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MC-Heilbronn
 
 

Finale in Oschersleben

Thomas Langer erfolgreich in der GTC-Challenge

Die DMV-Challenge scheint den Fahrern des MCH besonders zu liegen. Nach dem Sieg von Jürgen Bender in der GTC 2015, gelang Thomas Langer beim Finale im Norddeutschen Motorpark Oschersleben nun Gesamtrang 4 in der Serie. "Dabei hätte Thomas durchaus weiter vorne landen können", so ein Teamkollege.

Thomas LangerDie GTC-Saison 2016 begann im Italienischen Misano. Dort an der Adria vor den Toren von Rimini wurde der routinierte Heilbronner Fahrer leider vom Pech verfolgt. Der zur Verfügung stehende Porsche hatte einen Schaden der sich vom Team vor Ort nicht beheben ließ. Aufladen und heim fahren hieß so leider die Parole. Die in Misano verlorene Punkte ließen sich in der laufenden Saison nicht wieder aufholen. Und das obwohl Langer ansonsten seine Klasse meist klar gewinnen konnte. Ein Problem beim Erkämpfen der Meisterschaftspunkte ist die Klassenstärke bei einem Wettbewerb. Hat der Gegner in einer anderen Klasse einen Mitstreiter mehr, dann ist auch die Punktausbeute für den Gegner etwas höher.

Parallel zu den Sprintrennen wurde 2016 im Rahmen der DMV-Weekends auch eine Serie ausgetragen, bei der ein Fahrerwechsel vorgesehen ist. Wechselt ein Fahrer nicht, sondern fährt selber die volle Distanz von 60 Minuten, dann ist eine entsprechende Pause an der Box erforderlich. In dieser Langstreckenserie gelang es Thomas Langer einen zur Verfügung stehenden, knallgelben Porsche 991 GT3 auf Rang 2 der Meisterschaft zu pilotieren. Platz eins ging an die Mannschaft Fabian Plenz/Tommy Tulpe. Sie pilotierten einen Audi R8 LMS GT aus Neckarsulmer Produktion zum Titel. HTS

Foto: Archiv HTS - Thomas Langer

 

GT-Sport - STT-Finale

Jubel in der heimischen Region

Jürgen Bender ist STT-Champion 2016

Jüregne Bender mit Jürgen HolzerDer auch in dieser Saison erneut überaus erfolgreiche MCH-Racer Jürgen Bender darf sich nach dem vorletzten Start am Ring STT-Challenge-Champion 2016 nennen. Der Neckarsulmer Diplomingenieur reiste praktisch schon als Champion in die Eifel, aber er musste die letzten erforderlichen 4 Meisterschaftszähler dort eben dort noch einfahren. Denn theoretisch bestand noch eine geringe Chance für Porsche-Privatier und Ex-Champion Ulli Becker, das Blatt "5 vor 12" am Ring doch noch zu wenden?

Obwohl eigentlich nicht wirklich, denn bereits beim Antritt zum ersten von 2 Läufen des Finalwochenendes gab es die für Callaway-Ass Jürgen Bender die für den Titelgewinn nötigen Zähler. "Natürlich wollte ich, da ich am Ring antrat, auch was aus den beiden Rennen machen", so der schnelle Schwabe später im Fahrerlager. Nur los fahren um die Punkte zu kassieren - das ist nicht Benders Art.

In beiden Trainingssitzungen stellte "Ben" seine GT3-Calleway-Corvette 06 in die 2. Startreihe. Wegen des schlechten Wetters wurde der erste Rennlauf verschoben. Am Start fiel Bender auf rutschiger Bahn leicht zurück. Im Zuge der ersten Runden gelang es ihm im Feld der GTs als 3. hinter zwei Modellen mit dem Stern im Kühlergitter über den Zielstrich zu schießen. "Die Jungs gingen volles Risiko und schienen ebenfalls optimal bereift ins Rennen gegangen zu sein", so Bender nach dem Rennen. Aber in der Klasse war das Ergebnis am Ende perfekt für Bender. Er war damit offiziell neuer STT-Champion-2016.

Auf trockener Strecke am Nachmittag schoss Jürgen Bender in Rennlauf zwei hinter 2 Rennsportwagen, einem legendären Porsche 962 (Klaus Abbelen) wie ihn Männer wie Stuck, Mass oder der legendäre Stefan Bellof um den Ring jagten - und dem Doppelsieger von Hockenheim von vor 14 Tagen, dem Koppehel Rennsportprototyp (Sven Fisch) als Gesamtdritter über den Zielstrich. Ein Ergebnisabbruch mit zurück verlegtem Ende des Rennens änderte auch nichts an Jürgen Bender erneutem Klassensieg.

Ein sehr abwechslungsreiches STT-Jahr ging am "Ring" zu ende. Und ein für STT-Vater Rolf Krepschick starker GT3-Fahrer Jürgen Bender nahm den 30. STT-Serientitel verdient mit ins Unterland.

