Aktuelles

Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit toller Vorstellung beim Qualirennen

MCH-Racer gewinnen wichtige Erkenntnisse für den 24-Stunden-Klassiker im Juni

11.05.2021

HRT Mercedes AMG GT3 #6 (Christodoulou/Metzger/Assenheimer) HRT Mercedes AMG GT3 #6 (Christodoulou/Metzger/Assenheimer)

Mit einem Doppelsieg der beiden Frikadelli-Porsche (Pilet/Makowiecki/Martin/Olsen auf 1 sowie Jaminet/Tandy/Bamber/Cambell auf 2) wurde die derzeitige Dominanz der Zuffenhausener 911 GT3 R Modelle auf der Nordschleife bestätigt – Pole Setter Phoenix Racing (Beretta/Stippler/Thiim/Kolb) mit einem Audi R8 LMS GT3 vervollständigte als Dritter das Gesamtsiegerpodest beim sechsstündigen Qualifikationsrennen in der Eifel. Der Manthey-Porsche, der als Dritter über die Ziellinie kam, wurde durch eine Zeitstrafe wegen eines Gelb-Verstoßes auf Gesamtrang fünf zurückgestuft. Die extrem hohe Leistungsdichte der 30 GT3-Boliden sorgte für Spannung und immens viele tolle Positionskämpfe auf der 25,378 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs und der legendären Nordschleife, die so auch beim 24-Stunden-Langstreckenklassiker gefahren wird.

HRT Mercedes AMG GT3 #4 (Haupt/Bastian/Assenheimer)HRT Mercedes AMG GT3 #4 (Haupt/Bastian/Assenheimer)

Vom Start weg vorne mit dabei waren die beiden Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Auf den beiden knapp 550 PS starken Boliden absolvierte der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer einen Doppeleinsatz. Gesamtrang 11 zusammen mit Adam Christodoulou und Manuel Metzger sowie Gesamtrang 12 mit Hubert Haupt und Nico Bastian sorgten für zufriedene Mienen – auch wenn die angepeilte Top-Ten-Platzierung knapp verpasst wurde. Das Top-30 Qualifying am Sonntagmorgen erreichten beide HRT-Mercedes problemlos. Die Ziellinie nach 41 harten Runden überquerten die beiden HRT-Boliden dann lediglich mit der Minimaldifferenz von 0,325 Sekunden. „Auf den Siegerporsche hatten wir weniger als drei Minuten Rückstand, und das nach sechs Rennstunden am Limit“, erklärt Patrick Assenheimer das Ergebnis. „Es war der erwartet harte Wettbewerb auf hohem Niveau und die ideale Generalprobe für den 24-Stunden-Klassiker im Juni, auf den ich mich jetzt richtig freue“ ergänzt MCH-Mitglied Assenheimer. Durch das ideale Rennwetter konnten diverse Reifentests sowie Taktikvarianten und Boxenstoppstrategien probiert werden. Neben mehreren Mercedesteams waren weitere hochklassig besetzte BMW-, Audi-, Lamborghini-, und Ferrari-Modelle der GT3 Fraktion mit guter Performance präsent. „Die Rundenzeiten lagen extrem eng beieinander, so dass das 24-Stunden-Rennen viel Spannung verspricht“, mutmaßt Patrick Assenheimer.

BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/ Naumann/ Leisen/FübrichBMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/ Naumann/ Leisen/Fübrich)

Auch der Brackenheimer Yannick Fübrich zeigt sich nach der 6-Stunden-Hatz zufrieden. „Der Sieg gegen vier Konkurrenten in der Cup 5 Klasse ist zweitrangig. Wir konnten das Set Up nochmals verbessern und wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Reifen und der Taktik gewinnen“ resümiert Fübrich. Mit dem knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport gab es technisch bedingt zwei unplanmäßige Boxenstopps aufgrund eines gebrochen Radstehbolzens und eines abgesprungenen Turbolader-Schlauchs. Da auch die anderen M2 CS-BMW-Teams Probleme hatten, konnte sich Fübrich mit seinen drei Teamkameraden schlussendlich mit einer Runde Vorsprung den Klassensieg und Gesamtrang 40 sichern. „Die 24-Stunden durch die Grüne Hölle sind dennoch eine ganz andere Herausforderung - Auto, Fahrer und Boxenteam sehe ich gut gerüstet für den Langstreckenklassiker am 5. und 6. Juni“, so Yannick Fübrich.

(Wilfried Ruoff)

 

Andreas und Hannah Baier bei der GLP Leistungsprüfung auf der Nürburgring Nordschleife

Am 10.04.2021 starteten unsere MCH`ler erstmals bei der GLP Leistungsprüfung Erftquellenpreis auf der Nürburgring Nordschleife

11.05.2021

Für Andreas, der fast 2 Jahrzehnte auf der Nordschleife in der VLN und 24 h Rennen zahlreiche Klassen und Gruppensiege auf verschiedenen Porsche und BMW M3 Modellen einfahren konnte, war es eine Wiederkehr auf die Nordschleife nach exakt 9 Jahren Abstinenz. Für Hannah, im Februar 18 Jahre alt geworden, war es nun auch erlaubt auf der Nordschleife zu starten.

Andreas und Hannah haben über die Wintermonate als Vater-Tochter Projekt die GLP Gleichmäßigkeitsprüfung für sich entdeckt, das die beiden mit Hannah`s BMW E36 318 ti beim Erftquellenpreis erstmals unter die Räder nahmen. Für Hannah war es nach etlichem Studieren von OnBoard-Aufnahmen und unter der Anleitung vom Papa soweit, in dem Geschehen der Nordschleife auch teilnehmen zu können. Zielsetzung war von Anfang an klar definiert. Für Hannah den Ring ohne Renndruck und gleich Kampfgetümmel zu lernen, Nordschleifenerfahrung zu sammeln und vor allem VIEL SPASS zu haben.

Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag bei bestem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Am Ring angekommen ging es sofort los, abladen, Papierabnahme, Zeitentransponder montieren und technische Abnahme. Da alles Top vorbereitet war, war dies problemlos erledigt. Dann ging es um 20.30 Uhr nach Wiesemscheid ins Hotel. Beim Abendessen setzte dann der angekündigte Regen ein.

Samstagmorgen 6 Uhr ging es zum Frühstück, Eifelwetter für Hannah`s Einstand vom Feinsten. Regen, Nebel, 5 Grad Außentemperatur. Andreas freute sich wie ein kleiner Bub, der Pfützen springen darf!

Frisch gestärkt ab zum Ring. Ab 7.15 Uhr begann die Startvoraufstellung an der Nordschleifeneinfahrt. Um 7.50 Uhr begann für alle 136 Teilnehmer die Überführung zu T13. Hannah hatte sich am Freitagabend bei der Abnahme von anderen Teilnehmern Tipps für Ihre Aufgabe (Rundentabelle , Setzzeiten, Bestätigungszeiten) geholt und hat sich auf dem Beifahrersitz häuslich mit Stoppuhr, Kugelschreiber, Rundentabellen eingerichtet.

Punkt 8.00 Uhr startete das erste Fahrzeug, und so ging im 10 Sekunden-Abstand das Teilnehmerfeld auf die 12 Runden a 20,83 km = 250 km Reise.

Bei Asphalttemperaturen um 3 Grad war an Grip nicht zu denken, was natürlich Andreas das Grinsen in das Gesicht zauberte, und bei Hannah viele Trockenbremsversuche auf dem Beifahrersitz auslöste.

Für Andreas ein Eifeltraum, Regen stark, schwach, Nebel hoch, tief, keine Runde gleiche Wetterbedingungen.

Hannah machte Ihre Aufgabe perfekt, und so war man sich einig, dass das Gleichmäßig-Zeitentechnisch passen könnte. Andreas freute sich, dass der BMW problemlos seine Runden spulte und doch sehr hurtig durch das Regen-Nebel-Gemisch seine Bahn zog.

Aha - Erlebnisse blieben natürlich nicht aus, so dass es viele Möglichkeiten gab, den 318 ti Compact noch Compacter zu gestalten. In Runde 6 wäre Fahrerwechsel angestanden, doch angesichts der Streckenverhältnisse und intensiver Beratung war man sich einig, dass Hannah ihre erste Nordschleifenausfahrt nochmals verschiebt, da es sehr gefährlich war und ein Fehler doch noch zu einem Compacteren BMW hätte führen können.

So ging es in die 2. Hälfte und das Grinsen der beiden wurde nicht weniger. Nach 12 Runden war nur noch Strahlen und Grinsen aus dem BMW zu sehen.

Das mit dem Gleichmäßigkeitsfahren kann man ja auch gleichmäßig schnell, doch leider hat sich ein Fehler in Runde 2 eingeschlichen, der bis zum Schluss beibehalten wurde, aber dieser gleichmäßig und Sekundengenau. Dies setzte den eh schon grinsenden Gesichtern ein noch breiteres Grinsen auf, denn Ihr Motto "Hauptsache Spaß" wurde zu 100% erfüllt.

So fuhren am Samstagnachmittag glückliche und zufriedene Gesichter nach Hause, mit voller Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am 03.07.2021 GLP Rhein Sieg, da die nächsten 2 Läufe aus schulischen Gründen ausgelassen werden müssen.

Für Fragen zur GLP Nordschleifenserie gibt Andreas gerne Auskunft, nachfragen lohnt sich.

(Robert Chelminiacki)

 

Wenn eine Veranstaltungspremiere zum 2. Mal verschoben werden muss

Für den 3. Mai 2020 plante der Motorsportclub Heilbronn e.V. (MCH) eine Premiere. Zum ersten Mal stand neben Veranstaltungen wie den Slalom Highlights auf dem Wolfszipfel und der Oltimer-Rallye Käthchen Classic ein Oltimertreffen im Kalender. Auch in diesem Jahr musste die für das vergangene Wochenende geplante Premiere erneut um ein Jahr verschoben werden.

10.05.2021

Das hatten sich die Initiatoren des Oldtimertreffens des MCH alles ganz anders vorstellt. Die Vorbereitungen für das im Frühjahr 2020 geplante Oldtimertreffen in Heilbronn begannen bereits weit im Voraus. „Wir planen das Thema ‚Oldtimer‘ hier in Heilbronn weiter auszubauen und voranzutreiben“, so einer der Initiatoren. Neben der Rallye Käthchen Classic, die der MCH seit 2011 veranstaltet, sollte ein Oldtimertreffen neu in den Jahresplan des MCH mitaufgenommen werden. Auch ein Oldtimerstammtisch steht auf der Agenda. Die Idee stammt von Bernd Sandrisser und Andreas Häberle, beide langjährige MCH-Mitglieder, in der Szene unterwegs und regelmäßige Teilnehmer bei Oldtimerrallyes. Bernd Sandrisser ist zudem der neue Fahrtleiter der Rallye Käthchen Classic, Andreas Häberle hat selbst schon Young- & Oldtimertreffen in Schwäbisch Hall und Crailsheim veranstaltet. „Bei den Vorbereitungen für eine derartige Veranstaltung in Heilbronn stießen wir von fast allen Seiten nur auf positive Resonanzen“ so beide Initiatoren, „und das Schönste dabei ist, dass mittlerweile auch bei der jüngeren Generation die Liebe zum Altblech angekommen ist. Das stellt für uns als Veranstalter natürlich eine riesen Chance dar, weitere Mitglieder zu gewinnen“.

Jetzt am 2. Mai hätte die vom Vorjahr verschobene Premiere stattfinden sollen, doch aufgrund der momentanen Situation war eine Durchführung nicht umsetzbar. Im Prinzip beginnt so eine Vorbereitung auf dem Papier, im zweiten Schritt folgen Gespräche mit Veranstaltungspartnern und den Genehmigungsbehörden. Anschließend muss dann in finanzielle Vorleistung gegangen werden. Spätestens an diesem Punkt muss die Entscheidung stehen, ob die geplante Veranstaltung durchgeführt werden kann oder nicht.

