Aktuelles

Jürgen Bender gewinnt den STT-Gentleman-Pokal 2021

21.10.2021

Ob Jürgen Bender mit seiner GT-Saison 2021 vollkommen zufrieden ist? Der Saisonauftakt verlief zumindest voll nach seinem Geschmack. Alles begann für den amtierenden Meister der P9-Challenge im Frühjahr bestens. Neben Markus Pommer und Patrick Assenheimer hat sich Jürgen Bender als routinierter GT-Pilot seit einigen Jahren der 600 PS-Liga, der internationalen GT3-Kategorie verschrieben. Nicht einfach Rennen fahren, sondern in der großen GT-Liga zu Meisterehren driften. Das ist ihm als einem von sehr wenigen Fahrern im Unterland perfekt gelungen.

Jürgen Bender

2021 gab Jürgen Bender für zwei GT-Rennserien eine Nennung ab. In der P9-Challenge wollte Jürgen Bender als amtierender Meister versuchen seinen Titel zu verteidigen. Hatte er doch 2020 alle Rennen der P9-Serie unangefochten gewonnen und den Meistertitel dazu. In der STT-Serie dagegen sollte es in diesem Jahr die Aufgabe sein, den 2016 errungenen Meistertitel ein zweites Mal zu erkämpfen. Beide Ziele im zweiten Jahr der Pandemie waren keine einfache Aufgabenstellung. Eingesetzt wurde wie im Vorjahr eine GT3 Corvette der Baureihe C7 von Callaway-Competition aus Leingarten. Das identische Modell wird vom Hersteller auch mit Erfolg in der ADAC-GT-Masters eingesetzt. Der Rennwagen für Jürgen Bender wurde wie 2020 für die Rennwochenenden und das in mehreren Ländern von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vorbereitet. Der Saisonauftakt in der STT gelang brillant. Doppelsieg in Oschersleben. Dagegen ließ der Internationale Auftakt am Red Bull Ring (A) Probleme mit dem Fahrverhalten deutlich werden. "Wir mussten unter Zeitdruck herausfinden, welche Gründe dafür die Ursache bildeten", so Bender nach dem Einsatz in Österreich. Da man dort nicht nur mit geringen Temperaturschwankungen auf trockenem Asphalt unterwegs war, galt es Reifen, Dämpfer und Einstellwerte der Corvette zu analysieren. Keine leichte Aufgabe, die nicht mal kurz zwischen zwei Rennwochenenden zu erledigen sein würde. Bei Saisonhalbzeit jedenfalls schienen diese Arbeiten noch nicht vollends abgeschlossen zu sein. Die vorgeschriebenen Michelin-Rennreifen machten weitere Arbeiten erforderlich. Sogar externe Untersuchungen wurden berücksichtigt. Was sich beim P9-Weekend in Hockenheim andeutete, das konnte aber gegen Saisonende am Nürburgring fast perfekt genutzt werden. Bei den beiden letzten Rennwochenenden ging es aufs Treppchen. Und das nicht nur auf Grund guter Klassenergebnisse. Höhepunkt bildete am vergangenen Wochenende der 2. Platz in der Gesamtwertung beim Finalrennen der STT. Damit konnten sich die MCH-Mitglieder Jürgen Bender und sein Renningenieur Marco Bayer Platz 6 in der Serie, Platz 2 in der Großen Division 1 und, ganz wichtig, den Titel im Gentleman-Pokal erkämpfen.

(HTS)

 

Opel C-Kadett-Pilot Frank Sperrfechter mit Klassensieg

Endläufe zur DMSB-Slalommeisterschaft 2021 auf dem Nordbayerischen ADAC Fahrsicherheitszentrum Schlüsselfeld

19.10.2021

Turbulent, dramatisch, Gigantenzeiten, Pylonenfehler, Ausrutscher, Leitplankeneinschläge, Herzschlagfinale – Schlagworte vom diesjährigen zweitägigen Finale der DMSB-Slalommeisterschaft, bei dem die jeweils 50 Punktbesten der Nord-, und Südregion um den Titel kämpfen – „Nichts für schwache Nerven“, erklärt Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn. Erst in der letzten Startgruppe am zweiten Finaltag, in den Klassen H14 (bis 2000 ccm) und H15 (über 2000 ccm) entschied sich die Titelvergabe zugunsten von Martin Skrzipietz aus Berlin, der mit einem etwas über 300 PS starken BMW 330 is der älteren E 30 Baureihe in der Klasse H15 zwischen den Pylonen unterwegs war.

Wie immer ein Trainingslauf und drei Rennläufe über je 1600 Meter auf der Top-Asphaltierten Berg-, und Talpiste des Fahrsicherheitszentrums Schlüsselfeld des ADAC Nordbayern – aufgrund der Topographie auch Mini-Nordschleife genannt. Nach Bergeaktionen und Getriebeölspurbeseitigung am Samstagvormittag wurden ab der Klasse F10 die Rennläufe auf zwei reduziert – Sonntags mussten dann die Klassen G5 bis F9 auf einen Rennlauf verzichten – paritätisch optimal vom Rennleiterduo Carsten Dünisch und Markus Terhar gelöst.

110 Namen auf der Startliste, vom Motorsportclub Heilbronn war lediglich Frank Sperrfechter mit seinem ca. 260 PS starken 16V Opel Kadett C Coupe dabei. Samstags testete Frank zusammen mit seinem Freund und Schrauber Thomas Claus eine neue Rad-Reifenkombination am gelben Opel-Klassiker, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Mit einem Pylonenfehler im zweiten Rennlauf landete Frank auf Platz fünf – ohne die drei Strafsekunden wäre Rang drei herausgesprungen. Die Klasse gewann mit souveränen Laufbestzeiten Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im BMW 320i WTCC. Sonntags dann das turbulent-dramatische Finale. Reinhard Nuber – nach zwei perfekten Rennläufen auf dem Weg zum Titel – konnte zum dritten Stint nicht mehr antreten, da dessen Schwiegersohn den BMW nach einem Dreher in die Leitplanken gelegt hatte. Auf dem gelben Sperrfechter Kadett am Sonntag wieder die seitherigen Räder, mit denen Frank dann schnelle Zeiten fahren konnte. Im Ziel nach drei Rennläufen hatte der MCH-Slalomspezialist den Klassensieg in der Tasche, mit 1,71 Sekunden vor Robert Stangl (Nittenau) der ebenfalls ein C Kadett Coupe pilotierte, dritter AC Ebern-Lokalmatador Thomas Escher in einem Ford Escort MK II. „Klar freue ich mich über den Sieg, aber die Zeiten von Reinhard Nuber hätte ich nicht fahren können, zudem kennen wir uns jetzt schon viele Jahre und sind zig mal gegeneinander gefahren, da schmerzt der Unfall und die Tatsache, dass der Favorit nicht mehr antreten konnte doch enorm“, so das Resümee von Frank Sperrfechter beim Saisonfinale.

(Wilfried Ruoff)


Ausführlicher Bericht zu den Endläufen  -->  http://www.deutsche-slalom-meisterschaft.de

  

Jürgen Bender erneut in Topform

Serie: Finale int. STT-Challenge

19.10.2021

Wie vor 14 Tagen auf der gleichen Strecke gelang dem Neckarsulmer GT-Ass Jürgen Bender in der Eifel ein weiteres Topresultat. Beim Finale der STT-Challenge katapultierte der Unterländer die bei Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und aufgebaute Callaway GT3 Corvette zwischen die zwei schnellen Audi GT3-Modelle. "Hier und heute am Ring schienen die Dinger kaum zu schlagen zu sein", so Sportwagenschmiedechef Marco Bayer. "Jürgen verhinderte das Audi-Doppel an der Spitze". Überlegen, oder nur "sehr passend" abgestimmt? "Wir mussten wetterbedingt ständig andere Räder montieren", so der Neckarsulmer. Zwischen Regen-, Intermediates- und Slicks in schnellem Wechsel über das Wochenende. Dazu die Entscheidung was in den einzelnen Stint richtig sein würde. "Wirklich nicht einfach". Das erschwerte den Renneinsatz in der Eifel einmal mehr ganz erheblich. Jürgen Bender gedachte sich im Finale am Nürburgring vom Tabellenrang acht nach vorne zu arbeiten.

Jürgen Bender

Und so lief es ab. Erstes Rennen in Startreihe zwei. Im Ziel dann Platz 3 in der Klasse der GT3-Rennfahrzeuge. Im Rennen fuhr "Ben" dann erneut in die zweite Startreihe. Nach einem sauberen Blitzstart landete der Neckarsulmer als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen, aber vor Stefan Wininger (beide Audi GT3). Bester Ausländer im Meisterschaftsfeld am Ende der Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-Chevrolet). Als 6. schoss die beste Lady durchs Ziel. Carrie Schreiner aus Völklingen im Norma LMP3 Sportwagen. Die Meisterschaftstabelle wird zeigen, wie weit sich Jürgen Bender als amtierender P9-Challenge-Meister in allen drei STT-Wertungen Richtung Spitze nach vorne schieben wird.

(HTS) 

Foto Moritz Schwitzkowski - die neu gestalteten GT3 Corvette

 

Jürgen Bender will es beim STT-Finale wissen

Jürgen Bender will es am Nürburgring wissen

15.10.2021

 

Saisonfinale verläuft nicht nach Wunsch

Patrick Assenheimer sieht keine Zielflagge auf dem spanischen Barcelona-GP-Kurs

12.10.2021

Den Saisonabschluss in der erneut Top-besetzten GT World Challenge Europe hatte sich der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer besser vorgestellt. Sein AutoArenA-Mercedes AMG GT3, der vom Haupt Racing Team (HRT) eingesetzt wurde, musste in der 73 Runde vorzeitig abgestellt werden.

Foto: HRT
Foto: HRT

46 internationale GT3-Boliden und jede Menge namhafte Piloten waren zum Finale, einem Drei-Stunden-Rennen, nach Spanien gekommen. „Auf dem 4655 Meter langen, mit 16 Kurven gespickten Circuit de Barcelona-Catalunya werden die Reifen extrem gefordert. Sehr wichtig ist dazu ein optimales Set-Up, das wir leider nicht fanden“, erklärt Patrick Assenheimer. Kein gutes Qualifying bedeutete Startplatz 11 im Silver Cup und Position 35 in der Gesamtaufstellung. Die Renn-Performance war dann deutlich besser. Sowohl Teamchef Hubert Haupt wie danach Patrick Assenheimer konnten den knapp 550 PS starken AutoArenA-Mercedes Stück für Stück nach vorne fahren. „Mein Stint war gut, unsere Taktik auch. Am Ende sind wir durch eine Kollision, in die unser Schlussfahrer Indy Dontje involviert war, vorzeitig ausgeschieden – sehr schade, aber das ist halt Rennsport“, resümiert Patrick Assenheimer. Im Feld der 46 GT3 waren Boliden von Audi, Ferrari, BMW, Porsche, Aston Martin, McLaren, Lamborghini und Mercedes. Eine einzigartige Rennserie, mit der der 29jährige MCH-Langstreckenspezialist Patrick Assenheimer auch für die nächste Saison liebäugelt.

(Wilfried Ruoff)

 

Yannick Fübrich mit langersehntem Klassensieg im BMW M2 CS

Turbulentes Finale der NLS in der Eifel

12.10.2021

Nichts für schwache Nerven war das Finale der Nürburgring Langstrecken Serie 2021: Durch typischen Eifel-Nebel verkürztes Qualifying und dadurch auch ein auf 3,25 Stunden verkürztes Finalrennen - Meisterschaft durch einen Reifenschaden und eine minimal unterschrittene Mindestboxen-Standzeit der zwei Favoriten zugunsten von Danny Rink und Philipp Leisen (die Champions vom Vorjahr!) im V4 BMW 325 vom Adrenalin Motorsportteam entschieden - Gesamtsieger Phoenix Audi R8 LMS GT3 überquert die Ziellinie nur als dritter, der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Konrad-Lamborghini GT3 EVO werden aber mit einer Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge auf die Plätze zwei und drei zurückgestuft - von 109 gestarteten Fahrzeugen sehen lediglich 86 die Zielflagge.

Jubeln konnte MCH-Racer Yannick Fübrich (Meimsheim) über seinen zweiten Klassensieg 2021. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner konnte der VLN-Meister des Jahres 2019 die fünfmaligen Cup 5-Klassensieger vom Team FK-Performance um 1.08 Minuten hinter sich lassen. Im knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Adrenalin Motorsportteam gelang Fübrich ein klassischer Start-Ziel-Sieg von der Klassenpole. Zudem konnte das Trio die schnellste Rennrunde in 8.52.100 Minuten gegen acht konkurrierende BMW M2 CS drehen. „Das i-Tüpfelchen zum Klassensieg war der 20. Gesamtrang. Unser Set-Up war heute perfekt, fahrerisch mussten wir allerdings permanent ans Limit“ resümiert der 29jährige Yannick Fübrich.

(Wilfried Ruoff)

 

Chris Vogler dominiert im Porsche 911 auf Mallorca

1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca

12.10.2021

Chris Vogler hatte es schon auf dem Septemberclubabend beim MCH angekündigt – heuer stand die 1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca mit seinem Porsche 911 Carrera S der Baureihe 992 auf dem Programm. Zusammen mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho bestritt Chris die 18, über drei Tage verteilten Wertungsprüfungen mit Start und Ziel im Rallyezentrum Port Adriano – bei traumhaftem Wetter. Satte 200 WP-Kilometer waren zu absolvieren, 

Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho
Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho

das Duo Jaime/Chris fanden sich bestens zurecht. 17 (!!!) der 18 Wertungsprüfungen konnten die beiden gewinnen, im Ziel hatten sie satte 6,35 Minuten Vorsprung in der Gruppe der Showcars. „Fabelhaftes Wetter, traumhafte Wertungsprüfungen, die wohl schönste war die auf der Halbinsel Formentor“ (dazu ein Onboardvideo bei Instagram: https://www.instagram.com/p/CU0XnphDr80/ ) erklärt Chris Vogler. Total begeistert zeigt sich der MCH-Racer auch vom eingesetzten Porsche 911 Carrera S der 992-Baureihe. „Der beste/performanteste 911er, den die Zuffenhausener jemals gebaut haben“ so sein Statement.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender kämpft wieder um den Sieg

04.10.2021

Im freien Training gelang es dem Neckarsulmer MCH-Pilot Jürgen Bender auf Anhieb, die zweitbeste Rundenzeit in den Asphalt der Eifel zu radieren. Der 160er Schnitt war so schon mal eine erste grobe Ansage für das bevorstehende Wochenende.

"Der stärkste Wagen im Feld, dem roten Ford GT sagt man reichliche 800 PS nach, hatte leichte technische Probleme. Jürgen Alzen waren im ersten Training dadurch die Hände etwas gebunden. Bruder Uwe, ein Profi, zuletzt in der DTM am Start, fuhr seinen Audi R8 GT3 Evo vor die Mitbewerber nach vorne. In der Qualifikation für den ersten Lauf der STT-Meisterschaft trieb Jürgen Bender die Corvette nicht über die volle Distanz. "Es ging einfach nicht. Nasser Asphalt und dicke Nebelschwaden machten das Training zum gefährlichen Hassartspiel", so Bender. So ging er frühzeitig an die Box. Die Verhältnisse hielt auch die Rennleitung für absolut nicht zu verantworten. Die rote Flagge kam raus und sorgte für einen frühen Abbruch des Zeit-Trainings. Für Jürgen Bender bedeutete das nur Startreihe zwei im ersten Rennen am Sonntag. "Absolut die richtige Entscheidung", so Bender trotzdem. Das 2. Training fand auf trockener Bahn statt. Die Rundenzeiten sanken um satte 10sec. Die Rundenschnitte stiegen von 140 Km/h auf 160 Km/h an. Unser Neckarsulmer wurde deutlich schneller. Er rückte Uwe Alzen auf den Pelz. Aber für die erste Startreihe langte es noch nicht ganz. Es blieb als also sehr spannend für die Rennen am Sonntag.

Corvette C7

Das Wetter wurde beim 7. und 8. Meisterschaftslauf der STT-Challenge zur ganz großen Herausforderung für alle Fahrer auf dem Nürburgring. Wetter am Ring - immer eine kritische Sache für sich. "Mit den Michelin-Rennreifen kam ich hier bei trockener, sowie auch auf nasser Strecke gut klar", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Die Balance der C7-Callaway-GT3 Corvette stimmte perfekt. Als GT-Topfahrer des MCH Heilbronn war er bereits im ersten freien Training Zweitschnellster. Auf Anhieb schnell sein, das ist Jürgen Benders Stärke. Insbesondere bei problematischen Wetterbedingungen wie an diesem Wochenende in der Eifel.

