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MC-Heilbronn
   
 

Spektakulärer Sieg für BMW-Pilot Yannick Fübrich – Patrick Assenheimer setzt im Mercedes AMG GT3 beim Qualifying ein Ausrufezeichen

Turbulenter, kämpferischer und spektakulärer Auftakt zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife. Von den 173 gemeldeten Fahrzeugen der 26 verschiedenen Herstellern sahen nach der Vier-Stundenhatz nur noch 120 die Zielflagge. Bereit im Training und Qualifying ging einigen die „Puste“ aus, zum Rennstart gingen 153 Fahrzeuge auf den GP-Kurs und die berühmt-berüchtigte „Grüne Hölle“.  Den ersten Gesamtsieg der neuen Saison sicherte sich wie im letzten Jahr der VLN-Traditionsrennstall Manthey-Racing mit einem Porsche 911 GT3 R, der von den zwei Porschewerksfahrern Kevin Estre aus Frankreich und Earl Bamber aus Neuseeland sowie dem Belgier Laurens Vanthoor gelenkt wurde. Das Podium komplettierte der Audi R8 LMS vom Audi Sport Team BWT mit den Piloten Markus Winkelhock und Nico Müller als zweite sowie dem Falken-Motorsport-Porsche GT3 R mit dem Fahrerduo Klaus Bachler und Sven Müller.

Yannick FübrichFür den spektakulärsten Sieg des Tages sorgte ein Mitglied des Motorsportclubs Heilbronn - der Nordheimer Yannick Fübrich mit seinem österreichischen Teamkollegen David Griessner. Auf den letzten Metern vor der Ziellinie der letzten Rennrunde blieb der führende BMW vom letztjährigen VLN-Meister Michael Schrey (Hofor Racing/Bonk Motorsport) wegen Spritmangel liegen, so dass Griessner/Fübrich die Klasse mit 19 identischen BMW M235i Racing gewinnen konnten. Nach schleppendem Auftakt im Training und lediglich der sechstschnellsten Qualifikationszeit ging es für das Duo Fübrich/Griessner im Rennen nur noch vorwärts. Startfahrer Yannick Fübrich lenkte den 340 PS starken BMW vom Team Pixum Adrenalin Motorsport in den ersten beiden Runden schon auf Klassenplatz zwei. Durch einen Doppelstint mit einem sehr schnellen Boxenstopp war Fübrich dann zeitweise Klassenführender, zudem durfte sich der 26jährige über die schnellste Rennrunde freuen. David Griessner zog mit schnellen Runden nach, kurz vor Rennende dann ein „Splash and Dash“ bei dem nur noch etwas nachgetankt wird. Hier zog Michael Schrey in der Boxengasse wieder vorbei, Griessner lag auf Rang zwei, überholen war nicht mehr möglich, das bessere Ende für Fübrich/Griessner dann auf der Zielgeraden. „Routinier Schrey oder sein Team haben sich beim tanken etwas verzockt, wir haben dann davon profitiert. Die Spitze in unserer starken Klasse lag extrem eng zusammen, unsere Taktik war perfekt, das gibt jede Menge Meisterschaftspunkte“ jubelte Fübrich im Ziel über den perfekten Saisonstart.

Patrick AssenheimerEin respektabler, toller 14. Gesamtrang gelang der neuen Fahrerpaarung Patrick Assenheimer und Clemens Schmidt des Obereisesheimer Auto ArenA-Motorsportteams. Im 550 PS starken Mercedes AMG GT3 – der technische Support wird wie im letzten Jahr vom Profiteam HTP-Motorsport gemacht - setzte Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld im Qualifying ein erstes Ausrufezeichen. Startplatz acht, nur 2.584 Sekunden hinter dem Polesetter-Porsche von Manthey-Racing. „Und das auf der 24,433 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife, 16 weitere GT3-Boliden mit einigen international erfahrenen und sehr namhaften Piloten habe ich dabei hinter mir gelassen,“ freute sich Assenheimer. Dessen neuer österreichischer Partner Clemens Schmid fand sich nach zweijähriger Nordschleifenabstinenz schnell wieder gut zurecht. Schmid und Assenheimer hielten sich aus den vielen Rangeleien beim Auftaktrennen bewusst heraus. Dafür testeten sie die neuen Hankook-Reifen auch mit Blick auf das 24-Stunden-Rennen und sammelten viele wichtige Erkenntnisse. „Wir sind beide nicht „letzte Rille“ gefahren, die Rundenzeiten waren gut, der AutoArenA-Mercedes AMG GT3 hat keine Schramme, Gesamtrang 14 in diesem starken Feld ist zum Auftakt prima,“ resümiert Patrick Assenheimer, der nach dem Auftakt in der „grünen Hölle“ zusammen mit Clemens Schmid direkt nach Oschersleben gefahren ist – dort stehen jetzt die Testtage für das ADAC GT Masters an, das das AutoArena-Motorsportteam mit demselben Flitzer und demselben Fahrerduo bestreiten wird. Der zweite VLN-Lauf findet schon am Samstag, dem 7. April statt – am gleichen Tag auch der DMSB-Automobilslalom vom MC Heilbronn.          Wilfried Ruoff

 
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