Genauso erging es dem MCH mit seinem Automobilslalom, der bereits in den Startlöchern stand. Trotz guter Hygienekonzepte fielen die Heilbronner Automobilslalom Highlights am 10./11. April aufgrund der hohen Inzidenzzahlen ins Wasser. Für den Slalom gibt es deshalb schon einen Ersatztermin für den 04. September. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt. „Man muss immer wieder neu bewerten, ob bzw. was sich realisieren lässt“.

Die Käthchen Classic ist für den 26. September als Eintagesveranstaltung angesetzt. Alle vorgegangenen Rallyes waren zwei bzw. drei Tagesveranstaltungen. Stand heute geht man davon aus, dass man die Rallye als sogenannte „Light Version“ durchführen kann. Die Strecke musste gekürzt und die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Dennoch ist man positiv gestimmt und hofft, dass man die Rallye Ende September durchführen kann.

Auf der diesjährigen Retro Classics (Oldtimer Messer) in Stuttgart, die ebenfalls um einige Monate in den Juli verschoben wurde, wird der Motorsportclub Heilbronn e.V. erstmalig mit einem Stand vertreten sein. Auch hier ist die Frage weiterhin offen, ob diese Messe wirklich stattfinden kann.

Wer im Heilbronner Raum einen Old- oder Youngtimer besitzt, Anschluss sucht bzw. sich in diesem Bereich engagieren möchte, ist beim Motorsportclub Heilbronn e.V. herzlich willkommen. Die Kontaktdaten findet Ihr hier auf unserer Homepage oder auf der Facebookseite des Vereins.

(AH)

 

Jürgen Bender für die STT bereit

10.05.2021

Der erfolgreichste Unterländer Automobilrennfahrer der vergangenen Jahrzehnte, Jürgen Bender aus Neckarsulm, ist bereit für den Start in die Rennsaison 2021.

Die ersten beiden STT-Termine "fielen der Pandemie" zum Opfer. Nun findet der Auftakt der STT-Serie 2021 für den Routinier aus Neckarsulm am 28.-30. Mai am Lausitzring statt.

"Beklebt hatten wir die neu gestylte Corvette für Bender vor dem ersten geplanten STT-Auftakt in Oschersleben bereits", lächelte er. (Foto)

Der Neckarsulmer wird vom Team Sportwagenschmiede auf einem neuen Modell C07, GT3 Callaway-Corvette aus Leingarten eingesetzt. In der STT-Serie erkämpfte Jürgen Bender 2017 bereits den Meistertitel", so Teamtechniker Bayer. "2020 war ich nicht bei allen Läufen der STT am Start. Team Sportwagenschmiede setzte in der letzten Saison eine nagelneue C07-Callaway-Corvette für mich ein. Nachrüstungen neuer Komponenten und der Weg zum Titel in der P9-Challenge waren Gründe dafür", so Bender.

"Was 2021 in der STT möglich sein wird, das zeigt sich beim Auftakt am Lausitzring", so der Neckarsulmer. Probleme mit anderen GT3-Fahrzeugen erwartet der Neckarsulmer Recycling Unternehmer und Reifenspezialist nicht.

Die Siegerstraße zu befahren, das ist der Kampf um einen Gesamtsieg bei jedem Rennen. Und die "Hausnummer 1" in der "Siegerstraße", das ist nach dem Rennen der Platz ganz oben auf dem Podium. 

(HTS)

 Callaway Corvette C07

Foto Sportwagenschmiede - Die neue GT3 Callaway Corvette C07 war schon für den STT-Auftakt beklebt

 

MCH-Racer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit 83 weiteren Konkurrenten in der „Grünen Hölle“

Qualifikationsrennen als letzter Test vor dem 24-Stunden-Klassiker

06.05.2021

Am kommenden Sonntag fällt um 12.00 Uhr die Startflagge für ein sechsstündiges Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. 85 Fahrzeuge nutzen den letzten Test für den legendären ADAC TOTAL 24-Stunden-Langstreckenklassiker, der am 5./6. Juni ausgefahren wird. Darunter satte 30 GT3 Boliden die teilweise Werksunterstützung genießen und die mit immens vielen Langstreckenprofis und Werksfahren besetzt sind. Auch die beiden regionalen Langstreckenracer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer nutzen das Qualirennen als Testlauf und letzte Vorbereitung. „Für Teams, Fahrer und Boxenmannschaften gilt es jetzt die Feinjustierung in Sachen Taktik und Technik für Mensch und Material hinzubekommen“, erklärt Yannick Fübrich. Der 29jährige Brackenheimer ist mit seinem Team Adrenalin Motorsport gestandener 24-Stunden-Routinier. Das Rennauto, ein ca. 450 PS starker, heckgetriebener BMW M2 CS Racing Cup ist dagegen erst seit dieser Saison im Einsatz. Nach Klassenplatz zwei und einem Sieg in der Nürburgring Langstreckenserie ist Fübrich optimistisch. „Hier zählen nur Erfahrungswerte die uns für das 24-Stunden-Rennen weiterbringen sollen“, so Fübrich.

„Testen, testen und nochmals testen ist angesagt. Ich habe heuer leider noch nicht viele Kilometer auf der Nordschleife gehabt“ erklärt Patrick Assenheimer. Der ebenfalls  29jährige Lehrensteinsfelder absolviert deshalb einen Doppelstart beim Qualifikationsrennen. Das Team HRT um Teamchef Hubert Haupt setzt zwei ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ein. Mit der Startnummer 6 (Hubert Haupt und Nico Bastian) sowie der Startnummer 16 (Manuel Metzger und Adam Christodoulou) will Nordschleifenroutinier Assenheimer unter Rennbedingungen viele Runden absolvieren. „Schneefall bei NLS 1 sowie der Trainingsunfall eines Kollegen bei NLS 3 haben mich heftig ausgebremst, die aktuelle 6-Stunden-Hatz ist sowohl für mich wie auch für die HRT-Mannschaft extrem wichtig“, erklärt Patrick Assenheimer. Nach der Dominanz der Porscheteams mit den Zuffenhausener 911 GT3 R-Boliden bei den seitherigen NLS-Rennen in der „Grünen Hölle“ ist Assenheimer auf der Suche nach schnellen Rundenzeiten. „Die weiteren 28 GT3-Boliden von Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini versprechen viel Spannung – aber auch für uns gilt es in erster Linie die optimale Performance für den 24-Stunden-Klassiker im Juni zu finden“, erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise in die Eifel.

(Wilfried Ruoff)

 

BMW-Pilot Yannick Fübrich zurück auf der Siegerstraße

Megastarterfeld beim 3. NLS-Lauf, Patrick Assenheimer leider ohne Renneinsatz

03.05.2021

Das 24-Stunden-Rennen am 5./6. Juni warf seine Schatten voraus – 165 Nennungen gab es zum 3. Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie, darunter satte 33 GT3 Boliden mit vielen Werksfahrern, die den letzten Test unter Rennbedingungen unter die Räder nehmen wollten. Dabei scheint der Porsche 911 GT3 R das Auto der Stunde zu sein. Der Vierfachtriumph durch zwei Frikadelli-Porsche auf eins (Earl Bamber/Mathieu Jaminet) und zwei (Patrick Pilet/Maxime Martin), dem Falkenelfer auf drei (Klaus Bachler/Martin Ragginger) und dem Manthey-Porsche (Gesamtsieger NLS Lauf 2) auf vier (Michael Christensen/Lars Kern) untermauern die momentane Dominanz der Zuffenhausener Boliden in der Eifel. Der beste Mercedes lief erst auf Gesamtrang zehn ein – das Schwesterauto von dem im Training verunfallten HRT Mercedes.

Aus regionaler Sicht lief es nur für den Brackenheimer Yannick Fübrich optimal. Das Team Adrenalin Motorsport hat den BMW M2 CS Racing Cup zusammen mit dem Fahrertrio Yannick Fübrich, David Griessner und Francesco Merlini Fahrwerksseitig neu abgestimmt. Nach einem durch Unfälle zweimal unterbrochenen und danach verkürztem Zeittraining startete der Adrenalin-BMW nur vom hinteren Mittelfeld der Cup 5 Klasse. Vom Start weg ging es dann über die gesamte vier-Stunden-Hatz permanent schnell vorwärts, inclusive vieler Überholmanöver. Im Ziel hatte Jannick Fübrich mit dem von einem 3000ccm-Sechszylinder mit Doppelturbo befeuerten BMW 43,209 Sekunden Vorsprung. Klassenplatz zwei ging an die Sieger des letzten NLS-Laufes, das Team FK-Performance. Erneut waren elf BMW M2 CS in der Klasse Cup 5 angetreten. „Die Spitze liegt sehr eng beieinander, zwei Teams waren in einzelnen Runden schneller, unsere Konstanz hat schlussendlich zum Sieg geführt“ resümiert MCH-Langstreckenracer Yannick Fübrich.

Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) erlebte das Rennen leider nur als Zuschauer. Im freien Freitagstraining hatte einer seiner Teamkollegen den ca. 550 PS starken HRT AutoArena Mercedes AMG GT3 im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz bei ca. 250 km/h verloren. „Leider waren die Beschädigungen so heftig, dass ein Start am Samstag nicht möglich war. Positiv ist zu vermelden, dass der Fahrer unverletzt ist und wir bis dahin schnell und problemlos einige Testrunden absolviert haben. Das Vier-Stunden-Rennen mit dem Megastarterfeld und den 32 GT3-Konkurrenten fehlt uns natürlich in Hinblick auf die 24-Stunden-Hatz in der Grünen Hölle am 5. und 6. Juni“, erklärt Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.

(Wilfried Ruoff)


Komplettes Rennergebnis: https://www.nuerburgring-langstrecken-serie.de/wp-content/uploads/ergebnisse/2021-05-01r.html

 

GT-Ass Jürgen Bender ist bereit

01.05.2021

Über Jahre kämpfte er sich zum erfolgreichste Unterländer Automobilrennsportler nach oben. Eine vierstellige Anzahl von Trophäen in seinen Regalen sprechen mehr als eine klare Sprache. Nun ist Jürgen Bender bereit für den Saisonstart 2021.

Mitte Mai geht es los. Der Auftakt der Saison dem P9-Challenge erfolgt am Red Bull Ring in der schönen Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur GT-Langstreckenserie P9-Endurance statt. "In der Endurance war ich bisher noch nicht eingeschrieben", so MCH-Mitglied Jürgen Bender. In der P9-Challenge ist der Neckarsulmer amtierender Champion. 2020 holte er sich diesen Titel - im ersten Anlauf übrigens. Die Challenge wird über je zwei Sprintrennen/Rennwochenende entschieden. Die Meisterschaftswochenenden 2021 werden in Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland ausgetragen.

Dem Neckarsulmer Jürgen Bender gelang es 2020 alle Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden. Alle Meisterschaftsläufe in der verkürzten Saison der Pandemie auf renommierten Rennstrecken in Deutschland, Österreich und Tschechien. das ist eine Siegquote von sage und schreibe 100 %! In der P9-Challenge und P9-Endurance gab es das zuvor noch nie.

Bender Corvette C07 Foto: Sportwagenschmiede Erlenbach

 

Jürgen Bender wird 2021 vom Team Sportwagenschmiede auf einer GT3 Callaway-Corvette, dem neuen Modell C07, an den Start gehen. Konstruiert und gebaut wurde der GT-Rennwagen in Leingarten bei Callaway Competition. Hier und heute das erste Foto von Benders Einsatzwagen für 2021 in neuem Styling. Die Formel 1 Rennstrecke Red Bull Ring ruft. Fahrer Jürgen, Marco, Sandra, Michael und Truckie Gerwin sind bereit. 