Im Quali gelang ihm in die 2. Startreihe zu fahren. "Mein Ziel war bis zur ersten Kurve zu "Pole"-Fahrer Alzen aufzuschließen", so Bender am Abend nach dem Training. Das gelang trotz nasser Bahn perfekt. Und da vorne konnte er sich behaupten. Trotz der Attacken vom AMG-Piloten. Vor Jo Klüber schoss Bender als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen durchs Ziel. "Der Jo im AMG-GT3 von Team Equipe-Vitesse war kein leichter Gegner", so Bender.

Zum 2. Rennen starteten alle Teams auf Slicks. Doch nach 3 Runden begann es erneut zu regnen. "Ich war an Alzen (Audi R8 GT3 EVO) dran", so Bender (Callaway C7-Corvette GT3). Er fuhr nahezu die gleichen Zeiten wie der Siegerländer Profi. In der Box verlor Bender beim unumgänglichen Wechsel auf Regenreifen etwas Zeit. Wieder auf der Strecke war Jo Klüber vorbei. "Auf nasser Strecke ist überholen dort nicht möglich", so Ben nach dem Rennen. Aber Jürgen Bender fuhr wie im ersten Rennlauf am frühen Morgen in der Eifel erneut aufs Podium. "Zwar nun hinter Klüber, aber das Eis ist klar gebrochen", so Bender. "Die Technik stimmt", fügt Renningenieur Bayer Kopf nickend hinzu. Der amtierende P9-Champion kämpft auch in der STT-Serie wieder um den Gesamtsieg.

Das STT-Finale findet in 14 Tagen erneut am Nürburgring statt. Team Sportwagenschmiede ist gerüstet.

(HTS)

Foto privat

 

Amtierender Meister Bender startet Samstag am Nürburgring

01.10.2021

In den vergangenen beiden Jahren wirkte nicht nur der Motorsport wie gelähmt. Corona bremste im Sport praktisch alles aus. 2020 gewann der Neckarsulmer P9-Champion Jürgen Bender alle Meisterschaftsläufe im In- und Ausland - ALLE! Das war der Titelgewinn für "Ben", wie ihn die Freunde seit Jugendjahren nennen.

Beim Saisonauftakt im Niederländischen Assen ging das Siegen 2021 auf Anhieb weiter - Doppelsieg, und das bei sehr wechselhaftem Wetter nahe der Nordsee. "OK," so der Unterländer, "mehrere Wettbewerber schienen auf dem ungewohnten Motorrad Grand Prix Kurs nicht aus dem Stand 100%ig klarzukommen". MCH-Ass Bender dagegen war schon immer auf Anhieb schnell. Er kam prächtig klar. Eben ein "Allrounder" auf der Rundstrecke. Sieg in beiden Meisterschaftsläufen in Assen. Freude im Team.

Dann aber kam es in beiden Meisterschaften zu Einbrüchen. Neue Reifenvorschriften verlangten erhebliche Abstimmungsarbeiten an der in Leingarten entwickelten GT3 Callaway-Corvette.

Aber nun ist Jürgen Bender wieder im STT-Trio der Sieger angekommen. In Hockenheim lieferte auch er bei drei Serien eine sehr eindrucksvolle Demonstration zusammen mit den Unterländer GT-Assen ab. Ihm gelang die beste GT-Platzierung. "Und das Solo", lächelte er.

Ziel - am Nürburgring aufs Podium

Am kommenden Wochenende werden der 9. und 10. Lauf der P9-Challenge im Italienischen Monza ausgetragen. Gleichzeitig findet das 5. STT-Weekend am Nürburgring statt. Wo starten? Eine Entscheidung musste gefällt werden. "Schweren Herzens habe ich mich für den Start am Nürburgring entschieden", so Bender. Und sein Renningenieur Bayer fügt hinzu. "Für das Rennen am Ring spricht nicht nur die geringere Anreiselänge. Am Ring können wir einen wichtigen Vorteil erarbeiten. Drei Wochen später findet dort auf einem Teil der "grünen Hölle“ das STT-Finale 2021 statt. Für Monza hätten wir das Getriebe umbestücken müssen".

Rückblende - vor 10 Tagen katapultierten sich die Unterländer GT-Asse Bender und Assenheimer auf dem Formel-1 Kurs in Hockenheim bei zwei unterschiedlichen Rennserien jeder einmal in die erste Startreihe. Einmal mehr ein starkes Bild des Unterländer GT-Sports auf Modellen von AMG-Mercedes und Callaway-Corvette. Platz 7 bzw. Platz 4 und 5 waren danach die Resultate. "Ich war bereits auf Rang 3 als mir bei den Überrundungen ein Rudel kleiner 2L-Modelle die Tür zu machte. Die Kleinen waren mit sich selber beschäftigt und hätten es so leicht zu einem Unfall kommen lassen können", so Bender nach dem Rennen nicht gerade begeistert. Der Neckarsulmer landete auf Rang 4. Und das mit dem Podium vor Augen. Dazu Rang 3 in seiner Klasse, am Ende wichtig für die Meisterschaftspunkte. Am Nürburgring will sich die Unterländer Erfolgscrew unter die ersten 5 in der Tabelle nach vorne katapultieren. Brand aktuell - gerade haben Gerwin und Marco die GT3-Corvette verladen. Dazu müssen die Türen ausgehängt werden. Die Racefans wissen warum. Genau, weil der Fahrer der diesmal beim Verladen in der Corvette Platz nehmen musste, ansonsten im Auflieger nicht mehr heraus klettern könnte. Danach ging es für die MCH-Jungs am Abend direkt ab Richtung Eifel, Richtung "grüne Hölle Nürburgring".

(HTS)

Corvette C7Foto: HTS und Moritz Schwitzkowski 

 

Erneut Top-Ergebnisse für Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

115 Starter beim 8. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie – MCH-Piloten Piloten mit soliden Vorstellungen – Aston Martin überrascht positiv

28.09.2021

Mit der neuesten Generation ihres Aston Martin Vantage GT3 überraschten die Werkspiloten Nicki Thiim (Österreich) und Maxime Martin (Belgien) beim ersten offiziellen SP9 Einsatz in der NLS als Gesamtsieger – knapp vor dem Phoenix Audi R8 LMS GT3 mit Frank Stippler und Vincent Kolb sowie den drittplatzierten BMW-Junioren Daniel Harper, Max Hesse und Neil Verhagen im BMW M6 GT3.  

Patrick Assenheimer, der beim 8.NLS-Lauf gleich für zwei Mercedes-Teams am Start war, sprach im Ziel von einer nicht optimalen BOP (Balance of Performance – die Gewicht und Leistung der verschiedenen GT3-Boliden ausgleichen soll). Nach einer cleveren Boxenstopp-Taktik gelang Gesamtrang sechs in seinem Stammteam HRT zusammen mit Hubert Haupt und Manuel Metzger. Der knapp 550 PS starke Mercedes AMG GT3 war nach einem wegen Nebels auf nur 45 Minuten verkürztem Qualifying

Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT
Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT

vom zehnten Startplatz losgefahren – Manuel Metzger hatte den Boliden dorthin gelenkt. Ein Ausrutscher von Haupt nach einer kleinen Kollision mit dem Phoenix-Audi in der Sabine-Schmitz-Kurve kurz nach Rennmitte sorgte für eine Schrecksekunde und kostete etwas Zeit. Im seinem Schluss-Stint brachte Patrick Assenheimer den HRT-Boliden wieder auf Schlagdistanz zum fünften Rang, ein Angriff war aber nicht mehr möglich. Damit verabschiedet sich das HRT-Team aus der 2021er NLS-Saison mit der vierten Top-Ten-Platzierung in Folge. Der weitere Einsatz des 29jährigen Lehrensteinsfelders war auf einem Mercedes AMG GT3 des HWA Teams Racelab. Dabei ging es um wichtige technische Entwicklungen für die kommende Saison. Mit Thomas Jäger und Marcel Marchewicz startete Patrick Assenheimer von Platz 15 und sah die Zielflagge nach der Vier-Stunden-Hatz als elfter. „Wir waren nicht auf der letzten Rille unterwegs, das Ziel, viele Entwicklungskilometer auf der fahrerisch anspruchsvollen Nordschleife abzuspulen, wurde erreicht. Alles in allem war es ein solides Ergebnis“, resümiert Patrick Assenheimer.

Erneut einen zweiten Klassenplatz konnte der Meimsheimer Yannick Fübrich herausfahren – und erneut musste sich seine Adrenalin Motorsport Truppe dem mehrmaligen Siegerteam FK-Performance geschlagen geben. Über die gesamten vier Stunden waren die beiden 450 PS starken BMW M2 CS der Cup 5 Klasse (neun Starter) in Sichtnähe auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Nach mehreren Führungswechseln hatte Fübrich nach 26 Runden über 24,433 Kilometer in der Eifel lediglich 10,044 Sekunden Rückstand. Wie in bisher allen NLS-Läufen wechselte sich Yannick mit Francesco Merlini (Italien) und David Griessner (Österreich) im BMW-Cockpit ab.

(Wilfried Ruoff)

 

Benders Hockenheim-Bilanz

27.09.2021

"Wir haben vor dem Nürburgring noch einiges an Detailarbeit vor uns", so Jürgen Bender nach dem ADAC-Rennwochenende vor einer Woche leicht skeptisch. Alles lief vor der Haustür ab. Der Formel-1-Kurs von Hockenheim liegt nur knappe 60 km von Neckarsulm entfernt. Etliche Freunde des Heilbronner Motorsportclubs (MCH) waren angereist. Alle Daumen waren also festgedrückt.

Bis jetzt wurde der Tabellenstand der STT-Challenge von Manager Krepschick nicht veröffentlicht. Klar ist schon heute, dass sich die kleinen Hubraumklassen in der Tabelle weiter nach vorne schieben werden. Die Konkurrenz ist in den preiswerten kleinen Tourenwagenklassen überschaubar. Wer mit einem hoch frisierten Kleinwagen antritt, der ist in der STT absolut im Vorteil. Dort wo die Musik spielt, in den großen Hubraumklassen der GT3 dagegen, da gibt es echte Konkurrenz. Schon die Markenvielfalt an der Spitze spiegelt das deutlich wieder. Audi, Callaway-Corvette, AMG, Porsche, Pumaxs-Chevrolet, Ferrari - im Feld um den Gesamtsieg sagt kein Gegner "bitte nach ihnen". Da wird voll draufgehalten. Bis dort hinauf schafften es im Unterland nur Marcus Pommer, Patrick Assenheimer und der amtierende P9-Challenge-Champion 2021 Jürgen Bender.

MCH-Pilot Jürgen Bender, im ersten Zeittraining des Auftaktrennens noch in der ersten Startreihe, stellte in Hockenheim diesmal fest, dass die Strecke mit zunehmender Benutzung langsamer wurde. "Ungewohnt", so der Neckarsulmer. Aber offensichtlich harmonierten die verschiedenen Reifenfabrikate der unterschiedlichen Rennserien nicht perfekt miteinander. Aber wie Abhilfe schaffen? Die technischen Veränderungen an einem Rennwagen auf der Rennstrecke sind begrenzt. "Ihre Tricks verraten die Renningenieure nie gerne", so Sportwagenschmiede-Boss Bayer grinsend.

  Foto: Moritz Schwitzkowski - Jürgen Bender (Callaway- Corvette, GT3) vor Jo Klüber (AMG GT3)

 „Im Training konnte ich den 800 PS starken Ford GT aus Reihe 1 verdrängen", erläutert Bender. Doch am Start zum Rennen schoss der rote Bolide mit über 200 Turbo-PS mehr unter der Haube vor Bender. "Ich kam auf der Bremse gut an den roten Ford GT ran. Aber eben nicht vorbei. Da fehlten einige Meter", so Bender achselzuckend. "In der vorletzten Runde konnte ich meine Corvette aus der Spitzkehre beim herausbeschleunigen auf verschmutzter Strecke noch einmal abfangen". Das gelang dem Routinier meisterlich. Aber der in seinem Genick sitzende AMG (Foto) von Team equipe-vitesse mit Jo Klüber kam knapp vorbei. "Unser P9-Champion von 2020 musste sich in Hockenheim mit dem 3. Rang in der Klasse begnügen. Aber es ist mehr drin bei Jürgen", so P9-Manager Fischer. Keine leichte Aufgabe sich beim nächsten STT-Weekend am Nürburgring gegen das taktisch gut abgestimmt wirkende Alzen-Duo (Audi R8/Ford GT) erfolgreich in Szene zu setzen.

(HTS)

 

Pommer fährt in Spa ohne Traktionskontrolle in die Top Ten

20.09.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Markus Pommer hat seinen bisher größten Erfolg in der European Le Mans Serie (ELMS) eingefahren. Wenn auch knapp. Am Sonntag sauste der Heilbronner in Spa Franchorchamps nach vier Stunden mit einer einstelligen Platzierung über die Ziellinie - den Verfolger als Neunter dicht im Nacken. Und ohne Traktionskontrolle im Dienstwagen seines britischen Teams BHK Motorsport. "Da hatten wir gegen Ende Probleme, ein Sensor war kaputt, daher musste ich sie ausschalten", erklärte der einzige Deutsche in der umkämpften LMP2-Klasse. Bis der Fehler überhaupt gefunden war, blieb aber schon viel Zeit auf der Strecke.

"Es war nicht einfach, am Schluss war es dann wieder ziemlich knapp an der Ziellinie. Ich habe das Leader-Auto noch vorbeigelassen und hinter dem war direkt der Zehnte - eine ganz enge Nummer bis auf die letzten Meter", schilderte der 30-Jährige nach dem Rennen in Belgien.

Bei aller Freude über das bisher beste Saisonergebnis gesteht Markus Pommer jedoch auch: "Die ersten Fünf sind noch deutlich schneller, da fehlt einiges. Ein ganz großer Sprung nach vorne geht einfach nicht". Aber auch kleine Schritte können ja erfreulich sein. "Es war definitiv ein Step in die richtige Richtung. Bis auf den Zwischenfall lief das Rennen nach Plan. Sonst hat alles geklappt, wir sind fast perfekt durchgekommen und ich habe selbst auch noch ein paar Ideen, was wir verbessern könnten", sagt Pommer zur passablen Performance von ihm und seinen beiden italienischen Teamkollegen Sergio Campana und Francesco Dracone.

Der Heilbronner bekam im Schluss-Stint des Vier-Stunden-Rennens die meiste Einsatzzeit des internationalen Trios und hat sich vor dem Saisonfinale längst in der neuen Klasse etabliert: "Ich saß circa 50 Runden, etwa eine Stunde und 45 Minuten im Auto - also fast die Hälfte des gesamten Rennens".

Quelle: Heilbronner Stimme vom 20.09.2021

 

Jürgen Bender und Patrick Assenheimer in der 1. Startreihe

20.09.2021

Das ADAC-Race-Weekend auf dem Formel-1 Kurs von Hockenheim wurde aus Unterländer Sicht zum echten Rennsport-Krimi. Besonders hart musste der Neckarsulmer Jürgen Bender kämpfen. Aus der 1. Startreihe der STT-Challenge beugte sich der Callaway-Corvette-Pilot am Ende den starken Modellen der Alzen-Brüder (Audi R8/Ford GT). Kurz vor Zieleinlauf zwangen zwei zu überrundende Konkurrenten (Ferrari 488 GT/Audi R8) Bender neben die Strecke. Zurück auf den Asphalt konnte der amtierende P9-Challenge-Champion noch Klassenrang 4 retten. Das war Gesamtrang 5. Ein Bolide aus der Turboklasse mit 150 Zusatz-PS landete auf Gesamtrang 2 im starken GT-Feld. "Wir werden noch weitere Änderungen erproben", so Sportwagenschmiede-Teamleiter Marco Baier. Das wird bereits beim kommenden Einsatz am Nürburgring in 3 Wochen der Fall sein.

Im 2. STT-Rennen brachte MCH-Pilot Jürgen Bender am Ende nach solidem Einsatz durch einen Ausrutscher den 4. Gesamtrang ein. Wichtig dabei jedoch der 3. Klassenrang. Punkte gibt es bekanntlich nur für die Klassenerfolge. Am Ende fehlten Jürgen magere 0,5 sec auf Rang zwei in der Klasse. Gesamtsieger in beiden Läufen wurde Profi Uwe Alzen (Foto m. Bender).