Man darf auf 2017 gespannt sein. Callaway-Competition in Leingarten bei Heilbronn dürfte mit dem Erfolg des schnellen Kundenfahrers Jürgen Bender wohl ebenfalls sehr glücklich sein. HTS

 

Foto HTS: Jürgen Bender im Interview mit Jürgen Holzer

 

 

Jürgen Bender ...... am Nürburgring auf Titeljagd

Jürgen Bender entwickelte sich in knapp 4 Jahrzehnten ohne Zweifel zu dem erfolgreichsten Automobilrennfahrer in seiner heimischen Region.

Corvette Jürgen BenderMit dem Führerschein in der Tasche begann Jürgen sich 1979 dem Automobilsport zu verschreiben. Interesse am Rennsport hat er, wohl auch begründet durch das Reifenunternehmen des Vaters bereits als Schüler entwickelt. Und wie es im Raum Neckarsulm nicht anders sein kann, begann er früh an einem NSU zu schrauben. Schon bald wurde ein gebraucht erworbener NSU 1000 aus Neckarsulmer Produktion mit Freunden für Slalomrennen hergerichtet. In einem anschließend aufgebauten TTS erkämpfte Bender auch gleich sehr souverän seine beiden ersten Meistertitel.

Schon damals waren die Titelgewinne wie übrigens noch heute eine echte 1A-Leistung des jungen Mannes aus Neckarsulm. Nach dem Studium an der Uni-Darmstadt machte er sich als junger Diplomingenieur selbstständig. Als Mitglied der heimischen Motorsport Clubs-HN verlor er den Rennsport aber über die Jahre nie aus den Augen.

Comeback auf Porsche

Ende der 90er Jahre schließlich der Wiedereinstieg. Auf Porsche RS war Bender sofort der Mann den er im nationalen Cup-Sport, ausgetragen auf internationalen Strecken, zu schlagen galt. Die heiß begehrte Pirelli-Trophy und danach den nationalen DMSB-Supersprint sowie die GTP-Michelin-Trophy folgten als Titelgewinne so Schlag auf Schlag. "Das motivierte natürlich sehr", so Bender noch heute nachdenklich. Alle knapp 30 Titel aufzuzählen die folgten wäre müßig. Und die Pokale zu zählen wohl ebenfalls. Die Zahl dürfte dreistellig sein.

Erfolgsumstieg auf Callaway

Am Samstag wird nun ein weiterer Titel für Jürgen Bender hinzukommen. "Der Neckarsulmer muss auf dem Nürburgring praktisch nur noch ins Ziel rollen, um die fehlenden 4 DM-Punkte für die Erringung des 30. Deutschen STT-Titels zu erringen", so der Erlenbacher Teameigner Marco Bayer. Mit Bayer gewann Jürgen Bender 2015 zuletzt die GTC-Serie und 3 weitere Trophywertungen dazu. Zwei Titelgewinne (GTC+ nun STT) in 2 unterschiedlichen Serien und das auch noch direkt nacheinander mit zwei unterschiedlichen Teams. "Eine absolut bemerkenswerte Leistung", so auch STT-Manager Rolf Krepschick voller Respekt. HTS

Foto HTS: Vor der Neulackierung - nun ist er Blaugrün, der A1-Firmenfarbe

 

STT-Challenge - Rennen 11 und 12

Jürgen Bender ist recht zufrieden

Jürgen Bender - Michael MintgenAls Tabellenführer reiste der routinierte Diplomingenieur nach Hockenheim. Dort gelang es dem Callaway-Corvette-Piloten den Abstand zum Verfolger Porsche-Ass Ulli Becker gleich zu halten. "Keine leichte Aufgabe", so Bender bereits vor dem Wochenende. Aber er wusste eben auch das es durchaus reizvoll sein könnte, zu versuchen, bereits in Hockenheim eine Titelentscheidung zu den eigenen Gunsten herbei zu führen. "Ne, ne, solche Gedankenspiele lassen wir nicht auf kommen", so ein Teammitglied. Das erste Rennen des Wochenendes fiel buchstäblich ins Wasser - so jedenfalls wurden von vielen Fans Streckensprecher Uwe Winters routinierten Kommentare gedeutet. Aber STT ist eben was für alle Wetter. Und das beherrschen Manager Krepschicks Jungs aus dem FF. Gekonnte Slights, keine wilden Ausritte, das ist das Markenzeichen der Serie die seit 30 Jahren nicht nur die Deutschen STT-Fans fasziniert.

Und so lief das Rennen, auf nasser Bahn gestartet, trotz erneut einsetzendem Regen eigentlich einmal mehr als eine wahre Augenweide für die vielen Fans ab. Und das obwohl der Rundenschnitt über 20 Km/f unter dem bei trockener Bahn lag.

