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MC-Heilbronn
 
 

STT-Challenge - Jetzt geht es nach Zandvoort (NL)

Jürgen Bender wieder auf dem Vormarsch

Jürgen Bender

Die Rennsaison 2017 begann für den routinierten Unterländer "vielfachen-Champion" Jürgen Bender nicht sehr vielversprechend. Im Rahmen eines Gespräches bei den Hockenheimer Porsche-Club-Days endeten viele Analysen zu unbefriedigenden Rennergebnisse dieses Frühjahres schlicht und ergreifend bei technischen Details. "Nur perfekte Abarbeit in der Vorbereitung kann die Basis für kontinuierliche Ergebnisse im Kampf um Siege sein", so der Neckarsulmer Ingenieur. Das ist im GT-Sport nicht anders wie in der Formel 1 auch. "Oder glaubst Du vielleicht ein Verstappen spekuliert auf einen Platz bei Ferrari, wenn er dafür keine Gründe hätte? Wohl kaum", so Bender tiefgründig.

Vor dem letzten STT-Weekend vor 2 Wochen auf dem Nürburgring lag Callaway-Corvette-Pilot Bender nur auf Platz 8 in der Meisterschaft. Probleme mit der Technik und im Ablazf an den Wuchernden zuvor hatten ihn dort hin abrutschen lassen.

"Ben" Bender als amtierender Champion der STT-Serie arbeitete sich am Nürburgring in der Tabelle wieder weit nach oben. Ein Gesamtsieg und ein 2. Rang in der Klasse zusätzlich bedeuteten am Rennabend in der Eifel Tabellenrang 4. Lediglich der überlegene Spitzenreiter der Klasse.4 für Tourenwagen bis 2L, Rene Freisberg konnte sich auf seinem Seat Leon MK 3 durch zwei weitere Klassensiege deutlich vom Verfolgerfeld in der Serie absetzen. „Rene zu packen wird schwierig", so Bender nachdenklich. "Er ist in der Klasse und in seiner Division 2 der STT derzeit im Vorteil. Meine Siege im Gesamtergebnis haben in dem Fall kaum Einfluss auf den Punktestand in der STT-Tabelle" so der MCH-Hero weiter. Zwischen Freisberg und Bender haben Oskar Tunjo aus Venezuela und Porsche-Ass Ulli Becker noch einen leichten Vorsprung vor dem schnellen Neckarsulmer. "Aber da habe ich keine großen Bedenken", so Bender. Beide sind schnell und sie haben ihre besonderen Stärken. Ich selber aber habe bei den nächsten Rennwochenenden ebenfalls noch bestimmte eigene Vorteile im Köcher", und grinst vielsagend.

Am kommenden Wochenende im Niederländischen Zandvoort dürfte eine Titel-Vorentscheidung fallen. Kann Jürgen Bender dort an der Nordseeküste zwischen den Dünen wieder entscheidend punkten. Seine Freunde vom Heilbronner Motorsportclub haben die Daumen wohl bereits festgedrückt. Ersatzteilprobleme sollte es in Holland für Bender im Falle eines Falles ebenfalls nicht geben. Das Callaway-Werksteam aus Leingarten unter Leitung von Ernst Wöhr ist mit zwei neuen Callaway-GT3-C7 bei der GT-Masters ebenfalls vor Ort. Dazu ist der Unterländer MCH-Senkrechtstarter Markus Pommer in einem Team-Aust-Audi R8 LMS GT3 in der GT-Masters in Zandvoort am Start. Zandvoort wird am kommenden Wochenende so zum Highlight für die Heilbronner Race-Fans. Dieser Auflauf Unterländer Asse dürfte auch TV--Top-Kommentator Paddy Simon und seinen Studiogästen sicher nicht entgehen. Die Fans und das nicht nur in Europa, freuen sich ja steht's auf Paddys würzigen und deftigen Masters-Kommentare. HTS

 

Motorsport, GTC-Serie Hockenheim

Porsche-Club-Days - Pech für Thomas Langer

Thomas Langer reiste am letzten Wochenende mit berechtigten Hoffnungen von Heilbronn nach Hockenheim. Nicht nur der Klassensieg unter den Porsche-GT3-Cup-Rennmodellen, sondern auch die Gesamtführung in der DMV-GTC-Challenge schienen beim Rennen vor der Haustür "zum Greifen nahe" zu sein. Aber ohne das keine bisschen Rennglück wird leider ab und an vieles wieder ganz schnell zunichte.