Jürgen Bender - Uwe AlzenFoto: Sportwagenschmiede - links Jürgen Bender, rechts Sieger - Profifahrer Uwe Alzen

Patrick Assenheimer gelang zusammen mit Tim Heinemann im Einstundenrennen "Goodyear60" der zweite Rang. Ein sehr solides Ergebnis. Vorausgegangen war ein Platz in der 1. Startreihe für das Duo Assenheimer/Heinemann. Im GTC-Sprint sprang für den Heilbronner Rang 7 heraus.

Patrick Assenheimer (rechts), Christof Langer Foto: HTS - links Christof Langer, rechts Patrick Assenheimer

Besonders glücklich war in Hockenheim Christof Langer. Der Kirchheimer steuerte seinen vom Schweizer Team Flach-Auto-Tech eingesetzten Porsche 992 GT3 Cup in beiden GTC Rennen zum Klassensieg. Gesamtrang 13, aber volle Punkte für den Klassenerfolg ließen Fahrer und Team absolut verdient ordentlich strahlen.

(HTS )

 

MCH-Ass Jürgen Bender in der ersten Startreihe

Formel-1-Kurs Hockenheim mit int. Besetzung

18.09.2021

Zwei Unterländer GT3-Asse gehen heute und morgen in Hockenheim "aufs Ganze". Patrick Assenheimer sitzt in einem Team Space-Mercedes AMG GT3. Für seinen Start am Sonntag hat der Unterländer Langstreckenspezialist den neuen Mercedes AMG GT3 bei der GTC-Challenge in die 4. Startreihe gestellt. Zusammen mit Partner Heinemann wird versucht sich als Team in der GTC und im Einstundenrennen, der Goodyear60 optimal zu platzieren.

Corvette C7

Alleine geht Jürgen Bender an den Start. Der amtierende P9-Challenge-Meister wird versuchen in den Läufen 5 und 6 der STT-Serie seine Tabellenposition deutlich zu verbessern. Der erste Schritt dazu war das heutige "Quali" am Morgen. Jürgen Bender feuerte die von der Erlenbacher Sportwagenschmiede eingesetzten GT3-Callaway-Corvette C7 in die Erste Startreihe. "Das ist mal ein guter Anfang", so der Neckarsulmer Reifenfachmann trotzdem nachdenklich. Er wird am späten Nachmittag mit neuen Reifen ins Rennen gehen. Alle Unterländer Freunde drücken ihm die Daumen. Das gilt dann auch für den morgigen Start von Patrick Assenheimer.

Beide haben starke Wettbewerber auf Modellen von Audi und AMG im Feld. Und dann ist da noch der Ford GT von Jürgen Alzen. Der hat viel Leistung und steht am Start hinter MCH-Ass Bender.

(HTS) 

Foto: P9-Challenge - frei

 

Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beeindrucken beim NLS-Saisonhöhepunkt

134 Starter beim 7. NLS-Lauf in der Eifel – neues GPS-System verhindert möglichen Podestplatz – Gesamtrang acht und bester Mercedes

15.09.2021

Zum 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal Rennen, dem Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken Serie, waren 134 Teams angetreten, darunter knapp 20 Hubraum- und PS-gewaltige GT3 Boliden. Lediglich 99 sahen nach einem hart umkämpften Rennen die Zielflagge. Einmal mehr stand in dieser Saison ein Zuffenhausener Sechszylinder-Heckmotorbolide ganz vorn. Michael Christensen (Dänemark) und Kevin Estre (Frankreich) lenkten den „Grello“-Porsche 911 GT3 R vom Manthey Racing Team souverän zum Gesamtsieg. Knapp dahinter der Werks-BMW M6 GT3 mit den BMW-Junioren Max Hesse, Neil Verhagen und Daniel Harper. Gesamtrang acht – und somit bester Mercedes – MCH-Racer Patrick Assenheimer vom Haupt Racing Team im Mercedes AMG GT3 in den gelb-blauen Bilstein-Farben.

Patrick Assenheimer im gelben AMG-Mercedes GT3
Patrick Assenheimer im gelben Mercedes AMG GT3

„Ein ungeplanter, zusätzlicher Boxenstopp in der Endphase des Rennens verhinderte den Kampf um den bis dahin möglichen dritten Gesamtpodestplatz“, erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Ein technischer Defekt an einem neuen GPS-Augen-System – das zeigt der Rennleitung Geschwindigkeit und Standort des Fahrzeugs – welches der HRT-Mercedes für die NLS-Techniker testete, kostete satte fünf Minuten Standzeit. Die beiden führenden, der Manthey-Porsche sowie der BMW M6 GT3 der BMW-Junioren waren da bereits zu weit weg, aber nach einem beindruckenden Stint von Patrick Assenheimer wäre für Schlussfahrer Manuel Metzger noch einiges drin gewesen. In der hektischen Startphase nach Qualifikationsplatz sieben war der knapp 550 PS starke HRT-Mercedes immer in den Top-Ten gefahren – erst durch Teamchef Hubert Haupt und dann mit Manuel Metzger am Steuer. Ereignisreich wurde es, als Patrick Assenheimer den HRT-Bilstein-Mercedes übernommen hatte. Durch seine fehlerfreie und bravouröse Vorstellung rückte der Mercedes auf den fünften Gesamtrang vor. „Die Taktik mit früheren Boxenstopps ist aufgegangen. Unsere Rennperformance hat gepasst, zusätzlich konnte ich einige Kollisionen und Gelb-Phasen optimal nutzen, der GPS-Augen-Defekt war einfach nur Pech“, resümiert Patrick Assenheimer im Ziel.

Für Yannick Fübrich, den zweiten Langstreckenspezialisten beim MCH, endete der 7. Lauf auf Klassenplatz zwei. In der Cup 5 Klasse der BMW M2 CS Flitzer war Fübrich zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner im BMW M2 vom Team Adrenalin Motorsport unterwegs. Nach einem optimalen Qualifying haben auch hier Performance und Strategie gepasst, der Adrenalin-BMW während der gesamten Sechs-Stunden-Hatz auf einem der drei Klassenpodestplätze. Eine Zeitstrafe für einen Code 60 Geschwindigkeitsverstoß warf Fübrich und seine Mitstreiter dann zurück, den Sieg holte sich einmal mehr der BMW M2 CS vom FK Performance Motorsportteam. Die schnellste Rennrunde in der Cup 5 Klasse war dem schnellen Adrenalin-Trio aber nicht zu nehmen.

(Wilfried Ruoff)

 

Frank Sperrfechter überzeugt im Opel C-Kadett-Klassiker

3. und 4. Lauf als Doppelveranstaltung zur DMSB-Automobil-Slalommeisterschaft auf dem Flugplatz Bengener Heide

03.09.2021

„Die Erlöse sowie immens viel an zusätzlichen Spendengeldern der Automobilslalomakteure gehen an die Flutopferhilfe - das war fast wichtiger als die Punkte zur DMSB-Meisterschaft“ erklärt unser MCH-Clubmitglied Frank Sperrfechter. Der ASC Ahrweiler hatte auf dem Flugplatz Bengener Heide eine Slalom-Doppelveranstaltung ausgerichtet, bei der knapp 70 Akteure durch Pylonentore und Gassen wedelten.  Nasskaltes und windiges Wetter beeinflusste das Geschehen auf dem schnellen und selektiven Parcours. Reine Regenreifen oder Intermediates – das war oft die Frage. Rutscher und Pylonenfehler bestimmten immer wieder das Geschehen, von den Slalompiloten war Fingerspitzengefühl am Lenkrad und beim Gas geben gefordert.    

MCH-Slalomspezialist Frank Sperrfechter konnte bei den widrigen Umständen mit seinem getunten, 260 PS starken Opel Kadett C bei beiden Veranstaltungen überzeugen. Gesamtrang zwei und der Sieg in der verbesserten Zwei-Liter-Klasse knapp vor dem ehemaligen Deutschen Slalommeister Reinhard Nuber aus Isny auf einem BMW 320i WTCC am Nachmittag waren das Highlight. Dazu kam Gesamtrang vier und der zweite Klassenplatz am Vormittag. Hier lag der Heilbronner nach dem ersten Stint noch in Führung. Ein Pylonenfehler im zweiten Rennlauf, der drei Strafsekunden einbrachte, verhinderte den angepeilten Klassen- und Gesamtsiegsieg. Den schaffte bei beiden Veranstaltungen der Leutkircher Eugen Weber in einem 270 PS starken Honda S 2000.


Sperrfechters Freund und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) – der betreut den Opel-Klassiker technisch - belegte mit demselben C Kadett Coupe am Nachmittag Klassenplatz drei. Für den „Heimslalom im Wolfszipfellabyrinth“ scheinen sowohl Fahrer Frank wie auch sein C-Kadett-Klassiker gerüstet zu sein.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender erneut auf dem Podium

3. Lauf der STT-Serie 2021

30.08.2021

Den Meisterschaftsauftakt der STT entschied Jürgen Bender auf einer von Team Sportwagenschmiede eingesetzten C7 Callaway-Corvette. Die beiden ersten Meisterschaftsläufe der internationalen STT-Serie 2021 für GT- und Tourenwagen konnte der Neckarsulmer klar als Gesamtsieger beenden. Für den 3. Lauf im niederländischen Assen war der Erfolg des Tabellenführers also vorprogrammiert. Das Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Rennwagenhersteller Callaway Competition aus Leingarten bereiteten die Callaway Corvette C7 für den Neckarsulmer perfekt für den Doppelstart in Assen vor.

Podest Assen 2021

"Mit den Erkenntnissen aus den Renneinsätzen bei der P9-Challenge auf dem Grand Prix-Kurs in Hockenheim vor 3 Wochen kamen wir sehr gut weiter", so Sportwagenschmiede-Boss und MCH-Mitglied Bayer vor Abreise Richtung Norden nach Assen. "In Holland galt es im Training dann die unterschiedlichen Reifen für die verschiedenen Wetterlagen heraus zu arbeiten", fügte er hinzu. Es gelang dem Team auf Anhieb. Am Ende gelang es dem in der GT3 erfolgreichsten Unterländer in Assen trotz wechselndem Wetter fast volle Punkte für die STT-Tabelle zu kassieren. Bender landete hinter dem Westerwälder Ex-DTM-Profifahrer Uwe Alzen (Audi R8) und vor dem Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-BMW) im dritten STT-Meisterschaftslauf 2021 in Assen auf Rang zwei. Erste Startreihe, der Sprung aufs Podium ganz rechts wie in der Formel 1 Russell neben Verstappen in Spa stellte Bender nicht voll zufrieden. Im Rennen fuhr Bender die zweitschnellste Runde, am Ende noch ein passables Ergebnis für Jürgen Bender.

(HTS)

Foto: Privat, Siegerehrung in Assen

 

Bender vor dem 1. Rennen in Hochstimmung

Hoch aktuell - Startreihe 1 für den MCH-Piloten

28.08.2021

Am Freitag offenbarte das Zeittraining in Assen (NL). Die Abstimmarbeiten nach den letzten Rennen der P9-Challenge in Hockenheim führten zu sehr guten Fahrwerkseinstellungen.

"Und auch sonst kam ich heute hier in Holland zu einigen sehr aufschlussreichen Erkenntnissen", so Jürgen Bender nach dem Quali vielsagend und das mit einem Lächeln.

Platz 2 nach dem ersten Zeittraining für den 3. Lauf der int. ausgeschriebenen STT-Challenge im niederländischen Assen lässt durchaus auf Sieg hoffen. Bender steht neben Alzen in Startreihe 1. Die Callaway-Corvette Z07 neben einem Audi R8 LMS. Mit fast leerem Tank holte "Ben" auf abtrocknender Strecke seine Top-Zeit 2 Runden vor Trainingsende.

Jürgen Bender

Die Techniker Marc, Gerwin und Eniz hielten an der Box alles für einen Zwischenstopp griffbereit. Insbesondere verschiedene Räder für die sich immer wieder schnell ändernden Wetterbedingungen. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter im Rennen zur Reifenwahl passen wird. Der Neckarsulmer ist heute nun sehr hoch motiviert. Der amtierende P9-Champion wird alles geben. Denn danach geht es in Brünn (CZ) in der P9-Challenge an den Start.

(HTS)

Foto: Team Sportwagenschmiede

 

DMSB Slalom am 15.08.2021 auf der Solitude

17.08.2021

Zum Waiblinger DMSB Slalom auf die Solitude nannten 6 MCH´ler.

In verschiedenen Klassen gingen Felix Bürker (F11), Nico Chelminiacki (G3), Nico Gutzeit (F10), Lisa-Marie Lehmann (F8), Dieter Oßwald (H14) und Markus Rittinger (ebenso H14) an den Start.

Ich startete in der ersten Startgruppe um 9 Uhr mit meinem BMW e36 318ti Compact, als einer der wenigen, die einen DMSB Slalom als Training nutzen, da ich mit Semi-Slicks an den Start ging. Beim DMSB Slalom sind Slicks erlaubt, die ich aber für diese Saison nicht habe.

Nach dem Trainingslauf sah es aber gar nicht so übel aus, Platz 3 auf der Liste, im ersten Wertungslauf konnte ich meine Zeit bestätigen und stand zu dem Zeitpunkt immer noch auf 3. Platz. Im 2. Wertungslauf war die Zeit sogar noch besser, aber nicht gut genug, um auf dem 3. Platz zu bleiben. Am Ende stand der 4. Platz auf der Auswertungsliste. Ein tolles Ergebnis für mich, mit so einer guten Platzierung habe ich nicht gerechnet.

Nico Chelminiacki auf der Solitude

Die Platzierungen meiner Clubkameraden waren:

Felix Bürker erreichte mit seinem BMW e36 M3 Platz 4 in der F11
Nico Gutzeit erreichte mit seinem BMW e36 318ti Compact Platz 4 in der F10
Lisa-Marie Lehmann erreichte mit ihrem Opel Corsa B Platz 3 in der F8
Dieter Oßwald erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 3 in der H14
Markus Rittinger erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 4 in der H14 

(Nico Chelminiacki)

 

Clubsportslalom MSC Aalen e.V. / MSC Aalen – Reichenbach e.V. am 08.08.2021

13.08.2021

Am Sonntag dem 08.08.2021 startete die „Compacte Jugend“ des MCH in der Klasse SE16 (16 bis 23 Jahre) beim Aalener Clubsport Slalom auf der Kartbahn in Bopfingen. Mit ihren BMW e36 Compact´s gingen die Jugendlichen an den Start. Die Besonderheit bei diesem Slalom war, dass die Fahrer 4 anstatt 2 Wertungsläufe fuhren und damit die Gefahr eines Konzentrations-Fehlers sehr hoch war.

Nico Gutzeit, Lutz Lambrecht und Nico Chelminiacki vertraten den MCH bei der Veranstaltung, alle 3 Fahrer konnten ihre Wertungsläufe fehlerfrei durchfahren und mit TOP-Zeiten sicherten sie sich die Plätze 1-3. Das Training nach dem Motto „Genauigkeit vor Schnelligkeit“ zeigte seine Wirkung, denn die Geschwindigkeit kam von alleine.

MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)
MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)

Die Zeiten lagen ziemlich eng beieinander:

Nico Gutzeit Platz 1 mit einer Gesamtzeit von 3:51,78
Lutz Lambrecht Platz 2 mit einer Gesamtzeit von 3:58,63
Nico Chelminiacki Platz 3 mit einer Gesamtzeit von 3:59,76 

Weitere Starter für den MCH waren Marcel Pimpl mit dem Hornet BMW e36 318ti Compact in der Klasse F10 und Mike Schedler mit einem Hyundai i20N in der Klasse G1.

