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MC-Heilbronn
 
 

Überraschungssieger bei der Regenschlacht

210 Starter beim Automobilslalom-Wochenende des Motorsportclub Heilbronn – Lokalmatadore ohne Fortune –  BMW’s dominieren

Peter KalusAuf dem Verkehrsübungsplatz Wolfszipfel am Heilbronner Wartberg fand am Wochenende das traditionsreiche Automobilslalomwochenende des Motorsportclub Heilbronn (MCH) statt. Ganztägiger Regen – mal weniger und mal sehr heftig – am Samstag sorgte für einen überraschenden Ausgang beim höherwertigen DMSB-Slalom.  Kein Glück hatten dabei die beiden MCH-Lokalmatadore auf dem Pylonenparcours des traditionellen Berg-, und Tallabyrinths, die in Fahrerkreisen auch „kleine grüne Hölle“ in Anlehnung an die Nürburgring-Nordschleife genannt wird. Frank Sperrfechter (Oedheim) konnte aufgrund von Getriebeproblemen am neu aufgebauten Opel Kadett C erst gar nicht starten und Dieter Oßwald (Abstatt) verpasste nach einem Torfehler im zweiten Rennlauf den möglichen Gesamtsieg mit seinem goldmetallicfarbenen Opel Kadett C–Klassiker. Dadurch sicherte sich der Schorndorfer Peter Kalus (MSC Weinsberg) mit einem seriennahen BMW M3 der E 46 Baureihe  den Gesamtsieg. Mit seinem 3200ccm-starken Sechszylinder-Boliden mit satten 342 PS Leistung gelang Slalomroutinier Kalus mit einer starken fahrerischen Vorstellung auch die schnellste Einzelfahrzeit des Tages in 1.14.80 Minuten. Das Gesamtsiegerpodest komplettierten Timo Meier (MSC Göge) im moderat verbesserten Gruppe F-BMW 318 is mit 170 PS und – sensationell - der junge Nachwuchsfahrer Manuel Elfner (MSC Altenbach) im lediglich 100 PS starken BMW 316i der seriennahen Klasse G5. Die Hubraum-, und PS starken Boliden der getunten Gruppe H mussten sich bei den widrigen äußeren Umständen überraschenderweise hinten anstellen.

Auch die regionalen Slalomcracks Thomas Thiele (Abstatt/VW Polo G40), Marcel Wolf (Ilsfeld/BMW 316), Patrick Spahr (Neckarwestheim/BMW 316) und Falk Baumgartner (Nordheim/Audi TT) konnten nicht auf die erhofften Klassensiegerplätze in der seriennahen Gruppe G fahren. Dagegen wartete der junge Robin Kretschmar (MSC Bad Rappenau) im eigens aufgebauten VW Polo der getunten Gruppe H mit einem Klassensieg auf. Kretschmar gewann die Regenschlacht mit Top-Zeiten auf der rutschigen Piste deutlich klar vor DM-Slalomroutinier Stephan Abb (Amorbach im Odenwald/VW Polo) und seinen Clubkameraden Sven Hoßfeld und Michael Kübler, die beide ebenfalls VW Polos der Baureihe 86C lenkten. Die Clubsporttrophy, bestehend aus 21  skurrilen Lotus-, Caterham-, Westfield und Opel Speedster-Flitzern, war eine sichere Beute von Martin Reger aus Thalmassing in einem offenen Caterham HPC. Die neue Streckenführung wurde von den Slalompiloten aus dem gesamten süddeutschen Raum gelobt. „Einzigartiges Flair, schnell und fahrerisch anspruchsvoll“ so der Tenor.

Erneuter BMW-Sieger: Beim kürzeren Clubsportslalom am Sonntag dann eine trockene Piste. Hier hieß der Gesamtsieger Marc Schittenhelm (Gäufelden), der seinen getunten Gruppe H-BMW M3 der E 30 Baureihe sehenswert in 2.07.49 Minuten durch den Pylonenparcours zirkelte.  Die seriennahe Gruppe G gewann erneut und überraschend Junior Manuel Elfner im G5 BMW 316 mit traumhaften Fahrzeiten. In der moderat verbesserten Gruppe F holte sich Robin KretschmarTimo Meier im BMW 318 is den Sieg, da die Fahrer mit leistungsstärkeren Flitzern entweder Pylonenfehler hatten oder einfach langsamer waren. Regionale Piloten überzeugten beim Clubsportslalom ebenfalls mit guten Ergebnissen, allen voran der Nordheimer Falk Baumgartner, der seinen 160 PS starken Audi TT zum Sieg in der stark besetzten Klasse G3 lenkte. Klasse G3: 1. Falk Baumgartner, Nordheim/Audi TT. Klasse G5: 2. Marcel Wolf, Ilsfeld/BMW 316; 3. Patrick Spahr, Neckarwestheim/BMW 316. Klasse F 11: 1. Ulrich Rieth, MSC Weinsberg/Mini Cooper S; 4. Jörg Baumann, Neckarwestheim/ VW Polo. Klasse H 13: 1. Sven Hoßfeld, MSC Bad Rappenau/VW Polo; 2. Robin Kretschmar, MSC Bad Rappenau/VW Polo; 3. Felix Bürker, MC Heilbronn/Opel Corsa; 5. Michael Kübler, MSC Bad Rappenau/VW Polo.

Chris VoglerMit 120 Startern am Samstag sowie 90 am Sonntag war der Motorsportclub Heilbronn hochzufrieden. „Enge Zieleinläufe, packender Slalomsport, nur drei kleine Ausrutscher neben die Piste, keine Unfälle, viele Zuschauer, ein rundum gelungenes MCH/ADAC-Slalomwochenende“ so das Resümee von MCH-Rennleiter Uwe Tiedemann. Als besonders „Schmankerl“ erlebten mehrere Zuschauer im 650 PS starken McLaren von MCH-Rennfahrer Chris Vogler den Sonntags-Slalomparcours live – als Taxigäste auf dem heißen Beifahrersitz des britischen Extremsportwagens.   - wr

 

 
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