen. Mit Hanna Baier (18 Jahre), Lutz Lambrecht (19 Jahre), Nico Gutzeit, Kevin Baumann und Nico Chelminiacki (alle 17 Jahre) hatten sich gleich fünf Nachwuchsracer vom Motorsportclub Heilbronn für die Top-besetzten Finals der ADAC Regionalclubs und den 15 Landesverbänden des DMSB qualifiziert.

Samstags bei sonnigem, aber nur 6 Grad kaltem Wetter, der Bundesendlauf des ADAC Slalom Youngster Cups in zwei Altersklassen mit je 44 Teilnehmern. Gefahren wurde mit drei identischen Opel Adam, die in dieser Konfiguration auch beim ADAC Württemberg eingesetzt werden. Im 69 PS-Fronttriebler gelang Nico Chelminiacki, dem Württembergischen ADAC Meister 2021 in der Einsteigerklasse, der sechste Platz. Nico Gutzeit wurde in derselben Klasse 18. Lutz Lambrecht musste sich in der Rookie-Klasse mit Rang 23 zufriedengeben. Zusammen mit drei weiteren Fahrern vom ADAC Württemberg erreichten die Cracks vom MC Heilbronn Platz zwei in der Mannschaftswertung gegen 12 weitere ADAC Regionalclubs. Mit der Mannschaftswertung waren die MCH’ler zufrieden, in der Einzelwertung hatten sich die drei etwas mehr erhofft.

Die DMSJ Finalteilnehmer des ADAC Württemberg e.V.

Sonntags dann 71 Teilnehmer beim Finale der Deutschen Junioren Slalom Meisterschaft vom Deutschen Motorsport Bund. Erneut wurde die Startreihenfolge ausgelost, was im Laufe des Tages – vor allem am Vormittag beim Training und dem ersten Wertungslauf aufgrund der Witterung zu ungleichen Bedingungen führte. Das Wetter neblig, nass, erneut kühl mit 7 Grad. Aufgrund des Nebels wurde der Start um eine halbe Stunde verschoben. Bei der Auslosung hatten die Fahrer des MCH etwas Pech, denn mit den niedrigen Startnummern 4, 6, 8 und 14 mussten diese im ersten Lauf noch bei nasser Piste starten.

Der knapp 1000 Meter lange Parcours war schnell und selektiv gesteckt und mit zwei fahrerisch sehr anspruchsvollen Schlüsselstellen („Ecken“) bestückt. Der hier eingesetzte Opel Corsa hatte 75 PS Leistung, die Nico Chelminiacki im ersten Lauf trotz nasser Piste sicher auf den Asphalt brachte. Achtschnellste Zeit – und ein gutes Gefühl für den zweiten Stint. Nun war die Fahrspur komplett trocken. Hier gelang dem MCH-Youngster, der mit einem seriennahen BMW 318 ti Compact auch schon bei Clubsport- und DMSB-Slaloms aktiv ist, die Tagesbestzeit.  In Addition der beiden Läufe Platz zwei – Deutscher Junioren Slalom Vizemeister!  Den Titel holte Nico Nünninghoff vom AC Oberhausen, der schon in Lauf eins die trocknere Piste unter die Räder nehmen konnte. Für Chelminiacki, der gerade eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert und neben dem Slalomsport auch gerne Motorrad fährt, sein bisher größter Erfolg. „Das wöchentliche Training im Opel Adam und die Erfahrung bei den großen Slaloms mit meinem BMW haben sich ausgezahlt. Der Titel wäre super gewesen, aber jetzt freue ich mich total über die Vizemeisterschaft“, erklärt Nico Chelminiacki nach der Siegerehrung.

Dessen Clubkamerad Nico Gutzeit, der auch mit einem BMW 318 ti Compact in der Württembergischen Slalomszene aktiv ist, erlebte im zweiten Lauf eine heftige Schrecksekunde. Am Corsa brach – wohl aufgrund der starken Belastung der vielen schnellen Teilnehmer – das linke Vorderrad ab. Gutzeit musste auf den zweiten Corsa wechseln und damit den Lauf wiederholen - die anvisierte und mögliche Topzeit konnte der Junior dann aber nicht mehr realisieren. Trotzdem Gesamtrang zehn unter den 71 Teilnehmern – Nico Gutzeit konnte wieder lachen und eine Medaille in Empfang nehmen. Für Hannah Baier und Kevin Baumann blieben nach Pylonenfehlern auf der nassen Piste bei ihrer ersten DM-Final-Teilnahme Mittelfeldplatzierungen – Kevin Platz 46 und Hannah Platz 61 – sowie einige Erfahrungswerte bezüglich Routine, Nervenbelastung und Konkurrenzdruck bei Meisterschaftsendläufen. MCH-Sportleiter Bernd Sandrisser sowie der unermüdlich als Trainer aktive Andreas Baier (ehemaliger Nürburgring-Nordschleifen- und Rallyeroutinier) und Jugendleiter Robert Chelminiacki freuten sich nach immens vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit ihren Schützlingen – „Der Nachwuchs beim Motorsportclub Heilbronn ist auf einem sehr guten Weg“, so deren Resümee.

(Wilfried Ruoff)

 

Ausfall von René Noller beim Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021

26.10.2021

Am vergangenen Wochenende fand in Bassano Del Grappa/ Italien das Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021 statt. Leider kam für René Noller / Jenny Lerch im Opel Corsa Rally4 das Aus in der vierten Wertungsprüfung durch einen Bruch der Vorderradaufhängung nach einem Steinkontakt. Trotzdem erreichte René noch den 4. Gesamtrang in seiner Debütsaison im Mitropa Cup 2021!

(Rainer Noller)

Hier ein Video-Link zu einer der schönsten Prüfungen überhaupt - Valstagna - in den Dolomiten - einfach draufklicken --> https://youtu.be/2b7RmEaExPs

 

Jürgen Bender gewinnt den STT-Gentleman-Pokal 2021

21.10.2021

Ob Jürgen Bender mit seiner GT-Saison 2021 vollkommen zufrieden ist? Der Saisonauftakt verlief zumindest voll nach seinem Geschmack. Alles begann für den amtierenden Meister der P9-Challenge im Frühjahr bestens. Neben Markus Pommer und Patrick Assenheimer hat sich Jürgen Bender als routinierter GT-Pilot seit einigen Jahren der 600 PS-Liga, der internationalen GT3-Kategorie verschrieben. Nicht einfach Rennen fahren, sondern in der großen GT-Liga zu Meisterehren driften. Das ist ihm als einem von sehr wenigen Fahrern im Unterland perfekt gelungen.

Jürgen Bender

2021 gab Jürgen Bender für zwei GT-Rennserien eine Nennung ab. In der P9-Challenge wollte Jürgen Bender als amtierender Meister versuchen seinen Titel zu verteidigen. Hatte er doch 2020 alle Rennen der P9-Serie unangefochten gewonnen und den Meistertitel dazu. In der STT-Serie dagegen sollte es in diesem Jahr die Aufgabe sein, den 2016 errungenen Meistertitel ein zweites Mal zu erkämpfen. Beide Ziele im zweiten Jahr der Pandemie waren keine einfache Aufgabenstellung. Eingesetzt wurde wie im Vorjahr eine GT3 Corvette der Baureihe C7 von Callaway-Competition aus Leingarten. Das identische Modell wird vom Hersteller auch mit Erfolg in der ADAC-GT-Masters eingesetzt. Der Rennwagen für Jürgen Bender wurde wie 2020 für die Rennwochenenden und das in mehreren Ländern von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vorbereitet. Der Saisonauftakt in der STT gelang brillant. Doppelsieg in Oschersleben. Dagegen ließ der Internationale Auftakt am Red Bull Ring (A) Probleme mit dem Fahrverhalten deutlich werden. "Wir mussten unter Zeitdruck herausfinden, welche Gründe dafür die Ursache bildeten", so Bender nach dem Einsatz in Österreich. Da man dort nicht nur mit geringen Temperaturschwankungen auf trockenem Asphalt unterwegs war, galt es Reifen, Dämpfer und Einstellwerte der Corvette zu analysieren. Keine leichte Aufgabe, die nicht mal kurz zwischen zwei Rennwochenenden zu erledigen sein würde. Bei Saisonhalbzeit jedenfalls schienen diese Arbeiten noch nicht vollends abgeschlossen zu sein. Die vorgeschriebenen Michelin-Rennreifen machten weitere Arbeiten erforderlich. Sogar externe Untersuchungen wurden berücksichtigt. Was sich beim P9-Weekend in Hockenheim andeutete, das konnte aber gegen Saisonende am Nürburgring fast perfekt genutzt werden. Bei den beiden letzten Rennwochenenden ging es aufs Treppchen. Und das nicht nur auf Grund guter Klassenergebnisse. Höhepunkt bildete am vergangenen Wochenende der 2. Platz in der Gesamtwertung beim Finalrennen der STT. Damit konnten sich die MCH-Mitglieder Jürgen Bender und sein Renningenieur Marco Bayer Platz 6 in der Serie, Platz 2 in der Großen Division 1 und, ganz wichtig, den Titel im Gentleman-Pokal erkämpfen.

(HTS)

 

Opel C-Kadett-Pilot Frank Sperrfechter mit Klassensieg

Endläufe zur DMSB-Slalommeisterschaft 2021 auf dem Nordbayerischen ADAC Fahrsicherheitszentrum Schlüsselfeld

19.10.2021

Turbulent, dramatisch, Gigantenzeiten, Pylonenfehler, Ausrutscher, Leitplankeneinschläge, Herzschlagfinale – Schlagworte vom diesjährigen zweitägigen Finale der DMSB-Slalommeisterschaft, bei dem die jeweils 50 Punktbesten der Nord-, und Südregion um den Titel kämpfen – „Nichts für schwache Nerven“, erklärt Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn. Erst in der letzten Startgruppe am zweiten Finaltag, in den Klassen H14 (bis 2000 ccm) und H15 (über 2000 ccm) entschied sich die Titelvergabe zugunsten von Martin Skrzipietz aus Berlin, der mit einem etwas über 300 PS starken BMW 330 is der älteren E 30 Baureihe in der Klasse H15 zwischen den Pylonen unterwegs war.

Wie immer ein Trainingslauf und drei Rennläufe über je 1600 Meter auf der Top-Asphaltierten Berg-, und Talpiste des Fahrsicherheitszentrums Schlüsselfeld des ADAC Nordbayern – aufgrund der Topographie auch Mini-Nordschleife genannt. Nach Bergeaktionen und Getriebeölspurbeseitigung am Samstagvormittag wurden ab der Klasse F10 die Rennläufe auf zwei reduziert – Sonntags mussten dann die Klassen G5 bis F9 auf einen Rennlauf verzichten – paritätisch optimal vom Rennleiterduo Carsten Dünisch und Markus Terhar gelöst.