(Robert Chelminiacki)

 

Einen STT Meistertitel erkämpfte Jürgen Bender bereits

06.08.2021

Jürgen Bender ist der aktivste GT-Rennfahrer im Unterland. 2021 nimmt er an zwei international offene Meisterschaften für GT-Rennwagen teil. Das Team Sportwagenschmiede in Erlenbach setzt für den amtierenden Meister der P9-Challenge und Ex-Champion der Super Touring Trophy (STT) eine GT3 Corvette ein. Der GT-Rennwagen der neuesten Generation Z07 wurde bei Callaway Competition in Leingarten unter Leitung von Ernst Wöhr gebaut. Abstimmversuche im Rahmen der P9-Rennwochenenden führen noch nicht zu Gesamtsiegen. Verschiedene Reifenfabrikate erforderten unterschiedliche Einstellungen des Fahrwerkes. Die Siege holte der Neckarsulmer Routinier dann aber bei den ersten beiden Meisterschaftsläufen der STT. Die fanden auf der Rennstrecke von Oschersleben bei Magdeburg statt. Das erfolgreiche Mitglied des Heilbronner Motorsportclubs (MCH) führt die STT- Meisterschaftstabelle nun klar an.

Jürgen Bender Corvette Z07

Das nächste STT-Wochenende findet im niederländischen Assen statt. "Dort dürften GT-Modelle von Audi, Porsche Ford, AMG, Ferrari und Pumax Gegner sein, die beim Kampf um die Tabellenspitze nicht zu unterschätzen sein werden", vermutet zumindest Marco Bayer, Leiter der Sportwagenschmiede in Erlenbach.

(HTS)

Foto: HTS, Sportwagenschmiede

 

René Noller fährt erfolgreich im Mitropa Rallye Cup

28.07.2021

Der 19-jährige René Noller sorgt in dieser Saison mächtig für Furore im Nationalen und Internationalen Rallyesport. Mit dem neuen Opel Corsa Rally4 Auto belegt er nach dem 4. Lauf zum Mitropa Rallye Cup den 3. Platz im Gesamt und führt die 2 WD Wertung an.

René Noller, Anne Katharina Stein

Beim Auftakt Ende Mai in Velenje/ Slowenien fuhr René Noller schon starke Zeiten, fiel aber nach einem Dreher in der letzten Prüfung noch einige Plätze zurück.

Highlight war dann die Rallye Casentino in Italien. Auf den anspruchsvollen Prüfungen mit insgesamt über 1000 Kurven in der Toskana konnte René Noller mit seiner Österreichischen Copilotin Anne Katharina Stein im nur 208 PS starken 3-Zylinder Opel den 3. Gesamtrang im Mitropa Cup herausfahren und fuhr dabei immer die Zeiten des Ex-Mitropa Cup Siegers und 4-fachen Deutschen Rallyemeisters Hermann Gaßner im Mitsubishi Evo 10.

Auch Ende Juli überzeugte René zusammen mit Copilotin Jenny Lerch aus Berchtesgaden. Mit der Rallye Zelezniki fand der 4. Mitropa Cup Lauf erneut in Slowenien statt. Auf den 10 Bestzeitprüfungen in den Bergen konnten René Noller/Jenny Lerch erneut mit der internationalen Toppkonkurrenz mithalten. Mit zwei Top 10 Gesamtzeiten und nur knapp hinter Marko Grossi, dem Slowenischen Topfahrer im Peugeot 208 R4, kamen die beiden am Ende auf dem starken 15. Gesamtrang der 82 Teams aus 6 Nationen ins Ziel. Somit konnte René seinen 3. Gesamtrang und die Führung in der 2 WD Wertung des Mitropa Cup weiter ausbauen. 

René Noller, Jenny Lerch

Fotos: privat

Externe Links: 

Rallye Zelezniki WP8 On-Board in Youtube --> https://youtu.be/eh5g4pO5rgg

Homepage RenDen Rallye Team --> https://www.renden-rallye-team.de/

 

 

Machtlos - Jürgen Bender in Hockenheim abgeschossen

3. P9-Challenge-Wochenende 2021

27.07.2021

Technisch sehr gut vorbereitet reiste das Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) nach Hockenheim. "Für die beiden Sprintrennen, die dort auf dem Programm standen, hatten wir 3 verschiedene Reifensorten zum Test im Transporter", so Renningenieur Bayer. Das Training am Freitag lief perfekt. "Wir entschlossen uns für den ersten Rennlauf gleich die härteste Reifenmischung von Michelin aufzuziehen", so der amtierende Meister der Serie, Jürgen Bender vor dem Start.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte man am Fahrwerk dazu eine Kleinigkeit verändert. Was genau, blieb ein Geheimnis. Auch hier im nahen Hockenheim ging es wie immer darum, an den Reifen den optimalen Grip zu erzeugen, über optimale Reifentemperaturen zu den gewünschten Top-Rundenzeiten zu kommen.

Ein ewiges Wechselspiel in der Box und auf der Strecke.  Bender und Bayer schätzten, dass die fehlenden 5/10 sec für die erste Startreihe so nun zu holen sein würden. Hochspannung vor dem ersten Rennen am Samstag.

Jürgen Bender

Der Start von der Pole gelang Heiko Neumann nicht perfekt. Optimal weg kam dagegen Jürgen Bender. "Wirklich super, ich kam ohne "weelspin" weg. Auf dem Weg zur Spitzkehre gelang es mir mich sofort sehr gut auf die neue Situation der Fahrwerkverbesserung einzustellen", so Bender.

Dann schoss das Feld auf die Einfahrt Motodrom zu. Vier verschieden GT-Fabrikaten auf die Einfahrt Motodrom ganz vorne. Lamborghini, Callaway-Corvette, Porsche, AMG-Mercedes. "Ich war am Pole-Mann vorbei". Dann ein leichter Aufschlag hinten rechts. Bender konnte die Callaway-Corvette abfangen. Eine sehr heikle Situation die nicht immer gelingt. "Ich blieb zum Glück auf der Strecke". Aber 5 Positionen waren weg. "Meine Corvette schien OK". Beide, Jürgen Bender und Heiko Neumann versuchten die verlorenen Positionen wieder aufzuholen. 10 Runden später erneut ein Aufschlag. Der AMG traf Bender nun heftig im Bereich der rechten Tür. Die Tür flog davon. "Mir war schlagartig bewusst, "das war's für dieses Wochenende", so der Neckarsulmer MCH-Fahrer. Beide GT-Rennwagen waren so beschädigt, dass an ein weiterfahren im Renntempo nicht zu denken war.

Jürgen Bender Corvette

"Ich kam zu spät nach Hockenheim. Stau auf der Autobahn bei Sinsheim. Das Rennen mit Jürgen lief schon. Im Bereich Ausfahrt Sachskurve konnten wir den Verlauf beobachten. Zusammen haben wir darauf gewartet, wann Jürgen kommen würde. Nach 3 Minuten war es klar. Die gleichen Modelle, ein Porsche 991 GT3R mit Mineralwasserwerbung und ein grüner Lambo waren bereits 2-mal vorbei gerauscht. Jürgen fehlte. Kein gutes Zeichen. In der Box 27 angekommen erfuhren wir dann was geschehen war. Aus die Party für Jürgen.  Aufladen (Foto) war die traurige Devise. Und dann Heimfahrt Richtung Neckarsulm. Als P9-Manager Bernhard Fischer die Pokale an die Sieger verteilte, da waren die Unterländer bereits wieder daheim. Leider...

(HTS)

Fotos: HTS, Knut Keller

 

2. Lauf zum BMW Slalom Cup in Bopfingen

20.07.2021

Am 11.Juli fand der 2. Lauf des BMW Slalom Cups in Bopfingen auf der Kart-Rennstrecke Breitwangbahn statt, die MCH Jugend war auch dort vertreten. Mit Ihren „Compacten 3ern“ gingen wieder die üblichen Fahrerinnen und Fahrer an den Start. 

Die Klasse 4D (Offene Klasse): Leistungs- und gewichtsmodifizierte Fahrzeuge aus allen PKW- Klassen (außer Klasse 3) bis 2,2 Liter Hubraum, Fahrzeuge mit zugelassenen Sportreifen. In dieser Klasse mussten wir alle nennen, da wir mit Semi-Slicks unterwegs sind, meinte die MCH Jugend. 

Am Start standen Hannah Baier, Annina Rittinger, Nico Chelminiacki, Nico Gutzeit und Lutz Lambrecht. Diesen schlossen sich noch Andreas Baier und Markus Rittinger an. 

In dieser stärksten Klasse der Veranstaltung mit 25 Fahrern kamen also alleine 7 Starter vom MCH. Nico Gutzeit, der beste MCHler an diesem Tag, belegte Platz 5 vor Markus Rittinger auf Platz 8. Andreas Baier landete auf Platz 11 gefolgt von Lutz Lambrecht auf dem 17. Platz. Nico Chelminiacki, der mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, belegte Platz 19. Ein defekter ABS Sensor machte ihm das Leben schwer, unter diesen Umständen war keine bessere Zeit möglich. Annina Rittinger konnte Platz 21 einfahren mit einem Vorsprung von 66 Hundertstel auf Hannah Baier, die direkt hinter Annina den 22. Platz belegte. 

Zu der Leistungsdichte muss auch noch erwähnt werden, dass von Platz 1 zu Hannah auf Platz 22 nur knappe 8 Sek. Differenz waren. 

Hannah Baier konnte zudem noch den 2. Platz in der Rookie Wertung der Damen belegen. Nico Gutzeit belegte Platz 2. der Rookie Herren Wertung und Nico Chelminiacki konnte noch den 6. Platz der Rookie Herren für sich sichern. 

Bei dieser Veranstaltung waren Begleitpersonen erlaubt, dadurch konnten uns auch Natalie Wieland und Jasmin Kumor begleiten. Jonathan Herold und Kevin Baumann konnten aus privaten Gründen leider nicht mitkommen, sonst wäre die „Compacte Jugend“ komplett gewesen. 

(Robert Chelminiacki)

 

Viel Freude, aber auch etwas Frust bei Patrick Assenheimer

BMW-Doppelsieg beim 5. und 6. NLS-Rennen am Nürburgring – Patrick Assenheimers Truppe mit den Gesamträngen zwei und neun jeweils bestes Mercedesteam - Yannick Fübrich mit technischem Ausfall und Klassenpodium

13.07.2021

Wie schon 2020 wurde heuer der 5. und 6. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie als „Double-Header“ an einem Wochenende auf dem GP-Kurs, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife ausgefahren. Trotz gleichzeitigem ADAC GT Masters Wochenende in Zandvoort traten 18 GT3-Boliden unter den knapp 130 Fahrzeugen in der Eifel an und sorgten einmal mehr für viel Spannung und Action. Unter den Akteuren auch die beiden MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer.

Patrick Assenheimer (vorne) beim Start
Patrick Assenheimer (vorne) beim Start - Foto: HRT

Mit großer Freude über den zweiten Gesamtrang am Samstag – die siegreichen BMW-Junioren Max Hesse, Daniel Harper und Neil Verhagen im Werks-BMW M6 GT3 waren laut Patrick Assenheimer einfach zu schnell – wurde bei HRT (Haupt Racing Team) resümiert. „Starkes Qualifying mit Startplatz drei, sehr enge Rundenzeiten bei den starken GT3-Boliden, in der letzten halben Rennstunde änderten sich im Minutentakt die Platzierungen in der Top-Sechs-Spitzengruppe mit dem glücklichen Ende für unser Auto“ erklärt Patrick Assenheimer. Der knapp 550 PS starke HRT Mercedes AMG GT3 war im markanten gelb-blauem Design von Teampartner Bilstein auf der Piste. Assenheimer und seine Fahrerkollegen Hubert Haupt und Adam Christodoulou hatten im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz lediglich 1.16.510 Minuten Rückstand auf die BMW-Junioren. Sonntags übernahm Manuel Metzger den Platz von Christodoulou. Beim perfekten Start von Rang sieben auf drei bewies Teamchef Haupt seine Schnelligkeit und Cleverness. Doch zu Beginn der zweiten Runde wurde der HRT-Mercedes in der AMG-Arena durch ein ungestümes Manöver eines Ferrari 488 GT3 seitlich beschädigt.

Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links)
Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links) - Foto: HRT

Ergebnis war ein enormer Leistungsverlust am Mercedes durch die beschädigte Auspuffanlage. „Der zusätzliche Reparatur-Boxenstopp kostete uns knapp vier Minuten, das angepeilte und mögliche erneute Podium war somit nicht mehr realisierbar“, so der gefrustete Patrick Assenheimer. Durch konstant schnelle und fehlerlose Runden arbeiteten sich Assenheimer, Haupt und Metzger trotzdem noch auf den neunten Gesamtrang vor. „Set Up und Taktik haben gepasst, an beiden Tagen zudem bestes Mercedesteam, die unverschuldete Kollision ist ärgerlich, der neunte Gesamtrang dafür mehr als beachtlich“, so das Resümee des schnellen 29jährigen Lehrensteinsfelders. Den Gesamtsieg sicherte sich – erneut in der Schlussphase des Vier-Stunden-Rennens – der Walkenhorst BMW M6 GT3 durch ein spektakuläres Überholmanöver gegen den Audi R8 LMS GT3 von Phoenix-Racing.

Wie schon beim vierten Lauf musste der Brackenheimer Yannick Fübrich auch beim fünften Rennen am Samstag frühzeitig die Segel streichen – der BMW M2 CS Racing wurde nach der 18. Runde mit einem technischen Defekt abgestellt. Doch das Team Adrenalin Motorsport kam am Sonntag eindrucksvoll zurück. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner eroberte Yannick Fübrich in dem knapp 440 PS starken BMW den zweiten Platz in der Cup 5 Klasse, in der beim Double-Header lediglich sechs identische BMW M2 CS antraten. Gewonnen – mit 2,24,168 Minuten Vorsprung auf die Fübrich-Truppe - hat das Team FK-Performance-Motorsport, das auch schon am Samstag erfolgreich war.

(Wilfried Ruoff)  

 

Jürgen Bender fährt erneut aufs Podium

Eurospeedway Lausitzring 04.07.2021

06.07.2021

Der Neckarsulmer Reifenspezialist Jürgen Bender trat am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring gegen GT-Fahrer aus 5 Nationen an. Ein volles Feld aus GT-Rennwagen und Sportwagen der SCC-Serie gingen gemeinsam an den Start. Unser MCH-Mitglied setzte eine GT3-Callaway-Corvette C07 gegen Modelle von Mercedes AMG, Porsche, Pagani-Zonda, Lamborghini Huracán, Audi R8 Cup sowie ein halbes Dutzend Rennsportwagen ein. Leider wurde Jürgen von Problemen mit der Fahrwerkeinstellung eingebremst. "Wenn am Fahrwerk etwas umgebaut werden muss, dann geht einem an einem Rennwochenende auf der Strecke leider meistens die Zeit aus", so Marco Bayer. Jürgen Bender und das Team Sportwagenschmiede konnten zeitlich zwei Reifenfabrikate im freien Training testen. Für die Rennen vorgeschrieben waren für die Rennen Michelin-Gummis.

Ohne eine optimale Fahrwerkseinstimmung für die Michelin-Reifen gefunden zu haben ging es im ersten P9-Challenge-Meisterschaftslauf an den Start. Hinter Sieger "Coach McKansy" (Lamborghini), und Heiko Neumann (AMG) schoss Jürgen Bender (Corvette) als Dritter der großen Hubraumklasse durchs Ziel.

Im zweiten Rennen der P9-Serie wendete sich das Blatt auch bei den Gegnern von Bender. Der AMG schoss vor einem Lamborghini, einem Pagani-Zonda und Benders Corvette durchs Ziel. "Nicht das was ich für das Wochenende hier auf dem Lausitzring anvisiert hatte", so Bender nach dem Rennen leicht unzufrieden.

Jürgen Bender

Jetzt heißt es die Corvette für das dritte P9-Challenge-Weekend 2021 auf der Grand Prix Rennstrecke in Hockenheim nochmals anzupassen. Reichlich Arbeit für das Team der Unterländer Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Marco Bayer in Erlenbach. "Ich bin sicher, dass die Jungs das schaffen werden", so P9-Serienmanager Bernhard Fischer. In dem aufwärtsstrebenden Serienpaket des Münchener Veranstalters ist Jürgen Bender der amtierende Meister der P9-Challenge. "Siegen verlernt man nicht. Das ist wie mit dem Schwimmen und dem Fahrrad fahren".

(HTS)

Foto: HTS - Jürgen Bender (l) und Jack Crow

 

Automobilslalom in Kirchheim unter Teck

06.07.2021

Am 04.07.2021 fand der Kirchheimer Slalom auf der Verkehrsübungsanlage Birkhau statt. Der MCH war wieder durch die „Compacte Jugend“ stark vertreten. Ein paar Mitglieder, die der Jugend schon entwachsen sind, kamen mit zum Slalom und versuchten Anschluss zu finden.

