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MC-Heilbronn
 
 
Zweitägiges Automobilslalomspektakel beim Motorsportclub Heilbronn mit 189 Startern, bestem Wetter sowie Spannung und Action im Wolfszipfellabyrinth

Doppelsieg der BMW-Favoriten Willi und Marc Schittenhelm

Vater Willi Schittenhelm am Samstag und Sohn Marc Schittenhelm am Sonntag – die beiden Topfavoriten aus Gäufelden waren mit ihrem in der eigenen Tuningschmiede aufgebauten BMW M3 der legendären E30 Baureihen das Maß der Dinge bei den beiden Slaloms des Motorsportclub Heilbronn.

MCH-Slalomleiter Uwe Tiedemann war begeistert: optimales Wetter, viele Zuschauer, große Starterfelder und jede Menge Spannung und Action bei der Sekundenhatz auf der legendären Berg-und Talpiste im Wolfszipfellabyrinth. „Keine Unfälle, tolle und faire Wettkämpfe von 189 Slalomcracks, ein rundum gelungenes MCH/ADAC-Slalomwochenende“, freut sich Tiedemann der mit einem sehr engagierten MCH-Helferteam auch den anwesenden Vorstandsvorsitzenden des ADAC Württemberg, Dieter Roßkopf (Heilbronn) sowie dessen ADAC Sportleiter Manfred Rückle (Lauffen) begeisterte. Ein tolles Speisen- (verschiedene Würste, Steaks, Pommes, sowie Chilli con Carne in zwei Varianten mit Fleisch und auch vegetarisch!) und Getränkeangebot sowie ein riesiges Kuchenbuffet, dazu tolle Pokale, Gesamtsiegerkränze und jeden Tag die Verlosung eines KÖNIG-Schalensitzes rundeten das Slalomwochenende optimal ab.

Willi SchittenhelmIm knapp 300 PS starken Ur-BMW M3 der legendären E 30 Baureihe gewann Willi Schittenhelm am Samstag den höherwertigen DMSB-Slalom durch einen sensationell schnellen zweiten Rennlauf. „Ich musste ans absolute Limit, die Strecke ist der Hammer“, erklärt Routinier Schittenhelm im Ziel. Dessen Junior Marc rodelte dagegen in einer zu schnell angegangenen Kurve gleich im ersten Stint etwas neben die Piste. Vorjahressieger Peter Kalus (Schorndorf) war im seriennahen, 342 PS starken BMW M3 der E 46 Baureihe 2,2 Sekunden langsamer und somit Gesamtzweiter. MCH-Lokalmatador Dieter Oßwald musste mit gerissenem Gaszug an seinem Opel Kadett C Klassiker vorzeitig die Segel streichen. 

Bei den seriennahen Fahrzeugen gewann Patrick Spahr (Neckarwestheim) im BMW 316 die Klasse G5 vor Werner Flik aus Althengstett im BMW compact.. Der Ilsfelder Marcel Wolf sicherte sich im BMW 316 die Klasse G4 mit deutlichem Vorsprung – Wolf war über eine breitere Felgenvariante von der G5 in die G4 gewechselt und war nur mit Sportreifen unterwegs. In der stark besetzten G3 holte Vater Peter Sacchi vom MSC Weinsberg im BMW 318 ti Platz drei, sein Sohn Fabio, ein junger Neueinsteiger, den sechsten Rang. An der Klassenspitzem trotz eines Pins in Lauf zwei Achim Meier im Liqui-Moly BMW 318 is vom MSRT Freiamt. Bei den moderat verbesserten Fahrzeugen der Gruppe F gewann Mario Abbate vom ADAC OC Schwäbisch Hall die 1400ter Klasse mit seinem Smart Roadster. Kevin Koller vom ADAC Nordbadener Junior Team triumphierte dank zweier fehlerfreier Läufe in der 1600ter Klasse mit einem Suzuki Swift. 12 Starter in der Zweiliter-Klasse, die der Karlsruher Michael Zellner im 160 PS starken Mazda MX 5 für sich entscheiden konnte. Die F-Überliter war dann eine sichere Beute von Udo Roller aus Mühlacker, der einen BMW 330 der E 46 Baureihe durch die Pylonentore trieb. In der 1300ter Klasse der getunten Gruppe H-Flitzer gewann Michael Kübler vor Robin Kretschmar. Kretschmar zwar etwas schneller aber mit einem Pylonenfehler behaftet, Kübler dagegen fehlerfrei, beide vom MSC Bad Rappenau und beide mit eigens aufgebauten VW Polos. Eine Überraschung gab es in der H bis 2000ccm, da verwies Martin Larva mit seinem VW Polo G40 die etablierte Hecktrieblerkonkurrenz auf die Plätze. Larva hatte schlussendlich gerade mal 27hundertstel Sekunden Vorsprung auf Klaus Hermann (Nürtingen) im Opel Kadett, der wiederum eine Sekunde Vorsprung auf den dritten, Thorsten Bockstaller (St. Georgen/MSRT Freiamt) in einer C Kadett Limousine herausfahren konnte.