110 Namen auf der Startliste, vom Motorsportclub Heilbronn war lediglich Frank Sperrfechter mit seinem ca. 260 PS starken 16V Opel Kadett C Coupe dabei. Samstags testete Frank zusammen mit seinem Freund und Schrauber Thomas Claus eine neue Rad-Reifenkombination am gelben Opel-Klassiker, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Mit einem Pylonenfehler im zweiten Rennlauf landete Frank auf Platz fünf – ohne die drei Strafsekunden wäre Rang drei herausgesprungen. Die Klasse gewann mit souveränen Laufbestzeiten Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im BMW 320i WTCC. Sonntags dann das turbulent-dramatische Finale. Reinhard Nuber – nach zwei perfekten Rennläufen auf dem Weg zum Titel – konnte zum dritten Stint nicht mehr antreten, da dessen Schwiegersohn den BMW nach einem Dreher in die Leitplanken gelegt hatte. Auf dem gelben Sperrfechter Kadett am Sonntag wieder die seitherigen Räder, mit denen Frank dann schnelle Zeiten fahren konnte. Im Ziel nach drei Rennläufen hatte der MCH-Slalomspezialist den Klassensieg in der Tasche, mit 1,71 Sekunden vor Robert Stangl (Nittenau) der ebenfalls ein C Kadett Coupe pilotierte, dritter AC Ebern-Lokalmatador Thomas Escher in einem Ford Escort MK II. „Klar freue ich mich über den Sieg, aber die Zeiten von Reinhard Nuber hätte ich nicht fahren können, zudem kennen wir uns jetzt schon viele Jahre und sind zig mal gegeneinander gefahren, da schmerzt der Unfall und die Tatsache, dass der Favorit nicht mehr antreten konnte doch enorm“, so das Resümee von Frank Sperrfechter beim Saisonfinale.

(Wilfried Ruoff)


Ausführlicher Bericht zu den Endläufen  -->  http://www.deutsche-slalom-meisterschaft.de

  

Jürgen Bender erneut in Topform

Serie: Finale int. STT-Challenge

19.10.2021

Wie vor 14 Tagen auf der gleichen Strecke gelang dem Neckarsulmer GT-Ass Jürgen Bender in der Eifel ein weiteres Topresultat. Beim Finale der STT-Challenge katapultierte der Unterländer die bei Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und aufgebaute Callaway GT3 Corvette zwischen die zwei schnellen Audi GT3-Modelle. "Hier und heute am Ring schienen die Dinger kaum zu schlagen zu sein", so Sportwagenschmiedechef Marco Bayer. "Jürgen verhinderte das Audi-Doppel an der Spitze". Überlegen, oder nur "sehr passend" abgestimmt? "Wir mussten wetterbedingt ständig andere Räder montieren", so der Neckarsulmer. Zwischen Regen-, Intermediates- und Slicks in schnellem Wechsel über das Wochenende. Dazu die Entscheidung was in den einzelnen Stint richtig sein würde. "Wirklich nicht einfach". Das erschwerte den Renneinsatz in der Eifel einmal mehr ganz erheblich. Jürgen Bender gedachte sich im Finale am Nürburgring vom Tabellenrang acht nach vorne zu arbeiten.

Jürgen Bender

Und so lief es ab. Erstes Rennen in Startreihe zwei. Im Ziel dann Platz 3 in der Klasse der GT3-Rennfahrzeuge. Im Rennen fuhr "Ben" dann erneut in die zweite Startreihe. Nach einem sauberen Blitzstart landete der Neckarsulmer als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen, aber vor Stefan Wininger (beide Audi GT3). Bester Ausländer im Meisterschaftsfeld am Ende der Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-Chevrolet). Als 6. schoss die beste Lady durchs Ziel. Carrie Schreiner aus Völklingen im Norma LMP3 Sportwagen. Die Meisterschaftstabelle wird zeigen, wie weit sich Jürgen Bender als amtierender P9-Challenge-Meister in allen drei STT-Wertungen Richtung Spitze nach vorne schieben wird.

(HTS) 

Foto Moritz Schwitzkowski - die neu gestalteten GT3 Corvette

 

Jürgen Bender will es beim STT-Finale wissen

Jürgen Bender will es am Nürburgring wissen

15.10.2021

 

Saisonfinale verläuft nicht nach Wunsch

Patrick Assenheimer sieht keine Zielflagge auf dem spanischen Barcelona-GP-Kurs

12.10.2021

Den Saisonabschluss in der erneut Top-besetzten GT World Challenge Europe hatte sich der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer besser vorgestellt. Sein AutoArenA-Mercedes AMG GT3, der vom Haupt Racing Team (HRT) eingesetzt wurde, musste in der 73 Runde vorzeitig abgestellt werden.

Foto: HRT
Foto: HRT

46 internationale GT3-Boliden und jede Menge namhafte Piloten waren zum Finale, einem Drei-Stunden-Rennen, nach Spanien gekommen. „Auf dem 4655 Meter langen, mit 16 Kurven gespickten Circuit de Barcelona-Catalunya werden die Reifen extrem gefordert. Sehr wichtig ist dazu ein optimales Set-Up, das wir leider nicht fanden“, erklärt Patrick Assenheimer. Kein gutes Qualifying bedeutete Startplatz 11 im Silver Cup und Position 35 in der Gesamtaufstellung. Die Renn-Performance war dann deutlich besser. Sowohl Teamchef Hubert Haupt wie danach Patrick Assenheimer konnten den knapp 550 PS starken AutoArenA-Mercedes Stück für Stück nach vorne fahren. „Mein Stint war gut, unsere Taktik auch. Am Ende sind wir durch eine Kollision, in die unser Schlussfahrer Indy Dontje involviert war, vorzeitig ausgeschieden – sehr schade, aber das ist halt Rennsport“, resümiert Patrick Assenheimer. Im Feld der 46 GT3 waren Boliden von Audi, Ferrari, BMW, Porsche, Aston Martin, McLaren, Lamborghini und Mercedes. Eine einzigartige Rennserie, mit der der 29jährige MCH-Langstreckenspezialist Patrick Assenheimer auch für die nächste Saison liebäugelt.

(Wilfried Ruoff)

 

Yannick Fübrich mit langersehntem Klassensieg im BMW M2 CS

Turbulentes Finale der NLS in der Eifel

12.10.2021

Nichts für schwache Nerven war das Finale der Nürburgring Langstrecken Serie 2021: Durch typischen Eifel-Nebel verkürztes Qualifying und dadurch auch ein auf 3,25 Stunden verkürztes Finalrennen - Meisterschaft durch einen Reifenschaden und eine minimal unterschrittene Mindestboxen-Standzeit der zwei Favoriten zugunsten von Danny Rink und Philipp Leisen (die Champions vom Vorjahr!) im V4 BMW 325 vom Adrenalin Motorsportteam entschieden - Gesamtsieger Phoenix Audi R8 LMS GT3 überquert die Ziellinie nur als dritter, der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Konrad-Lamborghini GT3 EVO werden aber mit einer Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge auf die Plätze zwei und drei zurückgestuft - von 109 gestarteten Fahrzeugen sehen lediglich 86 die Zielflagge.

Jubeln konnte MCH-Racer Yannick Fübrich (Meimsheim) über seinen zweiten Klassensieg 2021. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner konnte der VLN-Meister des Jahres 2019 die fünfmaligen Cup 5-Klassensieger vom Team FK-Performance um 1.08 Minuten hinter sich lassen. Im knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Adrenalin Motorsportteam gelang Fübrich ein klassischer Start-Ziel-Sieg von der Klassenpole. Zudem konnte das Trio die schnellste Rennrunde in 8.52.100 Minuten gegen acht konkurrierende BMW M2 CS drehen. „Das i-Tüpfelchen zum Klassensieg war der 20. Gesamtrang. Unser Set-Up war heute perfekt, fahrerisch mussten wir allerdings permanent ans Limit“ resümiert der 29jährige Yannick Fübrich.

(Wilfried Ruoff)

 

Chris Vogler dominiert im Porsche 911 auf Mallorca

1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca

12.10.2021

Chris Vogler hatte es schon auf dem Septemberclubabend beim MCH angekündigt – heuer stand die 1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca mit seinem Porsche 911 Carrera S der Baureihe 992 auf dem Programm. Zusammen mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho bestritt Chris die 18, über drei Tage verteilten Wertungsprüfungen mit Start und Ziel im Rallyezentrum Port Adriano – bei traumhaftem Wetter. Satte 200 WP-Kilometer waren zu absolvieren, 

Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho
Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho

das Duo Jaime/Chris fanden sich bestens zurecht. 17 (!!!) der 18 Wertungsprüfungen konnten die beiden gewinnen, im Ziel hatten sie satte 6,35 Minuten Vorsprung in der Gruppe der Showcars. „Fabelhaftes Wetter, traumhafte Wertungsprüfungen, die wohl schönste war die auf der Halbinsel Formentor“ (dazu ein Onboardvideo bei Instagram: https://www.instagram.com/p/CU0XnphDr80/ ) erklärt Chris Vogler. Total begeistert zeigt sich der MCH-Racer auch vom eingesetzten Porsche 911 Carrera S der 992-Baureihe. „Der beste/performanteste 911er, den die Zuffenhausener jemals gebaut haben“ so sein Statement.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender kämpft wieder um den Sieg

04.10.2021

Im freien Training gelang es dem Neckarsulmer MCH-Pilot Jürgen Bender auf Anhieb, die zweitbeste Rundenzeit in den Asphalt der Eifel zu radieren. Der 160er Schnitt war so schon mal eine erste grobe Ansage für das bevorstehende Wochenende.

"Der stärkste Wagen im Feld, dem roten Ford GT sagt man reichliche 800 PS nach, hatte leichte technische Probleme. Jürgen Alzen waren im ersten Training dadurch die Hände etwas gebunden. Bruder Uwe, ein Profi, zuletzt in der DTM am Start, fuhr seinen Audi R8 GT3 Evo vor die Mitbewerber nach vorne. In der Qualifikation für den ersten Lauf der STT-Meisterschaft trieb Jürgen Bender die Corvette nicht über die volle Distanz. "Es ging einfach nicht. Nasser Asphalt und dicke Nebelschwaden machten das Training zum gefährlichen Hassartspiel", so Bender. So ging er frühzeitig an die Box. Die Verhältnisse hielt auch die Rennleitung für absolut nicht zu verantworten. Die rote Flagge kam raus und sorgte für einen frühen Abbruch des Zeit-Trainings. Für Jürgen Bender bedeutete das nur Startreihe zwei im ersten Rennen am Sonntag. "Absolut die richtige Entscheidung", so Bender trotzdem. Das 2. Training fand auf trockener Bahn statt. Die Rundenzeiten sanken um satte 10sec. Die Rundenschnitte stiegen von 140 Km/h auf 160 Km/h an. Unser Neckarsulmer wurde deutlich schneller. Er rückte Uwe Alzen auf den Pelz. Aber für die erste Startreihe langte es noch nicht ganz. Es blieb als also sehr spannend für die Rennen am Sonntag.

Corvette C7

Das Wetter wurde beim 7. und 8. Meisterschaftslauf der STT-Challenge zur ganz großen Herausforderung für alle Fahrer auf dem Nürburgring. Wetter am Ring - immer eine kritische Sache für sich. "Mit den Michelin-Rennreifen kam ich hier bei trockener, sowie auch auf nasser Strecke gut klar", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Die Balance der C7-Callaway-GT3 Corvette stimmte perfekt. Als GT-Topfahrer des MCH Heilbronn war er bereits im ersten freien Training Zweitschnellster. Auf Anhieb schnell sein, das ist Jürgen Benders Stärke. Insbesondere bei problematischen Wetterbedingungen wie an diesem Wochenende in der Eifel.