Wir nannten wieder in der Klasse SE17 wie schon beim Weinsberger Slalom. Die Rechnung ging wieder gut auf, die Wiederholung von Weinsberg stand auf der Ergebnisliste. Nico Chelminiacki erreichte Platz 2 hinter Jürgen Lederer. 

Ein paar Worte zum Audi TTS von Jürgen: Jürgen Lederer fährt seit Jahren mit seinem Audi TTS mit Allradantrieb und S-Tronic in der Slalom Einsteiger Klasse, mit 320 PS, einem aktiven Fahrwerk, das von Audi wie folgt beschrieben wird: „Die adaptive Dämpfung Audi magnetic ride nutzt ein spezielles Kohlenwasserstofföl mit mikroskopisch kleinen Magnetpartikeln, um die Dämpfung in drei Stufen zu variieren. Im Modus „dynamic“ bindet sie das Auto eng an die Straße an. Die Räder werden bei Kurvenfahrt gezielt abgestützt, Wankbewegungen werden weitgehend unterdrückt – die Lenkansprache und das Handling werden noch spontaner. Beim Bremsen wirkt Audi magnetic ride dem Eintauchen der Karosserie entgegen.“

Nico Chelminiacki in seinem BMW 318ti CompactNico Chelminiacki hingegen fährt einen 25 Jahre alten BMW e36 Compact 318ti mit damals angegebenen 140 PS, ob sein BMW nach 25 Jahren und 200 tkm diese jedoch noch hat, kann keiner sagen. Am Compact ist ein H&R Cup Fahrwerk verbaut mit 16“ Semislicks. Auf dem Parcours vom MCKT hatte Nico nach 2 Wertungsläufen 2,23 Sek. Rückstand auf Jürgen. Viele Zuschauer und auch Teilnehmer teilten Nico mit, dass ihnen bewusst ist, welche Leistung er abliefert. 

Jetzt aber zu den restlichen Startern vom MCH, alle in der Klasse SE17 startend, mit und ohne Pylonenfehlern. In der SE17 gingen unter anderem Fahrzeuge wie VW Polo GTI, Hyundai i30N oder auch ein Nissan GTR an den Start. Unsere Jugend ließ sich von diesen Boliden nicht beeindrucken und machte ihre Sache wie es sich gehört. Der MCH stellte in dieser Klasse 5 von 11 Startern.  

Auf dem Podest ganz oben: Nico ChelminiackiIn der Klasse F10 startete auch unser Hornet Team, mit Platz 4 konnte Marcel zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns nicht verstecken brauchen.  

Im Anschluss an den Clubsport Slalom fand auch ein Lauf zum Slalom Youngster Cup des ADAC Württemberg statt. In 2 Klassen gingen die Jugendlichen und junge Erwachsene an den Start. Mit dem Opel Adam, der vom ADAC gestellt wird, ging es auf Zeitenjagt. 

In der K21 (16-18-Jährige) gingen unter anderem Nico Chelminiacki (Platz 1), Nico Gutzeit (Platz 3), Kevin Baumann (Platz 5), Hannah Baier (Platz 6), Jonathan Herold (Platz 11) und Jasmin Kumor (Platz 16) an den Start. 

In der Klasse K22 (19-23-Jährige) wurde der MCH von Lutz Lambrecht vertreten. Lutz konnte eine top Zeit fahren und wurde in der Ergebnisliste auf Platz 3 mit einer Zeit von 1:12,54 geführt. Leider wurde er aufgrund der Tatsache, dass seine erste Runde um 0,2 Sek. langsamer war als die von Maximilian Niebling vom AC Reutlingen e.V. auf Platz 4. gewertet, trotz gleicher Gesamtzeit.

(Robert Chelminiacki)

 

1. ADAC Old- und Youngtimer-Ausfahrt Heilbronn

29.06.2021

Tja, wie viele von euch ja wissen, hätten wir schon vergangenes Jahr die Baden Württemberg Historic bei uns in Heilbronn zu Gast gehabt. Der ADAC Württemberg hatte uns im Vorfeld um Unterstützung gebeten die wir auch gerne zugesagt haben.

Leider hat Corona verhindert dass die Rallye durchgeführt werden konnte. Vor einigen Monaten meldete sich der ADAC Württemberg dann wieder bei uns. Dieses Mal ging es darum, eine trotz Corona genehmigungsfähige Veranstaltung zu planen. Da wir vom Orga-Team der Käthchen Classic schon ein passendes Konzept in der Schublade hatten, haben wir dem ADAC dieses vorgestellt.

Am Samstag dem 26.06.2021 ist dann der Startschuss zur 1. Old- und Youngtimer-Ausfahrt vom ADAC Württemberg gefallen. Startort war das Motocross-Areal in Heilbronn-Frankenbach. Es ging über eine schöne Streckenführung durch das Kraichgau zur Mittagspause in einen Biergarten in Eppingen.

Nach einigen Wirrungen haben wir dann sogar die Genehmigung der Stadt Heilbronn erhalten, die Zieleinfahrt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Heilbronn machen zu dürfen, allerdings unter strengen Auflagen.

Da ich in das Orga-Team eingebunden war, fiel mir die Aufgabe zu, die Teilnehmer auf dem Marktplatz begrüßen zu dürfen. Ich kann nicht beschreiben wie schön es war, endlich wieder einmal in glückliche, zufriedene und vor allem begeisterte Gesichter von Rallyeteilnehmern schauen zu dürfen. Obwohl es sich "nur" um eine Ausfahrt gehandelt hat, waren sogar eingefleischte Lichtschrankenfahrer zufrieden, endlich wieder einmal unter Gleichgesinnten unterwegs sein zu dürfen.

Erwähnen möchte ich aber auch, dass es mich besonders gefreut hat, unser Ehrenmitglied Walter Kircher mit seinem Fiat 130 Coupe, unseren 1. Vorsitzenden Thorsten Wolf, der mit seiner Partnerin in seinem Mercedes 560 SEC sein Rallyedebüt gab, und unseren Social-Media Experten Andreas Häberle, der auch ein tolles Video über die Veranstaltung gedreht hat (hier der Link zum Video), im Starterfeld zu sehen.

In diesem Rahmen soll ich im Namen des ADAC jedem Helfer des MCH und des SL-Clubs noch einmal den herzlichen Dank von Ilona Zink (Sportleiterin ADAC Württemberg) aussprechen.

(Bernd Sandrisser)

 

Doppelsieg für Assenheimer und für Bender in Oschersleben

MCH-Piloten hatten ein sensationelles Wochenende

28.06.2021

Zwei Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs bescherten "ihrem" Club in Heilbronn am letzten Wochenende in Oschersleben ein ganz nie dagewesenes Erfolgserlebnis. Mit GT3-Modellen von AMG aus Affalterbach und einer Callaway-Corvette, gebaut in Leingarten, räumten die beiden Toppiloten des Unterlandes voll ab. Die Konstrukteure Wöhr und Ciccone waren begeistert.

Corvette C07 

Den phänomenalen Siegesreigen der Unterländer läutete Jürgen Bender am Samstag um 14:30 Uhr ein. Er gewann den STT-Challenge Auftakt 2021 in der Magdeburger Börde nach hartem Kampf mit Porsche 991 GT3R-Ass Ulli Becker. Ein STT-Routinier wie Bender selber auch.  Patrick Assenheimer zog 2h später nach. Er gewann zusammen mit Co-Pilot Tim Heinemann den GTC-Einstundenauftakt, die "Goodyear60". Platz 2 holte dort das heimische Duo Heiko Neumann und seinem Ex-Formel 2-Copiloten Marvin Kirchhöfer. Beide Teams waren auf den gleichen GT3-Modellen von AMG unterwegs.

Zwei Top-Ergebnisse für beide Unterländer Rennfahrer. 20 Fahrer rangen beim STT-Auftakt in Oschersleben um den Sieg. Dazu zeigten sieben verschiedene Fabrikate auf den ersten sieben Plätzen, wie hoch Hersteller die STT-Serie bewerten. Jürgen Bender konnte die nachts vor dem Rennen vom Team Sportwagenschmiede umgebaute GT3 Corvette von Platz 3 im Training im Rennen vor Becker und Golz zum Sieg lenken. "Ich kam auf der Bremse an Ulli Becker vorbei. Einfach war das hier auf dem Kurs in Oschersleben nicht", so Bender. Jeder Bremspunkt muss exakt sitzen. Dazu darf die eigene Ideallinie nicht so gewählt werden, dass ein Verfolger sich vorbei bremsen könnte. Am Ende Fahrer in der Callaway-Corvette, Porsche 991 GT3R und Lamborghini Huracán GT3 auf dem Sieger-Podium.

"Die telefonisch unterstützte Abstimmung mit unserem Fahrwerksingenieur lief am Wochenende perfekt. Und Reifenprobleme gab es hier für uns auch nicht mehr", so Bender erleichtert. Man fuhr in der STT Yokohama-Gummis.

15 Starter im GTC-Einstundenrennen: Das Duo Assenheimer/Heinemann steuerte von Pole zum Sieg. Musste man am Anfang nur Platz 1 verwalten, so änderte sich das als die AMG-Kollegen mit großen Schritten näherkamen. Patrick Assenheimer als zweiter Starter im Team brachte seinen AMG-GT3 am Ende 3 sec. vor dem AMG-Duo Marvin Kirchhöfer/Heiko Neumann zum Sieg. Assenheimers Co. Tim Heinemann ließ sich die schnellste Runde notieren. Pole, SR und Sieg. Nicht schlecht für Assenheimer/Heinemann zum GTC-Auftakt.

(HTS)

Foto: Oschersleben

 

 

63. Sulmtal-Slalom des MSC Weinsberg und die "Compacte Jugend" des MCH

Aus der Sicht des Jugendleiters

28.06.2021

Am 20. Juni 2021 veranstaltete der MSC Weinsberg nach langer Coronapause einen Slalom. Die Jugendlichen des MCH, die entweder schon 18 Jahre alt sind und einen Führerschein besitzen oder die ab 16-jährigen, die bei einem Sicherheitstraining des ADAC Württemberg erfolgreich eine Starterlaubnis für Clubsport Slalom mit Fahrzeugen ab 11 Kg/KW erworben haben, nannten beim MSC Weinsberg.

die "Compacte Jugend" des MCH
die "Compacte Jugend" des MCH

Inspiriert vom Hornet Team des MCH haben fast alle Jugendlichen und junge Erwachsene in der Jugendgruppe des MCH auf einen BMW e36 Compact gesetzt und sind mit ihren Fahrzeugen in der Klasse SE17 an den Start gegangen. Viele der jungen MCHler hatten dabei ihren ersten Einsatz mit ihren Fahrzeugen.

Wir haben gemeinsam die SE17 gewählt, um von den anderen Klassen wie G3 und F10 unabhängig gewertet zu werden.

die "Compacte Jugend" des MCHUnser Plan ging fast auf, ein paar andere Fahrer mit über- bzw. unterlegenen Fahrzeugen haben dort auch genannt, aber das war marginal und sehr überschaubar. Wir hatten eine Wertung fast nur für uns unter Rennbedingungen.

Der Parcours war teils schnell anderseits technisch anspruchsvoll, 3 lange Geraden, zwei 90° Kurven und eine 180° Wende, danach das ganze zurück. Anders ausgedrückt: Einmal ums Karree und zurück. Nach dem Start ging es links herum auf die erste Gerade. Diese war recht schnell mit versetzten Toren und einer Gasse versehen. Das knifflige daran war eine Mauer links, die gemieden werden soll. Am Ende der Geraden ging es durch eine Gasse links, die ersten 90° einen Berg hinauf über eine Kuppe durch versetzte Tore, dann folgte die zweite 90° in eine Schweizer Reihe. Am Ende der Schweizer ein Tor und um die 180° Wende, eine Schlüsselstelle. Kommt man gut herum oder bleiben die Sekunden da liegen? Egal, weiter geht’s, teilweise im 3. Gang die Schweizer wieder herunter, anbremsen, 90° rechts und über eine Kuppe durch die Tore in die Gasse. Danach die zweite 90° anbremsen, noch ein paar Tore, auf die Mauer rechts achten und ab durchs Ziel. Geschafft! Der Schnellste an diesem Tag war Jürgen Glass auf einem H14 C Kadett mit einer Gesamtzeit von 1.48.37.

Startaufstellung Klasse SE17
Startaufstellung Klasse SE17

Unsere Jugend mit ihren e36 Compact´s kann da nicht mithalten, aber sie waren nicht viel langsamer.

Die „Compacte Jugend“, wie ich sie jetzt nenne, führte Nico Chelminiacki mit einer Zeit von 2.04.83 auf Platz 2 der Klasse an, gefolgt von Hannah Baier auf Platz 3 mit 2.08.04, knapp dahinter war Lutz Lambrecht auf Platz 4 mit 2.08.27.

Nico Gutzeit, der einen Pylonenfehler hatte, musste mit einer Zeit von 2.09.61 Platz 5 der Klassenwertung einnehmen, Pascal Chelminiacki, der nach längerer Zeit wieder mal einen Slalom fahren konnte, reihte sich nach einem Torfehler mit 2.20.78 auf Platz 7 der Klasse ein.

In der Klasse F10 startete Annina Rittinger, mit ihrer Zeit von 2.09.61 war sie nicht so schnell wie das Hornet Team, Marcel Pimpl 2.04.24 und Jonas Straub 2.06.34. Die Hornet Jungs kämpften mit einem technischen Problem, welcher erst beim Rennen aufgetaucht ist. Durch die Fliehkräfte in der Wende verlagerte sich das Getriebe auf den originalen Halterungen so stark, dass die Jungs keinen Gang hereinbekamen und dadurch wertvolle Zeit verloren. Diesem Problem wurde sofort nachgegangen, und Marcel hat mittlerweile schon Aluminium-Getriebelager gedreht und ist zusätzlich dabei, optimierte Motorlager herzustellen, um auch dort gleich vorzubeugen. 

Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW
Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW

In der Klasse G3 startete Andreas Baier auf Hannah´s BMW mit einer Zeit von 2.02.78, auch der Vater von Jasmin Kumor ging mit dem Compact von Jasmin, den sie selbst noch nicht fahren darf, an den Start. Michael Kumor fuhr eine Zeit von 2.07.25 und Jasmin freute sich, dass ihr Auto mit den anderen Compact´s der Jugendgruppe mithalten kann.

In der Klasse H13 starteten die MCHler Lisa-Marie Lehmann und Felix Bürker auf einem Opel Corsa B, Felix fuhr eine Zeit von 2.16.01 und Lisa-Marie 2.25.90. Felix konnte mit seiner Zeit den 2. Platz der H13 belegen.

In der Klasse H14 starteten Markus Rittinger und Frank Sperrfechter für den MCH. Markus konnte durch seine fehlerfreie Fahrt mit einer Zeit von 1.49.75 Platz 2 der Klasse belegen. Frank, der durch je einen Pylonenfehler eine Gesamtzeit von 1.54.08 fuhr, belegte Platz 4 der Klasse.

Mit 4 Podestplätzen und vielen sehr guten Platzierungen in den jeweiligen Klassen konnten die 13 MCHler an diesem Slalom zeigen, wie gut der MCH im Slalomsport aufgestellt ist. Besonders die „Compacte Jugend“ zeigte eine TOP Leistung und hinterließ einen guten Eindruck.

Ich als Jugendleiter und Trainer der Slalom Youngster Cup Fahrer bin mit der Leistung äußerst zufrieden und freue mich jetzt schon auf die kommenden Veranstaltungen, die demnächst ausgetragen werden, sofern die Umstände es erlauben werden.