"Die amtierenden P9-Meister Bender und Speck werden es sein, die es auf dem Red Bull Ring zu schlagen gilt", so P9-Manager Fischer respektvoll.   

(HTS)

 

 

Assenheimer und Pommer zeigen ohne Top-Plätze Potenzial

Zwei Saisondebüts, eine Erkenntnis: Die beiden Piloten aus der Region können in ihren stark besetzten Europa-Serien mithalten.

20.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Am Ergebnis lässt es sich nicht direkt ablesen. Ein 13. Platz für den Heilbronner Markus Pommer, ein 22. für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - Erfolgsmeldungen klingen anders.

Trotzdem waren beide nicht unzufrieden mit ihrer Leistung beim Saisondebüt. Weil sie ihr Potenzial trotz Problemen zeigen durften. "Die Bedingungen waren wirklich hart, aber wir haben toll gekämpft und konnten Position für Position gut machen. Ich bin mit meinem Stint zufrieden und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht", sagte Assenheimer nach dem Auftakt der GT World Challenge Europe mit dem HRT Mercedes AMG GT3.

Der Spritverbrauch macht Pommer und dem Team zu schaffen
Ein guter Job gelang auch Pommer zum Start der European Le Mans Series in Spanien. Erstmals überhaupt absolvierte er mit dem Vier-Stunden-Rennen in Barcelona einen LMP2-Lauf im Oreca des britischen Teams BHK Motorsport. "Das große Ziel war ja, in die Top Ten zu kommen. Da waren wir auch die ganze Zeit, hatten am Ende aber leider mit dem Spritverbrauch Probleme und mussten einen weiteren Stopp einlegen - das hat uns ein bisschen nach hinten gespult. Trotzdem war es gar nicht so schlecht. Das Team war zufrieden, ich war sofort schnell."

Natürlich will Markus Pommer an der Seite der beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana noch schneller werden. Und künftig bis zum Schluss unter den besten Zehn des starken ELMS-Feldes bleiben: "Jetzt weiß ich zumindest mal, was auf mich zukommt, kenne das Auto, die ganzen Knöpfe. Das ist wirklich etwas ganz anderes. Man muss teilweise spritsparend fahren. Muss auf die Bremstemperaturen achten. Hat verschiedene Engine-Maps - wirklich recht kompliziert." Deshalb wird sich der 30-Jährige in den kommenden Wochen verstärkt in den Simulator setzen.

Über Nacht musste ein Ersatzwagen angeliefert werden
In ein komplett neues Auto setzen musste sich Patrick Assenheimer beim Qualifying für seinen Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe in Monza. Während des Donnerstag-Testtags verunfallte sein HRT-Teamkollege Ricardo Sanchez so schwer, dass über Nacht ein Ersatzfahrzeug aus Deutschland angeliefert werden musste. "Damit hat uns der Grundspeed gefehlt."

Nur vom elften Rang innerhalb der Silver-Cup-Klasse und Gesamt-Startposition 35 ging es für Assenheimer, Sanchez und Hubert Haupt ins Rennen. Im Regen holte Haupt stark auf und übergab nach einer Stunde auf Platz 15 der Gesamtwertung an Assenheimer. Dieser setzte die Aufholjagd bei Mischbedingungen fort und raste in einer fehlerfreien Fahrt auf Platz fünf der Gesamtwertung vor. Der letzte Stint von Ricardo Sánchez verlief dann im Trockenen wieder unglücklich.

Der Anspruch ist ein anderer
"Im Regen konnten wir die fehlende Pace über das Fahrerische mehr kompensieren. Auch wenn der Anspruch ein anderer ist, lässt sich darauf aufbauen", sagt Patrick Assenheimer.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021


Rennergebnis GT World Challenge Europe | Monza - Italy: https://www.gt-world-challenge-europe.com/results

Rennergebnis European Le Mans Series (ELMS) | Barcelona - Spain: https://www.europeanlemansseries.com/race
Das komplette Rennens im Stream: https://live.europeanlemansseries.com/en/replay

 

Yannick Fübrich im neuen BMW M2 CS mit zweitem Platz

Porsche Doppelsieg mit neuem Streckenrekord bei der NLS am Nürburgring und der Nordschleife

20.04.2021

Nachdem der Auftakt vor drei Wochen noch durch Schneefall gestoppt worden war, sorgten nun 141 Autos in der Eifel beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie für Spannung, Action, Dramatik und einen neuen Streckenrekord. Trotz einer Stop & Go Strafe wegen Unterschreitung einer Mindeststandzeit gewann der Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Piloten Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern die Vier-Stunden-Hatz. Der Franzose Estre stellte dabei in der zweiten Runde in 7.56.087 Minuten sogar einen neuen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus GP-Kurs, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife auf. Nach mehreren verwegenen Überholmanövern und mit minimalen Abständen komplettierten der Frikadelli Porsche 911 GT3 R als zweiter und der Phoenix Audi R8 LMS als dritter das Gesamtsiegerpodest.

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich vom Team Adrenalin Motorsport verlief das Rennen noch nicht optimal. Platz zwei in der Cup 5 Klasse gegen 11 Konkurrenten, die mit BMW M2 CS Racing Cup Fahrzeugen angetreten waren. In der Qualifikation „nur“ Startplatz drei, im Rennen dann erneut kleinere Probleme mit dem Fahrwerk. Fübrich fuhr den Start und den Zielstint mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler. Auch seine Teamkollegen David Griessner und Francesco Merlini konnten den späteren Sieger vom Team FK-Performance Motorsport nicht angreifen. „Wir sind mit dem neuen Auto noch nicht ganz eins, am Setup des Fahrwerks ist noch Luft nach oben“ resümiert der seit Jahren mit Klassensiegen in der Eifel erfolgsverwöhnte Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn.

Der dritte NLS-Lauf findet am 1. Mai, ebenfalls als vier-Stunden-Hatz statt. Dann wird auch Patrick Assenheimer mit dem HRT-Auto Arena Mercedes AMG GT3 wieder am Start sein, der an diesem Wochenende bei der GT World Challenge Europa in Monza in Lenkrad gegriffen hatte.

(Wilfried Ruoff)

Jürgen Bender: P9-Champion 2021 - Why not again ?

16.04.2021

Oft wird er zitiert, der Satz "Einer kam durch". Der Spruch hat es bereits zu einem Filmtitel gebracht. Respekt. Im Falle der Bewertung der Karriere des amtierenden P9-Challenge-Champions Jürgen Bender würde der Satz "Einer kam ganz nach oben" wohl noch treffender sein.

Betrachtet man die Region Heilbronn-Neckarsulm, der Region das Challenge-Champions Jürgen Bender, blendet man dort auf dessen Anfänge im Motorsport zurück, dann stößt man sehr schnell darauf, dass diese Region in Baden-Württemberg mit Fug und Recht als eine echte Automobil-Region bezeichnet werden muss. Porsche und Mercedes sind zwar 50 Km südlich in Stuttgart beheimatet, aber Heilbronn selber war ein uralter FIAT-Standort. Dazu die Weinsberger Produktion der Italiener. Im angrenzenden Neckarsulm stampfte man die Firma NSU aus dem Boden, man erinnert sich, die Firma, die mit den schnellen NSU-TTS-Renntourenwagen Rennsportgeschichte schrieb. Namen wie Fahrwerkchef Ammerschläger, Pannowitz oder "TTS-Tunerkönig" Sigi Spiess flogen mit den superleichten TTS-Raketen von Sieg zu Sieg.

In den 80er Jahren kam auch der Neckarsulmer Jürgen Bender auf einem TTS zum Rennsport. Das Modell wurde nur Luftlinie 400 Meter entfernt von seinem Elternhaus entfernt produziert. Danach erwarb Bender einen jener schnellen Rennsport-Flachmänner auf NSU-Basis, einen Gepard. "Den habe ich noch heute", so der amtierende P9-Champion lächelnd. Diese NSU-Flachmänner werden übrigens bis heute gebaut. Kurt Brixner ist der Konstrukteur und Fahrer, den es im "NSU-Flachmann" zu schlagen gilt.

Foto: Privat - Bender und MCH Mitglied Bayer
Foto: Privat
Jürgen Bender und MCH Mitglied Marco Bayer

Jürgen Bender ist über die Jahre von 1,3 auf 6,2 Liter Hubraum aufgestiegen. Und da sind wir bei einem weiteren Rennwagenhersteller in der Region Heilbronn. Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und baut die erfolgreichen Corvette GT-Rennwagen für Europa. Und das mit großem Erfolg für die Eigner Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone. Markus Pommer siegte regelmäßig als Teil des internationalen Feldes im Kampf um den Titel der ADAC-GT-Masters.

Und sein Heilbronner Club-Kollege Jürgen Bender, der gewann Gastrennen in der TCC, der STT-Serie und der renommierten Int. offenen P9-Challenge. Dazu holte er der Reihe nach auch die Meistertitel in den Serien.

Wie begann das früher eigentlich alles? "In den 70er und 80er Jahren wimmelte es in meiner Region von Nachwuchsaktivitäten. Nicht nur bei den NSU-Flachmännern boomte es. Viele Wagen wurden gekauft. Dazu boomte es in der neuen Formel V-1300, sowie in der aus England rüber schwappenden Formel-Ford. Auch im Unterland ging es richtig ab. Ein Dutzend Namen von Aktiven waren mir in der Zeit geläufig", so Bender.

Herbert Weber war der erste. Neben seinem Fuchs-V 1300 wurde ein Modell von Ferrari aus Italien aufgebaut. Weis, Heimig, Sperzel, Maier, Schmidt, Seid, Horn, Jensch, Egolf, Merklen waren nur einige. Meist zuerst in der Formel-V 1300 aktiv. Und das ging in der Formel Ford so weiter. Peter Hofmann mit Stefan Bellof als Coach, Staglia, Gabler - dessen britischer Hawke-Ford steht nach wie vor in Heilbronn. Hofmann holte den nationalen Titel der Formel-Ford.

Der Aufstieg fast aller Fahrer geriet irgendwann ins Stocken. Manchen kamen die Sponsoren abhanden. Aber einer kam ganz oben an. Jürgen Bender. 40 Jahre sind angesagt. Wann war sein Jubiläum? "Das kann man nicht genau sagen", so Bender nachdenklich. "Im Zuge der Entwicklung eines eigenen Unternehmens gab es für mich auch einige Jahre Pause im Rennsport". Aber bei aller Bescheidenheit. Im Kreise der im Raum aktiven GT-Fahrer Thomas Langer, Christof Langer, Patrick Assenheimer, Markus Pommer, nimmt Jürgen Bender auf alle Fälle eine Sonderstellung ein. Auf die Frage, warum er sich für die klassischen Rennen auf der Rundstrecke entschieden habe, seine Antwort. "Why not, Bergrennen sind Treffen von Rennsportfreunden, die mit kleinen Sprints von 2-3 Minuten zufrieden sind. Überholen gibt es am Berg nicht", so die knappe Antwort. Außerdem heißt es 2 Tage lang auf vier mal drei Minuten Rennzeit warten. Nicht mein Ding". Und Langstreckenrennen. "Man fährt nicht alleine. Nur was für funktionierende Mannschaften. Dazu eine aufwendige Logistik von Material und Technikern.

