www.mamboteam.com
MC-Heilbronn
   
 

7. und 8. Lauf zum ADAC GT Masters auf dem Nürburgring – Freude und Frust bei den Unterländer Teilnehmern

Perfekte Vorstellung mit zwei Podestplätzen von Markus Pommer

Patrick Assenheimer erneut glücklos und ohne Punkte

Leingartener Callaway Competition mit zwei technischen Ausfällen

 

Top-Vorstellung des Mann Filter HTP-Motorsportteams mit ihren zwei gelb-grünen Mercedes AMG GT3-Boliden bei der zweitägigen enormen Hitzeschlacht des ADAC GT Masters Gastspiels in der Eifel – MCH-Racer Markus Pommer holt mit seinem Partner Maximilian Götz einen dritten und einen zweiten Platz und ist damit der große Gewinner des Nürburgring-Wochenendes, die beiden rücken damit bis auf ein einziges Pünktchen an das noch immer führende Leingartener Callaway-Corvette Duo Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer in der Tabelle heran. Für den zweiten MCH-Racer Patrick Assenheimer gab es in der Eifel keine Punkte, es läuft zwar gut bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife, aber im ADAC GT Masters ist heuer beim Team AutoArenA-Motorsport der Wurm in Form von Fehlerteufeln, Pech und Pleiten drin.

gelbe MambaMarkus Pommer/Maximilian Götz in der „gelben Mamba“, einem Mercedes AMG GT3 – Foto: ADAC GT Masters

34 Starter in der Liga der Supersportwagen, im Samstags-Qualifying die ersten 31 (!!!!) innerhalb einer einzigen Sekunde auf dem 3,629 Kilometer langen Nürburgring GP-Kurs inclusive der Kurzanbindung. Markus Pommer fünfter mit 0,143 Sekunden Rückstand auf die Pole, Marvin Kirchhöfer in der Callaway Corvette siebter mit 0,174 Sekunden Rückstand, Patrick Assenheimer neunzehnter mit 0,559 Sekunden Rückstand. Der Start sehr turbulent, das Safetycar muss schon in der ersten Runde ausrücken, die Corvette beschädigt sich nach einer Kollision mit einem Audi die Front, erhält später eine Durchfahrtsstrafe und wird dann aus dem Rennen genommen, da die Radaufhängung vorne links beschädigt wurde. Nach dem Restart erneut eine Kollision, erneute Safetycar-Phase, der dritte Start klappt dann endlich. Patrick Assenheimer verbessert sich beim Start um drei Plätze und kämpft sich mit dem AutoArenA-Mercedes AMG GT3 bis auf Platz 15 vor, übergibt an seinen neuen Teamkollegen Raffaele Marciello – ein ehemaliger Ferrari und Sauber Test-, und Förderpilot aus Italien – der nach wenigen Runden den Mercedes bei einem Überholversuch mit einem Reifenschaden abstellen musste. Da lag das Obereisesheimer Mercedes-Duo auf Platz zwölf, die Punkteränge vor Augen. Derweilen liefen Markus Pommer und Maxi Götz zur Hochform auf, perfektes Rennen, perfekter Boxenstopp mit Fahrerwechsel, Zieldurchfahrt als vierte, das Mann-Filter-Schwesterauto mit den Fahrern Maximilian Buhk und Indy Dontje hatte sich den Sieg nach einem genialen Überholmanöver in der Schlussphase gesichert. Pommer/Götz rückten später als dritte aufs Podest, nachdem die Sportkommissare das zweitplatzierte Audi-Duo Ricardo Feller/Christopher Haase nachträglich mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe wegen eines Frühstarts belegt hatten.

Patrick AssenheimerPatrick Assenheimer/Raffaele Marciello im AutoArenA Mercedes AMG GT3  -  Foto: ADAC GT Masters

Sonntags bestimmten dann nicht mehr die Mercedes die Pace in der Quali, sondern die Mittelmotor-Audi R8 LMS – diesmal 29 Fahrzeuge innerhalb einer einzigen Sekunde. Markus Pommers Partner Maxi Götz stellte den gelb-grünen AMG GT3 auf die dritte Startposition, Daniel Keilwitz kam mit der Leingartener Corvette auf Position zehn, Raffaele Marciello wurde um zehn Startplätze strafversetzt und musste als 32 losfahren – „eine unglückliche Entscheidung der Rennleitung, denn das Styroporteil behinderte drei Runden die Qualifiers, dann gab’s die rote Flagge und Marciellos beste Runde wurde gestrichen, zudem die Strafversetzung angeordnet“ moniert Patrick Assenheimer. Einen Gigantenstart lieferte dann Rekordeinzellaufsieger Daniel Keilwitz ab, der die Corvette in der Startphase bis zur ersten Kurve und der nachfolgenden Kombination von zehn auf drei katapultierte. Die Freude in der Callaway-Box hielt aber nicht lange, in der 14. Runde rollte die Corvette nach einer starken Vorstellung auf Platz drei liegend aus, Lichtmaschine defekt, keine Punkte am Nürburgring, die Tabellenführung bleibt dennoch beim kleinen Leingartener Privatteam, allerding mit nur noch einem einzigen Pünktchen Vorsprung. „Durch die FIA-Restriktionen waren wir eh schon gehandicapt, dazu die technischen Probleme, die harte Strafe beim Startgetümmel am Samstag, ein Wochenende zum vergessen“ resümiert Giovanni Ciccone von Callaway Competition.

Callaway Daniel Keilwitz/Marvin Kirchhöfer in der Leingartener Callaway Corvette C7 GT3 R  - Foto: ADAC GT Masters

Bis auf besagtes Pünktchen kämpften sich Markus Pommer und Maximilian Götz heran – am Start wurde Routinier Götz zwar von der Corvette überrumpelt und verlor eine Position, das machte MCH-Racer Markus Pommer dann in der vorletzten Rennrunde wieder gut. Mit einem perfekten Überholmanöver auf des Messers Schneide bremste sich Pommer im Mann-Filter-Mercedes am vom Start aus zweitplatzierten BWT-Mücke-Audi heran und schon sich am Kurvenausgang dank optimalem Grip am Mittelmotorflitzer vorbei und durfte jubeln – perfekte Fahrervorstellung und perfektes Boxenteamwork der HTP-Mannschaft. Ein geniales Wochenende für das Duo Pommer/Götz, auch ohne Sieg sind die beiden die eigentlichen Gewinner vom Nürburgring-Wochenende.  Der Obereisesheimer AutoArenA-Mercedes sah ebenfalls die Zielflagge, allerdings nicht in den Punkten, Assenheimer/Marciello wurden nach einem fehlerlosen Rennen als 21. abgewunken, satte elf Plätze hatte das Mercedesduo in dem einstündigen Rennen gut gemacht, die Rennperformance war gut, die Rundenzeiten der Spitze konnten die Mercedespiloten mitgehen.  

Wilfried Ruoff

 

 

 
Top! Top!