Im Quali gelang ihm in die 2. Startreihe zu fahren. "Mein Ziel war bis zur ersten Kurve zu "Pole"-Fahrer Alzen aufzuschließen", so Bender am Abend nach dem Training. Das gelang trotz nasser Bahn perfekt. Und da vorne konnte er sich behaupten. Trotz der Attacken vom AMG-Piloten. Vor Jo Klüber schoss Bender als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen durchs Ziel. "Der Jo im AMG-GT3 von Team Equipe-Vitesse war kein leichter Gegner", so Bender.

Zum 2. Rennen starteten alle Teams auf Slicks. Doch nach 3 Runden begann es erneut zu regnen. "Ich war an Alzen (Audi R8 GT3 EVO) dran", so Bender (Callaway C7-Corvette GT3). Er fuhr nahezu die gleichen Zeiten wie der Siegerländer Profi. In der Box verlor Bender beim unumgänglichen Wechsel auf Regenreifen etwas Zeit. Wieder auf der Strecke war Jo Klüber vorbei. "Auf nasser Strecke ist überholen dort nicht möglich", so Ben nach dem Rennen. Aber Jürgen Bender fuhr wie im ersten Rennlauf am frühen Morgen in der Eifel erneut aufs Podium. "Zwar nun hinter Klüber, aber das Eis ist klar gebrochen", so Bender. "Die Technik stimmt", fügt Renningenieur Bayer Kopf nickend hinzu. Der amtierende P9-Champion kämpft auch in der STT-Serie wieder um den Gesamtsieg.

Das STT-Finale findet in 14 Tagen erneut am Nürburgring statt. Team Sportwagenschmiede ist gerüstet.

(HTS)

Foto privat

 

Amtierender Meister Bender startet Samstag am Nürburgring

01.10.2021

In den vergangenen beiden Jahren wirkte nicht nur der Motorsport wie gelähmt. Corona bremste im Sport praktisch alles aus. 2020 gewann der Neckarsulmer P9-Champion Jürgen Bender alle Meisterschaftsläufe im In- und Ausland - ALLE! Das war der Titelgewinn für "Ben", wie ihn die Freunde seit Jugendjahren nennen.

Beim Saisonauftakt im Niederländischen Assen ging das Siegen 2021 auf Anhieb weiter - Doppelsieg, und das bei sehr wechselhaftem Wetter nahe der Nordsee. "OK," so der Unterländer, "mehrere Wettbewerber schienen auf dem ungewohnten Motorrad Grand Prix Kurs nicht aus dem Stand 100%ig klarzukommen". MCH-Ass Bender dagegen war schon immer auf Anhieb schnell. Er kam prächtig klar. Eben ein "Allrounder" auf der Rundstrecke. Sieg in beiden Meisterschaftsläufen in Assen. Freude im Team.

Dann aber kam es in beiden Meisterschaften zu Einbrüchen. Neue Reifenvorschriften verlangten erhebliche Abstimmungsarbeiten an der in Leingarten entwickelten GT3 Callaway-Corvette.

Aber nun ist Jürgen Bender wieder im STT-Trio der Sieger angekommen. In Hockenheim lieferte auch er bei drei Serien eine sehr eindrucksvolle Demonstration zusammen mit den Unterländer GT-Assen ab. Ihm gelang die beste GT-Platzierung. "Und das Solo", lächelte er.

Ziel - am Nürburgring aufs Podium

Am kommenden Wochenende werden der 9. und 10. Lauf der P9-Challenge im Italienischen Monza ausgetragen. Gleichzeitig findet das 5. STT-Weekend am Nürburgring statt. Wo starten? Eine Entscheidung musste gefällt werden. "Schweren Herzens habe ich mich für den Start am Nürburgring entschieden", so Bender. Und sein Renningenieur Bayer fügt hinzu. "Für das Rennen am Ring spricht nicht nur die geringere Anreiselänge. Am Ring können wir einen wichtigen Vorteil erarbeiten. Drei Wochen später findet dort auf einem Teil der "grünen Hölle“ das STT-Finale 2021 statt. Für Monza hätten wir das Getriebe umbestücken müssen".

Rückblende - vor 10 Tagen katapultierten sich die Unterländer GT-Asse Bender und Assenheimer auf dem Formel-1 Kurs in Hockenheim bei zwei unterschiedlichen Rennserien jeder einmal in die erste Startreihe. Einmal mehr ein starkes Bild des Unterländer GT-Sports auf Modellen von AMG-Mercedes und Callaway-Corvette. Platz 7 bzw. Platz 4 und 5 waren danach die Resultate. "Ich war bereits auf Rang 3 als mir bei den Überrundungen ein Rudel kleiner 2L-Modelle die Tür zu machte. Die Kleinen waren mit sich selber beschäftigt und hätten es so leicht zu einem Unfall kommen lassen können", so Bender nach dem Rennen nicht gerade begeistert. Der Neckarsulmer landete auf Rang 4. Und das mit dem Podium vor Augen. Dazu Rang 3 in seiner Klasse, am Ende wichtig für die Meisterschaftspunkte. Am Nürburgring will sich die Unterländer Erfolgscrew unter die ersten 5 in der Tabelle nach vorne katapultieren. Brand aktuell - gerade haben Gerwin und Marco die GT3-Corvette verladen. Dazu müssen die Türen ausgehängt werden. Die Racefans wissen warum. Genau, weil der Fahrer der diesmal beim Verladen in der Corvette Platz nehmen musste, ansonsten im Auflieger nicht mehr heraus klettern könnte. Danach ging es für die MCH-Jungs am Abend direkt ab Richtung Eifel, Richtung "grüne Hölle Nürburgring".

(HTS)

Corvette C7Foto: HTS und Moritz Schwitzkowski 

 

Erneut Top-Ergebnisse für Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

115 Starter beim 8. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie – MCH-Piloten Piloten mit soliden Vorstellungen – Aston Martin überrascht positiv

28.09.2021

Mit der neuesten Generation ihres Aston Martin Vantage GT3 überraschten die Werkspiloten Nicki Thiim (Österreich) und Maxime Martin (Belgien) beim ersten offiziellen SP9 Einsatz in der NLS als Gesamtsieger – knapp vor dem Phoenix Audi R8 LMS GT3 mit Frank Stippler und Vincent Kolb sowie den drittplatzierten BMW-Junioren Daniel Harper, Max Hesse und Neil Verhagen im BMW M6 GT3.  

Patrick Assenheimer, der beim 8.NLS-Lauf gleich für zwei Mercedes-Teams am Start war, sprach im Ziel von einer nicht optimalen BOP (Balance of Performance – die Gewicht und Leistung der verschiedenen GT3-Boliden ausgleichen soll). Nach einer cleveren Boxenstopp-Taktik gelang Gesamtrang sechs in seinem Stammteam HRT zusammen mit Hubert Haupt und Manuel Metzger. Der knapp 550 PS starke Mercedes AMG GT3 war nach einem wegen Nebels auf nur 45 Minuten verkürztem Qualifying

Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT
Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT

vom zehnten Startplatz losgefahren – Manuel Metzger hatte den Boliden dorthin gelenkt. Ein Ausrutscher von Haupt nach einer kleinen Kollision mit dem Phoenix-Audi in der Sabine-Schmitz-Kurve kurz nach Rennmitte sorgte für eine Schrecksekunde und kostete etwas Zeit. Im seinem Schluss-Stint brachte Patrick Assenheimer den HRT-Boliden wieder auf Schlagdistanz zum fünften Rang, ein Angriff war aber nicht mehr möglich. Damit verabschiedet sich das HRT-Team aus der 2021er NLS-Saison mit der vierten Top-Ten-Platzierung in Folge. Der weitere Einsatz des 29jährigen Lehrensteinsfelders war auf einem Mercedes AMG GT3 des HWA Teams Racelab. Dabei ging es um wichtige technische Entwicklungen für die kommende Saison. Mit Thomas Jäger und Marcel Marchewicz startete Patrick Assenheimer von Platz 15 und sah die Zielflagge nach der Vier-Stunden-Hatz als elfter. „Wir waren nicht auf der letzten Rille unterwegs, das Ziel, viele Entwicklungskilometer auf der fahrerisch anspruchsvollen Nordschleife abzuspulen, wurde erreicht. Alles in allem war es ein solides Ergebnis“, resümiert Patrick Assenheimer.

Erneut einen zweiten Klassenplatz konnte der Meimsheimer Yannick Fübrich herausfahren – und erneut musste sich seine Adrenalin Motorsport Truppe dem mehrmaligen Siegerteam FK-Performance geschlagen geben. Über die gesamten vier Stunden waren die beiden 450 PS starken BMW M2 CS der Cup 5 Klasse (neun Starter) in Sichtnähe auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Nach mehreren Führungswechseln hatte Fübrich nach 26 Runden über 24,433 Kilometer in der Eifel lediglich 10,044 Sekunden Rückstand. Wie in bisher allen NLS-Läufen wechselte sich Yannick mit Francesco Merlini (Italien) und David Griessner (Österreich) im BMW-Cockpit ab.

(Wilfried Ruoff)

 

Benders Hockenheim-Bilanz

27.09.2021

"Wir haben vor dem Nürburgring noch einiges an Detailarbeit vor uns", so Jürgen Bender nach dem ADAC-Rennwochenende vor einer Woche leicht skeptisch. Alles lief vor der Haustür ab. Der Formel-1-Kurs von Hockenheim liegt nur knappe 60 km von Neckarsulm entfernt. Etliche Freunde des Heilbronner Motorsportclubs (MCH) waren angereist. Alle Daumen waren also festgedrückt.

Bis jetzt wurde der Tabellenstand der STT-Challenge von Manager Krepschick nicht veröffentlicht. Klar ist schon heute, dass sich die kleinen Hubraumklassen in der Tabelle weiter nach vorne schieben werden. Die Konkurrenz ist in den preiswerten kleinen Tourenwagenklassen überschaubar. Wer mit einem hoch frisierten Kleinwagen antritt, der ist in der STT absolut im Vorteil. Dort wo die Musik spielt, in den großen Hubraumklassen der GT3 dagegen, da gibt es echte Konkurrenz. Schon die Markenvielfalt an der Spitze spiegelt das deutlich wieder. Audi, Callaway-Corvette, AMG, Porsche, Pumaxs-Chevrolet, Ferrari - im Feld um den Gesamtsieg sagt kein Gegner "bitte nach ihnen". Da wird voll draufgehalten. Bis dort hinauf schafften es im Unterland nur Marcus Pommer, Patrick Assenheimer und der amtierende P9-Challenge-Champion 2021 Jürgen Bender.

MCH-Pilot Jürgen Bender, im ersten Zeittraining des Auftaktrennens noch in der ersten Startreihe, stellte in Hockenheim diesmal fest, dass die Strecke mit zunehmender Benutzung langsamer wurde. "Ungewohnt", so der Neckarsulmer. Aber offensichtlich harmonierten die verschiedenen Reifenfabrikate der unterschiedlichen Rennserien nicht perfekt miteinander. Aber wie Abhilfe schaffen? Die technischen Veränderungen an einem Rennwagen auf der Rennstrecke sind begrenzt. "Ihre Tricks verraten die Renningenieure nie gerne", so Sportwagenschmiede-Boss Bayer grinsend.