Schaut man auf die ADAC-GT-Masters oder die DTM, Wettkampf, Bestzeiten schon im Training, Überholvorgänge, die Rennerfolge entscheiden. "Das ist die Form des Rennsports für mich. Die meisten Fahrer bevorzugen solche Wettbewerbe". fügt Callaway-Corvette-Fahrer Bender hinzu. Er wird 2021 gleich an 3 klassischen Rennserien dieser Art teilnehmen, der P9-Challenge, der STT-Trophy und der P9-Endurance. Gefahren wird in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien. der amtierende P9-Champion Jürgen Bender trifft dabei auf starke Gegner. Teams mit GT-Modellen von Porsche, Audi, AMG, Pagani, Lamborghini, Ford sowie, man höre und staune, auch von Ferrari bereiten sich vor. Die Sportwagenschmiede, DB-Motorsport, KRracing, Neumann-Motorsport, die equipe-vitesse, Alpquell-racing, Zebra, RockRobots oder WS-racing alle rüsten für den Saisonauftakt. "Alle Teams haben die Gesamtsiege an den P9-Wochenenden und die Titelgewinne im Auge. So verspricht der P9-Serienauftakt absolute "Höchstspannung". Nicht nur für Jürgen Bender. Einige Gegner testen Ihre neuen Porsche 991 GT3R bereits am kommenden Wochenende beim Preis der Stadt Stuttgart in Hockenheim. Einige MCH-Freunde werden als Helfer in Hockenheim sein. "Heinz Webers Termin hat schließlich Tradition", so P9-Manager Bernhard Fischer.

(HTS)

 

Markus Pommer schnell in der Spur

Der Heilbronner Rennfahrer fühlt sich nach den ersten Tests bereit für seine ELMS-Premiere in Barcelona. Pommer tritt bei den Ambitionen aber auf die Bremse

15.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Der Schnellste sein - das ist es, was letztlich alle Rennfahrer wollen. Markus Pommer hat daraus nie ein Geheimnis gemacht. Gewinnen, das war in den vergangenen fünf GT-Masters-Jahren stets die offen kommunizierte Ambition des Heilbronners.

"Ich weiß, normal war der Anspruch immer, den Titel zu holen. Aber das ist jetzt ein ganz neues Abenteuer. Da muss ich mir realistische Ziele setzen", sagt der 30-Jährige vor seinem Saisondebüt in der European Le Mans Series (ELMS).

An diesem Sonntag startet Pommer im LMP2-Boliden Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in das Vier-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Es ist ein Start ins Ungewisse. "Das Ziel für das erste Rennen ist erstmal eine Top-Ten-Platzierung. Es ist alles schwierig zu sagen. Wie es über eine ganze Renndistanz wird, mit all dem Verkehr - es wird sicher nicht einfach", sagt der Neuling. Verstecken will sich Pommer im hochkarätigen Feld aber auch nicht.

Neues Feld: in der European Le Mans Series wartet auf den Heilbronner Markus Pommer geballte Konkurrenz.  Foto: Imago Images/Panoramic
Neues Feld: in der European Le Mans Series wartet auf den Heilbronner Markus Pommer geballte Konkurrenz.
Foto: Imago Images/Panoramic

Es läuft gut und wird immer besser
Zumal die ersten Probefahrten die Woche über verheißungsvoll verlaufen sind. "Das Auto ist extrem schnell - ich fand es aber gar nicht so schwer zu fahren. Die Zeit im Formel-Sport kommt mir wirklich zu Gute. Ich bin nach ein paar Runden gleich ziemlich gut klargekommen", sagt Markus Pommer zum Testtag am Dienstag. "Da konnte ich mich ziemlich gut aufs Auto einschießen. Wir haben auch ein paar Longruns und Fahrerwechsel getestet. Es läuft eigentlich ziemlich gut. Es wird besser und besser." Das erste Kennenlernen mit seinem neuen Dienstagwagen, den er sich mit den beiden Italienern Francesco Dracone und Sergio Campana teilt, war es nicht gewesen.

Erste Runden in der spanischen Abendsonne
Bereits montags durfte Pommer direkt nach der Anreise über die Schweiz und Italien noch einige Runden in der spanischen Abendsonne drehen. "Ich bin gleich am ersten Testtag erst ziemlich spät zum Fahren gekommen, weil das Auto noch fertig gemacht werden musste und es ein kleines Problem gab." Die allerersten Runden drehte Markus Pommer noch im Hellen. Später fuhr er dann am Ende noch die Nacht-Session eine halbe Stunde durch - "das war dann im Dunkeln mit einem so schnellen, neuen Auto extrem schwierig, ziemlich fordernd." Eine neue Herausforderung sind auch die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Pandemie. "Es hat aber bisher alles gut funktioniert", sagt Markus Pommer, der am Mittwochmittag sein negatives PCR-Testergebnis bekommen hat. "Für dir Rückreise brauche ich dann auch nochmal einen."

Pendeln zwischen Hotel und Rennstrecke
Dazwischen bewegt sich Pommer durchgängig mit Maske und einem Bändchen, das ihn als negativ getestet markiert, über den Circuit de Barcelona-Catalunya. "Wie es mit den Ausgangsbeschränkungen in Spanien ist, weiß ich gar nicht. Ich bewege mich eigentlich nur zwischen Rennstrecke und Hotel. Das war es auch schon." Kontakte gibt es kaum. Die Mannschaft von BHK Motorsport hat der Heilbronner dennoch kennen und schätzen gelernt: "Das Team ist gut drauf, motiviert - die Chemie passt."

Stimmen sollen schnellstmöglich auch die Ergebnisse. Die Ambitionen mögen für Markus Pommer zwar etwas andere sein. Das Maximale wird er aber dennoch wollen.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

 

Assenheimer im zweiten Anlauf zum ersten Saisonrennen

Bei der GT World Challenge Europe startet Patrick Assenheimer an diesem Wochenende in Monza. Einem Ort mit besonderer Tradition für die Familie des Heilbronners.

14.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Diesmal dürfte nichts dazwischen kommen. Zumindest kein Schneefall. War das erste Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) für Patrick Assenheimer Ende März wegen des widrigen Eifel-Wetters noch abgesagt worden, ist sich der Heilbronner für das Wochenende sicher: "Es wird zwar keine 20 Grad geben, aber schneien sollte es auf keinen Fall."

Dass der April auch in Italien für ungewohnt niedrige Temperaturen sorgt, interessiert den 28-Jährigen wenig. Schließlich reiste er nicht für einen Urlaub nach Monza, sondern um zu arbeiten. Und zwar am Steuer eines Mercedes AMG GT3.

Ass am Steuer: Auch in dieser Saison wird Langstrecken-Spezialist Patrick Assenheimer wieder im Mercedes AMG GT3 sitzen.  Foto: imago-images/Eibner
Ass am Steuer: Auch in dieser Saison wird Langstrecken-Spezialist Patrick Assenheimer wieder im Mercedes AMG GT3 sitzen.
Foto: imago-images/Eibner

Assenheimer und sein Team gehen bei fünf Läufen an den Start
Im zweiten Anlauf soll es für Assenheimer mit dem ersten Saisonrennen klappen. Nicht in der NLS, sondern beim Auftakt-Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe. In insgesamt fünf Läufen wird er in der hochkarätigen europäischen Langstreckenserie mit dem Team HRT im Silver Cup an den Start gehen. Gemeinsam mit Teambesitzer Hubert Haupt und dem Mexikaner Ricardo Sánchez greift Patrick Assenheimer ins Lenkrad.

Am Dienstagmorgen erfolgte der erforderliche PCR-Test für die Anreise. Zusätzlich absolviert der Heilbronner wöchentlich zwei Schnelltests. Die hat sich auch der Veranstalter in Monza vorbehalten. Desinfektions-Stationen und Temperaturmessungen sind obligatorisch. "Ich fühle mich relativ sicher. In diesem Beruf lässt sich auch zu 99 Prozent Abstand halten, Helm und Maske sind sowieso auf. Da ist das Risiko, falls man fliegt, sicher höher."

Auch der Opa ist schon auf der alten Monza-Strecke gefahren
Nach Monza aber nimmt der Langstreckenspezialist das Auto. Im Gepäck sind auch Familienerinnerungen an die Traditionsstrecke: "Die Steilkurve ist einfach gewaltig. Als meine Eltern vor zwei Jahren hier dabei waren und ich das erstmal dort gefahren bin, war das etwas besonderes. Das ist es für uns familiär ohnehin, da dort mein Opa damals auch schon Rennen auf der alten Strecke gefahren ist."

Nun selbst auf den Klassiker-Kursen unterwegs zu sein - ein Privileg: "Es ist schön, verschiedene Rennstrecken erleben zu dürfen. Höhepunkt werden natürlich die 24 Stunden von Spa." Ein weiterer Reiz: "Die Konkurrenz ist mit etwa 40 Fahrzeugen extrem groß. Das macht natürlich Spaß. Der Gesamtsieg ist nicht das Ziel. Wir wollen unsere Klasse gewinnen und vielleicht mal in die Top Ten fahren."

Auf der Nordschleife ist Assenheimer wieder als Werksfahrer im Einsatz
Zusätzlich zu den fünf Endurance-Cup-Rennen der GT World Challenge Europe bestreitet Patrick Assenheimer das Langstrecken-Programm auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Auf dem berühmt-berüchtigten Eifelkurs, der Heimstrecke seines Teams, tritt Assenheimer in der Saison 2021 bei ausgewählten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und dem ADAC Total 24h-Rennen an.

"Ich bin in der glücklichen Situation, auf der Nordschleife wieder als Werksfahrer aktiv zu sein. Das ist immer noch ein absolutes Highlight und macht mich stolz", sagt der Heilbronner zu seinem Programm.

Nur schneien muss es beim nächsten NLS-Rennen nicht mehr unbedingt.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

 

Plötzlich wieder nah dran am Traum vom Le-Mans-Klassiker

Für Rennfahrer Markus Pommer bietet sich eine unverhoffte Chance: Der 30-Jährige startet künftig im LMP2 von BHK Motorsport. Dafür gibt es aber keinen Einsatz im GT-Masters für Callaway Competition mehr.

07.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Eigentlich war es zuletzt recht weit entfernt, das Sehnsuchts-Ziel so vieler Rennfahrer. Doch plötzlich ist Markus Pommer wieder ziemlich nah dran, an einem möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Im richtigen Auto dafür sitzt der Heilbronner bereits nächste Woche.

Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer.  Foto: Burkhard Kasan
Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer. Foto: Burkhard Kasan

Nicht 24, sondern vier Stunden saust der Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in zehn Tagen über den Circuit de Barcelona-Catalunya. Und der 30-Jährige Pommer wird einer der drei Fahrer des blau-orangenen LMP2-Boliden im Feld der European Le Mans Series sein. Gestern gab er seine kurzfristige Zusage für die neue, unverhoffte Herausforderung mit insgesamt sechs Rennen bis Ende Oktober.

Pommer wurde sofort ein Platz angeboten

Alles begann mit einer Einladung zu einem Test vor einigen Wochen. Da allerdings noch für den LMP3-Wagen von BHK Motorsport. "Es ist keines der größten Teams. Aber da hatte ich jetzt die Chance, weil ich noch einige aus meiner Zeit im Formel-Sport kennen - so kam es zum Kontakt."

Sofort nach dem Test war Pommer ein Platz angeboten worden, doch dann zerschlug sich der geplante Einsatz in der Klasse. Der Heilbronner blieb bei BHK Motorsport dennoch Kandidat. Mit dem LMP2 waren die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana in der Vergangenheit immer zu zweit. Nun werden sie mit Markus Pommer ein Trio bilden: "Das ist natürlich eine große Chance. Es ist ein Riesensprung vom LMP3 zum LMP2. Ein Glücksfall. Mit Francesco bin ich schon AutoGP gefahren. Der hat das vermittelt, ist auch noch Teambesitzer."

