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MC-Heilbronn
 
 

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in Österreich

Leingartener Callaway Competition mit Sieg und Tabellenführung

Patrick Assenheimer mit starkem Aufwärtstrend – Podestplatz knapp verpasst

Markus Pommer im Pech - Reifenschaden

Sechs verschiedene Sieger in sechs Läufen dank Balance of Performance

Der fünfte und sechste Lauf führte die Liga der Supersportwagen auf den Red Bull Ring, der als schnellster Kurs beim ADAC GT Masters geführt wird. Prominenter Gaststarter beim Team Mücke in einem Mercedes AMG GT3 war der derzeitige DTM-Tabellenführer Lucas Auer, der sein Fahrertalent eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Unterländer Fraktion war durch die Bank schnell in der Liga der Supersportwagen unterwegs, die Ergebnisse aber sehr unterschiedlich. Sechs unterschiedliche Sieger in den bisherigen sechs Läufen deuten auf eine wahnsinnig hohe Leistungsdichte und eine prima BoP-Balance of Performance hin, die mit 30, 20, und 10 Kilogramm Zusatzgewicht direkt nach dem Sieg und schon vor dem nächsten Qualifying für Ausgeglichenheit sorgen soll.

Patrick Assenheimer im AutoArenA-Mercedes AMG GT3Durch den Start-Ziel-Sieg am Samstag sowie Podestplatz drei am Sonntag übernahmen Daniel Keilwitz und Jules Gounon mit der Corvette C7 GT3 vom Leingartener Callaway Competition Team die GT Masters-Tabellenführung mit 80 Punkten. Die Pole sicherte sich Jules Gounon in 1.27.731 Sekunden, Patrick Assenheimer qualifizierte seinen AutoArenA-Mercedes AMG GT3 lediglich 0,990 Sekunden zurück auf Platz 12, Markus Pommer im Aust-Audi R8 LMS musste aufgrund einer Track-Limit Strafe von Platz 14 losfahren, seine Zeit hätte eigentlich für Startplatz zehn gereicht – der Erlenbacher somit ein weiteres Mal unter den absolut schnellsten Audipiloten. Die Corvette aus Leingarten beeindruckte durch die perfekte Fahrervorstellung beider Fahrer sowie einen optimalen Boxenstopp auf einer Strecke, die dem bulligen US-Sportwagen wie auf den Leib geschneidert ist, der erste Saisonsieg durfte bejubelt werden. Dahinter tobte ein gewaltiger Kampf um Meter und Positionen. Zwei Top-Ten Teams waren beim Boxenstopp zu schnell (lediglich 1/100stel Sekunde) was mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, die dann den beiden Fahrern Assenheimer und Pommer zu Gute kam. Maximilian Götz und Patrick Assenheimer fehlte zwar etwas Speed auf den Geraden in Spielberg, aber die Balance am AutoArenA-Mercedes war gut, die Strategie mit einem sehr frühen Boxenstopp perfekt und so wurde der Heilbronner GT3 als sechster abgewunken. Markus Pommer und Kelvin van der Linde durften sich im Aust-Mittelmotor R8 LMS als neunte noch über Punkte freuen. Sonntagmorgen musste sich Daniel Keilwitz mit Startplatz acht begnügen, die 30 Kilogramm Zusatzgewicht für den Samstagssieg wogen schwer.  Die Pole sicherte sich der Lamborghini Huracan von Grasser Racing, der Lokalmatador gewann wie die Corvette am Samstag mit einem Start-Ziel-Sieg. Nur 0,240 Sekunden hinter dem Lambo sorgte Maxi Götz im AutoArenA-Mercedes, der vom Team HTP-Motorsport betreut wird, für ein Ausrufezeichen im Qualifying – Startplatz zwei! Nur 0,430 Sekunden zurück der Aust-Audi, Startplatz zehn – satte 19 (!!) Supersportwagen innerhalb einer einzigen Sekunde. Kelvin van der Linde war kurz vor Öffnung des Boxenstoppfensters bereits in den Punkterängen, als ein Reifenschaden den Aust-Audi ganz nach hinten warf- Markus Pommer konnte sich dann in seinem Turn lediglich auf Platz 21 vorarbeiten. Der AutoArenA-Mercedes konnte den Lambo im Rennen nicht angreifen, im Gegenteil, über die komplette Renndistanz war Verteidigung angesagt. Patrick Assenheimer verlor nach dem Fahrerwechsel bereits bei der Boxenausfahrt wertvolle Sekunden hinter dem Nissan, auf der Piste drängte sich dann Lucas Auer im rosaroten Mücke-Mercedes am Lehrensteinsfelder vorbei – die deutlich höhere Endgeschwindigkeit enorm, der Mücke-GT3 danach Runde um Runde weiter weg. Das war aber leider noch immer nicht das Ende, denn Jules Gounon hatte die Leingartener Corvette nach einem prima getimten Boxenstopp weiter nach vorne gebracht und versuchte satte 15 Runden an Patrick Assenheimer vorbeizukommen, der aber mit allen Mittel geschickt verteidigte. In der vorletzten Runde war nichts mehr zu machen, Gounon übernahm Platz drei, Patrick musste den avisierten ersten Podestplatz in dieser Saison ziehen lassen – „unser Fight über die komplette zweite Rennhälfte war vom Allerfeinsten, auch wenn’s mich ärgert, aber gegen den Leistungsüberschuss meines Ex-Fahrzeuges war dann kein Kraut mehr gewachsen“ resümiert Patrick Assenheimer, dem viele Insider einen exzellenten Job attestierten. Der rangiert mit Partner Maximilian Götz nun mit 28 Punkten auf Platz 12 in der Tabelle, Markus Pommer und Kelvin van der Linde liegen mit 30 Zählern im Audi R8 eine Position davor auf 11. 

Die nächsten beiden Rennen werden auf dem niederländischen Dünenkurs Zandvoort ausgetragen – kein Corvette-Kurs, wie Callaway Teamchef Giovanni Ciccone ausdrücklich betont.    -  Wilfried Ruoff

 

 

 
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