  Foto: Moritz Schwitzkowski - Jürgen Bender (Callaway- Corvette, GT3) vor Jo Klüber (AMG GT3)

 „Im Training konnte ich den 800 PS starken Ford GT aus Reihe 1 verdrängen", erläutert Bender. Doch am Start zum Rennen schoss der rote Bolide mit über 200 Turbo-PS mehr unter der Haube vor Bender. "Ich kam auf der Bremse gut an den roten Ford GT ran. Aber eben nicht vorbei. Da fehlten einige Meter", so Bender achselzuckend. "In der vorletzten Runde konnte ich meine Corvette aus der Spitzkehre beim herausbeschleunigen auf verschmutzter Strecke noch einmal abfangen". Das gelang dem Routinier meisterlich. Aber der in seinem Genick sitzende AMG (Foto) von Team equipe-vitesse mit Jo Klüber kam knapp vorbei. "Unser P9-Champion von 2020 musste sich in Hockenheim mit dem 3. Rang in der Klasse begnügen. Aber es ist mehr drin bei Jürgen", so P9-Manager Fischer. Keine leichte Aufgabe sich beim nächsten STT-Weekend am Nürburgring gegen das taktisch gut abgestimmt wirkende Alzen-Duo (Audi R8/Ford GT) erfolgreich in Szene zu setzen.

(HTS)

 

Pommer fährt in Spa ohne Traktionskontrolle in die Top Ten

20.09.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Markus Pommer hat seinen bisher größten Erfolg in der European Le Mans Serie (ELMS) eingefahren. Wenn auch knapp. Am Sonntag sauste der Heilbronner in Spa Franchorchamps nach vier Stunden mit einer einstelligen Platzierung über die Ziellinie - den Verfolger als Neunter dicht im Nacken. Und ohne Traktionskontrolle im Dienstwagen seines britischen Teams BHK Motorsport. "Da hatten wir gegen Ende Probleme, ein Sensor war kaputt, daher musste ich sie ausschalten", erklärte der einzige Deutsche in der umkämpften LMP2-Klasse. Bis der Fehler überhaupt gefunden war, blieb aber schon viel Zeit auf der Strecke.

"Es war nicht einfach, am Schluss war es dann wieder ziemlich knapp an der Ziellinie. Ich habe das Leader-Auto noch vorbeigelassen und hinter dem war direkt der Zehnte - eine ganz enge Nummer bis auf die letzten Meter", schilderte der 30-Jährige nach dem Rennen in Belgien.

Bei aller Freude über das bisher beste Saisonergebnis gesteht Markus Pommer jedoch auch: "Die ersten Fünf sind noch deutlich schneller, da fehlt einiges. Ein ganz großer Sprung nach vorne geht einfach nicht". Aber auch kleine Schritte können ja erfreulich sein. "Es war definitiv ein Step in die richtige Richtung. Bis auf den Zwischenfall lief das Rennen nach Plan. Sonst hat alles geklappt, wir sind fast perfekt durchgekommen und ich habe selbst auch noch ein paar Ideen, was wir verbessern könnten", sagt Pommer zur passablen Performance von ihm und seinen beiden italienischen Teamkollegen Sergio Campana und Francesco Dracone.

Der Heilbronner bekam im Schluss-Stint des Vier-Stunden-Rennens die meiste Einsatzzeit des internationalen Trios und hat sich vor dem Saisonfinale längst in der neuen Klasse etabliert: "Ich saß circa 50 Runden, etwa eine Stunde und 45 Minuten im Auto - also fast die Hälfte des gesamten Rennens".

Quelle: Heilbronner Stimme vom 20.09.2021

 

Jürgen Bender und Patrick Assenheimer in der 1. Startreihe

20.09.2021

Das ADAC-Race-Weekend auf dem Formel-1 Kurs von Hockenheim wurde aus Unterländer Sicht zum echten Rennsport-Krimi. Besonders hart musste der Neckarsulmer Jürgen Bender kämpfen. Aus der 1. Startreihe der STT-Challenge beugte sich der Callaway-Corvette-Pilot am Ende den starken Modellen der Alzen-Brüder (Audi R8/Ford GT). Kurz vor Zieleinlauf zwangen zwei zu überrundende Konkurrenten (Ferrari 488 GT/Audi R8) Bender neben die Strecke. Zurück auf den Asphalt konnte der amtierende P9-Challenge-Champion noch Klassenrang 4 retten. Das war Gesamtrang 5. Ein Bolide aus der Turboklasse mit 150 Zusatz-PS landete auf Gesamtrang 2 im starken GT-Feld. "Wir werden noch weitere Änderungen erproben", so Sportwagenschmiede-Teamleiter Marco Baier. Das wird bereits beim kommenden Einsatz am Nürburgring in 3 Wochen der Fall sein.

Im 2. STT-Rennen brachte MCH-Pilot Jürgen Bender am Ende nach solidem Einsatz durch einen Ausrutscher den 4. Gesamtrang ein. Wichtig dabei jedoch der 3. Klassenrang. Punkte gibt es bekanntlich nur für die Klassenerfolge. Am Ende fehlten Jürgen magere 0,5 sec auf Rang zwei in der Klasse. Gesamtsieger in beiden Läufen wurde Profi Uwe Alzen (Foto m. Bender).

Jürgen Bender - Uwe AlzenFoto: Sportwagenschmiede - links Jürgen Bender, rechts Sieger - Profifahrer Uwe Alzen

Patrick Assenheimer gelang zusammen mit Tim Heinemann im Einstundenrennen "Goodyear60" der zweite Rang. Ein sehr solides Ergebnis. Vorausgegangen war ein Platz in der 1. Startreihe für das Duo Assenheimer/Heinemann. Im GTC-Sprint sprang für den Heilbronner Rang 7 heraus.

Patrick Assenheimer (rechts), Christof Langer Foto: HTS - links Christof Langer, rechts Patrick Assenheimer

Besonders glücklich war in Hockenheim Christof Langer. Der Kirchheimer steuerte seinen vom Schweizer Team Flach-Auto-Tech eingesetzten Porsche 992 GT3 Cup in beiden GTC Rennen zum Klassensieg. Gesamtrang 13, aber volle Punkte für den Klassenerfolg ließen Fahrer und Team absolut verdient ordentlich strahlen.

(HTS )

 

MCH-Ass Jürgen Bender in der ersten Startreihe

Formel-1-Kurs Hockenheim mit int. Besetzung

18.09.2021

Zwei Unterländer GT3-Asse gehen heute und morgen in Hockenheim "aufs Ganze". Patrick Assenheimer sitzt in einem Team Space-Mercedes AMG GT3. Für seinen Start am Sonntag hat der Unterländer Langstreckenspezialist den neuen Mercedes AMG GT3 bei der GTC-Challenge in die 4. Startreihe gestellt. Zusammen mit Partner Heinemann wird versucht sich als Team in der GTC und im Einstundenrennen, der Goodyear60 optimal zu platzieren.

Corvette C7

Alleine geht Jürgen Bender an den Start. Der amtierende P9-Challenge-Meister wird versuchen in den Läufen 5 und 6 der STT-Serie seine Tabellenposition deutlich zu verbessern. Der erste Schritt dazu war das heutige "Quali" am Morgen. Jürgen Bender feuerte die von der Erlenbacher Sportwagenschmiede eingesetzten GT3-Callaway-Corvette C7 in die Erste Startreihe. "Das ist mal ein guter Anfang", so der Neckarsulmer Reifenfachmann trotzdem nachdenklich. Er wird am späten Nachmittag mit neuen Reifen ins Rennen gehen. Alle Unterländer Freunde drücken ihm die Daumen. Das gilt dann auch für den morgigen Start von Patrick Assenheimer.

Beide haben starke Wettbewerber auf Modellen von Audi und AMG im Feld. Und dann ist da noch der Ford GT von Jürgen Alzen. Der hat viel Leistung und steht am Start hinter MCH-Ass Bender.

(HTS) 

Foto: P9-Challenge - frei

 

Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beeindrucken beim NLS-Saisonhöhepunkt

134 Starter beim 7. NLS-Lauf in der Eifel – neues GPS-System verhindert möglichen Podestplatz – Gesamtrang acht und bester Mercedes

15.09.2021

Zum 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal Rennen, dem Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken Serie, waren 134 Teams angetreten, darunter knapp 20 Hubraum- und PS-gewaltige GT3 Boliden. Lediglich 99 sahen nach einem hart umkämpften Rennen die Zielflagge. Einmal mehr stand in dieser Saison ein Zuffenhausener Sechszylinder-Heckmotorbolide ganz vorn. Michael Christensen (Dänemark) und Kevin Estre (Frankreich) lenkten den „Grello“-Porsche 911 GT3 R vom Manthey Racing Team souverän zum Gesamtsieg. Knapp dahinter der Werks-BMW M6 GT3 mit den BMW-Junioren Max Hesse, Neil Verhagen und Daniel Harper. Gesamtrang acht – und somit bester Mercedes – MCH-Racer Patrick Assenheimer vom Haupt Racing Team im Mercedes AMG GT3 in den gelb-blauen Bilstein-Farben.

Patrick Assenheimer im gelben AMG-Mercedes GT3
Patrick Assenheimer im gelben Mercedes AMG GT3

„Ein ungeplanter, zusätzlicher Boxenstopp in der Endphase des Rennens verhinderte den Kampf um den bis dahin möglichen dritten Gesamtpodestplatz“, erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Ein technischer Defekt an einem neuen GPS-Augen-System – das zeigt der Rennleitung Geschwindigkeit und Standort des Fahrzeugs – welches der HRT-Mercedes für die NLS-Techniker testete, kostete satte fünf Minuten Standzeit. Die beiden führenden, der Manthey-Porsche sowie der BMW M6 GT3 der BMW-Junioren waren da bereits zu weit weg, aber nach einem beindruckenden Stint von Patrick Assenheimer wäre für Schlussfahrer Manuel Metzger noch einiges drin gewesen. In der hektischen Startphase nach Qualifikationsplatz sieben war der knapp 550 PS starke HRT-Mercedes immer in den Top-Ten gefahren – erst durch Teamchef Hubert Haupt und dann mit Manuel Metzger am Steuer. Ereignisreich wurde es, als Patrick Assenheimer den HRT-Bilstein-Mercedes übernommen hatte. Durch seine fehlerfreie und bravouröse Vorstellung rückte der Mercedes auf den fünften Gesamtrang vor. „Die Taktik mit früheren Boxenstopps ist aufgegangen. Unsere Rennperformance hat gepasst, zusätzlich konnte ich einige Kollisionen und Gelb-Phasen optimal nutzen, der GPS-Augen-Defekt war einfach nur Pech“, resümiert Patrick Assenheimer im Ziel.

Für Yannick Fübrich, den zweiten Langstreckenspezialisten beim MCH, endete der 7. Lauf auf Klassenplatz zwei. In der Cup 5 Klasse der BMW M2 CS Flitzer war Fübrich zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner im BMW M2 vom Team Adrenalin Motorsport unterwegs. Nach einem optimalen Qualifying haben auch hier Performance und Strategie gepasst, der Adrenalin-BMW während der gesamten Sechs-Stunden-Hatz auf einem der drei Klassenpodestplätze. Eine Zeitstrafe für einen Code 60 Geschwindigkeitsverstoß warf Fübrich und seine Mitstreiter dann zurück, den Sieg holte sich einmal mehr der BMW M2 CS vom FK Performance Motorsportteam. Die schnellste Rennrunde in der Cup 5 Klasse war dem schnellen Adrenalin-Trio aber nicht zu nehmen.