Es kann ein Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein

Ohnehin fühlt sich das neue Engagement für Pommer nach fünf Jahren im GT Masters nach alten Zeiten an: "Ich habe nach dem Formel-Sport eigentlich immer mit der LMP geliebäugelt. Dann kam aber der Fokus auf die GT Masters, weil das in Deutschland ziemlich publik, groß und auch eine schöne Serie ist. LMP-Sport war vom Markt eher eine Nische. In der Renn-Szene ist es aber etwas Großes." Und kann Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein: "Das ist von jedem Rennfahrer Traum oder Ziel. Klar bin ich jetzt wieder näher dran, wenn ich in einem LMP2 und der ELMS sitze. Das Team will die 24 Stunden auch auf jeden Fall fahren. Erstmal muss ich aber ein gutes Bild abgeben."

Neuer Dienstwagen: Der Oreca 07 von BHK Motorsport.  Foto: Imago Images/Panoramic
Neuer Dienstwagen: Der Oreca 07 von BHK Motorsport. Foto: Imago Images/Panoramic

 

Kein Selbstläufer, wie Pommer betont: "Das wird schon eine Riesenumstellung. Natürlich profitiere ich davon, dass ich Jahre lang im Formel-Sport war - aber zum Glück haben wir vorher noch zwei Testtage am Montag und Dienstag. Sonst wäre es schon heftig, einfach ins Rennen zu springen. Der Kurvenspeed ist durch die Aerodynamik extrem. Ich schätze, es ist vom Feeling ähnlich wie damals in der Formel 2 oder im AutopGP - aber das ist schon wieder sehr lang her."

Zu klein war bisher das Zeitfenster, um jetzt zusätzlich noch ein Engagement im GT Mastes zu realisieren. "Natürlich wäre es am besten, wenn ich beides machen könnte und ich bin auch in Gesprächen - es ist aber nicht leicht, weil es Überschneidungen gibt", sagt Markus Pommer. Keine Einigung gab es mit seinem Vorjahres-Team Callaway Competition aus Leingarten. "Sie wollten eine schnelle Zusage, die konnte ich nicht geben." Markus Pommers Ziele haben sich aber ohnehin verschoben.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.04.2021

Schneefall stoppt MCH-Racer und verhindert NLS-Saisonauftakt

Top-Starterfeld mit 146 Fahrzeugen – MCH-Eifelspezialisten Assenheimer und Fübrich enttäuscht

29.03.2021

Nachdem schon der offizielle Test- und Einstelltag am 20. März dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen war, mache das typische Eifelwetter auch dem Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) den vorzeitigen Garaus. Schon nach wenigen Minuten beim offiziellen Zeit-Training am Samstagmorgen musste die Rennleitung wegen Schneefall das Qualifying abbrechen. Schlechte Wetterprognosen verhinderten sodann die Wiederaufnahme sowie den NLS-Saisonstart auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife. In den Tagen und Wochen zuvor war mit einem „Harten und Scharfen“ Hygienekonzept die Veranstaltung genehmigt worden.

„Eine Riesenenttäuschung und sehr schade für alle - aber aus Sicht der Rennleitung in Bezug auf die Sicherheit die richtige Entscheidung“ erklärt der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. In dessen Klasse SP9 hatten satte 28 GT3 Boliden von BMW, Porsche, Audi, Lamborghini, Ferrari und Mercedes gemeldet. Assenheimer hätte zum Auftakt mit dem AutoArena Mercedes AMG GT3 einen Werkseinsatz im Haupt Racing Team zusammen mit Nico Bastian, Maro Engel und Hubert Haupt absolviert. „Das Starterfeld war qualitativ und quantitativ Top, alles was Rang und Namen hatte wollte fahren“, so Assenheimer. Das Quartett will in dieser Besetzung auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten. „Uns ist dadurch auch ein wichtiger Testbestandteil für das Highlight 24-Stunden weggebrochen, aber das Eifelwetter schreibt halt seine eigenen Gesetze“ resümiert MCH-Racer Patrick Assenheimer.

Yannick Fübrich (Meimsheim) wäre zusammen mit dem Italiener Francesco Merlini und dem Österreicher David Griessner gefahren. Sein seitheriges Pixum-Team Adrenalin Motorsport hat einen BMW M2 Racing Cup – die Evolutions- und Nachfolgevariante des seitherigen BMW M 240i – aufgebaut. In der Cup 5 BMW M2 Klasse standen 11 identische Fahrzeuge auf der Nennliste. Lange stand Yannicks 2021er Saison auf der Kippe, denn in den gegenwärtigen Coronazeiten hat sich so mancher Sponsor zurückgezogen. Aus der großen Freude zum erneuten NLS-Engagement kam dann am Samstag nach dem Aus der Frust.

Der nächste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie findet am 17. April ebenfalls als 4-Stunden-Rennen statt.

(Wilfried Ruoff)

Assenheimer Racing führt Partnerschaft mit HRT fort

23.03.2021

Die Saisonvorbereitungen von Assenheimer Racing laufen aktuell auf Hochtouren. Gemeinsam mit Haupt Racing Team (HRT) startet Assenheimer Racing in die neue Rennsaison. Das professionelle Konzept des Teams hat Assenheimer Racing schon vergangenes Jahr überzeugt, sodass 2021 die Partnerschaft fortgeführt wird.

Somit wird unser Clubmitglied Patrick Assenheimer auf dem Nürburgring und auf den Rennstrecken der GT World Challenge Europe bestmöglich unterstützt. 

AutoArenA ist neuer Teamsponsor bei HRT und somit auf allen eingesetzten GT3 Fahrzeugen bei der GTWC und auf der Nordschleife zu sehen. Als Highlight wird eines der von HRT eingesetzten Fahrzeuge bei den Rennen NLS 1 und NLS 3 im neuen AutoArenA HRT Design an den Start gehen.

Der erste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) findet – Stand heute – am kommenden Samstag, 27.03.2021 statt.

Quelle: Assenheimer Racing GmbH

 

Chris Vogler siegt im Porsche 718 Spyder auf Mallorca

21.03.2021

Die größte Motorsportveranstaltung auf Mallorca findet traditionell zum zweiten Märzwochenende statt: trotz Corona konnte Organisationschef Toni Dezcallar auch die 17. Auflage der Rally Clásico Isla Mallorca sicherstellen – auch mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der mallorquinischen Behörden.

Wie schon im Vorjahr war auch dieses Mal wieder unser Clubmitglied Chris Vogler mit von der Partie. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho ging er in der mit 17 Teilnehmern am stärkste besetzten Klasse der Showcars an den Start. Ein nicht allzu strenges Regelwerk in dieser Klasse der sorgt dafür, dass auch einige automobile Schätze an den Start gebracht werden, die man sonst auf keiner anderen Rallye in Action sieht: Audi S1 Quattro, Ferrari New Stratos, AMG GT, Caterham oder Donkervoort D8 GTO-40.

Wurde im letzten Jahr noch ein Porsche 911 Speedster eingesetzt, nahm das Vogler/Domenge, das wieder von der Software-Schmiede Vogler & Hauke aus Neckarsulm und den Porsche Zentrum Karlsruhe unterstützt wurde, die 14 Wertungsprüfungen über circa 150km dieses Mal in einem Porsche 718 Spyder unter die Räder.

Im Vorfeld der Veranstaltung mussten auch auf der Insel einige organisatorische Besonderheiten im Hinblick auf die immer noch anhaltende Covid-19-Pandemie geklärt werden. So wurden Zuschauer vom Veranstalter nicht zugelassen, eine kleine Ausnahme hierbei stellte nur der berühmte Hafen Puerto Portals dar, der das Rallyezentrum bildete. Einzig Pressevertreter waren entlang der Strecke zu finden.

Für die Fahrer und Beifahrer ging es vor der Papierabnahme beim Renn-Arzt zum Corona-Schnelltest und erst als dieser negativ war, durften die Teilnehmer zu Papier- und technischer Abnahme antreten.

Start zur ersten WP war am Donnerstag bei einsetzender Dämmerung kurz nach 18 Uhr. Musste das Team Vogler/Sancho hier im letzten Jahr noch mit 21 Sekunden Rückstand gewaltig Federn lassen, konnte man sich dieses Mal enorm steigern, was dazu führte, dass gleich die erste Prüfung über 15 Kilometer mit 17 Sekunden Vorsprung an das deutsch/spanische Duo ging. Zum einen, weil Chris Vogler optimal vorbereitet in die Veranstaltung ging und sich schon Wochen vorher alle zur Verfügung stehenden On-Board-Aufnahmen angesehen hatte und beim Streckenaufschrieb jede Stelle genaustens inspiziert hatte. Zum anderen, weil der Porsche 718 Spyder -ausgestattet mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe- besser zu den Streckenverhältnissen passte: leicht und wendig genug für langsame und enge Streckenpassagen aber mit seinen 420 PS auch schnell genug auf den Powerstages mit Geschwindigkeiten weit über 200 km/h.

Eine fahrerische Besonderheit gab es auf der Prüfung von Coves Campanet nach Polenca, wo gleich zwei Sprunghügel auf die Piloten warteten. Da die Vergangenheit zeigte, dass ungestümes Verhalten wenigstens zur Beschädigung am Fahrzeug, im schlechtesten Fall aber zum Totalausfall führen kann, beschloss man sich im Team des gelben Porsche lieber den Fuß an dieser Stelle vom Gas zu nehmen und das Fahrzeug zu schonen. Die richtige Entscheidung, schaute man nach der WP auf die Zeiten. Zweiter Platz, mit gerade einmal 7,7 Sec. Rückstand auf den Erstplatzierten.

Eine frühe Startzeit sorgte allerdings dafür, dass auf den ersten Kilometern nach dem Start das Grip-Niveau nicht besonders hoch war und man den Besen für die folgenden Piloten gab. Der einsetzende Frühling sorgte dafür, dass die Strecke teilweise von Blütenstaub bedeckt war und so an mancher Stelle zur Rutschpartie wurde. Hinzu kamen enge Begegnungen mit einer langsameren Corvette, auf die man auf mehreren Wertungsprüfungen auflief. Großes Lob an dessen Fahrer, der immer fair Platz gemacht hat und es dadurch nie zu einer kritischen Situation gekommen ist. Nach der zweiten Begegnung hat sich Chris dann dazu entschieden, bei den Organisatoren vorzusprechen, um den Start-Takt zwischen ihm und der Corvette von einer auf drei Minuten zu vergrößern. Dadurch sollte wiederholtes Auflaufen und etwaige kritische Situationen verhindert werden.

Diese Mischung aus Angriff und Zurückhaltung sollte in den drei Tagen der Rally Classico das Erfolgsrezept für Chris Vogler sein: „Durch das stets aktuelle Livetiming konnten wir auf unserem Handy immer verfolgen, was die Konkurrenz macht. Und wenn Michael Stoschek mit seinem New Stratos, Florian Scholze im AMG GT oder Thomes Oellig 911 GT3 RS uns Zeit abgenommen haben, haben wir in der nächsten Prüfung wieder eine Schippe drauf gelegt. Am Samstag auf den letzten drei Prüfungen ging es mir dann vor allem darum keinen Fehler mehr zu machen.“

Auf den Auftakt-Sieg der ersten WP folgten im Verlauf der Rallye noch drei weitere WP-Siege, fünf Mal fuhr man als Zweiter durch das Ziel und drei Mal als Dritter. Von 14 WP’s, die sich auf eine Länge von 150 Kilometern zusammenaddierten, konnte man sich also 12 Mal auf dem Podium wiederfinden. Im Ziel hatten die beiden Porsche-Piloten 1 Minute 42 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Stoschek/Stoschek auf Ferrari New Stratos. Auf Platz drei kamen Oellig/Oellig mit ihrem Porsche 911 GT3 RS.