(Robert Chelminiacki)

 

Erster Lauf zum BMW Slalom Cup - Hannah und Andreas Baier

28.06.2021

Am Freitag Abend waren die Vorbereitungen für den Samstag im Haus Baier in voller Fahrt. Die Autos wurden gesaugt, Taschen und Rucksäcke wurden gepackt. Natürlich wurde dem BMW (liebevoll Bertha genannt) die guten Slalom Räder aufgezogen und die Regenräder wurden eingepackt, falls es sich das Wetter noch einmal anders überlegt. Alles eingepackt und auf dem Hänger aufgeladen, waren wir, Andreas und Hannah Baier, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

Hannah und "Bertha"
Hannah und "Bertha"

Am Samstag, 19.06.2021, ging es schon sehr früh los. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Nach kurzem Überlegen, ob wir alles beisammen haben, war um 05:30 Uhr Abflug von Zuhause. Es ging auf die Autobahn Richtung Würzburg. Nach kurzer Zeit, kam dann auch schon der erste Zwischenstopp an einer Tankstelle, denn die Luft in den Reifen des BMW`s mussten geprüft und die Scheiben, für eine einwandfreie Sicht, geputzt werden. Gegen 09:30 Uhr kamen wir dann am Stehrodrom in Schwalmtal an. Alles abgeladen ging es zur Nennung und dann wurde die Strecke erst einmal genau angeschaut. Um 11:30 Uhr ging es dann für uns beide los. Es gab fünf Läufe für jeden. Da wir uns ein Auto teilen, haben wir es so geregelt, dass mein Vater als erstes drei Läufe, dann ich die drei Läufe und dann er seine letzten zwei und ich danach meine letzten zwei Läufe fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und selektiv, mit schnellen Passagen und engen technischem Teil.

Nach unseren ersten drei Wertungsläufen waren wir beide sehr zufrieden mit unseren Zeiten. Ich konnte mich in jedem Lauf steigern, zwischendurch sind mir ein paar Pylonen in den Weg gesprungen, diese hab ich dann aber schnell beseitigt. Zur Wertung, es wurden die zwei schnellsten Läufe gewertet. Im meinem letzten Lauf war ich dann nur noch zwei Sekunden hinter der Bestzeit von meinem Vater.

Hannah und Andreas Baier
Hannah und Andreas Baier

In der Klasse erreichte mein Vater den 4. Platz und ich den 12. von 16 Startern. Ich wurde aber noch in zwei anderen Klassen gewertet. In der Rookie-Damenwertung konnte ich den 1.Platz und in der allgemeinen Damenwertung den 2.Platz belegen.

Gegen 14:30 Uhr haben wir dann aufgeladen und haben uns erschöpft, aber voller Stolz auf den Heimweg gemacht. Es war ein spannender und erfolgreicher Tag.

Der nächste Lauf zum BMW Slalom Cup findet am 11.07.2021 in Bopfingen auf der Breitwangbahn statt.

Nächster Einsatz von Team Baier, GLP Nordschleife Leistungsprüfung, findet am 03.07.2021 statt. Drückt uns die Daumen.

(Hannah Baier)

 

Bender, Kirchhöfer u. Schmidt mit Callaway-Competition auf der Siegerstraße

22.06.2021

Nicht nur die Formel 1 zeigt wie dominierend das Thema Reifen im Rennsport heute geworden ist. Eingesetzt werden in der "ADAC GT Masters" Einheitsreifen von Pirelli und von Michelin in der P9-Challenge. Dabei stehen an den Rennwochenenden verschiedene Reifen-Typen zur Verfügung.

Ein großer Spielraum für taktische Spiele in den Rennen ist dadurch gegeben. Und der wird auch genutzt. Das wollen die Veranstalter auch so, denn die GT-Rennwagen sind heute fast alle nahezu gleich leistungsstark.

Bei den Unterländer Fahrern, Teams und Rennwagenherstellern wird das Thema Reifen natürlich auch nicht "eben so nebenbei" bedient. Je nach Wetter stehen an den Rennwochenenden Slicks, Intermediates und Regenreifen zur Verfügung. Für den Kampf um "pole" verwenden die Teams behutsam angefahrene und vorgeheizte Gummis. Die werden dann entsprechend den herrschenden Außentemperaturen mit einem angepassten Reifendruck eine Runde auf volle Temperatur gebracht. Erst dann schießt der Fahrer mit voller Leistung über Start und Ziel. Nun wird versucht die schnellste Runde in den Asphalt zu radieren.

Beim Auftakt der P9-Challengesaison 2021 am Red Bull Ring spielte MCH-Ass Jürgen Bender (NSU) alle Möglichkeiten durch. Auch Regenreifen auf Felgen standen in der Box bereit. Das Zeittraining musste auf den schnelleren Slicks gefahren werden. 100% trocken war der Asphalt noch nicht. "Aber auf der Ideallinie passte es alles so halbwegs", so Bender danach im Interview.

Das Ergebnis: Erste Startreihe für den Unterländer. Porsche GT3R, Callaway-Corvette C07, Lamborghini Huracán GT3, Mercedes GT3, alle nur "Zehntel" auseinander. Am Red Bull Ring wurde deutlich, dass die 2021 vorgeschriebenen Pneus nach einer modifizierten Fahrwerkabstimmung verlangten. "Im Rennen konnte ich rauf zur 2. Kurve in Führung gehen. Danach ließen die Reifen nach. Ich verlor Runde für Runde einige Zehntel", so Bender. "Eine Neuabstimmung des Fahrwerks ist nun eilig nötig", so Bender.

Jürgen Bender

Szenekenner wissen es. Mit Trimmlage, Luftdruck, Stabilisatoreinstellung, Dämpferstufen, Federhärte, Sturz, Vorspur, Nachlauf, Lenkrollradius usw. ist es nicht getan. Weitere Eingriffe werden jetzt getestet. Testergebnisse von der Sportwagenschmiede zu Callaway-Competition und einem externen Fahrwerksentwickler führen an die Spitze. Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) gaben jetzt am Red Bull Ring eine Erfolgs-Kostprobe. Unangefochtener Gesamtsieg! In 14 Tagen will Jürgen Bender in Oschersleben beim STT-Auftakt 2021 nachziehen. Aus Startreihe eins am Red Bull Ring soll ein Sieg in der Lausitz werden. Man darf sehr gespannt sein, welche neue Technik für Jürgen Bender in Leingarten, Hessen und Erlenbach ausgeknobelt wurde. "Von außen sieht man nichts. Nur am Ende auf der Stoppuhr", grinste Renningenieur Bayer.

(HTS)

Foto: HTS

 

Turbulentes Rennen am Nürburgring: Lange Pause, vorzeitiges Ende

Das Rennen: Nur neuneinhalb statt 24 Stunden. Der Langstrecken-Klassiker in der Eifel endet auch ohne Happy End für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer

07.06.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Mit einem Schlag war Schluss. "I crasht, I crasht", meldete Hubert Haupt nach seinem finalen Fehler per Funk. Der Teamchef selbst setzte der Unglücksfahrt des Mercedes-AMG GT3 mit dem markanten weißem Tiger auf der Motorhaube und der Nummer sechs auf den Türen nach 46 Runden im Reifenstapel ein vorzeitiges Ende. Auf Position 20 liegend war der Zahn für das HRT-Quartett um den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer bei einen turbulenten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring aber schon früher gezogen. Trotz einer historisch langen Unterbrechung von 14 Stunden und 29 Minuten wegen dichtem Nebel, die Haupt, Assenheimer, Nico Bastian und Maro Engel gestern noch einmal leise Hoffnung auf den anvisierten Podiumsplatz beim Klassiker in der Eifel gemacht hatte.

Nach dem Restart zwischenzeitlich auf Platz acht
Auf dem Podest standen letztlich andere. Matteo Cairoli, Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern vom Porsche Werksteam Manthey Racing holten sich mit ihrem 911 GT3 R den Gesamtsieg. Platz zwei belegten die Titelverteidiger von Rowe-Racing mit Martin Tomczyk, Marco Wittmann, Connor de Phillippi und Sheldon van der Linde. Sie lagen in einem BMW M6 GT3 am Ende nur 8,817 Sekunden zurück. Dritte wurden Maximilian Götz, Daniel Juncadella, Raffaele Marciello und Fabian Schiller im GetSpeed-Mercedes.

Foto: Dino Eisele - HRT Racing

"Wir waren konkurrenzfähig. Ich habe mich mit den den beiden GetSpeed duelliert und einer ist am Ende Dritter geworden - das heißt, es hätte am Ende schon nochmal eng werden können, wir hätten schon nochmal was reißen können. Aber Hätte, Wenn und Aber - leider hat mein Kollege das Auto zweimal verloren, ist mit Highspeed abgeflogen", sagte Patrick Assenheimer. Der 29-Jährige war nach dem Restart als zweiter Fahrer zwischenzeitlich wieder bis auf den achten Platz vorgefahren. Doch Hubert Haupt schaffte es nach dem Wechsel nicht zum erhofften Happy End für sein Team.

Eine strategische Fehlentscheidung
Das Unglück hatte aber direkt beim Start seinen Lauf genommen. Trotz dem manierlichen fünften Ausgangsplatz. "Wir haben leider eine strategische Fehlentscheidung getroffen", gestand Assenheimer. "Nach der Formationsrunde ist unser Startfahrer Maro Engel in Absprache mit dem Ingenieur wieder reingekommen, um auf Regenreifen zu wechseln. Es war sehr feucht und es war auch mehr Regen für die nächsten Minuten angesagt - der kam aber erst eine halbe Stunde später. Dann waren wir erstmal knapp vier Minuten weg vom Feld."

Ungewohnt ruhige Nacht
Weg war auch irgendwann die Sicht. Patrick Assenheimer kam am Samstag gar nicht zum Einsatz. Dichter Nebel machte sich auf der Nordschleife breit, nach sechs Stunden musste die Rennleitung aus Sicherheitsgründen unterbrechen. Bei der 49. Auflage des Langstrecken-Klassikerin der Eifel sollte so lange gestoppt werden wie noch nie zuvor in der Geschichte. Assenheimer und Co. gingen als 13. in die ungewohnt ruhige Nacht, ehe es sonntags erst um 12 Uhr weitergehen konnte.

"Ich wäre theoretisch ins Auto gegangen, kurz bevor der Abbruch kam", sagte der Lehrensteinsfelder: "Ich hatte ohne einen Meter zu fahren erstmal eine erholsame Nacht - unfreiwillig." Beim Restart herrschte dann Zuversicht: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und weil der Speed ja da war, haben wir schon gehofft, dass wir Richtung Top 5 gehen können. Unser Schwesterauto war ja ganz vorne mit dabei."

Als der Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer vier im markanten gelb-blauen Bilstein-Design sich später selbstverschuldet aus dem Rennen nahm, fluchte HRT-Teamchef Hubert Haupt noch in die TV-Kamera von RTL Nitro über die Fahrfehler. Und machte es danach selbst nicht besser, als er in den Wagen gestiegen war. Für Patrick Assenheimer galt nach der langen Pause und dem vorzeitigen Ende: "Mund abwischen - weiter geht"s."

Der Brackenheimer Yannick Fübrich fuhr auf einem BMW 330i G20 in der Klasse V2T zusammen mit Jacob Erlbacher, Marvin Kobus und Philipp Leisen auf den dritten von zehn Klassenplätzen und wurde damit manierlicher 59. der Gesamtwertung.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.06.2021

 

Reifenschaden vernichtet Podiumstraum

MCH-Racer Patrick Assenheimer im Mercedes AMG GT3 bei der GT-World-Challenge Europe in Frankreich

01.06.2021

Eine perfekte Rennperformance, ein durchwachsenes Qualifying und ein Reifenschaden, der den Traum vom Podium im Silver Cup beendete – das 6-Stunden-Nachtrennen auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet hatte jede Menge Action parat. 47 GT3 Boliden waren zum dritten GT World Challenge Europe-Lauf angetreten. MCH-Racer Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) saß zusammen mit Hubert Haupt und Gabriele Piana in einem ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Ziel war ein Platz in den Top 15 sowie ein Podium in der stark besetzen Silver Cup-Klasse.

Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3
Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3

Nach einem eher durchwachsenen Qualifying gelang Routinier Hubert Haupt ein Top-Start, bei dem er den Mercedes von Platz 28 auf 20 beförderte – das bedeutete auch Platz vier im Silver Cup, die Schlagdistanz zum Podium war hergestellt. Ein Reifenschaden nach knapp eineinhalb Stunden kostete viel Zeit, das HRT-Team fiel auf Gesamtrang 34 zurück. Patrick Assenheimer überzeugte dann mit einer fehlerfreien und schnellen Performance. In seinem Zwei-Stunden-Doppelstint konnte der Lehrensteinsfelder den Mercedes auf Gesamtrang 25 vorfahren. Im Schlussturn kam Gabriele Piana zwar noch etwas nach vorne, aber der Rückstand auf die angepeilten Platzierungen war zu hoch. Im Ziel fehlten dem Team auf den Gesamtsieger – Team GPX im Porsche 911 GT3-R mit den Werkspiloten Matt Campbell, Earl Bamber und Mathieu Jaminet – lediglich zwei Runden. „Gesamtrang 23 und Platz 7 im Silver Cup sind nicht zufriedenstellend. Aber wir haben bis zuletzt gekämpft und auf dem 5,791 Kilometer langem Kurs mit seinen 15 Kurven alles aus dem Mercedes herausgeholt. Technisch war alles perfekt. Zudem war die 6-Stunden-Hatz in der Nacht – Rennstart war um 18.00 Uhr, die Zielflagge fiel um 24.00 Uhr - auch ein optimales Training für das bevorstehende 24-Stunden-Rennen am Nürburgring“, resümiert Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender im Training vorne dabei

Beste Mischung, beste Spannung, beste Qualität - P9-Serien-Auftakt am Red-Bull-Ring

27.05.2021

Das MCH-GT-Ass Jürgen Bender aus Neckarsulm reiste als amtierender Meister der P9-Challenge über die Pfingsttage nach Österreich. Am Red-Bull-Ring traf der Unterländer zum Auftakt des Titelkampfes der P9-Challenge auf neue, starke Gegner. AMG-Mercedes GT3, Lamborghini Huracán GT3 EVO, Porsche 991 GT3R, Ferrari 588, Aston Martin V12 GT, Shelby Cobra Daytona. Nur der ebenfalls genannte Italienische Edelsportwagen, ein V12 Pagani Zonda des Teams Rock Robots aus Prag fehlte. Beim ersten freien Training die ernüchternde Erkenntnis. Kühles, wechselhaftes Wetter, Regen und trockener Asphalt, wirbelte alles durcheinander. Gegen Ende des Trainings dann leichte Besserung. Die Zeiten wurden schneller. Jürgen Bender arbeitete sich langsam Richtung erste Startreihe nach vorne.

Aber am Ende auf der Poole ein Porsche 991 GT3R, dahinter der amtierende Champion Bender auf einer Callaway-Corvette C7. Erste Startreihe. Das war schon mal ein echter Lichtblick. Jürgen Bender hinter "Jack Crow" aber vor einem Porsche 991 GT3R, einem Lamborghini Huracán GT3 EVO, einem AMG GT3, und einem weiterer Huracán und einem weiteren Porsche 991 GT3R.

Natürlich ließ sich das Wetter nicht nehmen, entscheidend mitzumischen. Alle Teams hielten ihre Michelin-Regengummis bereit. "Zur Bestzeit fehlten mir rund 7/10 Sekunden", so Bender nach dem ersten Training irritiert. 7/10 sec, das ist erfahrungsgemäß viel für den Kampf um den Sieg.

Das Zeittraining zeigte wie eng es im Rennen her gehen sollte. Mit einem Wimpernschlag hinter "Jack Crow" und Jürgen Bender zurück der Rest. Vorne ein halbes Dutzend mit max. 1:40er Rundenzeiten. Hermann Speck, "Coach McKansy", Heiko Neumann, Bernhard Löffler (A) und Alois Rieder (A). Jeder gab alles. Im Kampf um Startplatz 3 zwischen P9-Challenge-Vizemeister-2020, Hermann Speck (Porsche) und Lambo-Ass McKansy nur eine halbe 1/10 Sek.

Benders C7 Red-Bull-Ring 2021

Beim GT-Auftaktrennen schoss ein gemischtes Starterfeld der P9-GT-Modelle und der SCC-Sportwagen los. "Jack Crow" war im Vorteil. Sein Porsche lag wie ein Brett in den Kurven. Später meinte er, "Der 991er ist wie für mich gemacht. Auch die vorgeschriebenen Michelins passen für mich super". Jürgen Bender arbeitete in der Corvette gegen zunehmendes "Untersteuern". Der Neckarsulmer büßte im Laufe des Rennens mehrere Positionen ein. Am Ende rückte das Duo Speck und Rieder deutlich näher. "Ben" musste auf der Hut sein. Aber so nahe das am Ende mit Angriffen zu rechnen war, kamen die Verfolger auch nicht an ihn heran. Auf das Siegerpodium springen durften neben Sieger "Jack Crow" am Ende der nur knapp geschlagene Bernhard Löffler (A) und der im AMG GT3 überzeugende Heiko Neumann. Klassenrang 4 für Bender. "Aber Marco und ich wussten was wir hier an der Strecke vor Ort noch verbessern konnten", so beide unisono. Aber Heiko Neumann und seinen Teampartner Marvin Kirchhöfer muss man 2021 im Auge haben. In der Klassenwertung am Ende Lamborghini vor AMG und ein weiterer Lamborghini vorne. Wann ist die Corvette wieder vorne dabei? "Sicher gibt es einiges an Abstimmarbeit die nun auf uns zu kommt", so Bender nach dem Rennen. Aber die Crew aus Erlenbach hat ja nun 6 Wochen Zeit um alle erkennbaren Schwachstellen zu optimieren. "Das kriegen die hin", so Serienveranstalter Bernhard Fischer überzeugt. Auf alle Fälle sehen wir einer spannungsgeladenen Saison entgegen", fügte er in Österreich nach der Siegerehrung hinzu.

