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08.02.2021

Mit diesem Ziel geht das MCH-Ass in die GT-Saison 2021. Er, der P9-Champion 2020 schaffte das Unmögliche. Jürgen Bender gelang es als erstem Fahrer in der P9-Challenge-Geschichte, der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr. Den auf der Callaway-C07-Corvette von Callaway-Competition aus Leingarten 2020 erkämpften P9-Meistertitel will er auch 2021 wieder mit in seine Heimat Neckarsulm nehmen. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch einige Abstimmprobleme", so "Ben" beim Interview nachdenklich. "Wird ein Modell von seinem Hersteller weiterentwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Meisterschaft immer zuerst sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf die neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Einstellmöglichkeiten voll auszureizen. "Davon blieben wir natürlich auch nicht verschont", so Bender lächeln. Aber es gelang Callaway, der Sportwagenschmiede und Jürgen Bender "auf den Punkt" - "Die Suche nach einem optimalen Set up war eine Zeit mit sehr gemischten Gefühlen für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Marco, der "alte Hase" von der Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeitet, da geht es deutlich und recht zügig voran. Die Corona-Zeit trieb dazu den Saisonauftakt-2020 vor sich her wie ein Spielball. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie sehr lange von Dauer.

Jürgen Bender wollte nach einigen Siegen als Gaststarter in den Jahren zuvor schließlich 2020 um den P9-Titel kämpfen. Mit diesem Ziel ging die Callaway-Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 an. Zu Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch recht plötzlich. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn-Leingarten produzierte GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. "Ein Problem das wir nicht alleine hatten", so Bayer. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. "Wir bekamen den Wagen anschließend bei den Rennen von Woche zu Woche besser in den Griff", so Bender. Das Team schoss sich sehr gut ein. Das Set up konnte über die Saison deutlich optimiert werden. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vormodell einige entscheidende Vorteile. (was das im Einzelnen ist - da schweigen die Spezialisten natürlich). Aber wie es so ist, und das nicht nur im GT-Rennsport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden. Das koste Zeit und auch einige Euro extra.

Juergen Bender 2021-02-08

Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Rennen zur P9-Challenge-Rennserie in Europa gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Aber auch das mit Erfolg. "Wir haben bei diesem Rennen Fahrwerkeinstellungen aussortieren können. In der P9-Saison, der Challenge und der Endurance konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9-Meisterschaft empor. Dazu der P9-Callenge-Titel. "Nicht schlecht", grinste er nach dem Finale in Brno (CZ) zufrieden.

Der Endurancetitel wurde eine Beute von Hermann Speck auf einem für ihn neuen Porsche 991 GT3R. Bis Saisonmitte hatte dabei der junge Neueinsteiger aus dem hohen Norden, Max Frederik Gruhn auf Audi, die Nase noch vorne.

Was die P9-Saison jedoch sehr deutlich werden ließ - auch die Modelle von AMG und Lamborghini waren und sind auch zukünftig nun nicht mehr zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann sowie die Lambo-Crew HB-racing (A) machten Dampf und drängen alle auf das Treppchen. Auch ihre Piloten wollen 2021 ganz nach oben aufs Stockerl. Es bleibt nicht heiß - es wird noch deutlich heißer.

(HTS)

Foto: autosport.at, Dirk Hartung