Bei den 23 skurrilen Flitzern der CST-Gruppe holte der Erlanger Gerd Reusch den Gesamtsieg. Dessen nur 470 Kilogramm leichter, offener Westfield R1 wird von einem 150 PS starken Yamaha Motorradmotor angetrieben. Olaf Timpe aus Ansbach fuhr mit demselben Flitzer auf Rang drei. Dazwischen schob sich Winfried Breidenstein aus Bad Endbach im offenen Caterham CSR. In 1.04.34 Minuten gelang Gerd Reusch auch die schnellste Einzelzeit des Tages. Den anschließenden Sonderlauf um den CST-Pokal der Softwareschmiede Vogler & Haucke holte sich Winfried Breidenstein.

Robin KretschmarBeim kürzeren Clubsportslalom am Sonntag dann 98 Starter, die um Punkte zu mehreren regionalen Serien und Meisterschaften kämpften - darunter viele regionale Piloten mit tollen Leistungen. In der Klasse G3/G4 satte zwanzig Akteure. Hier gewann der Nordheimer Falk Baumgartner im 160 PS starken Audi TT mit gerade mal 33-hundertstel Sekunden Vorsprung auf Junior Fabio Sacchi (MSC Weinsberg/BMW 318 ti) Das Podest komplettierte als dritter der Ilsfelder Marcel Wolf im BMW 316. In der Klasse G1/G2 gewann Favorit Peter Kalus im BMW M3 überlegen. Sensationeller zweiter der Lauffener Frank Balduf mit einem 160 PS starken Mazda MX5, der weitere elf Konkurrenten hinter sich ließ. 12 Starter in der Zweiliterklasse der moderat verbesserten Gruppe F, bei der ein Herzschlagfinale stattfand. Timo Maier im BMW 318 is vom MSC Göge gewann in 1.48.41 Sekunden mit lediglich zwanzig Hundertstel Vorsprung auf Michael Schumacher (Untermünkheim) im frontgetriebenen VW Polo G40. Die F-Überliter – mit satten 18 Startern (!) - eine sichere Beute von Willi Schittenhelm, der sonntags auf einen BMW compact M3 vertraute – Schittenhelm mit seiner Marc Schittenhelm1.47.94er Gesamtzeit auch Gruppensieger F. Zehn Starter in der getunten Klasse bis 1600ccm und da drehte Robin Kretschmar den Spieß vom Vortag um. Der Polopilot gewann fehlerfrei die Klasse, Clubkamerad Michael Kübler zwar minimal schneller, aber mit einem Pylonenfehler in Stint eins und dadurch dritter. Dazwischen schob sich mit Martin Maisenbacher ein weiterer Fronttrieblerpilot. Der Schömberger lenkt einen VW Polo GTI mit 1600ccm und knapp 200 PS Leistung. In der H-über 1600ccm dann Spannung bis zum Schluss. Marc Schittenhelm mit einer Fabeltrainingszeit im BMW M3, die er aber im ersten Stint nicht wiederholen konnte – trotzdem die Führung mit minimalsten Vorsprung. Im zweiten Lauf stellten die C Kadett-Piloten Jürgen Glass (ADAD OC Winnenden) und Stefan Böck (AMC Burgau) durch 50er-Traumzeiten ihre Flitzer zwar vor den BMW von Schittenhelm, doch die Kadettfahrer mit jeweils einem Pylonenfehler, Schittenhelm jedoch fehlerfrei und dadurch Gesamtsieger.

Bei den Slalomeinsteigern hatte Timo Blon aus Ilsfeld mit einem Mini Cooper Works durch zwei fehlerfreie und schnelle Rennläufe die Nase vorn. Jan Saupe aus Heilbronn wurde im VW Golf VII zweiter, Walter Friedrichsen aus Heilbronn im Nissan Z dritter.  Wilfried Ruoff

 

 
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