Im zweiten Rennen das gleiche Bild. Erneut veränderter Grip bestimmte auf teilweise noch feuchtem Asphalt das Rennen. ZEBRA-Ass "Jack Crow" vor Heiko Neumann und "Coach McKansy". Porsche, AMG, Lamborghini und dann die Corvette mit Bender am Volant gaben alles. In der KL6 konnte Jürgen Bender am Ende zu Klassensieger Heiko Neumann und dem schnellen Lamborghini-Routinier "McKansy" von HP-racing international aufs Podium springen. Am Abend, nachdem die Corvette verladen war, die Erkenntnis "Nun müssen wir zügig ran gehen, um das starke Untersteuern weg zu bekommen", so Renningenieur Marco Bayer. "Jürgen als amtierender P9-Champion will wieder um Siege kämpfen", so Sandra, Marco und Gerwin.

Callaway-Competition, die Sportwagenschmiede und Jürgen Bender werden testen, ggf. technisch nachrüsten und wieder um den Platz ganz oben auf dem Podium kämpfen.

(HTS)

Foto: www. P9-Challenge: M. Jurtin

 

Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit toller Vorstellung beim Qualirennen

MCH-Racer gewinnen wichtige Erkenntnisse für den 24-Stunden-Klassiker im Juni

11.05.2021

Mit einem Doppelsieg der beiden Frikadelli-Porsche (Pilet/Makowiecki/Martin/Olsen auf 1 sowie Jaminet/Tandy/Bamber/Cambell auf 2) wurde die derzeitige Dominanz der Zuffenhausener 911 GT3 R Modelle auf der Nordschleife bestätigt – Pole Setter Phoenix Racing (Beretta/Stippler/Thiim/Kolb) mit einem Audi R8 LMS GT3 vervollständigte als Dritter das Gesamtsiegerpodest beim sechsstündigen Qualifikationsrennen in der Eifel. Der Manthey-Porsche, der als Dritter über die Ziellinie kam, wurde durch eine Zeitstrafe wegen eines Gelb-Verstoßes auf Gesamtrang fünf zurückgestuft. Die extrem hohe Leistungsdichte der 30 GT3-Boliden sorgte für Spannung und immens viele tolle Positionskämpfe auf der 25,378 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs und der legendären Nordschleife, die so auch beim 24-Stunden-Langstreckenklassiker gefahren wird.

Vom Start weg vorne mit dabei waren die beiden Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Auf den beiden knapp 550 PS starken Boliden absolvierte der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer einen Doppeleinsatz. Gesamtrang 11 zusammen mit Adam Christodoulou und Manuel Metzger sowie Gesamtrang 12 mit Hubert Haupt und Nico Bastian sorgten für zufriedene Mienen – auch wenn die angepeilte Top-Ten-Platzierung knapp verpasst wurde. Das Top-30 Qualifying am Sonntagmorgen erreichten beide HRT-Mercedes problemlos. Die Ziellinie nach 41 harten Runden überquerten die beiden HRT-Boliden dann lediglich mit der Minimaldifferenz von 0,325 Sekunden. „Auf den Siegerporsche hatten wir weniger als drei Minuten Rückstand, und das nach sechs Rennstunden am Limit“, erklärt Patrick Assenheimer das Ergebnis. „Es war der erwartet harte Wettbewerb auf hohem Niveau und die ideale Generalprobe für den 24-Stunden-Klassiker im Juni, auf den ich mich jetzt richtig freue“ ergänzt MCH-Mitglied Assenheimer. Durch das ideale Rennwetter konnten diverse Reifentests sowie Taktikvarianten und Boxenstoppstrategien probiert werden. Neben mehreren Mercedesteams waren weitere hochklassig besetzte BMW-, Audi-, Lamborghini-, und Ferrari-Modelle der GT3 Fraktion mit guter Performance präsent. „Die Rundenzeiten lagen extrem eng beieinander, so dass das 24-Stunden-Rennen viel Spannung verspricht“, mutmaßt Patrick Assenheimer.

BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/ Naumann/ Leisen/FübrichBMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/Naumann/Leisen/Fübrich)

Auch der Brackenheimer Yannick Fübrich zeigt sich nach der 6-Stunden-Hatz zufrieden. „Der Sieg gegen vier Konkurrenten in der Cup 5 Klasse ist zweitrangig. Wir konnten das Set Up nochmals verbessern und wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Reifen und der Taktik gewinnen“ resümiert Fübrich. Mit dem knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport gab es technisch bedingt zwei unplanmäßige Boxenstopps aufgrund eines gebrochen Radstehbolzens und eines abgesprungenen Turbolader-Schlauchs. Da auch die anderen M2 CS-BMW-Teams Probleme hatten, konnte sich Fübrich mit seinen drei Teamkameraden schlussendlich mit einer Runde Vorsprung den Klassensieg und Gesamtrang 40 sichern. „Die 24-Stunden durch die Grüne Hölle sind dennoch eine ganz andere Herausforderung - Auto, Fahrer und Boxenteam sehe ich gut gerüstet für den Langstreckenklassiker am 5. und 6. Juni“, so Yannick Fübrich.

(Wilfried Ruoff)

 

Andreas und Hannah Baier bei der GLP Leistungsprüfung auf der Nürburgring Nordschleife

Am 10.04.2021 starteten unsere MCH`ler erstmals bei der GLP Leistungsprüfung Erftquellenpreis auf der Nürburgring Nordschleife

11.05.2021

Für Andreas, der fast 2 Jahrzehnte auf der Nordschleife in der VLN und 24 h Rennen zahlreiche Klassen und Gruppensiege auf verschiedenen Porsche und BMW M3 Modellen einfahren konnte, war es eine Wiederkehr auf die Nordschleife nach exakt 9 Jahren Abstinenz. Für Hannah, im Februar 18 Jahre alt geworden, war es nun auch erlaubt auf der Nordschleife zu starten.

Andreas und Hannah haben über die Wintermonate als Vater-Tochter Projekt die GLP Gleichmäßigkeitsprüfung für sich entdeckt, das die beiden mit Hannah`s BMW E36 318 ti beim Erftquellenpreis erstmals unter die Räder nahmen. Für Hannah war es nach etlichem Studieren von OnBoard-Aufnahmen und unter der Anleitung vom Papa soweit, in dem Geschehen der Nordschleife auch teilnehmen zu können. Zielsetzung war von Anfang an klar definiert. Für Hannah den Ring ohne Renndruck und gleich Kampfgetümmel zu lernen, Nordschleifenerfahrung zu sammeln und vor allem VIEL SPASS zu haben.

Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag bei bestem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Am Ring angekommen ging es sofort los, abladen, Papierabnahme, Zeitentransponder montieren und technische Abnahme. Da alles Top vorbereitet war, war dies problemlos erledigt. Dann ging es um 20.30 Uhr nach Wiesemscheid ins Hotel. Beim Abendessen setzte dann der angekündigte Regen ein.

Samstagmorgen 6 Uhr ging es zum Frühstück, Eifelwetter für Hannah`s Einstand vom Feinsten. Regen, Nebel, 5 Grad Außentemperatur. Andreas freute sich wie ein kleiner Bub, der Pfützen springen darf!

Frisch gestärkt ab zum Ring. Ab 7.15 Uhr begann die Startvoraufstellung an der Nordschleifeneinfahrt. Um 7.50 Uhr begann für alle 136 Teilnehmer die Überführung zu T13. Hannah hatte sich am Freitagabend bei der Abnahme von anderen Teilnehmern Tipps für Ihre Aufgabe (Rundentabelle , Setzzeiten, Bestätigungszeiten) geholt und hat sich auf dem Beifahrersitz häuslich mit Stoppuhr, Kugelschreiber, Rundentabellen eingerichtet.

Punkt 8.00 Uhr startete das erste Fahrzeug, und so ging im 10 Sekunden-Abstand das Teilnehmerfeld auf die 12 Runden a 20,83 km = 250 km Reise.

Bei Asphalttemperaturen um 3 Grad war an Grip nicht zu denken, was natürlich Andreas das Grinsen in das Gesicht zauberte, und bei Hannah viele Trockenbremsversuche auf dem Beifahrersitz auslöste.

Für Andreas ein Eifeltraum, Regen stark, schwach, Nebel hoch, tief, keine Runde gleiche Wetterbedingungen.

Hannah machte Ihre Aufgabe perfekt, und so war man sich einig, dass das Gleichmäßig-Zeitentechnisch passen könnte. Andreas freute sich, dass der BMW problemlos seine Runden spulte und doch sehr hurtig durch das Regen-Nebel-Gemisch seine Bahn zog.

Aha - Erlebnisse blieben natürlich nicht aus, so dass es viele Möglichkeiten gab, den 318 ti Compact noch Compacter zu gestalten. In Runde 6 wäre Fahrerwechsel angestanden, doch angesichts der Streckenverhältnisse und intensiver Beratung war man sich einig, dass Hannah ihre erste Nordschleifenausfahrt nochmals verschiebt, da es sehr gefährlich war und ein Fehler doch noch zu einem Compacteren BMW hätte führen können.

So ging es in die 2. Hälfte und das Grinsen der beiden wurde nicht weniger. Nach 12 Runden war nur noch Strahlen und Grinsen aus dem BMW zu sehen.

Das mit dem Gleichmäßigkeitsfahren kann man ja auch gleichmäßig schnell, doch leider hat sich ein Fehler in Runde 2 eingeschlichen, der bis zum Schluss beibehalten wurde, aber dieser gleichmäßig und Sekundengenau. Dies setzte den eh schon grinsenden Gesichtern ein noch breiteres Grinsen auf, denn Ihr Motto "Hauptsache Spaß" wurde zu 100% erfüllt.

So fuhren am Samstagnachmittag glückliche und zufriedene Gesichter nach Hause, mit voller Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am 03.07.2021 GLP Rhein Sieg, da die nächsten 2 Läufe aus schulischen Gründen ausgelassen werden müssen.

Für Fragen zur GLP Nordschleifenserie gibt Andreas gerne Auskunft, nachfragen lohnt sich.

(Robert Chelminiacki)

 

Wenn eine Veranstaltungspremiere zum 2. Mal verschoben werden muss

Für den 3. Mai 2020 plante der Motorsportclub Heilbronn e.V. (MCH) eine Premiere. Zum ersten Mal stand neben Veranstaltungen wie den Slalom Highlights auf dem Wolfszipfel und der Oltimer-Rallye Käthchen Classic ein Oltimertreffen im Kalender. Auch in diesem Jahr musste die für das vergangene Wochenende geplante Premiere erneut um ein Jahr verschoben werden.

10.05.2021

Das hatten sich die Initiatoren des Oldtimertreffens des MCH alles ganz anders vorstellt. Die Vorbereitungen für das im Frühjahr 2020 geplante Oldtimertreffen in Heilbronn begannen bereits weit im Voraus. „Wir planen das Thema ‚Oldtimer‘ hier in Heilbronn weiter auszubauen und voranzutreiben“, so einer der Initiatoren. Neben der Rallye Käthchen Classic, die der MCH seit 2011 veranstaltet, sollte ein Oldtimertreffen neu in den Jahresplan des MCH mitaufgenommen werden. Auch ein Oldtimerstammtisch steht auf der Agenda. Die Idee stammt von Bernd Sandrisser und Andreas Häberle, beide langjährige MCH-Mitglieder, in der Szene unterwegs und regelmäßige Teilnehmer bei Oldtimerrallyes. Bernd Sandrisser ist zudem der neue Fahrtleiter der Rallye Käthchen Classic, Andreas Häberle hat selbst schon Young- & Oldtimertreffen in Schwäbisch Hall und Crailsheim veranstaltet. „Bei den Vorbereitungen für eine derartige Veranstaltung in Heilbronn stießen wir von fast allen Seiten nur auf positive Resonanzen“ so beide Initiatoren, „und das Schönste dabei ist, dass mittlerweile auch bei der jüngeren Generation die Liebe zum Altblech angekommen ist. Das stellt für uns als Veranstalter natürlich eine riesen Chance dar, weitere Mitglieder zu gewinnen“.

Jetzt am 2. Mai hätte die vom Vorjahr verschobene Premiere stattfinden sollen, doch aufgrund der momentanen Situation war eine Durchführung nicht umsetzbar. Im Prinzip beginnt so eine Vorbereitung auf dem Papier, im zweiten Schritt folgen Gespräche mit Veranstaltungspartnern und den Genehmigungsbehörden. Anschließend muss dann in finanzielle Vorleistung gegangen werden. Spätestens an diesem Punkt muss die Entscheidung stehen, ob die geplante Veranstaltung durchgeführt werden kann oder nicht.

Genauso erging es dem MCH mit seinem Automobilslalom, der bereits in den Startlöchern stand. Trotz guter Hygienekonzepte fielen die Heilbronner Automobilslalom Highlights am 10./11. April aufgrund der hohen Inzidenzzahlen ins Wasser. Für den Slalom gibt es deshalb schon einen Ersatztermin für den 04. September. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt. „Man muss immer wieder neu bewerten, ob bzw. was sich realisieren lässt“.

Die Käthchen Classic ist für den 26. September als Eintagesveranstaltung angesetzt. Alle vorgegangenen Rallyes waren zwei bzw. drei Tagesveranstaltungen. Stand heute geht man davon aus, dass man die Rallye als sogenannte „Light Version“ durchführen kann. Die Strecke musste gekürzt und die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Dennoch ist man positiv gestimmt und hofft, dass man die Rallye Ende September durchführen kann.

Auf der diesjährigen Retro Classics (Oldtimer Messer) in Stuttgart, die ebenfalls um einige Monate in den Juli verschoben wurde, wird der Motorsportclub Heilbronn e.V. erstmalig mit einem Stand vertreten sein. Auch hier ist die Frage weiterhin offen, ob diese Messe wirklich stattfinden kann.

Wer im Heilbronner Raum einen Old- oder Youngtimer besitzt, Anschluss sucht bzw. sich in diesem Bereich engagieren möchte, ist beim Motorsportclub Heilbronn e.V. herzlich willkommen. Die Kontaktdaten findet Ihr hier auf unserer Homepage oder auf der Facebookseite des Vereins.

(AH)

 

BMW-Pilot Yannick Fübrich zurück auf der Siegerstraße

Megastarterfeld beim 3. NLS-Lauf, Patrick Assenheimer leider ohne Renneinsatz

03.05.2021

Das 24-Stunden-Rennen am 5./6. Juni warf seine Schatten voraus – 165 Nennungen gab es zum 3. Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie, darunter satte 33 GT3 Boliden mit vielen Werksfahrern, die den letzten Test unter Rennbedingungen unter die Räder nehmen wollten. Dabei scheint der Porsche 911 GT3 R das Auto der Stunde zu sein. Der Vierfachtriumph durch zwei Frikadelli-Porsche auf eins (Earl Bamber/Mathieu Jaminet) und zwei (Patrick Pilet/Maxime Martin), dem Falkenelfer auf drei (Klaus Bachler/Martin Ragginger) und dem Manthey-Porsche (Gesamtsieger NLS Lauf 2) auf vier (Michael Christensen/Lars Kern) untermauern die momentane Dominanz der Zuffenhausener Boliden in der Eifel. Der beste Mercedes lief erst auf Gesamtrang zehn ein – das Schwesterauto von dem im Training verunfallten HRT Mercedes.