Die 10. Porsche-Club-Days vom MCS-Stuttgart auf dem Grand Prix Kurs in Hockenheim wurde zum totalen Erfolg für Lamborghini-Huracan-GT3-Ass Martin Konrad. Der junge Paschinger entschied beide GTC-Rennen von der Pole klar für sich. Dazu ließ er sich die schnellste Runde (1.38,870) gut schreiben. "Es lief nicht schlecht für uns" so der strahlende Bayer nach dem 2. Sieg im Fahrerlager. Dahinter erntete Audi-Routinier Tommy Tulpe (Remchingen) beim 9.u.10. GTC-Lauf als Gesamt-2. und 3. punktmäßig voll ab.

Vom Pech verfolgt dagegen MCH-Ass Thomas Langer. Der Unterländer wurde in der Einführungsrunde von einem Gegner abgedrängt und fiel durch eine technischen Schaden aus, noch ehe das Rennen überhaupt richtig angefangen hatte. Im Training gelang es Thomas Langer im Kampf mit Routinier Klaus Horn eine Klassenpole zu erkämpfen. Eine sehr gute Leistung denn der Pfälzer Horn hatte gerade erst bei einigen Rennen in Chile als Sieger überzeugt. In der Meisterschafts-Tabelle hätte Thomas Langer in Hockenheim von Platz 2 vor Tommy Tulpe fahren können. Nach dem Ausfall sind Tulpe und Plentz (b.Audi R8 LMS) als Klassensieger an Langer vorbei. Die Revanche für Langer in 3 Wochen in Most (CZE), eine Strecke die der Heilbronner kennt und schätzt, dürfte sicher sein. "Dazu darf man nicht vergessen, das es in der GTC-Serie Streichergebnisse gibt", bemerkte Rennleiter Heinz Weber am Rennabend vielsagend. "Es ist in Sachen Titelgewinn für den Thomas also absolut nichts verloren". HTS

 

Foto HTS: Thomas Langer (l) hier in der Box v. Hockenheim

 

Langer für den Titelkampf gut gerüstet

Thomas LangerAuf dem Grand Prix Kurs von Hockenheim kämpft der Heilbronner Thomas Langer am kommenden Wochenende auf einem Porsche GT3-Cup von Team Highspeed um die Spitze in der DMV-Challenge. Als klarer Klassenbester geht es für den Unterländer um den Klassensieg in der Klasse 7 für seriennahe GT-Cupfahrzeuge. Mit der Startnummer 75 dürfte der MCH-Routinier auf seiner Hausstrecke kaum zu schlagen sein. "Die Klassensiege sind es die wichtigen Punkte für den Titelgewinn bringen", so Langer vor dem Wochenende. In der Meisterschaftstabelle liegt Langer zwischen den Audi-LMS-GT3-Modellen der Mitstreiter Plentz, Allgäuer und Tulpe auf Rang 2. Nur 3 Punkte trennen Thomas Langer vom Tabellenführer Fabian Plentz (Audi). 2015 konnte MCH-Mitglied Jürgen Bender die GTC-Challenge für sich entscheiden. Bleibt der Titel durch Thomas Langer 2017 in Unterländer Hand?

Thomas Langer wird am Steuer des leuchtgelben Porsche GT3 einmal mehr alles geben, um am Ende beider Rennen in Hockenheim genau wie hier im GTC-Orga-Foto auf dem Treppchen erneut ganz oben stehen zu können.  HTS

 

 

Der Champion Jürgen Bender als Gesamtsieger zurück

Bender und BeckerMCH-Ass Jürgen Bender fuhr am Wochenende auf einer Unterländer Callaway Corvette Z06.R GT3) vor voll besetzten Tribünen einmal mehr zum Gesamtsieg. Zigtausend Zuschauer konnten seine Topleitungen im Rahmen zweier international besetzter GT-Rennen im Rahmen des legendären Truck-GP am Nürburgring bewundern. Fast wären es für unseren "Ben" sogar 2 Gesamtsiege geworden. Nur der bei einsetzendem Regen kaum zu planende Boxenstopps zum Reifenwechsel im 1. Rennlauf verhinderte Jürgen Benders Doppelsieg. Den 2. Lauf aber gewann Jürgen Bender überlegen vor Michael Bäder (BMW M3 V8 Kompressor) und dem Finnen Jorma Vanhanen (Porsche 997 GT3 WRS). Die für die Meisterschaftsentwicklung wichtige Division 2 ging in beiden Rennen an Renè Freisberg (Seat Leon Mk3). Er war es auch, der sich damit in der Meisterschaftstabelle erheblich verbessern konnte. Aber dazu später mehr. Dann wenn die Tabelle veröffentlicht ist.