Jürgen Bender hatte am Start kein festes Konzept. "Ich halte mir mal alles offen". Aus der 2. Reihe wollte er versuchen seine Klasse zu gewinnen. Damit würde er, unabhängig vom Ergebnis seines Verfolgers, den Abstand in der Tabelle gleich halten können. Das gelang nicht ganz. Bender konnte nach der Pace-Car-Phase zwar sofort vom 4. auf den 3. Gesamtrang vorstoßen, aber als Klassenzweiter hinter AMG-Pilot Kenneth Heyer machte es sich für ihn gut, dass auch Ulli Becker von "Benni Hey" niedergerungen wurde und als Klassenzweiter durchs Ziel schoss. Also klappte das mit dem "Abstand halten" perfekt bemerkte MCH-Mann Bayer. Dazu nach dem Rennen der von allen Fahren geliebte Gang aufs Gesamtsiegertreppchen für Jürgen Bender. "Echt geil", so einer aus der Bender-Crew unten auf der Strecke vor dem Stockerl und stieß echte Freudenschreie aus. Auf dem Weg zum Teamzelt bemerkte Jürgen Bender im Interview eher beiläufig, "Du darfst auch nicht vergessen, dass ich hier noch nicht über die neue schnellere C7-Corvette von Callaway verfüge. Kenneth (Heyer) dagegen sitzt in einem brandneuen AMG-GT3". Recht hatte er.

Rennen 2 auf trockenem Asphalt wurde zu einem weiteren Highlight. 5 Fahrer ballerten nach dem Start vorne weg. Der Koppehel-Sportwagen konnte sich jedoch nicht wie erwarte leicht absetzen. Nach 2 Runden wie unter einem Handtuch, Fisch vor Heyer, Bender und Becker. Dahinter 50 Meter zurück "Benni Hey". Koppehel, Mercedes, Porsche, Porsche, Porsche. Als die Überrundungen begannen gelang es Fisch sich vorne 100 Meter abzusetzen. Bender kam an Heer vorbei und begnügte sich damit den Wegberger hinter sich zu halten. "Vorne was mit dem Sportwagen zu versuchen war nicht sinnvoll für mich", so Bender nach dem Rennen eher skeptisch. Im Ziel ging der Neckarsulmer ebenso wie Ulli Becker als Klassensieger durchs Ziel. Bender kletterte erneut aufs Gesamtsiegerpodium. Diesmal als 2. vor Heyer. Er strahlte. und das zu recht. War es doch gelungen den Abstand zu Becker zu halten.

Man darf in 14 Tagen auf das Finale am Ring gespannt sein. Teamchef Michael Mintgen musste nach Zieldurchfahrt von Bender erst mal eine rauchen. "Mensch, das hat Nerven gekostet", so der Mayener. Aber das ist doch Ok so wenn der Titel praktisch nach Hockenheim schon fast im Sack ist, oder nicht?" HTS

Foto HTS: Bender und Teamchef

 

STT-Challenge - Läufe 11 und 12

Ärger für Jürgen Bender beim Trainingsauftakt

Jürgen Bender - Jürgen Holzer"Darauf hätte ich getrost verzichten können", so Jürgen Bender kopfschüttelnd beim Trainingsauftakt in Hockenheim. Verärgert verließ er die Box. Las er zum Training auf die Strecke fahren wollte blieb das Getriebe im 2. Gang stecken. Darf das passieren. "Natürlich nicht", so Jürgen Bender, ein erboster Frontmann der STT-Serie, der um den Titel kämpft.  Zum Glück war Hersteller Callaway-Competition mit voller Besetzung in Hockenheim. "Die Leingartener fahren ja die GT Masters. So konnte ich zu Ernst Wöhr rüber sprinten und das benötigte Bauteil gleich in Empfang nehmen". Aber das erste Training war verloren. Im Quali lief es dann später besser. 40 Fahrer waren angereist. Serien-Manager Rolf Krepschick kann 2016 mit berechtigtem Stolz auf das stärkste Feld im Deutschen GT-Sport verweisen. Dazu hat er den Spagat geschafft, einige Prototypen und Spezialfahrzeuge sowie Tourenwagen in seine Serie mit einzubinden. Und das in voller Harmonie mit der Fahrerschaft - Hut ab, oder soll man sagen Helm ab?

Jürgen Bender gelang im Training für den 11 Meisterschaftslauf ein 4. Gesamtrang. Auf Pole stand wie zu erwarten der Rennsportwagen von Koppehel. Ein reinrassiger Rennwagen, fast halb so schwer wie ein GT und ca. 700 PS stark. "Ein solcher Wagen ist mit einem GT wie der GT3 der mir zur Verfügung steht, nicht zu besiegen". Als harter Gegner erwies sich ein brandneuer Mercedes GT3 von AMG. Mit Kenneth Heyer, dem Sohn der Rennsportlegende Hans Heyer am Steuer konnte der sich im Training knapp vor Bender schieben. Am Ende spran in beiden Rennen für MCH-Ass Jürgen Bender ein Platz in Startreihe 2 heraus. "Eine Position mit der man im Rennen etwas anfangen kann", lächelte der Neckarsulmer viel sagend. HTS

Foto HTS; Bender im Interview mit Jürgen Holzer

 

 
Top! Top!