Weitere Bilder und ein spektakuläres Video finden Sie bei Chris Vogler auf Instagram!

(CV) (FZ) 

 

Jürgen Bender und Marco Bayer fahren 2021 die P9 und die STT

23.02.2021

Mit diesen beiden Zielen geht MCH-Pilot Jürgen Bender in die GT-Saison 2021. "Nun stehen die Termine alle fest. Die P9 und die STT haben Team Sportwagenschmiede und ich im Visier", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Der Diplomingenieur hat seine beiden Nennungen bereits abgegeben. 12 Termine sind 2021 im Kalender notiert. Dazu die eine oder andere Testfahrt in Hockenheim.

Er, der erste Champion der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr, sondern auf einer neuen GT3 Corvette-C07 von Callaway-Competition in Heilbronn-Leingarten. Jürgen Bender, Marco Bayer, Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone möchten den 2020 erkämpften P9-Challenge-Meistertitel auch 2021 wieder mit in die gemeinsame Heimat, ins Unterland nehmen.

Blenden wir zurück. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch deutliche Abstimmprobleme", so Bender beim Interview nachdenklich. "Das übliche eben, Reifen, Federn, Dämpfer, Trimmlage und Aerodynamik mussten aufeinander abgestimmt werden". Wird ein Modell von seinem Hersteller neu entwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Saison sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf eine neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Variablen eines GT's voll auszureizen. "Wir blieben davon auch nicht verschont", so Bender lächelnd. Da muss man durch. "Die Suche nach einem perfekten Set-up war eine Zeit sehr gemischter Gefühle für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Bayer und die Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeiten, da geht es deutlich und zügig voran. Die Erfolge kamen. Und das nicht nur in Form von Siegen. Die Corona-Zeit trieb den Saisonauftakt-2020 vor sich her. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie von sehr langer Dauer. Jürgen Bender gedachte nach einigen Siegen als Gaststarter, der erste bereits 2014, in der Saison 2020 um den P9-Titel zu kämpfen.

Diesem Ziel ging die heimische Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 mit ganz großer Vorbereitung an. "Ernst Wöhr und sein Partner Giovanni Ciccone von Callaway-Competition waren mit im Boot", so "Ben", wie ihn die Freunde nennen.

Beim Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch schlagartig. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn produzierte Callaway-GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. Ein Problem das wir nicht alleine hatten. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. Erste Testfahrten kurz vor dem ersten P9-Weekend auf dem Grand Prix-Kurs von Hockenheim und dann auch gleich der Meisterschaftsauftakt am Lausitzring.

"Wir bekamen den Wagen anschließend von Woche zu Woche noch besser in den Griff", so Bender. Alles lief wirklich rund. Das Team schoss sich gut ein. Das Set-up konnte erheblich verbessert werden. Parallel liefen die Vorbereitungen der Werks-Corvette von Pommer/Schmidt (D/CH) bei Callaway-Competition. Das befruchtete beide Seiten deutlich. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vorgängermodell einige entscheidende Vorteile. Aber wie es so ist, und nicht nur im GT-Sport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden", so Ernst Wöhr von Callaway.

Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Läufe zur P9-Challenge 2020 gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Reifentests - oder auch was am Fahrwerk - aber das auch mit Erfolg. In der P9-Saison konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9 empor. "Dazu der angestrebte Challenge-Titel. Nicht schlecht", grinste er in Brno (CZ) zufrieden.

Was die Saison aber deutlich werden ließ - neben den Titelgewinnern Callaway-Corvette und Porsche waren auch AMG und Lamborghini auf der "Gesamtsiegerstraße" erfolgreich. Dazu ist Gruhn-Motorsport nicht zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann machten Dampf und eroberten das Treppchen. Die Neumann-Crew will das mit einem Wechsel zu AMG erreichen. Gedränge ist 2021 vor dem Stockerl angesagt. Viele wollen ganz nach oben aufs Podest.

Gesamtsiege, das ist die eine Seite der Medaille. Die Titelkämpfe sind die andere Seite. Die einen wollen den Titel (Bender, Speck) verteidigen. Die anderen wollen ihn zurück erobern ("Denis G. Watt" (A) / Boris Schimanski) und es bleiben die Challenger (Gruhn-Motorsport und 3 Lamborghini-Teams aus Österreich und Deutschland) - es wird spannend.

(HTS)

 Bender C07

Foto: autosport.at - Dirk Hartung - Bender vor dem Start zur Titelentscheidung 2020 in Brno (CZ)

 

Jürgen Bender will den int. GT-Titel der P9-Challenge verteidigen

08.02.2021

Mit diesem Ziel geht das MCH-Ass in die GT-Saison 2021. Er, der P9-Champion 2020 schaffte das Unmögliche. Jürgen Bender gelang es als erstem Fahrer in der P9-Challenge-Geschichte, der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr. Den auf der Callaway-C07-Corvette von Callaway-Competition aus Leingarten 2020 erkämpften P9-Meistertitel will er auch 2021 wieder mit in seine Heimat Neckarsulm nehmen. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch einige Abstimmprobleme", so "Ben" beim Interview nachdenklich. "Wird ein Modell von seinem Hersteller weiterentwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Meisterschaft immer zuerst sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf die neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Einstellmöglichkeiten voll auszureizen. "Davon blieben wir natürlich auch nicht verschont", so Bender lächeln. Aber es gelang Callaway, der Sportwagenschmiede und Jürgen Bender "auf den Punkt" - "Die Suche nach einem optimalen Set up war eine Zeit mit sehr gemischten Gefühlen für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Marco, der "alte Hase" von der Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeitet, da geht es deutlich und recht zügig voran. Die Corona-Zeit trieb dazu den Saisonauftakt-2020 vor sich her wie ein Spielball. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie sehr lange von Dauer.

Jürgen Bender wollte nach einigen Siegen als Gaststarter in den Jahren zuvor schließlich 2020 um den P9-Titel kämpfen. Mit diesem Ziel ging die Callaway-Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 an. Zu Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch recht plötzlich. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn-Leingarten produzierte GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. "Ein Problem das wir nicht alleine hatten", so Bayer. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. "Wir bekamen den Wagen anschließend bei den Rennen von Woche zu Woche besser in den Griff", so Bender. Das Team schoss sich sehr gut ein. Das Set up konnte über die Saison deutlich optimiert werden. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vormodell einige entscheidende Vorteile. (was das im Einzelnen ist - da schweigen die Spezialisten natürlich). Aber wie es so ist, und das nicht nur im GT-Rennsport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden. Das koste Zeit und auch einige Euro extra.

Juergen Bender 2021-02-08

Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Rennen zur P9-Challenge-Rennserie in Europa gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Aber auch das mit Erfolg. "Wir haben bei diesem Rennen Fahrwerkeinstellungen aussortieren können. In der P9-Saison, der Challenge und der Endurance konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9-Meisterschaft empor. Dazu der P9-Callenge-Titel. "Nicht schlecht", grinste er nach dem Finale in Brno (CZ) zufrieden.

Der Endurancetitel wurde eine Beute von Hermann Speck auf einem für ihn neuen Porsche 991 GT3R. Bis Saisonmitte hatte dabei der junge Neueinsteiger aus dem hohen Norden, Max Frederik Gruhn auf Audi, die Nase noch vorne.

Was die P9-Saison jedoch sehr deutlich werden ließ - auch die Modelle von AMG und Lamborghini waren und sind auch zukünftig nun nicht mehr zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann sowie die Lambo-Crew HB-racing (A) machten Dampf und drängen alle auf das Treppchen. Auch ihre Piloten wollen 2021 ganz nach oben aufs Stockerl. Es bleibt nicht heiß - es wird noch deutlich heißer.

(HTS)

Foto: autosport.at, Dirk Hartung

 

Podium - Erfolgreicher Doppeleinsatz von Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden von Dubai

Auftakt zur Internationalen Langstreckenserie bei den 24 Stunden von Dubai

18.01.2021

Gesamtrang drei, Gesamtrang fünf sowie der Klassensieg in der GT3 AM-Klasse ließen Patrick Assenheimer jubeln – sein Saisonauftakt 2021 war erfolgreich. „Meinen Fahrerkollegen sowie dem gesamten Team ein Lob und ein Dankeschön, darauf lässt sich aufbauen, perfekt waren wir noch nicht, aber schon recht gut“ so der Lehrensteinsfelder vom Motorsportclub Heilbronn über seinen Dubai-Einsatz.   

Zur 16. Auflage der Wüstenhatz auf dem 5,39 Kilometer langen Dubai Autodrome standen dieses Jahr 52 Fahrzeuge von 12 Herstellern am Start – darunter allein 17 PS-gewaltige GT3 Boliden. Zwei davon unter der Bewerbung von HRT (Haupt Racing Team), ein gelber Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer vier und ein roter AMG GT3 mit der Startnummer fünf. Als Doppelstarter auf beiden HRT-Boliden war der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer zum Saisonauftakt nach Dubai gereist, wo letztes Jahr das Rennen nach sieben Stunden wegen exorbitanten Regenfällen mit Überflutung der Strecke und der Boxengasse abgebrochen worden war.

Im Qualifying eroberten die HRT-Piloten Platz sechs (Startnummer 5) sowie Platz sieben (Startnummer 4) Pech hatte die sechs mit den Fahrern Patrick Assenheimer, Florian Scholze, Valentin Pierburg, Nico Bastian und Khaled Al Qubaisi in der Anfangsphase, als der Mercedes mit leerem Tank liegenblieb und dadurch weit nach hinten durchgereicht wurde. Die geniale Aufholjagd wurde mit dem Klassensieg in der GT3 AM-Kategorie belohnt, der gleichzeitig mit dem fünften Gesamtrang einherging. Als Dritte auf dem Gesamtsiegerpodium standen Patrick Assenheimer, Hubert Haupt, Maro Engel, Ryan Ratcliffe und erneut Khaled Al Qubaisi mit dem gelben HRT-Bilstein-Renner. Mehrere Code 60 Phasen, unterschiedliche Rennstrategien und viele Positionskämpfe auf dem 5,39 Kilometer langem Wüstenkurs sorgten über die gesamten 24-Stunden für viel Spannung und Dramatik. 599 Runden spulte der 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ab, in derselben Runde kam der WRT Audi R8 LMS auf den zweiten Rang. Eine Runde mehr absolvierte der 24-Stunden-Dubai Sieger 2021 ein Porsche 911 GT3 R von GPX-Racing.

(Wilfried Ruoff)

2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

Jürgen Bender und Hermann Speck - 2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

26.11.2020

Seit Bestehen der P9-Serie waren beide Wertungen ein klarer Fall für das Haus Porsche. Die GT-Wettbewerbe P9-Challenge und die P9-Endurance hatten die Kunden der Stuttgarter Sportwagenbauer seit Serienbeginn fest im Griff. Es waren immer Porsche-Piloten, die den P9-Titel in der P9-Challenge und der P9-Endurance erkämpften konnten.

In der 2020 von der Corona gebremsten Rennsaison drängten im Titelkampf erstmals andere GT-Konstrukteure mit Macht auf die Plätze an der Sonne. Die Plätze an der Sonne - das sind jene begehrten Positionen bei denen sich die ersten 3 Fahrer gleich nach der Zieldurchfahrt im Parc fermé aus ihrem Boliden schälen um rüber aufs Siegertreppchen zu spazieren. Dabei gilt es viele Hände zu schütteln. Ganz oben mit viel Lob vom Streckensprecher nehmen die Gesamtsieger dann ihre Pokale entgegen. Jürgen Bender genoss das 2020 gleich sechs Mal.