Reifenpoker war vor dem Sonntagsrennen einmal mehr angesagt. Immer wieder begann es kurz zu regnen und kurz vor dem Start kündigten wieder dunkle Wolken am Himmel erneutes Unheil an. Am Ende sollten Slicks die richtige Wahl gewesen sein. Das musste dann auch Oscar Tunjo (Mercedes AMG GT3) erkennen. Er kam spät zum Pneuwechsel an die Box. Triumphator war Jürgen Bender. Er hatte die richtige Reifenwahl getroffen und ging gleich vor Michael Bäder und Jorma Vanhanen die Führung. Bender gilt im GT-Rennsport seit Jahren als absolut cleverer "Reifenflüsterer". Der Räder-A1-Chef ist auf dem Gebiet unschlagbar. Wiedereinsetzende Regen (Nürburgringwetter) sorgte kurzzeitig erneut für zusätzliche Spannung unter den Aktiven und den zigtausenden Fans., Die vielen Rennsportfreunde rund um den Kurs standen runden- lang voll "unter Strom". Am Ende durfte das Neckarsulmer MCH-Ass Jürgen Bender und seine Mintgen-Crew über einen weiteren souveränen Gesamtsieg jubeln. "Wichtig für mich war natürlich der Klassensieg und der 2. Klassenrang in Rennen 1", so Bender. Das wird den kurzzeitig in der Tabelle zurück gefallenen amtierenden Meister wieder um einige Positionen nach vorne bringen (Ergebnis nicht veröffentlicht) Mit Platz vier und Klassenrang drei konnte der blutjunge Venezuelaner Oscar Tunjo Schadensbegrenzung üben. Tunjo als der Saisonauftaktsieger von Hockenheim kam diesmal nicht mit dem Regen der Grünen Hölle Nürburgring zurecht. HTS

Foto HTS: Bender und Becker (r).

 

 

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in Österreich

Leingartener Callaway Competition mit Sieg und Tabellenführung

Patrick Assenheimer mit starkem Aufwärtstrend – Podestplatz knapp verpasst

Markus Pommer im Pech - Reifenschaden

Sechs verschiedene Sieger in sechs Läufen dank Balance of Performance

Der fünfte und sechste Lauf führte die Liga der Supersportwagen auf den Red Bull Ring, der als schnellster Kurs beim ADAC GT Masters geführt wird. Prominenter Gaststarter beim Team Mücke in einem Mercedes AMG GT3 war der derzeitige DTM-Tabellenführer Lucas Auer, der sein Fahrertalent eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Unterländer Fraktion war durch die Bank schnell in der Liga der Supersportwagen unterwegs, die Ergebnisse aber sehr unterschiedlich. Sechs unterschiedliche Sieger in den bisherigen sechs Läufen deuten auf eine wahnsinnig hohe Leistungsdichte und eine prima BoP-Balance of Performance hin, die mit 30, 20, und 10 Kilogramm Zusatzgewicht direkt nach dem Sieg und schon vor dem nächsten Qualifying für Ausgeglichenheit sorgen soll.

