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MC-Heilbronn
 
 

Bericht in der "Heilbronner Stimme" über die Heilbronn Historic 2007

Menschen mit leuchtenden Augen, winkende Chauffeure in chromblitzenden Automobilen, auf Motorrädern und Gespannen: Die „gute alte Zeit“ wurde bei der Heilbronn-Historic wie die Oldtimerausfahrt des Motorsportclub Heilbronn heißt, wieder lebendig. 36 Motorräder und vier Gespanne, meist in der damaligen Standardfarbe schwarz lackiert, knattern los.

Der 82-jährige Neckarsulmer Carl Kolb ist der älteste Teilnehmer. Dessen legendäre NSU Max mit Seitenwagen, Baujahr 1954 mit 247 Kubik und 13 PS Leistung hat damals 1995 D-Mark gekostet, wie der mit einem stilechten Lederhelm ausgerüstete Veteran stolz erzählt.

Die Automobilisten sind heuer mit 74 Startern in der Überzahl: vom liebevoll als „Knutschkugel“ titulierten winzigen Fiat 500, mit 600ccm-Motörchen und Faltdach - die Fahrerin Silke Pionati aus Schwäbisch Hall ist gerade mal 22 Jahre jung und trägt passend zum Auto einen italienischen Strohhut - bis zum Jaguar E-Type mit Zwölf-Zylinder Motor und 5300 Kubik Hubraum, dessen Motorhaube allein schon fast länger ist als der gesamte Fiat.

Der Heilbronner Joachim Nuerk lenkt die in British Racing Grün lackierte Sportwagenlegende. Auch dessen Ehefrau Elke ist vom Oldtimer-Virus infiziert, beide schwärmen für englische Roadster: „Hart, tief, puristisch, ein einzigartiges, intensives Fahrgefühl“, so das Urteil des Ehepaars.

Direkt dahinter, knallig rot und blitzeblank poliert, der offene Fiat Dino Spider von Pierro Bonelli mit Sohn Alessandro als Copilot. „Klingt der rassige Zwei-Liter-Ferrari-Motor nicht genial?“, fragt der 57-jährige Talheimer mit leuchtenden Augen, dessen Familie schon immer eng mit Fiat in Heilbronn verbunden war.

Aus Ilsfeld rollen zwei Oldies in der momentanen Trendfarbe Weiß an den Start. Kfz-Meister Reiner Dembiany steuert ein Audi F8 Cabrio mit seltener Gläser-Karosserie. Über 700 Arbeitsstunden hat der Enthusiast schon in das 1955 gebaute Fahrzeug mit den traumhaft geschwungenen Kotflügeln investiert.

Helga und Hans Wolf, Dembianys Clubkameraden vom RKV Ilsfeld, sitzen im Simca Bertone Coupe 1200 S. Der früher sehr erfolgreiche Motorsportler hat ruhigeres Fahrwasser eingeschlagen, wie Helga Wolf lachend erzählt: „Die Zuschauer sind begeistert, winken, wir haben viel Zeit für so manches Benzingespräch“.

Start und Ziel der Ausfahrt war beim ASW-Autohaus in Neckarsulm. Die Strecke verlief auf landschaftlich reizvollen Strecken nach Öhringen, vorbei beim Biberacher Stegstreckerfest. 125 Kilometer Spaß und Freude.

Das war Oldtimer-Faszination pur. (WR)

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