(Wilfried Ruoff)

 

Frank Sperrfechter überzeugt im Opel C-Kadett-Klassiker

3. und 4. Lauf als Doppelveranstaltung zur DMSB-Automobil-Slalommeisterschaft auf dem Flugplatz Bengener Heide

03.09.2021

„Die Erlöse sowie immens viel an zusätzlichen Spendengeldern der Automobilslalomakteure gehen an die Flutopferhilfe - das war fast wichtiger als die Punkte zur DMSB-Meisterschaft“ erklärt unser MCH-Clubmitglied Frank Sperrfechter. Der ASC Ahrweiler hatte auf dem Flugplatz Bengener Heide eine Slalom-Doppelveranstaltung ausgerichtet, bei der knapp 70 Akteure durch Pylonentore und Gassen wedelten.  Nasskaltes und windiges Wetter beeinflusste das Geschehen auf dem schnellen und selektiven Parcours. Reine Regenreifen oder Intermediates – das war oft die Frage. Rutscher und Pylonenfehler bestimmten immer wieder das Geschehen, von den Slalompiloten war Fingerspitzengefühl am Lenkrad und beim Gas geben gefordert.    

MCH-Slalomspezialist Frank Sperrfechter konnte bei den widrigen Umständen mit seinem getunten, 260 PS starken Opel Kadett C bei beiden Veranstaltungen überzeugen. Gesamtrang zwei und der Sieg in der verbesserten Zwei-Liter-Klasse knapp vor dem ehemaligen Deutschen Slalommeister Reinhard Nuber aus Isny auf einem BMW 320i WTCC am Nachmittag waren das Highlight. Dazu kam Gesamtrang vier und der zweite Klassenplatz am Vormittag. Hier lag der Heilbronner nach dem ersten Stint noch in Führung. Ein Pylonenfehler im zweiten Rennlauf, der drei Strafsekunden einbrachte, verhinderte den angepeilten Klassen- und Gesamtsiegsieg. Den schaffte bei beiden Veranstaltungen der Leutkircher Eugen Weber in einem 270 PS starken Honda S 2000.


Sperrfechters Freund und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) – der betreut den Opel-Klassiker technisch - belegte mit demselben C Kadett Coupe am Nachmittag Klassenplatz drei. Für den „Heimslalom im Wolfszipfellabyrinth“ scheinen sowohl Fahrer Frank wie auch sein C-Kadett-Klassiker gerüstet zu sein.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender erneut auf dem Podium

3. Lauf der STT-Serie 2021

30.08.2021

Den Meisterschaftsauftakt der STT entschied Jürgen Bender auf einer von Team Sportwagenschmiede eingesetzten C7 Callaway-Corvette. Die beiden ersten Meisterschaftsläufe der internationalen STT-Serie 2021 für GT- und Tourenwagen konnte der Neckarsulmer klar als Gesamtsieger beenden. Für den 3. Lauf im niederländischen Assen war der Erfolg des Tabellenführers also vorprogrammiert. Das Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Rennwagenhersteller Callaway Competition aus Leingarten bereiteten die Callaway Corvette C7 für den Neckarsulmer perfekt für den Doppelstart in Assen vor.

Podest Assen 2021

"Mit den Erkenntnissen aus den Renneinsätzen bei der P9-Challenge auf dem Grand Prix-Kurs in Hockenheim vor 3 Wochen kamen wir sehr gut weiter", so Sportwagenschmiede-Boss und MCH-Mitglied Bayer vor Abreise Richtung Norden nach Assen. "In Holland galt es im Training dann die unterschiedlichen Reifen für die verschiedenen Wetterlagen heraus zu arbeiten", fügte er hinzu. Es gelang dem Team auf Anhieb. Am Ende gelang es dem in der GT3 erfolgreichsten Unterländer in Assen trotz wechselndem Wetter fast volle Punkte für die STT-Tabelle zu kassieren. Bender landete hinter dem Westerwälder Ex-DTM-Profifahrer Uwe Alzen (Audi R8) und vor dem Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-BMW) im dritten STT-Meisterschaftslauf 2021 in Assen auf Rang zwei. Erste Startreihe, der Sprung aufs Podium ganz rechts wie in der Formel 1 Russell neben Verstappen in Spa stellte Bender nicht voll zufrieden. Im Rennen fuhr Bender die zweitschnellste Runde, am Ende noch ein passables Ergebnis für Jürgen Bender.

(HTS)

Foto: Privat, Siegerehrung in Assen

 

Bender vor dem 1. Rennen in Hochstimmung

Hoch aktuell - Startreihe 1 für den MCH-Piloten

28.08.2021

Am Freitag offenbarte das Zeittraining in Assen (NL). Die Abstimmarbeiten nach den letzten Rennen der P9-Challenge in Hockenheim führten zu sehr guten Fahrwerkseinstellungen.

"Und auch sonst kam ich heute hier in Holland zu einigen sehr aufschlussreichen Erkenntnissen", so Jürgen Bender nach dem Quali vielsagend und das mit einem Lächeln.

Platz 2 nach dem ersten Zeittraining für den 3. Lauf der int. ausgeschriebenen STT-Challenge im niederländischen Assen lässt durchaus auf Sieg hoffen. Bender steht neben Alzen in Startreihe 1. Die Callaway-Corvette Z07 neben einem Audi R8 LMS. Mit fast leerem Tank holte "Ben" auf abtrocknender Strecke seine Top-Zeit 2 Runden vor Trainingsende.

Jürgen Bender

Die Techniker Marc, Gerwin und Eniz hielten an der Box alles für einen Zwischenstopp griffbereit. Insbesondere verschiedene Räder für die sich immer wieder schnell ändernden Wetterbedingungen. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter im Rennen zur Reifenwahl passen wird. Der Neckarsulmer ist heute nun sehr hoch motiviert. Der amtierende P9-Champion wird alles geben. Denn danach geht es in Brünn (CZ) in der P9-Challenge an den Start.

(HTS)

Foto: Team Sportwagenschmiede

 

DMSB Slalom am 15.08.2021 auf der Solitude

17.08.2021

Zum Waiblinger DMSB Slalom auf die Solitude nannten 6 MCH´ler.

In verschiedenen Klassen gingen Felix Bürker (F11), Nico Chelminiacki (G3), Nico Gutzeit (F10), Lisa-Marie Lehmann (F8), Dieter Oßwald (H14) und Markus Rittinger (ebenso H14) an den Start.

Ich startete in der ersten Startgruppe um 9 Uhr mit meinem BMW e36 318ti Compact, als einer der wenigen, die einen DMSB Slalom als Training nutzen, da ich mit Semi-Slicks an den Start ging. Beim DMSB Slalom sind Slicks erlaubt, die ich aber für diese Saison nicht habe.

Nach dem Trainingslauf sah es aber gar nicht so übel aus, Platz 3 auf der Liste, im ersten Wertungslauf konnte ich meine Zeit bestätigen und stand zu dem Zeitpunkt immer noch auf 3. Platz. Im 2. Wertungslauf war die Zeit sogar noch besser, aber nicht gut genug, um auf dem 3. Platz zu bleiben. Am Ende stand der 4. Platz auf der Auswertungsliste. Ein tolles Ergebnis für mich, mit so einer guten Platzierung habe ich nicht gerechnet.

Nico Chelminiacki auf der Solitude

Die Platzierungen meiner Clubkameraden waren:

Felix Bürker erreichte mit seinem BMW e36 M3 Platz 4 in der F11
Nico Gutzeit erreichte mit seinem BMW e36 318ti Compact Platz 4 in der F10
Lisa-Marie Lehmann erreichte mit ihrem Opel Corsa B Platz 3 in der F8
Dieter Oßwald erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 3 in der H14
Markus Rittinger erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 4 in der H14 

(Nico Chelminiacki)

 

Clubsportslalom MSC Aalen e.V. / MSC Aalen – Reichenbach e.V. am 08.08.2021

13.08.2021

Am Sonntag dem 08.08.2021 startete die „Compacte Jugend“ des MCH in der Klasse SE16 (16 bis 23 Jahre) beim Aalener Clubsport Slalom auf der Kartbahn in Bopfingen. Mit ihren BMW e36 Compact´s gingen die Jugendlichen an den Start. Die Besonderheit bei diesem Slalom war, dass die Fahrer 4 anstatt 2 Wertungsläufe fuhren und damit die Gefahr eines Konzentrations-Fehlers sehr hoch war.

Nico Gutzeit, Lutz Lambrecht und Nico Chelminiacki vertraten den MCH bei der Veranstaltung, alle 3 Fahrer konnten ihre Wertungsläufe fehlerfrei durchfahren und mit TOP-Zeiten sicherten sie sich die Plätze 1-3. Das Training nach dem Motto „Genauigkeit vor Schnelligkeit“ zeigte seine Wirkung, denn die Geschwindigkeit kam von alleine.

MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)
MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)

Die Zeiten lagen ziemlich eng beieinander:

Nico Gutzeit Platz 1 mit einer Gesamtzeit von 3:51,78
Lutz Lambrecht Platz 2 mit einer Gesamtzeit von 3:58,63
Nico Chelminiacki Platz 3 mit einer Gesamtzeit von 3:59,76 

Weitere Starter für den MCH waren Marcel Pimpl mit dem Hornet BMW e36 318ti Compact in der Klasse F10 und Mike Schedler mit einem Hyundai i20N in der Klasse G1.

(Robert Chelminiacki)

 

Einen STT Meistertitel erkämpfte Jürgen Bender bereits

06.08.2021

Jürgen Bender ist der aktivste GT-Rennfahrer im Unterland. 2021 nimmt er an zwei international offene Meisterschaften für GT-Rennwagen teil. Das Team Sportwagenschmiede in Erlenbach setzt für den amtierenden Meister der P9-Challenge und Ex-Champion der Super Touring Trophy (STT) eine GT3 Corvette ein. Der GT-Rennwagen der neuesten Generation Z07 wurde bei Callaway Competition in Leingarten unter Leitung von Ernst Wöhr gebaut. Abstimmversuche im Rahmen der P9-Rennwochenenden führen noch nicht zu Gesamtsiegen. Verschiedene Reifenfabrikate erforderten unterschiedliche Einstellungen des Fahrwerkes. Die Siege holte der Neckarsulmer Routinier dann aber bei den ersten beiden Meisterschaftsläufen der STT. Die fanden auf der Rennstrecke von Oschersleben bei Magdeburg statt. Das erfolgreiche Mitglied des Heilbronner Motorsportclubs (MCH) führt die STT- Meisterschaftstabelle nun klar an.

Jürgen Bender Corvette Z07

Das nächste STT-Wochenende findet im niederländischen Assen statt. "Dort dürften GT-Modelle von Audi, Porsche Ford, AMG, Ferrari und Pumax Gegner sein, die beim Kampf um die Tabellenspitze nicht zu unterschätzen sein werden", vermutet zumindest Marco Bayer, Leiter der Sportwagenschmiede in Erlenbach.

(HTS)

Foto: HTS, Sportwagenschmiede

 

René Noller fährt erfolgreich im Mitropa Rallye Cup

28.07.2021

Der 19-jährige René Noller sorgt in dieser Saison mächtig für Furore im Nationalen und Internationalen Rallyesport. Mit dem neuen Opel Corsa Rally4 Auto belegt er nach dem 4. Lauf zum Mitropa Rallye Cup den 3. Platz im Gesamt und führt die 2 WD Wertung an.

