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MC-Heilbronn
 
 

Unterwegs im Gelände wie vor 30 Jahren

Motorsportclub Heilbronn veranstaltete zum vierten Mal Oldtimertage mit Wettbewerbsfahrten

Von Heiko Fritze

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine gewöhnliche Motorsport-Veranstaltung: Motorradfahrer kurven um einen vorgebenen Kurs auf dem Gelände des ASW-Autohauses in Neckarsulm, warten ihre Geländemaschinen, fachsimpeln mit Gleichgesinnten. Doch die Enduros und ihre Vorgängermodelle haben eines gemeinsam: Sie sind alle älter als 20 Jahre. Denn zum vierten Mal hat der Motorsportclub Heilbronn zu seinen Oldtimertagen mit der „Gelände Classic" geladen.

 

Organisator Klaus Häberle ist am Samstagnachmittag gut gelaunt. Zwar ist gegen Ende der Rundfahrt ein heftiges Gewitter niedergegangen, doch das macht den Maschinen nichts aus, erzählt er. „Die Fahrer freuen sich sogar, wenn es etwas schlammig wird", ergänzt Vereinsvorsitzender Lutz Stegmüller.

Wie bei einem normalen Geländerennen sind hier die Regeln streng: Es geht viermal auf einen 38 Kilometer langen Rundkurs, bei dem es zwei Zeitkontrollen und drei Wertungsprüfungen gibt, in denen die Fahrer jeweils eine bestimmte Strecke in einer vorgegeben Zeit passieren müssen - wer der Frist am nächsten kommt, erhält die wenigstens Strafpunkte.

Das ist schon jahrzehntelange Routine für Heinz Brinkmann. 1968 gehörte er zum deutschen Nationalteam, als das Sextett die Welt Trophy in San Pellegrino gewann. Heute fährt der mittlerweile 67 Jahre alte ehemalige Herkules-Werksfahrer immer noch Rennen. „Die Strecke war gut organisiert", lobt er die Ausrichter. Zum zweiten Mal ist er dabei, sein Teamkamerad von einst, Lorenz Specht, hat sogar an allen vier Oldtimertagen der Heilbronner teilgenommen. „Aufs Motorrad setze ich mich aber nur noch so, Rennen traue ich mir nicht mehr zu", erzählt der 77-Jährige. Beide bedauern aber, dass Geländerennen mittlerweile in der Gunst der Motorradfahrer vom Motocross abgelöst worden sind.

Insgesamt 157 Anmeldungen haben die Veranstalter alleine für das Motorradrennen erhalten, berichtet Stegmüller. Hinzu kommen .nochmals etwa 100 Oldtimer-Autos, die am Sonntag auf einen Rundkurs bis nach Mosbach und Schwaigern fuhren. Auch da gab es zwar Wertungsfahrten - auf einem Abschnitt mussten möglichst exakt 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden -. doch stand auch eine Präsentation auf dem Marktplatz in Schwaigern auf dem Programm.

Mit der Resonanz sind Häberle und Stegmüller zufrieden. „Von uns aus machen wir das wieder in zwei Jahren", sagen sie. Und in den Jahren dazwischen hat sich mittlerweile ein Fahrer-Stammtisch etabliert, zu dem zuletzt mehr als 400 Teilnehmer in die Sulmtalhalle nach Erlenbach kamen, berichtet Stegmüller. Kein Wunder, meint er: „Als Stadt der NSU-Motorräder ist das Treffen für Neckarsulm ein gewaltiger Pluspunkt."

-  entnommen der Heilbronner Stimme -

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