Die Porsche-Armada mit ihren GT-Routiniers am Steuer setzten sich in den Jahren zuvor bei den Rennen der P9 am häufigsten gegen die Frontkämpfer anderer GT-Fabrikate zur Wehr. Was sich vor Saisonbeginn zaghaft anzudeuten begann, wurde im Frühjahr zur belastenden Realität. - Leider - Corona bremste alles ein. Auch der ersehnte P9-Saisonauftakt musste um drei Monate verschoben werden. So feierte Sportpromoter Bernhard Fischer als nicht wie üblich bereits im Juni am Lausitzring die Krönung der inoffiziellen Halbzeitmeister seiner P9-Saison. Der Münchener Manager konnte zu Beginn des Sommers erst in der Lausitz seinen verspäteten Saisonauftakt in Angriff nehmen. "Ellenbogentouching" zur Begrüßung am Lausitzring von Manager Fischer und Racer Jürgen Bender, dem "neu Eingeschriebenen", nach reichlich P9-Gaststartererfahrungen.

Natürlich schauen die Fans beim Auftakt der P9-Challenge zuerst auf den amtierenden Champions. Gelingt es den alten Meistern erneut vorne kräftig mitzumischen? "Denis G.Watt", dem amtierenden Champion der P9-Challenge aus Graz gelang das denn auch 2020 auf Anhieb. Er gewann die KL5 beim Auftakt vor seinem KRracing-Teampartner Michael Hollmann. Das KR-Fahrerduo aus Österreich bzw. aus Deutschland ging sehr gut gerüstet in die Saison. Alles lief, zwar wie vorgeschrieben mit Mundschutz, ansonsten aber ungebremst und sehr routiniert ab.

"Mir ham dös schoo im Griff", so Manager Fischer und Franz nickte zustimmend. Besondere Spannung kam in der KL6 auf. Da geht es in aller Regel nicht nur um den Klassenerfolg, sondern immer auch um den Gesamtsieg. Dem dreifache P9-Endurance-Champion (2017, 2018, 2019), Hermann Speck aus Nürnberg, gelang in der Lausitz auf einem neuen Porsche 991 GT3R trotz Abstimmarbeiten gegen Ex-Porsche-Ass Jürgen Bender auf Anhieb ein ausgezeichneter 2. Klassenrang. Bender, der Neckarsulmer, saß erstmals in einer neuen C7-Callaway-GT3R. Er, in der P9 frisch eingeschrieben, meldete 2020 erstmals Titelambitionen an. "Der P9-Titel fehlt mir noch in der umfangreichen Sammlung", lächelte er. Gesamtsiege holte "Ben" bereits zuvor bei Gaststarts in der P9. Erstmals am Lausitzring schon 2014.

Zum Saisonauftakt war Benders Team Sportwagenschmiede noch mit der Optimierung des Setup beschäftigt. "Daher hatten wir auch noch nicht in der P9-Endurance genannt. Erst einmal galt es bei den Sprints vorne richtig mit mischen zu können", so der Routinier aus Neckarsulm augenzwinkernd. Als Klassendritter beim Auftakt brillierte Heiko Neumann, der Vorjahres-Sieger von Brno (CZ) und Imola (I). Die Serienneueinsteiger HPracing unter Leitung von Ingenieur Daniel Weber holten mit Bernhard Löffler auf einem Lamborghini Huracán GT3 EVO den 4. Klassenrang. Ebenfalls für HP unterwegs holte sich Routinier Coach McKansy in Brno im grünen Lambo den Platz auf dem Stockerl. Mit den flachen Italienern aus Sant' Agata ist zukünftig sicher vermehrt zu rechnen. Nicht nur im Starterfeld, sondern vorne, da wo es um die Plätze auf dem Stockerl geht. "Die Jungs drücken mächtig nach vorne", so Manager Fischer. In der Klasse 4 setzte sich der zweifache-P9-Ex-Champion "Boris Schimanski" im schneeweißen Porsche mit der 444 erneut durch. Sich durchsetzen, das gelang in der Klasse 2 dem Österreicher Andreas Keplinger in einem Team HB-GT4 Caymann. Wird der Porsche Cayman 2021 das Maß der Dinge in der P9-KL2? Starkes Interesse am Mittelmotor-GT4 aus Weissach herrscht derzeit auf alle Fälle.

In der P9-Endurance fuhren Senkrechtstarter Max Gruhn und Hermann Speck beim Auftakt an die Tabellenspitze. Ihre Taktik war richtig. Sie bestritten beide Stints alleine und punkteten so doppelt. Das Auftakt-Auftaktsiegerduo Hirsch/Schraml im AMG GT3 mussten die Punkte teilen. Vom Speed stand der Einsatz unter einem guten Stern. Beide waren um den Titel voll im Geschäft. Sehr gute Karten zu Saisonauftakt also für die Ingelheimer Equipe-Vitesse von Andy Herbst.

Zweites P9-Weekend - dort in Hockenheim baute Jürgen Bender seine Tabellenführung in der Challenge weiter aus. Viel Abstimmarbeit an der im heimischen Unterland bei Ernst Wöhr produzierten, nagelneuen C7-Callaway-GT3-Corvette für die Crew der Sportwagenschmiede. Aber der Lohn stimmte am Ende. "Sieg und es ging in Richtung Titel. "So wünscht man sich das", meinte Jürgen Bender in Hockenheim happy. Und das im Kreise der Familie. In der Endurance rückte Porsche-Ass Hermann Speck aus Nürnberg dem Dannenberger Senkrechtstarter Max Gruhn gekonnt auf den Pelz. Der junge "Audianer" aus dem hohen Norden holte auf dem RS3 des Herrn Großpapa erneut klar den Klassensieg in der KL2. In Brno (CZ) gelang es dem Nürnberger Hermann Speck schließlich den 4. Endurance-Meistertitel zu gewinnen. 4 Titel in Reihe, Hut ab, oder doch eher Helm ab? "AudiMax" (Max Gruhn) fehlte beim Finale in der Tschechei. Damit war die Chance auf den Titel für ihn leider "futsch". Hermann Speck schlug zu. Jürgen Bender wurde von der internationalen Porschemeute "Denis G.Watt" (A), Hermann Speck, "Boris Schimanski", Heiko Neumann, Michael Hollmann, Andy Keplinger (A) und "Jack Crow" zu seinem ersten P9-Challenge-Titel gejagt. "Ben" war immer vorne. Die Jäger blieben Jäger. Der Titel ging zum ersten Mal nicht an einen Porschefahrer, sondern an Jürgen Bender auf einer Callaway-Corvette C7.

Die "Saison mit Maske" ist Geschichte. Bleibt zu hoffen, dass die Verhältnisse sich 2021 deutlich entspannen werden. "Sehr disziplinierte Abläufe in der P9 Challenge und in der P9-Endurance machten 2020 aber in jedem Fall sehr geordnete Rennwochenende möglich", so Serienmanager Fischer in München zufrieden. "Dickes Lob an die Aktiven", fügte er noch hinzu und verschwand zu Bender in die Box.

(HTS)

Jürgen Bender - Hermann Speck

Foto: autosport, Dirk Hartung - Die Meister 2020 - Bender (m) und Speck (r) im Glück

 

Jubiläumssaison fürs Team aus Leingarten ohne viel Jubel

Auch der GT-Masters-Abschluss in Oschersleben ist für Callaway Competition um Markus Pommer wenig versöhnlich. Die neue DTM mit GT-Autos ist für den Heilbronner Fahrer keine Option.

09.11.2020

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Die Verabschiedung fiel hektisch aus. "Nach dem Rennen mussten alle schnell zusammenräumen und los, ziemliche Aufbruchsstimmung. Mit Corona und all den Hygiene-Regeln kann man sich ja auch nur schwierig zusammenhocken", sagte Markus Pommer am späten Sonntagnachmittag, als er sich schon längst wieder auf dem weiten Heimweg Richtung Unterland befand.

Gerne hätte der 29-Jährige mit Callaway Competition zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch das GT-Masters-Finalwochenende in Oschersleben taugte der Corvette C7 dafür nicht.

 

Fiese Nummer: Position 19 leuchtet hinter der Windschutzscheibe der Callaway-Competition-Corvette von Markus Pommer. Eine unbehagliche Region für die Leingartener Crew.

Foto: imago images / Eibner


"Es war ziemlich schwierig mit diesen Temperaturen. Ich bin unsere beste Runde sonntags erst in Runde 36 gefahren. Wenn es kalt ist, ist es bei uns schwer", kommentierte Pommer die Plätze 13 und 14. Zum erhofften Rang in den Top Ten der Fahrerwertung reichte das nicht. Als 15. rauschte der Heilbronner gemeinsam mit Teamkollege Jeffrey Schmidt klar an diesem Ziel vorbei. Die Enttäuschung bei der Leingartener Equipe hielt sich in Grenzen. 25-jähriges Jubiläum feierte die erfolgreiche Corvette-Schmiede in dieser Saison - und hätte das freilich gerne mit deutlich mehr Podestplätzen als nur einem Sieg zelebriert. Eine Überraschung war der mäßige Verlauf der Runde dennoch nicht.

Schwierigkeiten in der Einzelkämpfer-Rolle
"Schon dass die Saison wegen Corona in den November rein ging, war wegen der ungewohnten Kälte ein Problem für uns. Dann kam noch ein neuer Reifen, den wir nicht so testen konnten", erklärt Markus Pommer. "Bei Mercedes, Audi und Porsche gibt es viele Teams und Informationen von den Werken - wir sind ein kleiner Einzelkämpfer, das ist dann wirklich schwierig. Zusätzlich war es mit zwei neuen Teams auch nochmal härter."

Michael Ammermüller und Christian Engelhart sicherten sich in ihrer ersten Saison mit SSR Performance im Porsche 911 GT3 R direkt den Titel. "Auch die Fahrerpaarungen sind alle stärker geworden", betont Pommer: "Es wird im nächsten Jahr sicher nicht einfacher. Es wird immer professioneller. Ich merke schon, wie es jedes Jahr schwieriger wird, um den Titel zu fahren. Da müssen wir mehr machen. Öfter testen, wenn man wieder darf." Das klingt nach Fortsetzung, oder? "Vor Weihnachten werde ich wahrscheinlich noch keine Entscheidung treffen, das wird eher danach geklärt. Jetzt geht ja mit dem Lockdown eh nicht viel. Man muss auch erstmal warten, wie es sich nächstes Jahr entwickelt und ob der Zeitplan haltbar ist. Eine Saison wie letztes Jahr wäre natürlich besser mit Frühjahr und Sommer."

Die neue DTM mit GT-Autos ist für Markus Pommer jedenfalls keine Option - so viel ist sicher: "Vom Format ist ja noch gar nicht alles geklärt. Die GT Masters bleibt meiner Meinung nach die Topserie - es macht schon Spaß, da mitzufahren."

Rauskommen aus dem Renn-Simulator
Trotzdem verspürt Markus Pommer wenig Lust, sich so schnell wieder in einen Renn-Simulator zu setzten, auch wenn der Teil-Lockdown wenig Raum für die neue Zeit am Wochenende lässt. "Aber da bin ich zuletzt wirklich genug drin gesessen", sagt Pommer mit einem Schmunzeln.

An diesem Montag geht es für ihn ganz gewohnt zur Arbeit in den elterlichen Betrieb und an den Schreibtisch, um seine Master-Arbeit fertig zu stellen. Mit Callaway Competition setzt er sich dann in den nächsten Wochen in aller Ruhe zusammen. Dann, wenn es etwas weniger hektisch ist.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 09.11.2020

 

Jürgen Bender bekam seine Meister-Trophäen 2020 "frei Haus" geliefert

Motorsport - Meisterehrung fast ganz privat

02.11.2020

Man erlebt doch immer neue "Spezials". Jürgen Bender hat 2020 ja bereits die P9-Challenge gewonnen. Wo P9-Manager Fischer die Meisterpokale überreichen wird ist noch nicht entschieden. Corona und deren Folgen bremsen auch diese Feier zeitlich unabsehbar ein.