René Noller, Anne Katharina Stein

Beim Auftakt Ende Mai in Velenje/ Slowenien fuhr René Noller schon starke Zeiten, fiel aber nach einem Dreher in der letzten Prüfung noch einige Plätze zurück.

Highlight war dann die Rallye Casentino in Italien. Auf den anspruchsvollen Prüfungen mit insgesamt über 1000 Kurven in der Toskana konnte René Noller mit seiner Österreichischen Copilotin Anne Katharina Stein im nur 208 PS starken 3-Zylinder Opel den 3. Gesamtrang im Mitropa Cup herausfahren und fuhr dabei immer die Zeiten des Ex-Mitropa Cup Siegers und 4-fachen Deutschen Rallyemeisters Hermann Gaßner im Mitsubishi Evo 10.

Auch Ende Juli überzeugte René zusammen mit Copilotin Jenny Lerch aus Berchtesgaden. Mit der Rallye Zelezniki fand der 4. Mitropa Cup Lauf erneut in Slowenien statt. Auf den 10 Bestzeitprüfungen in den Bergen konnten René Noller/Jenny Lerch erneut mit der internationalen Toppkonkurrenz mithalten. Mit zwei Top 10 Gesamtzeiten und nur knapp hinter Marko Grossi, dem Slowenischen Topfahrer im Peugeot 208 R4, kamen die beiden am Ende auf dem starken 15. Gesamtrang der 82 Teams aus 6 Nationen ins Ziel. Somit konnte René seinen 3. Gesamtrang und die Führung in der 2 WD Wertung des Mitropa Cup weiter ausbauen. 

René Noller, Jenny Lerch

Fotos: privat

Externe Links: 

Rallye Zelezniki WP8 On-Board in Youtube --> https://youtu.be/eh5g4pO5rgg

Homepage RenDen Rallye Team --> https://www.renden-rallye-team.de/

 

 

Machtlos - Jürgen Bender in Hockenheim abgeschossen

3. P9-Challenge-Wochenende 2021

27.07.2021

Technisch sehr gut vorbereitet reiste das Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) nach Hockenheim. "Für die beiden Sprintrennen, die dort auf dem Programm standen, hatten wir 3 verschiedene Reifensorten zum Test im Transporter", so Renningenieur Bayer. Das Training am Freitag lief perfekt. "Wir entschlossen uns für den ersten Rennlauf gleich die härteste Reifenmischung von Michelin aufzuziehen", so der amtierende Meister der Serie, Jürgen Bender vor dem Start.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte man am Fahrwerk dazu eine Kleinigkeit verändert. Was genau, blieb ein Geheimnis. Auch hier im nahen Hockenheim ging es wie immer darum, an den Reifen den optimalen Grip zu erzeugen, über optimale Reifentemperaturen zu den gewünschten Top-Rundenzeiten zu kommen.

Ein ewiges Wechselspiel in der Box und auf der Strecke.  Bender und Bayer schätzten, dass die fehlenden 5/10 sec für die erste Startreihe so nun zu holen sein würden. Hochspannung vor dem ersten Rennen am Samstag.

Jürgen Bender

Der Start von der Pole gelang Heiko Neumann nicht perfekt. Optimal weg kam dagegen Jürgen Bender. "Wirklich super, ich kam ohne "weelspin" weg. Auf dem Weg zur Spitzkehre gelang es mir mich sofort sehr gut auf die neue Situation der Fahrwerkverbesserung einzustellen", so Bender.

Dann schoss das Feld auf die Einfahrt Motodrom zu. Vier verschieden GT-Fabrikaten auf die Einfahrt Motodrom ganz vorne. Lamborghini, Callaway-Corvette, Porsche, AMG-Mercedes. "Ich war am Pole-Mann vorbei". Dann ein leichter Aufschlag hinten rechts. Bender konnte die Callaway-Corvette abfangen. Eine sehr heikle Situation die nicht immer gelingt. "Ich blieb zum Glück auf der Strecke". Aber 5 Positionen waren weg. "Meine Corvette schien OK". Beide, Jürgen Bender und Heiko Neumann versuchten die verlorenen Positionen wieder aufzuholen. 10 Runden später erneut ein Aufschlag. Der AMG traf Bender nun heftig im Bereich der rechten Tür. Die Tür flog davon. "Mir war schlagartig bewusst, "das war's für dieses Wochenende", so der Neckarsulmer MCH-Fahrer. Beide GT-Rennwagen waren so beschädigt, dass an ein weiterfahren im Renntempo nicht zu denken war.

Jürgen Bender Corvette

"Ich kam zu spät nach Hockenheim. Stau auf der Autobahn bei Sinsheim. Das Rennen mit Jürgen lief schon. Im Bereich Ausfahrt Sachskurve konnten wir den Verlauf beobachten. Zusammen haben wir darauf gewartet, wann Jürgen kommen würde. Nach 3 Minuten war es klar. Die gleichen Modelle, ein Porsche 991 GT3R mit Mineralwasserwerbung und ein grüner Lambo waren bereits 2-mal vorbei gerauscht. Jürgen fehlte. Kein gutes Zeichen. In der Box 27 angekommen erfuhren wir dann was geschehen war. Aus die Party für Jürgen.  Aufladen (Foto) war die traurige Devise. Und dann Heimfahrt Richtung Neckarsulm. Als P9-Manager Bernhard Fischer die Pokale an die Sieger verteilte, da waren die Unterländer bereits wieder daheim. Leider...

(HTS)

Fotos: HTS, Knut Keller

 

2. Lauf zum BMW Slalom Cup in Bopfingen

20.07.2021

Am 11.Juli fand der 2. Lauf des BMW Slalom Cups in Bopfingen auf der Kart-Rennstrecke Breitwangbahn statt, die MCH Jugend war auch dort vertreten. Mit Ihren „Compacten 3ern“ gingen wieder die üblichen Fahrerinnen und Fahrer an den Start. 

Die Klasse 4D (Offene Klasse): Leistungs- und gewichtsmodifizierte Fahrzeuge aus allen PKW- Klassen (außer Klasse 3) bis 2,2 Liter Hubraum, Fahrzeuge mit zugelassenen Sportreifen. In dieser Klasse mussten wir alle nennen, da wir mit Semi-Slicks unterwegs sind, meinte die MCH Jugend. 

Am Start standen Hannah Baier, Annina Rittinger, Nico Chelminiacki, Nico Gutzeit und Lutz Lambrecht. Diesen schlossen sich noch Andreas Baier und Markus Rittinger an. 

In dieser stärksten Klasse der Veranstaltung mit 25 Fahrern kamen also alleine 7 Starter vom MCH. Nico Gutzeit, der beste MCHler an diesem Tag, belegte Platz 5 vor Markus Rittinger auf Platz 8. Andreas Baier landete auf Platz 11 gefolgt von Lutz Lambrecht auf dem 17. Platz. Nico Chelminiacki, der mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, belegte Platz 19. Ein defekter ABS Sensor machte ihm das Leben schwer, unter diesen Umständen war keine bessere Zeit möglich. Annina Rittinger konnte Platz 21 einfahren mit einem Vorsprung von 66 Hundertstel auf Hannah Baier, die direkt hinter Annina den 22. Platz belegte. 

Zu der Leistungsdichte muss auch noch erwähnt werden, dass von Platz 1 zu Hannah auf Platz 22 nur knappe 8 Sek. Differenz waren. 

Hannah Baier konnte zudem noch den 2. Platz in der Rookie Wertung der Damen belegen. Nico Gutzeit belegte Platz 2. der Rookie Herren Wertung und Nico Chelminiacki konnte noch den 6. Platz der Rookie Herren für sich sichern. 

Bei dieser Veranstaltung waren Begleitpersonen erlaubt, dadurch konnten uns auch Natalie Wieland und Jasmin Kumor begleiten. Jonathan Herold und Kevin Baumann konnten aus privaten Gründen leider nicht mitkommen, sonst wäre die „Compacte Jugend“ komplett gewesen. 

(Robert Chelminiacki)

 

Viel Freude, aber auch etwas Frust bei Patrick Assenheimer

BMW-Doppelsieg beim 5. und 6. NLS-Rennen am Nürburgring – Patrick Assenheimers Truppe mit den Gesamträngen zwei und neun jeweils bestes Mercedesteam - Yannick Fübrich mit technischem Ausfall und Klassenpodium

13.07.2021

Wie schon 2020 wurde heuer der 5. und 6. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie als „Double-Header“ an einem Wochenende auf dem GP-Kurs, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife ausgefahren. Trotz gleichzeitigem ADAC GT Masters Wochenende in Zandvoort traten 18 GT3-Boliden unter den knapp 130 Fahrzeugen in der Eifel an und sorgten einmal mehr für viel Spannung und Action. Unter den Akteuren auch die beiden MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer.

Patrick Assenheimer (vorne) beim Start
Patrick Assenheimer (vorne) beim Start - Foto: HRT

Mit großer Freude über den zweiten Gesamtrang am Samstag – die siegreichen BMW-Junioren Max Hesse, Daniel Harper und Neil Verhagen im Werks-BMW M6 GT3 waren laut Patrick Assenheimer einfach zu schnell – wurde bei HRT (Haupt Racing Team) resümiert. „Starkes Qualifying mit Startplatz drei, sehr enge Rundenzeiten bei den starken GT3-Boliden, in der letzten halben Rennstunde änderten sich im Minutentakt die Platzierungen in der Top-Sechs-Spitzengruppe mit dem glücklichen Ende für unser Auto“ erklärt Patrick Assenheimer. Der knapp 550 PS starke HRT Mercedes AMG GT3 war im markanten gelb-blauem Design von Teampartner Bilstein auf der Piste. Assenheimer und seine Fahrerkollegen Hubert Haupt und Adam Christodoulou hatten im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz lediglich 1.16.510 Minuten Rückstand auf die BMW-Junioren. Sonntags übernahm Manuel Metzger den Platz von Christodoulou. Beim perfekten Start von Rang sieben auf drei bewies Teamchef Haupt seine Schnelligkeit und Cleverness. Doch zu Beginn der zweiten Runde wurde der HRT-Mercedes in der AMG-Arena durch ein ungestümes Manöver eines Ferrari 488 GT3 seitlich beschädigt.

Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links)
Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links) - Foto: HRT

Ergebnis war ein enormer Leistungsverlust am Mercedes durch die beschädigte Auspuffanlage. „Der zusätzliche Reparatur-Boxenstopp kostete uns knapp vier Minuten, das angepeilte und mögliche erneute Podium war somit nicht mehr realisierbar“, so der gefrustete Patrick Assenheimer. Durch konstant schnelle und fehlerlose Runden arbeiteten sich Assenheimer, Haupt und Metzger trotzdem noch auf den neunten Gesamtrang vor. „Set Up und Taktik haben gepasst, an beiden Tagen zudem bestes Mercedesteam, die unverschuldete Kollision ist ärgerlich, der neunte Gesamtrang dafür mehr als beachtlich“, so das Resümee des schnellen 29jährigen Lehrensteinsfelders. Den Gesamtsieg sicherte sich – erneut in der Schlussphase des Vier-Stunden-Rennens – der Walkenhorst BMW M6 GT3 durch ein spektakuläres Überholmanöver gegen den Audi R8 LMS GT3 von Phoenix-Racing.