Patrick Assenheimer im AutoArenA-Mercedes AMG GT3Durch den Start-Ziel-Sieg am Samstag sowie Podestplatz drei am Sonntag übernahmen Daniel Keilwitz und Jules Gounon mit der Corvette C7 GT3 vom Leingartener Callaway Competition Team die GT Masters-Tabellenführung mit 80 Punkten. Die Pole sicherte sich Jules Gounon in 1.27.731 Sekunden, Patrick Assenheimer qualifizierte seinen AutoArenA-Mercedes AMG GT3 lediglich 0,990 Sekunden zurück auf Platz 12, Markus Pommer im Aust-Audi R8 LMS musste aufgrund einer Track-Limit Strafe von Platz 14 losfahren, seine Zeit hätte eigentlich für Startplatz zehn gereicht – der Erlenbacher somit ein weiteres Mal unter den absolut schnellsten Audipiloten. Die Corvette aus Leingarten beeindruckte durch die perfekte Fahrervorstellung beider Fahrer sowie einen optimalen Boxenstopp auf einer Strecke, die dem bulligen US-Sportwagen wie auf den Leib geschneidert ist, der erste Saisonsieg durfte bejubelt werden. Dahinter tobte ein gewaltiger Kampf um Meter und Positionen. Zwei Top-Ten Teams waren beim Boxenstopp zu schnell (lediglich 1/100stel Sekunde) was mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, die dann den beiden Fahrern Assenheimer und Pommer zu Gute kam. Maximilian Götz und Patrick Assenheimer fehlte zwar etwas Speed auf den Geraden in Spielberg, aber die Balance am AutoArenA-Mercedes war gut, die Strategie mit einem sehr frühen Boxenstopp perfekt und so wurde der Heilbronner GT3 als sechster abgewunken. Markus Pommer und Kelvin van der Linde durften sich im Aust-Mittelmotor R8 LMS als neunte noch über Punkte freuen. Sonntagmorgen musste sich Daniel Keilwitz mit Startplatz acht begnügen, die 30 Kilogramm Zusatzgewicht für den Samstagssieg wogen schwer.  Die Pole sicherte sich der Lamborghini Huracan von Grasser Racing, der Lokalmatador gewann wie die Corvette am Samstag mit einem Start-Ziel-Sieg. Nur 0,240 Sekunden hinter dem Lambo sorgte Maxi Götz im AutoArenA-Mercedes, der vom Team HTP-Motorsport betreut wird, für ein Ausrufezeichen im Qualifying – Startplatz zwei! Nur 0,430 Sekunden zurück der Aust-Audi, Startplatz zehn – satte 19 (!!) Supersportwagen innerhalb einer einzigen Sekunde. Kelvin van der Linde war kurz vor Öffnung des Boxenstoppfensters bereits in den Punkterängen, als ein Reifenschaden den Aust-Audi ganz nach hinten warf- Markus Pommer konnte sich dann in seinem Turn lediglich auf Platz 21 vorarbeiten. Der AutoArenA-Mercedes konnte den Lambo im Rennen nicht angreifen, im Gegenteil, über die komplette Renndistanz war Verteidigung angesagt. Patrick Assenheimer verlor nach dem Fahrerwechsel bereits bei der Boxenausfahrt wertvolle Sekunden hinter dem Nissan, auf der Piste drängte sich dann Lucas Auer im rosaroten Mücke-Mercedes am Lehrensteinsfelder vorbei – die deutlich höhere Endgeschwindigkeit enorm, der Mücke-GT3 danach Runde um Runde weiter weg. Das war aber leider noch immer nicht das Ende, denn Jules Gounon hatte die Leingartener Corvette nach einem prima getimten Boxenstopp weiter nach vorne gebracht und versuchte satte 15 Runden an Patrick Assenheimer vorbeizukommen, der aber mit allen Mittel geschickt verteidigte. In der vorletzten Runde war nichts mehr zu machen, Gounon übernahm Platz drei, Patrick musste den avisierten ersten Podestplatz in dieser Saison ziehen lassen – „unser Fight über die komplette zweite Rennhälfte war vom Allerfeinsten, auch wenn’s mich ärgert, aber gegen den Leistungsüberschuss meines Ex-Fahrzeuges war dann kein Kraut mehr gewachsen“ resümiert Patrick Assenheimer, dem viele Insider einen exzellenten Job attestierten. Der rangiert mit Partner Maximilian Götz nun mit 28 Punkten auf Platz 12 in der Tabelle, Markus Pommer und Kelvin van der Linde liegen mit 30 Zählern im Audi R8 eine Position davor auf 11. 

Die nächsten beiden Rennen werden auf dem niederländischen Dünenkurs Zandvoort ausgetragen – kein Corvette-Kurs, wie Callaway Teamchef Giovanni Ciccone ausdrücklich betont.    -  Wilfried Ruoff

 

 

 
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