2017 war Jürgen Bender in einer Callaway C6-Corvette erstmals STT-Champion. In diesem Jahr konnte der Neckarsulmer MCH-Fahrer nur 6 von 8 Meisterschaftsrennen bestreiten. "Ben" landete in der Division 1 am Ende auf Rang 2 hinter dem Champion und GT-Profi Uwe Alzen (AUDI R8). Dazu holte sich unsere MCH-Crew Jürgen Bender (Neckarsulm) und Marco Bayer vom Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) in der neuesten C/-Callaway-Corvette auch den Titel des STT-Gentleman-Championats und Klassenpokal.

Meisterehrung Jürgen Bender

Die STT-Meisterehrung 2020 fiel Corona zum Opfer. Veranstalter Rolf Krepschik verpackte die Ehrenpreise und lieferte "seinem Ex-Champion Jürgen" dessen Pokale direkt nach Neckarsulm ins Haus. Absolut einmalig. "Das gab es in der Tat zuvor so wohl noch nie", strahlte GT-Ass Jürgen Bender am Wochenende. Strahlen, das tat auch Serienboss Rolf Krepschik. "Na dann bis zur nächsten Meisterschaftsfeier. So wie 2019 beim Klaus in Barweiler. Aber dann strahlen wir doch wohl wieder alle zusammen". Ein Ellenbogen-Stoß zum Abschied und weiter ging die Fahrt zur Pokal-Übergabe 2020 für Rolf Krepschick Richtung Südosten.

(HTS)

Foto: Team Sportwagenschmiede - Jürgen Bender (li.), Rolf Krepschik (re.)

 

Ein paar Pünktchen, aber kein Podium für Callaway

Trotz eines zweiten Startplatzes bekommen Markus Pommer und Callaway Competition die PS nicht auf den nassen Asphalt des Lausitzrings. Am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss auf dem Programm.

02.11.2020

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Als Markus Pommer am Sonntagnachmittag das Cockpit der Corvette C7 übernahm, war die Chance auf satte Punkte auch schon wieder passé. Am Ende blieben nur die paar Pünktchen des glücklichen achten Platzes vom Samstags-Lauf.

Dabei hatte Tag zwei auf dem Lausitzring für sein Leingartener Callaway-Competition-Team so vielversprechenden begonnen, Jeffrey Schmidt im Qualifying mit Startplatz zwei die Sonne gelacht. Dem Schweizer war es sonntags gelungen, früh eine starke Runde zu setzen, bevor fast alle anderen Zeiten von einsetzendem Regen weg gespült wurden. Die Nässe auf der Strecke gefiel dem Corvette-Duo dennoch ganz und gar nicht.

"Es war klar, dass es im Regen schwierig für uns wird. Bei nasskaltem Wetter fehlt uns gerade einfach zu viel. Letztlich war es ein regnerisches Wochenende und nicht mehr drin", gestand Markus Pommer. "Wäre es trocken geblieben, wäre wahrscheinlich richtig was gegangen." Doch so schwammen die Chancen der Leingartener Equipe davon.

Markus Pommer hatte in der regnerischen Lausitz mit  seiner Corvette von Callaway Competition keine Chance.  Foto: imago

 

Markus Pommer hatte in der regnerischen Lausitz mit
seiner Corvette von Callaway Competition keine Chance.

Foto: imago

 

 

Nur als 18. über die Ziellinie
Bereits in der ersten Runde fiel Pommers Teamkollege Jeffrey Schmidt am Sonntag auf den fünften Rang zurück. Die Corvette brachte ihre PS einfach nicht auf den glatten Asphalt des feuchten Lausitzrings. Immer weiter schlingerte Schmidt nach hinten und übergab das Auto schließlich auf Position neun an Markus Pommer. Zwar stoppte der leichte Regen und es brach langsam die Sonne durch, "aber die Strecke ist nie wirklich abgetrocknet".

Trotzdem war die Pace der Corvette in der zweiten Rennhälfte deutliche besser. Pommer konnte sich den Positionskämpfen mit starken Konkurrenten stellen - bis ihn eine Lamborghini drehte und ins hintere drittel des Feldes schlittern ließ. So konnte Pommer nur noch als 18. ins Ziel kommen. Seine Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen.

Bereits beim ersten Qualifying am Samstag hatte der Heilbronner im Regen gemerkt, dass auf nasser Strecke nichts zu gewinnen sein wird: "Ich habe eigentlich ein gutes Fenster erwischt und konnte voll ans Limit gehen - trotzdem war nicht mehr als der 17. Startplatz drin." Insofern stimmte ihn der achte Platz des Samstags sogar ein bisschen versöhnlich: "Das hatten wir auch mal ein bisschen Glück."

Chaotisches Regenrennen am Samstag
Denn die Stärke der Callaway-Competition-Corvette war es nicht, die Pommer und Jeffrey Schmidt satte neun Plätze gutmachen ließ. Im chaotischen Regenrennen hatte es Zeitstrafen für die Konkurrenz gehagelt. Schmidt schaffte es aber, den schwimmenden Dienstwagen ohne einen Verstoß gegen die Tracklimits durchs aufgewühlte Feld zu lenken.

Bereits am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss in Oschersleben an. Chancen auf den Titel oder wenigstens die Topplätze haben die Leingartener nun nicht mehr. Dennoch wollen sie sich noch einmal mit einem manierlichen Ergebnis von einer schweren Runde verabschieden. Wollen sie eine Chance haben, sollte ihnen aber noch länger die Sonne lachen.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 02.11.2020

 

STT-Gentleman-Champion 2020 und Zweiter der Division-1

STT - Corona hat mitgemischt

29.10.2020

Das STT-Finale 2020 sollte am Nürburgring ausgetragen werden. Aber dieses, mit großer Spannung erwartete Rennwochenende fiel 2020, nur eine Woche nach der Formel 1 an gleicher Strecke, leider der Corona Pandemie zum Opfer.

Jürgen Bender, als in dieser Saison außerordentlich erfolgreicher MCH-Fahrer - "freut mich zu hören, aber den grandiosen ADAC-GT-Masters-Sieg vom unserem Club-Kameraden Markus Pommer gegen die GT-Profis am Sachsenring bitte nicht vergessen", meldete sich Jürgen mit einem Lächeln lobend  zu Wort.

Doch zurück zur STT. Bei zwei Meisterschaftsläufen der Serie war Bender nicht am Start. "Zu dem Zeitpunkt wurde nicht nur mir, sondern auch Teamchef Bayer klar, dass das Blatt in Richtung STT-Titelkampf nicht mehr zu wenden war", so Bender. Renningenieur Bayer nickt zustimmend.

Jürgen Bender gewann die STT-Trophy bereits 2017. Er trat 2020 nicht nur in dieser international ausgeschriebenen Rennserie zum Kampf um den Titel an, sondern auch in der ebenfalls int. ausgetragenen P9-Challenge. "In der P9 flutschte es 2020 bestens, in der STT dagegen von Beginn an nicht wie erwartet", so Bender. Wo lagen die Gründe dafür?

In der Trophy waren 2 GT-Modelle am Start, die von der Motorleistung her klar überlegen zu sein schienen. In einer Rennserie müssten in jeder Division gleich starke GTs am Start sein. Ist das nicht so, dann sind für die anderen Starter schlichtweg keine Klassensiege und kein Meistertitel möglich. So einfach ist das nun mal leider. Ein gemeinsamer Meisterschaftslauf beider Serien (STT/P9) ließ diese Problematik auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim deutlich sichtbar werden. Die Alzen-Brüder, Profi Uwe und dessen Bruder Tuner Jürgen Alzen, zogen Bender beim Beschleunigen aus den Kurven heraus beide problemlos weg. In der nächsten Kurve aber war denn wieder zu. Einen Weg vorbei gab es für Bender an dem Duo nicht. Die Strecke war schlicht und ergreifend für ihn dicht. "Mit der Brechstange, das wäre sinnlos gewesen. Hohe Schäden wären fast sicher die Folge. Und beim anschließenden Beschleunigen wären die Gegner ansonsten eh wieder vorbeigekommen", resümiert der Neckarsulmer Reifenspezialist.

Am Saisonende gelang es Jürgen Bender sich noch auf den 2. Platz in der Division 1 vorzukämpfen. Profi Uwe Alzen kassierte in der STT-Trophy jeden Gesamtsieg. Bender 2020 also in der Zange der Alzenbrüder? "Das könnte man so sehen", so der schnelle Unterländer.  "Am Saisonende war ich schlussendlich froh, dass ich mich noch als Divisionszweiter zwischen die Alzen-Brüder kämpfen konnte", so Bender. Die Chance zu siegen war unter den gegebenen Umständen nicht vorhanden. Die Gesamtzahl der Punkte gab 2020 also nicht mehr als ein 2. Rang in der Division 1 der STT her".

Jürgen Bender

Die Gentleman-Wertung konnte Jürgen Bender jedoch problemlos gewinnen. Selber sportlich immer topfit am Start, landete er dort klar vorne.

In der Tabelle lagen Klassensieger Uwe Alzen (Audi) und Ralf Glatzel (Ford) punktgleich vorne. Sie gewannen Ihre Divisionen. Dahinter der junge 3. Divisionssieger Max Frederik Gruhn (Audi).

"Ob es Sinn macht mit einem reinrassigen GT3-Auto in der STT 2021 anzutreten, scheint aus heutiger Sicht für mich nach dem derzeitig geltenden Reglement nicht unbedingt zielführend", so P9-Champion Jürgen Bender nachdenklich. MCH-Mann Marco Bayer von Team Sportwagenschmiede nickt zustimmend.

2021 - quo vadis für Bender und Bayer? 

(HTS)

Foto: Team Sportwagenschmiede Motorsport - Bender vorbildlich mit Maske auf dem Podium

 

Assenheimers Aufholjagd endet auf Platz vier

Assenheimers Aufholjagd endet nach turbulentem Rennen auf Platz vier

28.10.2020

Die 24-Stunden-Hatz in Spa wurde zu einem turbulenten Rennen. Es war das Saison-Highlight der GT World Challenge Europe in Belgien. Mit am Start waren der Unterländer Patrick Assenheimer und seine Fahrerkollegen Ezequiel Companc, Ricardo Sanchez und Juuso Puhakka.

Das Quartett durchlebte auf der Strecke eine Achterbahnfahrt der Gefühle - und dies in einem extrem stark besetzten Fahrerfeld über die vollen 24 Stunden. Nach misslungenem Auftakt war die Freude am Ende groß über Platz vier im Silver Cup und Gesamtrang 26.

"Ich bin stolz darauf, dass wir, obwohl wir schon nach dem ersten Stint mehrere Runden Rückstand hatten, nie aufgegeben und weitergekämpft haben", sagte ein zufriedener Assenheimer.

Auf dem Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda kämpften sich Patrick Assenheimer und seine Kollegen trotz eines frühen Rückstandes wegen Problemen beim Boxenstopp im Feld wieder nach vorne. Und das vor dem Hintergrund widriger Wetterbedingungen, die das Fahrerfeld vor extreme Anforderungen stellte.

Aber mit hervorragenden Zeiten unterwegs und einer Top Performance am Tag und vor allem in der Nacht, versuchte das Team den frühen Rückstand Stück für Stück zu minimieren. Was dann letztlich auch erfolgreich umgesetzt wurde. Von ganz hinten fuhren Assenheimer und Co. auf Platz vier in Schlagweite zum Podium. red

Quelle:  Heilbronner Stimme vom 27.10.2020