Wie schon beim vierten Lauf musste der Brackenheimer Yannick Fübrich auch beim fünften Rennen am Samstag frühzeitig die Segel streichen – der BMW M2 CS Racing wurde nach der 18. Runde mit einem technischen Defekt abgestellt. Doch das Team Adrenalin Motorsport kam am Sonntag eindrucksvoll zurück. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner eroberte Yannick Fübrich in dem knapp 440 PS starken BMW den zweiten Platz in der Cup 5 Klasse, in der beim Double-Header lediglich sechs identische BMW M2 CS antraten. Gewonnen – mit 2,24,168 Minuten Vorsprung auf die Fübrich-Truppe - hat das Team FK-Performance-Motorsport, das auch schon am Samstag erfolgreich war.

(Wilfried Ruoff)  

 

Jürgen Bender fährt erneut aufs Podium

Eurospeedway Lausitzring 04.07.2021

06.07.2021

Der Neckarsulmer Reifenspezialist Jürgen Bender trat am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring gegen GT-Fahrer aus 5 Nationen an. Ein volles Feld aus GT-Rennwagen und Sportwagen der SCC-Serie gingen gemeinsam an den Start. Unser MCH-Mitglied setzte eine GT3-Callaway-Corvette C07 gegen Modelle von Mercedes AMG, Porsche, Pagani-Zonda, Lamborghini Huracán, Audi R8 Cup sowie ein halbes Dutzend Rennsportwagen ein. Leider wurde Jürgen von Problemen mit der Fahrwerkeinstellung eingebremst. "Wenn am Fahrwerk etwas umgebaut werden muss, dann geht einem an einem Rennwochenende auf der Strecke leider meistens die Zeit aus", so Marco Bayer. Jürgen Bender und das Team Sportwagenschmiede konnten zeitlich zwei Reifenfabrikate im freien Training testen. Für die Rennen vorgeschrieben waren für die Rennen Michelin-Gummis.

Ohne eine optimale Fahrwerkseinstimmung für die Michelin-Reifen gefunden zu haben ging es im ersten P9-Challenge-Meisterschaftslauf an den Start. Hinter Sieger "Coach McKansy" (Lamborghini), und Heiko Neumann (AMG) schoss Jürgen Bender (Corvette) als Dritter der großen Hubraumklasse durchs Ziel.

Im zweiten Rennen der P9-Serie wendete sich das Blatt auch bei den Gegnern von Bender. Der AMG schoss vor einem Lamborghini, einem Pagani-Zonda und Benders Corvette durchs Ziel. "Nicht das was ich für das Wochenende hier auf dem Lausitzring anvisiert hatte", so Bender nach dem Rennen leicht unzufrieden.

Jürgen Bender

Jetzt heißt es die Corvette für das dritte P9-Challenge-Weekend 2021 auf der Grand Prix Rennstrecke in Hockenheim nochmals anzupassen. Reichlich Arbeit für das Team der Unterländer Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Marco Bayer in Erlenbach. "Ich bin sicher, dass die Jungs das schaffen werden", so P9-Serienmanager Bernhard Fischer. In dem aufwärtsstrebenden Serienpaket des Münchener Veranstalters ist Jürgen Bender der amtierende Meister der P9-Challenge. "Siegen verlernt man nicht. Das ist wie mit dem Schwimmen und dem Fahrrad fahren".

(HTS)

Foto: HTS - Jürgen Bender (l) und Jack Crow

 

Automobilslalom in Kirchheim unter Teck

06.07.2021

Am 04.07.2021 fand der Kirchheimer Slalom auf der Verkehrsübungsanlage Birkhau statt. Der MCH war wieder durch die „Compacte Jugend“ stark vertreten. Ein paar Mitglieder, die der Jugend schon entwachsen sind, kamen mit zum Slalom und versuchten Anschluss zu finden.

Wir nannten wieder in der Klasse SE17 wie schon beim Weinsberger Slalom. Die Rechnung ging wieder gut auf, die Wiederholung von Weinsberg stand auf der Ergebnisliste. Nico Chelminiacki erreichte Platz 2 hinter Jürgen Lederer. 

Ein paar Worte zum Audi TTS von Jürgen: Jürgen Lederer fährt seit Jahren mit seinem Audi TTS mit Allradantrieb und S-Tronic in der Slalom Einsteiger Klasse, mit 320 PS, einem aktiven Fahrwerk, das von Audi wie folgt beschrieben wird: „Die adaptive Dämpfung Audi magnetic ride nutzt ein spezielles Kohlenwasserstofföl mit mikroskopisch kleinen Magnetpartikeln, um die Dämpfung in drei Stufen zu variieren. Im Modus „dynamic“ bindet sie das Auto eng an die Straße an. Die Räder werden bei Kurvenfahrt gezielt abgestützt, Wankbewegungen werden weitgehend unterdrückt – die Lenkansprache und das Handling werden noch spontaner. Beim Bremsen wirkt Audi magnetic ride dem Eintauchen der Karosserie entgegen.“

Nico Chelminiacki in seinem BMW 318ti CompactNico Chelminiacki hingegen fährt einen 25 Jahre alten BMW e36 Compact 318ti mit damals angegebenen 140 PS, ob sein BMW nach 25 Jahren und 200 tkm diese jedoch noch hat, kann keiner sagen. Am Compact ist ein H&R Cup Fahrwerk verbaut mit 16“ Semislicks. Auf dem Parcours vom MCKT hatte Nico nach 2 Wertungsläufen 2,23 Sek. Rückstand auf Jürgen. Viele Zuschauer und auch Teilnehmer teilten Nico mit, dass ihnen bewusst ist, welche Leistung er abliefert. 

Jetzt aber zu den restlichen Startern vom MCH, alle in der Klasse SE17 startend, mit und ohne Pylonenfehlern. In der SE17 gingen unter anderem Fahrzeuge wie VW Polo GTI, Hyundai i30N oder auch ein Nissan GTR an den Start. Unsere Jugend ließ sich von diesen Boliden nicht beeindrucken und machte ihre Sache wie es sich gehört. Der MCH stellte in dieser Klasse 5 von 11 Startern.  

Auf dem Podest ganz oben: Nico ChelminiackiIn der Klasse F10 startete auch unser Hornet Team, mit Platz 4 konnte Marcel zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns nicht verstecken brauchen.  

Im Anschluss an den Clubsport Slalom fand auch ein Lauf zum Slalom Youngster Cup des ADAC Württemberg statt. In 2 Klassen gingen die Jugendlichen und junge Erwachsene an den Start. Mit dem Opel Adam, der vom ADAC gestellt wird, ging es auf Zeitenjagt. 

In der K21 (16-18-Jährige) gingen unter anderem Nico Chelminiacki (Platz 1), Nico Gutzeit (Platz 3), Kevin Baumann (Platz 5), Hannah Baier (Platz 6), Jonathan Herold (Platz 11) und Jasmin Kumor (Platz 16) an den Start. 

In der Klasse K22 (19-23-Jährige) wurde der MCH von Lutz Lambrecht vertreten. Lutz konnte eine top Zeit fahren und wurde in der Ergebnisliste auf Platz 3 mit einer Zeit von 1:12,54 geführt. Leider wurde er aufgrund der Tatsache, dass seine erste Runde um 0,2 Sek. langsamer war als die von Maximilian Niebling vom AC Reutlingen e.V. auf Platz 4. gewertet, trotz gleicher Gesamtzeit.

(Robert Chelminiacki)

 

1. ADAC Old- und Youngtimer-Ausfahrt Heilbronn

29.06.2021

Tja, wie viele von euch ja wissen, hätten wir schon vergangenes Jahr die Baden Württemberg Historic bei uns in Heilbronn zu Gast gehabt. Der ADAC Württemberg hatte uns im Vorfeld um Unterstützung gebeten die wir auch gerne zugesagt haben.

Leider hat Corona verhindert dass die Rallye durchgeführt werden konnte. Vor einigen Monaten meldete sich der ADAC Württemberg dann wieder bei uns. Dieses Mal ging es darum, eine trotz Corona genehmigungsfähige Veranstaltung zu planen. Da wir vom Orga-Team der Käthchen Classic schon ein passendes Konzept in der Schublade hatten, haben wir dem ADAC dieses vorgestellt.

Am Samstag dem 26.06.2021 ist dann der Startschuss zur 1. Old- und Youngtimer-Ausfahrt vom ADAC Württemberg gefallen. Startort war das Motocross-Areal in Heilbronn-Frankenbach. Es ging über eine schöne Streckenführung durch das Kraichgau zur Mittagspause in einen Biergarten in Eppingen.

Nach einigen Wirrungen haben wir dann sogar die Genehmigung der Stadt Heilbronn erhalten, die Zieleinfahrt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Heilbronn machen zu dürfen, allerdings unter strengen Auflagen.

Da ich in das Orga-Team eingebunden war, fiel mir die Aufgabe zu, die Teilnehmer auf dem Marktplatz begrüßen zu dürfen. Ich kann nicht beschreiben wie schön es war, endlich wieder einmal in glückliche, zufriedene und vor allem begeisterte Gesichter von Rallyeteilnehmern schauen zu dürfen. Obwohl es sich "nur" um eine Ausfahrt gehandelt hat, waren sogar eingefleischte Lichtschrankenfahrer zufrieden, endlich wieder einmal unter Gleichgesinnten unterwegs sein zu dürfen.

Erwähnen möchte ich aber auch, dass es mich besonders gefreut hat, unser Ehrenmitglied Walter Kircher mit seinem Fiat 130 Coupe, unseren 1. Vorsitzenden Thorsten Wolf, der mit seiner Partnerin in seinem Mercedes 560 SEC sein Rallyedebüt gab, und unseren Social-Media Experten Andreas Häberle, der auch ein tolles Video über die Veranstaltung gedreht hat (hier der Link zum Video), im Starterfeld zu sehen.

In diesem Rahmen soll ich im Namen des ADAC jedem Helfer des MCH und des SL-Clubs noch einmal den herzlichen Dank von Ilona Zink (Sportleiterin ADAC Württemberg) aussprechen.

(Bernd Sandrisser)

 

Doppelsieg für Assenheimer und für Bender in Oschersleben

MCH-Piloten hatten ein sensationelles Wochenende

28.06.2021

Zwei Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs bescherten "ihrem" Club in Heilbronn am letzten Wochenende in Oschersleben ein ganz nie dagewesenes Erfolgserlebnis. Mit GT3-Modellen von AMG aus Affalterbach und einer Callaway-Corvette, gebaut in Leingarten, räumten die beiden Toppiloten des Unterlandes voll ab. Die Konstrukteure Wöhr und Ciccone waren begeistert.

Corvette C07 

Den phänomenalen Siegesreigen der Unterländer läutete Jürgen Bender am Samstag um 14:30 Uhr ein. Er gewann den STT-Challenge Auftakt 2021 in der Magdeburger Börde nach hartem Kampf mit Porsche 991 GT3R-Ass Ulli Becker. Ein STT-Routinier wie Bender selber auch.  Patrick Assenheimer zog 2h später nach. Er gewann zusammen mit Co-Pilot Tim Heinemann den GTC-Einstundenauftakt, die "Goodyear60". Platz 2 holte dort das heimische Duo Heiko Neumann und seinem Ex-Formel 2-Copiloten Marvin Kirchhöfer. Beide Teams waren auf den gleichen GT3-Modellen von AMG unterwegs.