Aus regionaler Sicht lief es nur für den Brackenheimer Yannick Fübrich optimal. Das Team Adrenalin Motorsport hat den BMW M2 CS Racing Cup zusammen mit dem Fahrertrio Yannick Fübrich, David Griessner und Francesco Merlini Fahrwerksseitig neu abgestimmt. Nach einem durch Unfälle zweimal unterbrochenen und danach verkürztem Zeittraining startete der Adrenalin-BMW nur vom hinteren Mittelfeld der Cup 5 Klasse. Vom Start weg ging es dann über die gesamte vier-Stunden-Hatz permanent schnell vorwärts, inclusive vieler Überholmanöver. Im Ziel hatte Jannick Fübrich mit dem von einem 3000ccm-Sechszylinder mit Doppelturbo befeuerten BMW 43,209 Sekunden Vorsprung. Klassenplatz zwei ging an die Sieger des letzten NLS-Laufes, das Team FK-Performance. Erneut waren elf BMW M2 CS in der Klasse Cup 5 angetreten. „Die Spitze liegt sehr eng beieinander, zwei Teams waren in einzelnen Runden schneller, unsere Konstanz hat schlussendlich zum Sieg geführt“ resümiert MCH-Langstreckenracer Yannick Fübrich.

Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) erlebte das Rennen leider nur als Zuschauer. Im freien Freitagstraining hatte einer seiner Teamkollegen den ca. 550 PS starken HRT AutoArena Mercedes AMG GT3 im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz bei ca. 250 km/h verloren. „Leider waren die Beschädigungen so heftig, dass ein Start am Samstag nicht möglich war. Positiv ist zu vermelden, dass der Fahrer unverletzt ist und wir bis dahin schnell und problemlos einige Testrunden absolviert haben. Das Vier-Stunden-Rennen mit dem Megastarterfeld und den 32 GT3-Konkurrenten fehlt uns natürlich in Hinblick auf die 24-Stunden-Hatz in der Grünen Hölle am 5. und 6. Juni“, erklärt Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.

(Wilfried Ruoff)


Komplettes Rennergebnis: https://www.nuerburgring-langstrecken-serie.de/wp-content/uploads/ergebnisse/2021-05-01r.html

 

Assenheimer und Pommer zeigen ohne Top-Plätze Potenzial

Zwei Saisondebüts, eine Erkenntnis: Die beiden Piloten aus der Region können in ihren stark besetzten Europa-Serien mithalten.

20.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Am Ergebnis lässt es sich nicht direkt ablesen. Ein 13. Platz für den Heilbronner Markus Pommer, ein 22. für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - Erfolgsmeldungen klingen anders.

Trotzdem waren beide nicht unzufrieden mit ihrer Leistung beim Saisondebüt. Weil sie ihr Potenzial trotz Problemen zeigen durften. "Die Bedingungen waren wirklich hart, aber wir haben toll gekämpft und konnten Position für Position gut machen. Ich bin mit meinem Stint zufrieden und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht", sagte Assenheimer nach dem Auftakt der GT World Challenge Europe mit dem HRT Mercedes AMG GT3.

Der Spritverbrauch macht Pommer und dem Team zu schaffen
Ein guter Job gelang auch Pommer zum Start der European Le Mans Series in Spanien. Erstmals überhaupt absolvierte er mit dem Vier-Stunden-Rennen in Barcelona einen LMP2-Lauf im Oreca des britischen Teams BHK Motorsport. "Das große Ziel war ja, in die Top Ten zu kommen. Da waren wir auch die ganze Zeit, hatten am Ende aber leider mit dem Spritverbrauch Probleme und mussten einen weiteren Stopp einlegen - das hat uns ein bisschen nach hinten gespult. Trotzdem war es gar nicht so schlecht. Das Team war zufrieden, ich war sofort schnell."

Natürlich will Markus Pommer an der Seite der beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana noch schneller werden. Und künftig bis zum Schluss unter den besten Zehn des starken ELMS-Feldes bleiben: "Jetzt weiß ich zumindest mal, was auf mich zukommt, kenne das Auto, die ganzen Knöpfe. Das ist wirklich etwas ganz anderes. Man muss teilweise spritsparend fahren. Muss auf die Bremstemperaturen achten. Hat verschiedene Engine-Maps - wirklich recht kompliziert." Deshalb wird sich der 30-Jährige in den kommenden Wochen verstärkt in den Simulator setzen.

Über Nacht musste ein Ersatzwagen angeliefert werden
In ein komplett neues Auto setzen musste sich Patrick Assenheimer beim Qualifying für seinen Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe in Monza. Während des Donnerstag-Testtags verunfallte sein HRT-Teamkollege Ricardo Sanchez so schwer, dass über Nacht ein Ersatzfahrzeug aus Deutschland angeliefert werden musste. "Damit hat uns der Grundspeed gefehlt."

Nur vom elften Rang innerhalb der Silver-Cup-Klasse und Gesamt-Startposition 35 ging es für Assenheimer, Sanchez und Hubert Haupt ins Rennen. Im Regen holte Haupt stark auf und übergab nach einer Stunde auf Platz 15 der Gesamtwertung an Assenheimer. Dieser setzte die Aufholjagd bei Mischbedingungen fort und raste in einer fehlerfreien Fahrt auf Platz fünf der Gesamtwertung vor. Der letzte Stint von Ricardo Sánchez verlief dann im Trockenen wieder unglücklich.

Der Anspruch ist ein anderer
"Im Regen konnten wir die fehlende Pace über das Fahrerische mehr kompensieren. Auch wenn der Anspruch ein anderer ist, lässt sich darauf aufbauen", sagt Patrick Assenheimer.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021


Rennergebnis GT World Challenge Europe | Monza - Italy: https://www.gt-world-challenge-europe.com/results

Rennergebnis European Le Mans Series (ELMS) | Barcelona - Spain: https://www.europeanlemansseries.com/race
Das komplette Rennens im Stream: https://live.europeanlemansseries.com/en/replay

 

Yannick Fübrich im neuen BMW M2 CS mit zweitem Platz

Porsche Doppelsieg mit neuem Streckenrekord bei der NLS am Nürburgring und der Nordschleife

20.04.2021

Nachdem der Auftakt vor drei Wochen noch durch Schneefall gestoppt worden war, sorgten nun 141 Autos in der Eifel beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie für Spannung, Action, Dramatik und einen neuen Streckenrekord. Trotz einer Stop & Go Strafe wegen Unterschreitung einer Mindeststandzeit gewann der Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Piloten Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern die Vier-Stunden-Hatz. Der Franzose Estre stellte dabei in der zweiten Runde in 7.56.087 Minuten sogar einen neuen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus GP-Kurs, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife auf. Nach mehreren verwegenen Überholmanövern und mit minimalen Abständen komplettierten der Frikadelli Porsche 911 GT3 R als zweiter und der Phoenix Audi R8 LMS als dritter das Gesamtsiegerpodest.

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich vom Team Adrenalin Motorsport verlief das Rennen noch nicht optimal. Platz zwei in der Cup 5 Klasse gegen 11 Konkurrenten, die mit BMW M2 CS Racing Cup Fahrzeugen angetreten waren. In der Qualifikation „nur“ Startplatz drei, im Rennen dann erneut kleinere Probleme mit dem Fahrwerk. Fübrich fuhr den Start und den Zielstint mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler. Auch seine Teamkollegen David Griessner und Francesco Merlini konnten den späteren Sieger vom Team FK-Performance Motorsport nicht angreifen. „Wir sind mit dem neuen Auto noch nicht ganz eins, am Setup des Fahrwerks ist noch Luft nach oben“ resümiert der seit Jahren mit Klassensiegen in der Eifel erfolgsverwöhnte Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn.

Der dritte NLS-Lauf findet am 1. Mai, ebenfalls als vier-Stunden-Hatz statt. Dann wird auch Patrick Assenheimer mit dem HRT-Auto Arena Mercedes AMG GT3 wieder am Start sein, der an diesem Wochenende bei der GT World Challenge Europa in Monza in Lenkrad gegriffen hatte.

(Wilfried Ruoff)

Chris Vogler siegt im Porsche 718 Spyder auf Mallorca

21.03.2021

Die größte Motorsportveranstaltung auf Mallorca findet traditionell zum zweiten Märzwochenende statt: trotz Corona konnte Organisationschef Toni Dezcallar auch die 17. Auflage der Rally Clásico Isla Mallorca sicherstellen – auch mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der mallorquinischen Behörden.

Wie schon im Vorjahr war auch dieses Mal wieder unser Clubmitglied Chris Vogler mit von der Partie. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho ging er in der mit 17 Teilnehmern am stärkste besetzten Klasse der Showcars an den Start. Ein nicht allzu strenges Regelwerk in dieser Klasse der sorgt dafür, dass auch einige automobile Schätze an den Start gebracht werden, die man sonst auf keiner anderen Rallye in Action sieht: Audi S1 Quattro, Ferrari New Stratos, AMG GT, Caterham oder Donkervoort D8 GTO-40.

Wurde im letzten Jahr noch ein Porsche 911 Speedster eingesetzt, nahm das Vogler/Domenge, das wieder von der Software-Schmiede Vogler & Hauke aus Neckarsulm und den Porsche Zentrum Karlsruhe unterstützt wurde, die 14 Wertungsprüfungen über circa 150km dieses Mal in einem Porsche 718 Spyder unter die Räder.

Im Vorfeld der Veranstaltung mussten auch auf der Insel einige organisatorische Besonderheiten im Hinblick auf die immer noch anhaltende Covid-19-Pandemie geklärt werden. So wurden Zuschauer vom Veranstalter nicht zugelassen, eine kleine Ausnahme hierbei stellte nur der berühmte Hafen Puerto Portals dar, der das Rallyezentrum bildete. Einzig Pressevertreter waren entlang der Strecke zu finden.

Für die Fahrer und Beifahrer ging es vor der Papierabnahme beim Renn-Arzt zum Corona-Schnelltest und erst als dieser negativ war, durften die Teilnehmer zu Papier- und technischer Abnahme antreten.

Start zur ersten WP war am Donnerstag bei einsetzender Dämmerung kurz nach 18 Uhr. Musste das Team Vogler/Sancho hier im letzten Jahr noch mit 21 Sekunden Rückstand gewaltig Federn lassen, konnte man sich dieses Mal enorm steigern, was dazu führte, dass gleich die erste Prüfung über 15 Kilometer mit 17 Sekunden Vorsprung an das deutsch/spanische Duo ging. Zum einen, weil Chris Vogler optimal vorbereitet in die Veranstaltung ging und sich schon Wochen vorher alle zur Verfügung stehenden On-Board-Aufnahmen angesehen hatte und beim Streckenaufschrieb jede Stelle genaustens inspiziert hatte. Zum anderen, weil der Porsche 718 Spyder -ausgestattet mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe- besser zu den Streckenverhältnissen passte: leicht und wendig genug für langsame und enge Streckenpassagen aber mit seinen 420 PS auch schnell genug auf den Powerstages mit Geschwindigkeiten weit über 200 km/h.

Eine fahrerische Besonderheit gab es auf der Prüfung von Coves Campanet nach Polenca, wo gleich zwei Sprunghügel auf die Piloten warteten. Da die Vergangenheit zeigte, dass ungestümes Verhalten wenigstens zur Beschädigung am Fahrzeug, im schlechtesten Fall aber zum Totalausfall führen kann, beschloss man sich im Team des gelben Porsche lieber den Fuß an dieser Stelle vom Gas zu nehmen und das Fahrzeug zu schonen. Die richtige Entscheidung, schaute man nach der WP auf die Zeiten. Zweiter Platz, mit gerade einmal 7,7 Sec. Rückstand auf den Erstplatzierten.

Eine frühe Startzeit sorgte allerdings dafür, dass auf den ersten Kilometern nach dem Start das Grip-Niveau nicht besonders hoch war und man den Besen für die folgenden Piloten gab. Der einsetzende Frühling sorgte dafür, dass die Strecke teilweise von Blütenstaub bedeckt war und so an mancher Stelle zur Rutschpartie wurde. Hinzu kamen enge Begegnungen mit einer langsameren Corvette, auf die man auf mehreren Wertungsprüfungen auflief. Großes Lob an dessen Fahrer, der immer fair Platz gemacht hat und es dadurch nie zu einer kritischen Situation gekommen ist. Nach der zweiten Begegnung hat sich Chris dann dazu entschieden, bei den Organisatoren vorzusprechen, um den Start-Takt zwischen ihm und der Corvette von einer auf drei Minuten zu vergrößern. Dadurch sollte wiederholtes Auflaufen und etwaige kritische Situationen verhindert werden.

Diese Mischung aus Angriff und Zurückhaltung sollte in den drei Tagen der Rally Classico das Erfolgsrezept für Chris Vogler sein: „Durch das stets aktuelle Livetiming konnten wir auf unserem Handy immer verfolgen, was die Konkurrenz macht. Und wenn Michael Stoschek mit seinem New Stratos, Florian Scholze im AMG GT oder Thomes Oellig 911 GT3 RS uns Zeit abgenommen haben, haben wir in der nächsten Prüfung wieder eine Schippe drauf gelegt. Am Samstag auf den letzten drei Prüfungen ging es mir dann vor allem darum keinen Fehler mehr zu machen.“

Auf den Auftakt-Sieg der ersten WP folgten im Verlauf der Rallye noch drei weitere WP-Siege, fünf Mal fuhr man als Zweiter durch das Ziel und drei Mal als Dritter. Von 14 WP’s, die sich auf eine Länge von 150 Kilometern zusammenaddierten, konnte man sich also 12 Mal auf dem Podium wiederfinden. Im Ziel hatten die beiden Porsche-Piloten 1 Minute 42 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Stoschek/Stoschek auf Ferrari New Stratos. Auf Platz drei kamen Oellig/Oellig mit ihrem Porsche 911 GT3 RS.

Weitere Bilder und ein spektakuläres Video finden Sie bei Chris Vogler auf Instagram!

(CV) (FZ) 

 

Podium - Erfolgreicher Doppeleinsatz von Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden von Dubai

Auftakt zur Internationalen Langstreckenserie bei den 24 Stunden von Dubai

18.01.2021

Gesamtrang drei, Gesamtrang fünf sowie der Klassensieg in der GT3 AM-Klasse ließen Patrick Assenheimer jubeln – sein Saisonauftakt 2021 war erfolgreich. „Meinen Fahrerkollegen sowie dem gesamten Team ein Lob und ein Dankeschön, darauf lässt sich aufbauen, perfekt waren wir noch nicht, aber schon recht gut“ so der Lehrensteinsfelder vom Motorsportclub Heilbronn über seinen Dubai-Einsatz.   

Zur 16. Auflage der Wüstenhatz auf dem 5,39 Kilometer langen Dubai Autodrome standen dieses Jahr 52 Fahrzeuge von 12 Herstellern am Start – darunter allein 17 PS-gewaltige GT3 Boliden. Zwei davon unter der Bewerbung von HRT (Haupt Racing Team), ein gelber Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer vier und ein roter AMG GT3 mit der Startnummer fünf. Als Doppelstarter auf beiden HRT-Boliden war der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer zum Saisonauftakt nach Dubai gereist, wo letztes Jahr das Rennen nach sieben Stunden wegen exorbitanten Regenfällen mit Überflutung der Strecke und der Boxengasse abgebrochen worden war.

Im Qualifying eroberten die HRT-Piloten Platz sechs (Startnummer 5) sowie Platz sieben (Startnummer 4) Pech hatte die sechs mit den Fahrern Patrick Assenheimer, Florian Scholze, Valentin Pierburg, Nico Bastian und Khaled Al Qubaisi in der Anfangsphase, als der Mercedes mit leerem Tank liegenblieb und dadurch weit nach hinten durchgereicht wurde. Die geniale Aufholjagd wurde mit dem Klassensieg in der GT3 AM-Kategorie belohnt, der gleichzeitig mit dem fünften Gesamtrang einherging. Als Dritte auf dem Gesamtsiegerpodium standen Patrick Assenheimer, Hubert Haupt, Maro Engel, Ryan Ratcliffe und erneut Khaled Al Qubaisi mit dem gelben HRT-Bilstein-Renner. Mehrere Code 60 Phasen, unterschiedliche Rennstrategien und viele Positionskämpfe auf dem 5,39 Kilometer langem Wüstenkurs sorgten über die gesamten 24-Stunden für viel Spannung und Dramatik. 599 Runden spulte der 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ab, in derselben Runde kam der WRT Audi R8 LMS auf den zweiten Rang. Eine Runde mehr absolvierte der 24-Stunden-Dubai Sieger 2021 ein Porsche 911 GT3 R von GPX-Racing.

(Wilfried Ruoff)