Zwei Top-Ergebnisse für beide Unterländer Rennfahrer. 20 Fahrer rangen beim STT-Auftakt in Oschersleben um den Sieg. Dazu zeigten sieben verschiedene Fabrikate auf den ersten sieben Plätzen, wie hoch Hersteller die STT-Serie bewerten. Jürgen Bender konnte die nachts vor dem Rennen vom Team Sportwagenschmiede umgebaute GT3 Corvette von Platz 3 im Training im Rennen vor Becker und Golz zum Sieg lenken. "Ich kam auf der Bremse an Ulli Becker vorbei. Einfach war das hier auf dem Kurs in Oschersleben nicht", so Bender. Jeder Bremspunkt muss exakt sitzen. Dazu darf die eigene Ideallinie nicht so gewählt werden, dass ein Verfolger sich vorbei bremsen könnte. Am Ende Fahrer in der Callaway-Corvette, Porsche 991 GT3R und Lamborghini Huracán GT3 auf dem Sieger-Podium.

"Die telefonisch unterstützte Abstimmung mit unserem Fahrwerksingenieur lief am Wochenende perfekt. Und Reifenprobleme gab es hier für uns auch nicht mehr", so Bender erleichtert. Man fuhr in der STT Yokohama-Gummis.

15 Starter im GTC-Einstundenrennen: Das Duo Assenheimer/Heinemann steuerte von Pole zum Sieg. Musste man am Anfang nur Platz 1 verwalten, so änderte sich das als die AMG-Kollegen mit großen Schritten näherkamen. Patrick Assenheimer als zweiter Starter im Team brachte seinen AMG-GT3 am Ende 3 sec. vor dem AMG-Duo Marvin Kirchhöfer/Heiko Neumann zum Sieg. Assenheimers Co. Tim Heinemann ließ sich die schnellste Runde notieren. Pole, SR und Sieg. Nicht schlecht für Assenheimer/Heinemann zum GTC-Auftakt.

(HTS)

Foto: Oschersleben

 

 

63. Sulmtal-Slalom des MSC Weinsberg und die "Compacte Jugend" des MCH

Aus der Sicht des Jugendleiters

28.06.2021

Am 20. Juni 2021 veranstaltete der MSC Weinsberg nach langer Coronapause einen Slalom. Die Jugendlichen des MCH, die entweder schon 18 Jahre alt sind und einen Führerschein besitzen oder die ab 16-jährigen, die bei einem Sicherheitstraining des ADAC Württemberg erfolgreich eine Starterlaubnis für Clubsport Slalom mit Fahrzeugen ab 11 Kg/KW erworben haben, nannten beim MSC Weinsberg.

die "Compacte Jugend" des MCH
die "Compacte Jugend" des MCH

Inspiriert vom Hornet Team des MCH haben fast alle Jugendlichen und junge Erwachsene in der Jugendgruppe des MCH auf einen BMW e36 Compact gesetzt und sind mit ihren Fahrzeugen in der Klasse SE17 an den Start gegangen. Viele der jungen MCHler hatten dabei ihren ersten Einsatz mit ihren Fahrzeugen.

Wir haben gemeinsam die SE17 gewählt, um von den anderen Klassen wie G3 und F10 unabhängig gewertet zu werden.

die "Compacte Jugend" des MCHUnser Plan ging fast auf, ein paar andere Fahrer mit über- bzw. unterlegenen Fahrzeugen haben dort auch genannt, aber das war marginal und sehr überschaubar. Wir hatten eine Wertung fast nur für uns unter Rennbedingungen.

Der Parcours war teils schnell anderseits technisch anspruchsvoll, 3 lange Geraden, zwei 90° Kurven und eine 180° Wende, danach das ganze zurück. Anders ausgedrückt: Einmal ums Karree und zurück. Nach dem Start ging es links herum auf die erste Gerade. Diese war recht schnell mit versetzten Toren und einer Gasse versehen. Das knifflige daran war eine Mauer links, die gemieden werden soll. Am Ende der Geraden ging es durch eine Gasse links, die ersten 90° einen Berg hinauf über eine Kuppe durch versetzte Tore, dann folgte die zweite 90° in eine Schweizer Reihe. Am Ende der Schweizer ein Tor und um die 180° Wende, eine Schlüsselstelle. Kommt man gut herum oder bleiben die Sekunden da liegen? Egal, weiter geht’s, teilweise im 3. Gang die Schweizer wieder herunter, anbremsen, 90° rechts und über eine Kuppe durch die Tore in die Gasse. Danach die zweite 90° anbremsen, noch ein paar Tore, auf die Mauer rechts achten und ab durchs Ziel. Geschafft! Der Schnellste an diesem Tag war Jürgen Glass auf einem H14 C Kadett mit einer Gesamtzeit von 1.48.37.

Startaufstellung Klasse SE17
Startaufstellung Klasse SE17

Unsere Jugend mit ihren e36 Compact´s kann da nicht mithalten, aber sie waren nicht viel langsamer.

Die „Compacte Jugend“, wie ich sie jetzt nenne, führte Nico Chelminiacki mit einer Zeit von 2.04.83 auf Platz 2 der Klasse an, gefolgt von Hannah Baier auf Platz 3 mit 2.08.04, knapp dahinter war Lutz Lambrecht auf Platz 4 mit 2.08.27.

Nico Gutzeit, der einen Pylonenfehler hatte, musste mit einer Zeit von 2.09.61 Platz 5 der Klassenwertung einnehmen, Pascal Chelminiacki, der nach längerer Zeit wieder mal einen Slalom fahren konnte, reihte sich nach einem Torfehler mit 2.20.78 auf Platz 7 der Klasse ein.

In der Klasse F10 startete Annina Rittinger, mit ihrer Zeit von 2.09.61 war sie nicht so schnell wie das Hornet Team, Marcel Pimpl 2.04.24 und Jonas Straub 2.06.34. Die Hornet Jungs kämpften mit einem technischen Problem, welcher erst beim Rennen aufgetaucht ist. Durch die Fliehkräfte in der Wende verlagerte sich das Getriebe auf den originalen Halterungen so stark, dass die Jungs keinen Gang hereinbekamen und dadurch wertvolle Zeit verloren. Diesem Problem wurde sofort nachgegangen, und Marcel hat mittlerweile schon Aluminium-Getriebelager gedreht und ist zusätzlich dabei, optimierte Motorlager herzustellen, um auch dort gleich vorzubeugen. 

Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW
Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW

In der Klasse G3 startete Andreas Baier auf Hannah´s BMW mit einer Zeit von 2.02.78, auch der Vater von Jasmin Kumor ging mit dem Compact von Jasmin, den sie selbst noch nicht fahren darf, an den Start. Michael Kumor fuhr eine Zeit von 2.07.25 und Jasmin freute sich, dass ihr Auto mit den anderen Compact´s der Jugendgruppe mithalten kann.

In der Klasse H13 starteten die MCHler Lisa-Marie Lehmann und Felix Bürker auf einem Opel Corsa B, Felix fuhr eine Zeit von 2.16.01 und Lisa-Marie 2.25.90. Felix konnte mit seiner Zeit den 2. Platz der H13 belegen.

In der Klasse H14 starteten Markus Rittinger und Frank Sperrfechter für den MCH. Markus konnte durch seine fehlerfreie Fahrt mit einer Zeit von 1.49.75 Platz 2 der Klasse belegen. Frank, der durch je einen Pylonenfehler eine Gesamtzeit von 1.54.08 fuhr, belegte Platz 4 der Klasse.

Mit 4 Podestplätzen und vielen sehr guten Platzierungen in den jeweiligen Klassen konnten die 13 MCHler an diesem Slalom zeigen, wie gut der MCH im Slalomsport aufgestellt ist. Besonders die „Compacte Jugend“ zeigte eine TOP Leistung und hinterließ einen guten Eindruck.

Ich als Jugendleiter und Trainer der Slalom Youngster Cup Fahrer bin mit der Leistung äußerst zufrieden und freue mich jetzt schon auf die kommenden Veranstaltungen, die demnächst ausgetragen werden, sofern die Umstände es erlauben werden.

(Robert Chelminiacki)

 

Erster Lauf zum BMW Slalom Cup - Hannah und Andreas Baier

28.06.2021

Am Freitag Abend waren die Vorbereitungen für den Samstag im Haus Baier in voller Fahrt. Die Autos wurden gesaugt, Taschen und Rucksäcke wurden gepackt. Natürlich wurde dem BMW (liebevoll Bertha genannt) die guten Slalom Räder aufgezogen und die Regenräder wurden eingepackt, falls es sich das Wetter noch einmal anders überlegt. Alles eingepackt und auf dem Hänger aufgeladen, waren wir, Andreas und Hannah Baier, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

Hannah und "Bertha"
Hannah und "Bertha"

Am Samstag, 19.06.2021, ging es schon sehr früh los. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Nach kurzem Überlegen, ob wir alles beisammen haben, war um 05:30 Uhr Abflug von Zuhause. Es ging auf die Autobahn Richtung Würzburg. Nach kurzer Zeit, kam dann auch schon der erste Zwischenstopp an einer Tankstelle, denn die Luft in den Reifen des BMW`s mussten geprüft und die Scheiben, für eine einwandfreie Sicht, geputzt werden. Gegen 09:30 Uhr kamen wir dann am Stehrodrom in Schwalmtal an. Alles abgeladen ging es zur Nennung und dann wurde die Strecke erst einmal genau angeschaut. Um 11:30 Uhr ging es dann für uns beide los. Es gab fünf Läufe für jeden. Da wir uns ein Auto teilen, haben wir es so geregelt, dass mein Vater als erstes drei Läufe, dann ich die drei Läufe und dann er seine letzten zwei und ich danach meine letzten zwei Läufe fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und selektiv, mit schnellen Passagen und engen technischem Teil.

Nach unseren ersten drei Wertungsläufen waren wir beide sehr zufrieden mit unseren Zeiten. Ich konnte mich in jedem Lauf steigern, zwischendurch sind mir ein paar Pylonen in den Weg gesprungen, diese hab ich dann aber schnell beseitigt. Zur Wertung, es wurden die zwei schnellsten Läufe gewertet. Im meinem letzten Lauf war ich dann nur noch zwei Sekunden hinter der Bestzeit von meinem Vater.

Hannah und Andreas Baier
Hannah und Andreas Baier

In der Klasse erreichte mein Vater den 4. Platz und ich den 12. von 16 Startern. Ich wurde aber noch in zwei anderen Klassen gewertet. In der Rookie-Damenwertung konnte ich den 1.Platz und in der allgemeinen Damenwertung den 2.Platz belegen.

Gegen 14:30 Uhr haben wir dann aufgeladen und haben uns erschöpft, aber voller Stolz auf den Heimweg gemacht. Es war ein spannender und erfolgreicher Tag.

Der nächste Lauf zum BMW Slalom Cup findet am 11.07.2021 in Bopfingen auf der Breitwangbahn statt.

Nächster Einsatz von Team Baier, GLP Nordschleife Leistungsprüfung, findet am 03.07.2021 statt. Drückt uns die Daumen.

(Hannah Baier)